Radio- & Fernsehtechniker/in

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Erfahrungsbericht über "Radio- & Fernsehtechniker/in"

veröffentlicht 01.10.2000 | TorstenD
Mitglied seit : 01.10.2000
Erfahrungsberichte : 6
Vertrauende : 1
Über sich :
Gut
Pro Abwechslung
Kontra Bezahlung in Ausbildung und als Geselle
sehr hilfreich
Einstellungschancen:
Aufstiegschancen
Verdienstmöglichkeiten:
Sozialleistungen:

"Arbeitsfeld und Verdienst"

Der nun ausgestorbene Beruf Radio-u. Fernsehtechniker wurde durch den Informationselektroniker ersetzt. Nachteil ist, das an dessen Ausbildung nun Abstriche gemacht werden. Fachliche Grundkenntnisse werden zu sehr gesplittet. Demnach lernt der Informationselektroniker von jedem etwas, aber nicht mehr so intensiv im Detail wie der Fernsehtechniker. Will heißen, das der Fernsehtechniker mehr über die Elektronik lernt als der Informationselektroniker. Fernsehtechniker haben es schwer. Dieser Beruf ist eines der höchstqualifiziertesten Elektro-Berufe im Handwerk, d.h. das er besonders in der theoretischen Ausbildung einiges abverlangt. Bleibt man nicht am Ball ist es vorbei und man hat wenig Chancen die Prüfung zu bestehen. Im Vergleich dazu daß man so viel abstraktes lernen muß und auch körperlich nicht schwächeln darf, ist die Bezahlung als Azubi und auch als Geselle eigentlich zum Vergleich manch anderer Berufe ein Witz. Azubis verdienen nicht viel mehr als Frisörazubis. Der Verdienst steht in KEINEM Vergleich zu den Anforderungen die dieser Beruf mit sich bringt.
Das Tätigkeitsfeld ist sehr abwechsungsreich.
Reparaturen von so ziemlich allen Elektrogeräten der Unterhaltungsbranche.
Das sind natürlich Fernseher aller Marken und Größe.Weniger Radios da diese schon sehr billig neu vertrieben werden, sich eine Reparatur nicht mehr lohnt. Das bedeutet, daß der Beruf mehr Fernsehtechniker heißen müsste. Videorecorder, CD, DVD Geräte. Eben alles was mit Unterhaltungselektronik zu tun hat. Diese Reparaturen werden heute in der Regel in der Werkstatt gemacht, nicht mehr beim kunden vor Ort. Früher gab es nur ein paar Röhren für die Geräte. Heute müßte man einen LKW mit Ersatzteilen mit sich führen, damit man die Reparatur auch vor Ort ausführen kann ohne Teile zu bestellen.
Man sollte Schwindelfrei sein, denn es gehört auch dazu auf steilen Dächern Antennen, Satanlagen zu installieren.
Wer gut mit Kunden umgehen kann der ist eigentlich der kompetenteste Verkäufer für Unterhaltungsgeräte. Kein Verkäufer hat so viel Hintergrundwissen wie der gelernte Fernsehtechniker. Wenn ich z.B. in einen Markt gehe und höre welch ein Unsinn manche Fachverkäufer reden...
Die wissen manchmal garnicht was sie reden, hauptsache der Kunde glaubt es.
Die Abwechslung ist wie erwähnt sehr vielseitig, aber der Verdienst knapp.
Ein Azubi im 4.Lehrjahr verdient im Saarland knapp 600 DM. Der Tariflohn im ersten Gesellenjahr liegt bei ca. 1300 DM BRUTTO !
Dabei kommt es aber auch darauf an, wie man sich zu verkaufen weiß. So gibt es auch Gesellen die keinen Fernseher reparieren können und ansonsten auch nicht viel Ahnung haben von der Praxis. Wenn man weiss was man kann und es auch unter Beweis stellt, ist man schnell unentbehrlich für eine Firma, denn so viel gute Leute gibt es nun auch nicht in dem Beruf. Das liegt daran, daß viele Betriebe den Azubi als billige Arbeitskraft mißbrauchen und oft ein Azubi bis zur Prüfung weniger als 10 Geräte vor sich hatte. Oft helfen sie den Gesellen nur bei Antennenbau oder schleppen die Waschmaschinen. Nun, das kommt daher das Zeit leider Geld ist und die wenigsten Betriebe sich wirklich Zeit nehmen um den Lehrlingen die Reparaturen näher zu bringen. Das machen die Gesellen, denn diese finden die Fehler schneller und reparieren so mehr Geräte am Tag, bringen so der Firma mehr Umsatz. Oft macht halt der Lehrling nur die körperlichen Arbeiten, wobei die Praxis gerade in dem Beruf SEHR wichtig ist.
Leute, schaut euch deshalb den Betrieb vorher GENAU an, fragt andere Lehrlinge in der Firma nach ihrer Meinung. Und vor Allem seit bereit viel Eigeninitiative zu bringen um euch auch selbst um die Ausbildung in der Werkstatt zu kümmern. Da kann es schon mal vorkommen, das man freiwillig unbezahlte Überstunden macht oder Nachtschichten macht, Wochenende opftert um außerhalb vom Geschäftsbetrieb an die defekten Geräte rangeht und einfach mal probiert das theoretische Schulwissen in die Praxis umzusetzen.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • beam-finder veröffentlicht 16.10.2000
    Die Tatsache stimmt.Radio und Fernsehtechniker ist leider ein aussterbender Beruf. Grosskonzerne wollen dies auch,denn sie Verdienen bei einem Neukauf mehr als bei einer Reparatur. Doch wer soll am Ende doch noch die eine oder andere alte Kruecke reparieren? Ein gelernter Radio und Fernsehtechniker oder ein Elektronikbastler. Leider ist und war die Lobby der R-. u.F.-techniker noch nie gut, wie z.B. die der Elektriker. Die Fehler werden komplizierter der Verdienst weniger,aber der Staat laesst uns noch sooooviel, das wir fuer ihn weiter arbeiten koennen. Trotz alledem halte ich den Radio und Fernsehtechniker fuer einen der best ausgebildeten Elektroniker.
  • TorstenD veröffentlicht 03.10.2000
    Tatsächlich wird so wenig verdient. Außer man entschließt sich zur Schwarzarbeit. Aber dafür haben ausgelastete Familienväter weniger Zeit ))::
  • skorpionffm veröffentlicht 03.10.2000
    Ein schönes Pro für deinen Beruf...aber verdient ihr wirklich so schlecht????? :-)) gruss Martin
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