Rasdhoo Inn Hotel, Rasdhoo Atoll

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Rasdhoo Inn Hotel, Rasdhoo Atoll

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Erfahrungsbericht über "Rasdhoo Inn Hotel, Rasdhoo Atoll"

veröffentlicht 15.12.2015 | Simo1301
Mitglied seit : 16.05.2014
Erfahrungsberichte : 280
Vertrauende : 103
Über sich :
Sparziel: Zwei Wochen Indien mit Mutti zu Ihrem 60. Geburtstag. Wer mit einer Leserunde helfen mag, gerne übers PGB.
Durchschnittlich
Pro Nett und freundlich, Hilfe beim Umbuchen und Organisation
Kontra Dreckig, alt, Einheimischeninsel, kein Urlaubsparadies
besonders hilfreich
Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Service
Essen & Trinken
Atmosphäre

"Der etwas andere Traumurlaub..."

Rasdhoo Inn Hotel, Rasdhoo Atoll

Rasdhoo Inn Hotel, Rasdhoo Atoll

Liebe Leserinnnen und Leser,
Liebe Reise-Fans,
Liebe Community ,

dieser Produktvorschlag von meinem übers Internet (Expedia) gebuchten Hotel namens

Rasdhoo Inn

im Rasdhoo Atoll auf den Malediven wurde tatsächlich angenommen, also kann ich folglich meinen Bericht hierzu schreiben und mit Euch teilen.

Allgemeines

Das Hotel ist im Internet unter http://rasdhooinn.com/ zu finden und befindet sich im Rashoo Atoll auf den Maledieven, welches aus insgesamt 3 oder 4 kleinen Inseln besteht.

Die Adresse lautet:

Nooraaneevilla, 09020 Rasdu, The Maldives, Rasdhoo 09020, Malediven

Das Rasdhoo Inn hat 3 oder 4 Zimmer, genau erinnere ich mich nicht mehr. Mehr dazu aber später.

Die Buchung

Gebucht hatte ich Weihnachten 2013 zunächst den Flug auf die Malediven mit Condor, ohne weiteres, also ohne Pauschal auch ein Hotel dazu zu buchen. Das wollte ich mir dann selbst heraussuchen und habe dazu dann das Internetbuchungsportal Expedia zu Rate gezogen. Dort bin ich dann auf verschiedene Hotels, die allesamt weit über meinem eingeplanten Budget lagen aufmerksam geworden, auch aber eben auf das Rasdhoo Inn, welches mit ca. 100 USD pro Nacht deutlich günstiger war, als die anderen.

Bilder und Bewertungen gecheckt, kamen mein Kumpel und ich zu dem Entschluss, dass es dieses Hotel werden soll, also haben wir gebucht. Die Bilder zeigten, ähnlich wie aktuellauf der Internetseite, Zimmer mit Betten und Blumen drauf, tolle Strände und eine Bar, also machte einen prima Eindruck und sollte 4 Sterne haben. Passt, dachten wir also. Auch die Bewertungen sagten durchweg positives und es war mit knapp 100% positivem Feedback bewertet.

Ca. 3 Wochen vor der Abreise kam mir dann in den Sinn, dass ich mal anrufen könnte beim Hotel, ob es denn die Möglichkeit gibt - Malediven, viele kleine Inseln - dass uns jemand vom Hotel auch am Flughafen abholt. Ich rief also dort an, fragte, ob dieser Service gegen einen Aufpreis angeboten würde, aber dem war nicht so. Freundlicherweise sagte und der Herr aber, dass dienstags um 9 Uhr die Dhoni, also eine Art Floß vom Flughafen Male in dieses Atoll führe. Als ich ihm dann erwiderte, dass wir erst dienstags um 11 Uhr landen, meinte er nur tocken, wir sollten doch bei unserer Airline fragen, ob die dann nicht 2 Stunden früher losfliegen könnten, damit wir eben diese Dhoni nehmen könnten, sonst würde es teurer.

Das war natürlich ziemlich lachhaft, aber man musste dem Mann wahrscheinlich zu Gute halten, dass er so was zivilisiertes wie hier bei uns gar nicht kennt und sich auch nicht vorstellen mochte, dass neben uns beiden noch weitere 300 Leute im Flieger sitzen. Im zweiten Versuch kam er uns dann mit dem Speedboot um die Ecke, welches mittwochs führe. Dann fragte ich ihn lieb, ob er nicht verstanden hätte, dass wir dienstags ankommen und auch ab dienstags sein Hotelzimmer gebucht hätten. Dann sagte er, es gäbe die letzte Option... Wassertaxi, but very expensive. Ich stimmte zu und fragte, was er mit "very expensive" meine. Dann kam er mit 520 USD pro Kopf um die Ecke. Wir könnten aber über ihn buchen. Da dies unsere einzige Option war, auch seine Insel zu kommen, blieb uns also nichts anderes über.

An der Stelle telefonierte ich zum erstem Mal mit Expedia, denn ich finde es nicht in Ordnung, wenn man solch einen extrem teuren Transport vom Flughafen zum Hotel hat und diesen in keiner Silbe irgendwo auf der Internetseite - auch wenn man nur Vermittler ist - erwähnt.
Ankunft in Male & am Hotel

Wir kamen an heilig Abend 2013 wie geplant um 11 Uhr morgens am Flughafen Male an und hatten unseren Transfair mit dem Wassertaxi gebucht. Wir gingen dann an den Wasserflughafen, zeigten unseren Hotelausdruck und dort ging das Elend weiter. Keiner kannte unser Rasdhoo Inn. Nach einigem hin und her hatte man uns dann aber doch irgendwo untergebracht und wir flogen also los. Angekommen mit dem Flugzeug an der schwimmenden Europalette im indischen Ozean, kam uns eine Dhoni abholen und brachte und alls in Richtung einer traumhaft schönen Insel... namens Kuramati. Leider also nicht unsere, was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wußten. Wir durften dort nicht aussteigen, sondern wurden weiter gefahren. Ich sagte noch ganz relaxt zu meinem Kumpel: Guck mal, die haben bestimmt für uns beide eine noch schönere Insel. Allerdings wurden wir an eine Art kleinen Fischerhafen gekarrt und sollte dort aussteigen.

Von traumhaftem weißen Sandstrand, schönem Hotel... weit und breit keine Spur. Wir folgten den beiden Jungs, die uns an der Anlegestelle abholten und stellten fest, dass sie uns aufs Innere der kleinen Insel (ich vermute es waren 80 mal 60 Meter) brachten. Dort sagten sie: Herzlich Willkommen!
Das Hotel

Vorweg... Hotel kann man diese Behausung nicht nennen, denn schon von außen sieht jede drittklassige Jugendherrberge besser aus. Rein gekommen, zeigte man uns dann unser 4**** Zimmer, was quasi direkt neben der Rezeption - also dem kleinen Schreibtisch mit Computer - war. Im Zimmer hat es - abgesehen von den Möbeln, die sicherlich schon einige Generationen vor uns benutzt hatte - ziemlich muffelig gerochen. Schnell stellten wir fest, dass dies von dem Schwarzschimmel an dem Bild der Malediven, welches man intelligenterweise direkt unter die tropfende Klimaanlage gehangen hatte, kam. Das Badezimmer hatte keinen Duschvorhang und uns wurde gnädigerweise eine halbe Rolle Toilettenpapier, aber keine Seife oder Handtücher zur Verfügung gestellt.

Die Fußleisten waren abgeranzt und vergammelt, von wegen Blumen auf dem Bett... nichts war davon zu sehen. Auch keine Bar oder ein Frühstückssaal oder so was, sondern 3 Plastikgartenstühle vor dem Hotel mit einem Plastiktisch, wo es dann morgens Frühstück gab. Ach ja... nach dem ersten Duschen war das ganze Badezimmer inklusive Wohn- bzw. Schlafraum unter Wasser, weil es eben keinen Duschvorhang gab.

Wir sind dann mal eine Runde um die Insel gelaufen, um zu gucken, wie denn dann der Strand ist. Auch das war der reinste Horror, denn bis dato dachte ich immer, die Story, dass Menschen ihren Müll und Abfall mit der Schubkarre an den Strand fahren, sei nur ein Ammenmärchen, aber ich habe es tatsächlich selbst und mit eigenen Augen gesehen. Folglich also der gesamte Strand vermüllt, keine Liegen oder ähnliches zu sehen, sondern außer Müll, Plastik und sonstigem Unrat nichts weiter. Ein Einheimischer der rund 300 Menschen auf der Insel war gerade mit T-Shirt, also Schultern bedeckt, wie es in einem muslimischen Land üblich ist, mit den Beinen bis zur Hüfte im Wasser und hat Fische gefangen.

Zurück nach der Runde im Hotel, stellte ich auch die Baustelle direkt neben dem Hotel fest. Und übrigens auch die Bar, die auf der Internetseite zu sehen ist. Allerdings gehört die weder zum Hotel selbst noch wird dort Alkohol ausgeschenkt und geöffnet ist sie auch nur von 12 bis Mittag. Na super! Ich rief meine Mutter also an, wünschte Frohe Weihnachten und fing an zu schlurzen, sagte ihr, sie solle doch bitte mit Expedia telefonieren, von unserem Horror berichten und fragen, was wir machen können, denn für mich war klar, dass ich in diesem Dreck und Müll sicherlich keine Woche Traumurlaub verbringen wollte.
Das Essen

Ja... noch so ein Thema. Es gab eine Karte mit ca. 10 Gerichten. Alles, was wir hätten haben wollen, gab es entweder nicht oder (Achtung!) Reis und Hühnchen war mit 4 Stunden Wartezeit verbunden! Das Frühstück sollte Interkontinental sein, bestand aber - wie auf dem einen Bild zu sehen - aus labbeligen Würstchen, die nicht mal Liebchen anfassen würde, für jeden 4 Scheiben Toastbrot und Butter und dazu gab es Ei in den verschiedensten Varianten und die Reste der Papaya vom Vorabend, die wir schon da nicht angefasst hatte, weil wir beide keine Papaya mögen. Ein absoluter Traum. Ich war echt froh, dass mein Kumpel mit zu Weihnachten eine Tüte Haribo Air Parade aus dem Flugzeug gekauft und geschenkt hatte.

Sonstiges

Am ersten Tag, nachdem ich mich am Vorabend dann massiv, aber freundlich beschwert hatte, fuhr man uns dann mit einem kleinen Speedboot zur Nachbarinsel, die unbewohnt war. Dort gab es nichts zu Essen oder zu Trinken bzw. das, was wir mitbekommen hatten an Getränken und immerhin eine Art Dixiklo. Sonst aber nichts weiter. Auch da wollte ich nicht jeden Tag hingekarrt werden, um dann etwas Strand und Urlaubsflair genießen zu können. Die Bilder vom Strand auf der Internetseite sind meiner Einschätzung nach auch Bilder von der unbewohnten Nachbarinsel, die immerhin sauber war.

Wir hatten in der Zwischenzeit von meiner Mutter erfahren, dass wir umbuchen sollen und dann die Mehrkosten ggfs. erstattet bekommen würden. Natürlich hatten wir alles schon per Fotos und Videos dokumentiert. Das habe ich dann mit dem Hotelbesitzer diskutiert und ihn gebeten, für uns umzubuchen. Erst wollte er nicht, dann hat er sich aber dennoch bereit erklärt.

Das andere Hotel Madogali, hatte ebenfalls 4**** und noch ein Zimmer frei. Nun ging es aber weiter, denn auch dort mussten wir irgendwie hin. An weiteren Kosten kam also dazu:
  • für den Transport mit einem Speedboot auf die andere Insel 200 USD
  • für das andere Hotel statt 100 USD pro Nacht eben 550 USD pro Nacht (und das war noch eins der fünstigeren Hotels)
  • für die Umbuchung vom Wasserflugzeug noch mal 25 USD pro Person
  • Kreditkartengebühren für die ganzen Wechselkurs, Telefonkosten für die Gespräche mit meiner Mutter per Satellit

Ich war froh, dass mein Kreditkartenlimit gerade zuvor deutlich erhöht worden war, denn sonst wäre es recht eng geworden.

Auf Madogali bzw. im neuen Hotel war es dann dennoch die letzten 6 Tage ein sehr angenehmer und erholsamer Urlaub, so, wie wir ihn eigentlich vorher auch geplant hatten.

Nachgang

Als wir dann an Silvester 2013 wieder in Deutschland angekommen waren, habe ich noch mal nach den Bewertungen geschaut. Dann stellte ich fest, dass die Bewertungen allesamt von der gleichen Person waren, also Fake, jeweils vom Hotelbesitzer selbst.

Ich habe dann alle Unterlagen fein säuberlich aufgelistet und auch mit den entsprechenden Bildern an Expedia gesendet. Insgesamt sind uns Mehrkosten von ca. 1.200 Euro pro Person entstanden, ohne den horrenden Preis für das Wassertaxi.

Anfangs hat man sich ein bisschen dagegen gewehrt, mir bzw. uns etwas rückzuerstatten. Allerdings habe ich hartnäckig und mehrfach - jedoch immer freundlich - nachgehakt und dann als letzten Ausweg folgenden Vorschlag gemacht.

Ich war ja bereit, den eigentlichen Preis, also ca. 700 USD für das Hotel zu zahlen, allerdings wollte ich jeglichen Rest rückerstattet haben, denn es war für mich einfach eine Täuschung bzw. von Expedia zumindst grob Fahrlässig, so eine Butze auf der Seite zu vermitteln. So war also mein Plan folgender und ich sagte zu der x-ten Dame am Telefon:

Entweder, sie bzw. ihr Unternehmen erstattet mir die Mehrkosten auf Heller und Pfennig zurück, bevor meine Kreditkarte den Betrag von meinem Bankkonto einzieht oder alternativ lasse ich dann die Zahlung platzen bzw. widerspreche beim Kreditkartenanbieter der Abbuchung von Expedia. Dann habe ich mein Geld auch wieder, aber SIE müssen mir hinterher laufen, damit SIE ihre 700 USD bekommen und wie schnell ich die dann überweise bzw. zahle... das weiß ich heute noch nicht genau.

Das scheint geholfen zu haben und schwupp, hatte ich die Rückerstattung auf meinem Konto und das Thema war erledigt.

Fazit

Ich kann von dem 4 Steine Hotel nur massiv abraten. Da passt das Motto: "Was nix kost, das ist auch nix" oder "Kaufste billig, kaufste zwei Mal". Die Malediven sind - so habe ich festgestellt - auch kein Reiseziel für eine Individualreise, sondern man sollte hier auf jeden Fall pauschal etwas buchen, was Flug, Transfair und Hotel beinhaltet, um eben nicht genau so auf die Nase zu fallen, wie ich es in den ersten anderthalb Tagen gefallen bin.

Liebe Grüße
Simo1301

Community Bewertungen

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • heike79 veröffentlicht 01.03.2017
    sh
  • schmusenase veröffentlicht 30.03.2016
    Jaja, gefakte Hotelbewertungen ... Überall der gleiche Mist ... Zum Glück bist Du ja mit einem blauen Auge davongekommen ...
  • mmia veröffentlicht 19.03.2016
    bh
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Produktdaten : Rasdhoo Inn Hotel, Rasdhoo Atoll

Produktbeschreibung des Herstellers

Haupteigenschaften

Klassifikation: Mittelklassehotel

Typ: Hotel

Stadt: South-Male-Atoll

Zimmer: 4

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