Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Ein Roman, welcher die Zustände in einem Kriegsgefangenenlager, nachvollziehbar, darstellt . |
| Kontra: |
Kann das alles Wahrheit sein? |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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aber wo ist eigentlich die Schmerzgrenze erreicht? Wo muss einem der Menschenverstand mitteilen: "So, das reicht! Bis hier her und nicht weiter!"? Dieser Gedanke ging mir jedenfalls ständig durch den Kopf, als ich mal wieder in einem der früheren Bestseller von James Clavell "schmökerte".
Es muss so in der Mitte der 70er gewesen sein, als mir der Roman -Rattenkönig- das erste Mal über die Hände gelaufen ist. Zu dieser Zeit interessierte mich alles, was mit dem II. Weltkrieg zu tun hatte. Egal, ob Dokumentation, Roman oder auch sog. Sekundärliteratur. Dazu würde ich diesen Roman übrigends auch zählen. Er behandelt ein Thema, welches es tatsächlich in den Kriegsgefangenenlagern gab, aber ob in dieser exzessiven Art, wage ich zu beweifeln.
Nun gut. Worum geht es?
Die Story:
Der Roman "Rattenkönig" soll authentisch sein und beschreibt die Situation in einem japanischen Kriegsgefangenenlager. Es ist Anfang 1945, das Ende der Japaner ist absehbar. Um so brutaler und menschenverachtender wird das Gefangenensystem der Japaner.
In dem Gefangenenlager Changi bei Singapur, herrscht barbarische Hitze, Elend und Hunger. Die Japaner haben selbst nicht viel zum Leben und das was sie haben, verwenden sie für sich. Das Leben der Gefangenen wird von Hunger, Dreck, Krankheiten, Mangelerscheinungen und Terror bestimmt. Nur einem Gefangenen geht es sehr gut. Es handelt sich um King. King ist ein amerikanischer Korporal, welcher von den Ungerechtigkeiten und Unmenschlichkeiten gegenüber den Kriegsgefangenen, Kapital herausschlägt. King ist ein Schwarzhändler. Er hat sich in dem Lager ein Imperium aufgebaut und entscheidet über Leben und Tod. Schlimmer, als die eigentlichen Wächter.
Er entdeckt ein ungeahntes Geschäftsfeld und eine Nahrungsquelle, welche alle retten soll und dem King fetten Profit verspricht. Ratten, werden zur Nahrungsgrundlage. Eine florierendes Geschäft entsteht.
Mehr verrat(t)e ich nicht. Es ist einer der Schwerpunkte in diesem Roman. Es gibt aber auch einen anderen Brennpunkt, sowie eine ganz besondere Freundschaft. Neugierig geworden? Na, dann hat es ja funktioniert. Ran an das Buch und macht Euch ein paar schöne Stunden.
Mein Fazit:
Clavell hat es in diesem Buch wirklich gut verstanden, den Leser zu fesseln. Kein literarisches Meisterwerk ist dieses Buch, eher sogenannte "Trivialliteratur", aber auch so etwas kann sehr unterhaltend und spannend sein.
Es wäre aber kein Clavell, wenn nicht doch diese bedrückende Stimmung und die Lagerstimmung so brillant rüberkomen würde. Also doch nicht trivial, sondern eher leicht lesbare Lektüre, welche fesselt und einen Eindruck vermittelt, wie es in solchen Kriegsgefangenenlagern zugegangen sein mag. Natürlich wird dort schwarz/weiss gemalt. Die bösen Japaner und die guten Amis. Selbst King, dieser Oberschmarotzer und Ausbeuter der eigenen Kameraden, ist irgendwie noch ein Held geblieben. Aber das ist nun einmal die literarische Freiheit des Schriftstellers. Love it, or leave it, würde Clavelll wohl zu diesem Vorwurf gesagt haben.
Die Charakteren der Hauptpersonen wurden sehr gut dargestellt und auch das Verhältnis dieser Personen zueinander. Da wäre der King, sowie dessen einziger Freund, der britische Fliegerleutnant Peter Marlowe. Dieser vornehme Mensch wird ständig zwischen Recht und Unrecht, Gut und Böse hin- und hergerissen.
Abschliessend noch einmal zusammengefasst:
Ein kurzweiliger Roman, teilweise sehr schockierend, mit dem II. WK als Hintergrund. Kein Roman, der tiefschürfende Erkenntnisse freisetzt oder Gedanken abverlangt. Wer Tai Pan oder Shogun kennt, sollte sich von diesem hohen, literarischen Niveau losssagen, wenn er diesen Roman lesen möchte. Kann er diese Trennung nicht vollziehen, sollte er die Finger von dem Roman lassen. Dieser ist es nämlich nicht wert, dafür den Autoren zu verdammen.
Danke für Eure Aufmerksamkeit. Martin
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Ein Gemisch zwischen Spannung, Ekel und Mitleid...
Bewertung für Rattenkönig / James Clavell von
Rogabana
Pro: gut zu lesen
Kontra: keins
... so empfand ich den Roman "Der Rattenkönig" von James Clavell.
Auf den Autoren Clavell wurde ich durch dessen Bestseller "Shogun" aufmerksam. Das Buch wurde später auch verfilmt - leider, wie ich sagen muss.
Der Roman "Rattenkönig" ist authentisc ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
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sehr hilfreich
07.11.2001
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