der ultimative frühmorgendliche Kick

5  25.10.2000

Pro:
schnell, schont die Umwelt und den Geldbeutel

Kontra:
keine großen Transporte

Empfehlenswert: Ja 

lutz.maertens

Über sich:

Mitglied seit:01.01.1970

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Es ist sicherlich nicht jedem möglich, aber mir schon und so radle ich, akzeptables Wetter vorausgesetzt, meine 9 Kilometer Arbeitsweg durch Berlin. Fast auf der gesamten Strecke gibt es einen Radweg, so daß sich das Risiko, überfahren zu werden, in Grenzen hält. Warum mache ich das nun?

1. Radfahren ist gesund. Ich als Schreibtischtäter benötige ausgleichende Bewegung, und so kommt mir das Radfahren sehr recht.

2. Mit dem Rad ist man schneller am Ziel. Für meinen Arbeitsweg benötige ich mit dem Rad konstant 30 Minuten, mit dem Auto zwischen 30 und 120 Minuten, mit den Öffentlichen ca. 60 Minuten. Das Rad schneidet bei weitem am günstigsten ab.

3. Keine Parkplatzsuche. Ich kann überall bis vor das Ziel fahren, ohne zeitraubende Fußwege. Außerdem: Nie wieder Kleingeld für Parkuhren.

4. Ich spare Geld. Gerade im Stadtverkehr verpulvert man mengenweise Sprit, man schont Geldbeutel umd Umwelt.

Welches Rad sollte man benutzen? Ich lächle manchmal über die vielen Moutainbikes hier in Berlin, denn 90 % der Räder fahren nie OffRoad oder gar in den Bergen. Moutainbikes in der Stadt zu benutzen ist schlichweg Quatsch, weil der Kraftaufwand wegen erhöhtem Rollwiderstand größer ist. Ich empfehle, ein Sportrad oder Rennrad 28" zu nutzen.

Zum Transport kleiner Dinge oder Einkäufe ist ein Rucksack empfehlenswert. Auch eine Umhängetasche tut ihren Zweck. Große Lasten kann man allerdings nicht transportieren, das ist ein Nachteil.

Leider hat man als Radfahrer oft mit Widrigkeiten zu kämpfen. Beim Fahren muß man den 7. Sinn haben, besonders an Kreuzungen und rechtsabbiegenden Fahrzeugen ist Vorsicht geboten. Man sollte auch nicht darauf vertrauen, Vorfahrt zu bekommen, da man von vielen Autofahrern nicht als gleichwertiger Verkehrsteilnehmer angesehen wird.

Leidthema Ampelschaltungen. Zumindest hier in Berlin gibt es teilweise solch sinnlose Ampelschaltungen, die von Radfahreren und Fußgängern nicht akzeptiert werden. Während Autos noch kleine Ewigkeiten Grün habe, werden Radler und Fußgänger nur in einem kurzen Intervall über die Straße gelassen. Und da steht man dann, und steht, und steht, und sieht nicht ein warum. Und irgedwann hat man sich angewöhnt, auch bei Rot weiterzufahren. Nun ja, ich oute mich hier, so mache ich das mittlerweile auch. Außer, wenn an der Ampel eine Mutter mit Kind steht, man will ja kein schlechtes Beispiel geben.

Problem Rambo-Radfahrer. Ja, die gibt es und bringen die Radler allgemein in Mißkredit. Die diese Spezies scheint es gar keine Verkehrsregen zu geben, sie fahren wo sie wollen, und das häufig ohne Licht. Hier sollte die Polizei wirklich mal aufräumen.

Fazit: Wer kann, der sollte öfter das Rad benutzen. Bei einem Arbeitsweg bis zu 10 Kilometern ist das durchaus machbar und sinnvoll. Gegenargumente gegen das Radfahren werden oft mißbraucht, um die eigene Bequemlichkeit zu vertuschen.

In diesem Sinne viele Grüße aus Berlin!
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w_f_weber

w_f_weber

03.07.2003 12:24

Prima Bericht, bei mir sind's 13,5 km nach Frankfurt und die Bewegung tut mir wirklich gut. Einen Rucksack finde ich allerdings unangenehm beim Radfahren, da dabei der Rücken vom Schwitzen feucht wird. Ich verwende eine abschließbare Box für den Gepäckträger. Gruß, ww

elbstrand

elbstrand

28.03.2003 21:02

Ein schöner und treffender Bericht, bis auf einen Punkt: Größere oder schwere Gegenstände können (sofern man nicht gerade in bergigen Regionen wohnt) einfach mit einem Fahrradanhänger transportiert werden.

Struff

Struff

11.07.2002 04:21

Grund meiner Abwertung sind 2 Kritikpunkte: 1. Ist es doch eigentlich jedem seine Sache ob er/sie mit oder ohne Licht fährt. Ich gefährde mich doch höchstens selber! 2. Zum Transport kleiner Dinge oder Einkäufe, wie auch dem großer Einkäufe empfehle ICH IMMER Satteltaschen. Denn der Schwerpunkt des Rades sollte in Nabenhöhe liegen!

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