Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Gut für Mixgetränke |
| Kontra: |
Wenig für den Reingenuß - zu spiritussig |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Bitte jetzt nicht denken, ich würde die Lösung nur noch im Alkohol suchen. Mit Alkohol löst man keine Probleme. Aber vielleicht gelegentlich doch die Fettspritzer auf der Fensterscheibe.
Wodka wird aus angekeimtem und getrocknetem Getreide hergestellt, mit Zusatz spezifischer Hefen entsteht eine Getreidemaische, die man – ggf. unter Zusatz von Kräutern oder Früchten – fdestillieren kann, wobei jeder Destilliervorgang die Qualität erhöht. Qualität heißt: weniger Brummschädel, da die Fuselanteile herausgefiltert werden. Daneben kann man aber – man frage Zuwanderer aus der ehemaligen USSR – wodkaähnliche Getränke auch aus Kartoffeln, Obst, Beeren, manchen Gemüsesorten, im Prinzip sogar aus Sägemehl gewinnen. Das Ergebnis nennt sich dann „Samogon“ (Selbstbrand) und ist berauschend bis hochtoxisch.
Harmloser ist da der Wodka „Rachmaninoff“, eine Regalware bei LIDL. Die Flasche enthält 0,7 l, ähnelt in ihrer Form einem Moskauer oder Kasaner Kirchturm und kostet EUR 4,99. Das in Blautönen gehaltene Etikett – von dem einen ein doppelköpfiger Zarenadler böse anstarrt – bringt durch seine Farbtöne die Botschaft ‚kalt’ rüber. Und genau so soll man, steht da auch geschrieben, das Getränk servieren: „eiskalt“.
Außerdem steht über dem Markennamen noch: „mild und klar“. Das zweite ist offensichtlich, das erste streite ich ab.
Mit der Küchenwaage habe ich 100 Gramm abgewogen, das Gläschen Mineralwasser danebengestellt, und dann hieß es ‚Nasdrowje’.
Generell ist mir früher schon aufgefallen: ‚europäische’ Wodkas, seien sie nun deutsches, polnisches oder finnisches Erzeugnis, lösen bei mir genau das aus, was viele Menschen beim Genuß von Hochprozentigem verspüren: das Gefühl, Säure getrunken zu haben. Russische Sorten, wie der Moskovskaya vorneweg, aber auch weniger bekannte wie Osobaya, Aksakovskaya u. a. scheinen mir da sehr viel mehr den Anspruch zu erfüllen, ein „Wässerchen“ zu sein, das man auch genauso trinken kann. Der ‚Zitronen-Effekt’ beim Rachmaninoiff ist mittelprächtig, etwa 4,5 von 10 auf der Gänsehautskala.
Zu loben ist die offenbare Reinheit durch mehrmaliges Destillieren. Vorausgesetzt, man spült nicht mit Bier oder anderen Alkoholika nach, bleibt auch nach dem Genuss einer halben Flasche weder Kater noch Kopf, sondern nur eine angenehm bleierne Müdigkeit am anderen Morgen.
Für den Rachmaninoff gilt: kühl servieren, aber nicht so gekühlt, dass einem die Zahnplomben abfallen. Außerdem ist er eher für Mixgetränke einsetzbar, wo Fruchtsäfte den etwas herben Geschmack wegfiltern. Am besten eignen sich tropische Früchte wie Mango, mir hat so ein selbst angesetzter Mix hervorragend geschmeckt. Für den Wodka-Pur-Trinker ist diese Marke weniger gut geeignet. Das ist, neben dem Preis, auch der Grund, warum man diese Flasche in Russland kaum verkaufen könnte.
Insgesamt: ein preiswertes 37,5-Kaliber-Sprit für den Longdrink-Mixer, von angenehmer Reinheit und Bekömmlichkeit. Für den ‚Russischen Abend’ ist er, wenn man es mit dem Stil und Geschmack ganz genau hält, weniger geeignet.
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guter Wodka
Bewertung für Rachmaninoff Wodka 37,5% Vol. von
whateversagewut
Pro: relativ mild, klar, Preis, zum Auftragen von Pigmenten geeignet
Kontra: starker Geschmack d.h. man braucht stark-schmeckende Zusätze
Einleitung Das doppelköpfige Wappen das Reichsapfel und Zepter in Krallen hält, thront majestätisch über dem Rest des Etiketts und lädt mich ein ihn zu kaufen. Dies ist der erste Wodka den ich mir gekauft habe.
Angaben auf der Flasche
Mi ...
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29.07.2008
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