Von 4 bis 9000 - für jeden etwas
13. Feb 2003 (21. Feb 2003)
Pro:
Förderung von Anfang an, für jedes Alter,
Kontra:
-
Empfehlenswert:
Ja
 abohne
Über sich:
Ja, ich bin noch hier, ... zwar nicht mehr wirklich oft, ... aber ab und zu, ... CIS ist an!
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Mit Puzzlen konnte man mir schon immer eine Freude bereiten. Schon als Kind konnte ich mich sehr lange damit beschäftigen, aber auch heute bin ich immer noch für Puzzle zu begeistern. Ich kann mich dran erinnern, dass wir vor ein paar Jahren an Weihnachten sämtliche alte Puzzle ausgepackt haben und diese gepuzzlet haben. Aber wer denkt, dass Puzzle erst für Kinder ab vier oder fünf Jahren geeignet sind, der täuscht sich. Denn für nahezu jede Altersklasse finden sich geeignete Puzzle, angefangen mit einem Jahr bis zu einer unbegrenzten Altersangabe. Mit diesem Bericht werde ich versuchen, auf die verschiedenen Arten von Puzzle einzugehen. Anhand von einem oder zwei Beispielen werde ich die mir Bekannten Puzzle(arten) vorstellen. Puzzle bis 10 Teile ___ Für die ganz Kleinen gibt es Puzzle, die aus vier Teilen bestehen. Hierbei werden vier recht große Teile zu einem Bild zusammen gesetzt. Bereits ein bis eineinhalbjährige Kinder sind so in der Lage, die ersten Puzzleteile zusammen zu setzen. Bei den ganz Kleinen kann hiermit schon die Feinmotorik und die Figur-Grund-Wahrnehmung gefördert werden.Eine andere Art der Puzzle bis 10 Teile sind die sogenannten Didacta-Puzzle. Vor dem Kind liegt ein ungefähr DIN A 4 großes Pappbild, das doppelschichtig ist. Beim Puzzle „Fahrzeuge“ sind aus der oberen Pappschicht verschiedene Fahrzeuge ausgestanzt, so z.B. ein Feuerwehr- und ein Müllauto. Bereits die eineinhalbjährigen sind in der Lage, solche Puzzle zu stecken. Hierbei werden bereits die kleinsten an diese Art Spiel herangeführt. Altersentsprechend kann so die Feinmotorik, aber auch die Figur-Grund-Wahrnehmung gefördert werden. Das Kind kann anhand der Form des Autos erkennen, in welches ausgestanzte Loch das Fahrzeug gehört. Puzzle bis 20 Teile _____ Bei dieser Puzzlegröße gibt es zwei verschiedene Arten, nämlich einerseits ein ähnliches Puzzle wie das oben beschriebene. Das Puzzle mit dem Namen „Das Häschen“ besteht aus 15 Teilen, die auch in einen Papprahmen gepuzzlet werden müssen. Hier ist aber der Unterschied, dass das gesamte Puzzle (nicht nur einzelne Teile) von der Unterlage entfernt wird. Das Kind sieht so nur noch die Konturen der Puzzleteile und muss anhand der Form erkennen, wo das Teil hingehört. Auch hier wird wiederum die Feinmotorik und auch die Figur-Grund-Erkennung gefördert. Als etwas schwieriger empfinde ich, dass das Kind nicht anhand einer Vorlage (Bild) gucken kann, wo das Puzzleteil hingehört. Was bei Puzzlen für größere Kinder möglich ist, wird hierbei erschwert. Diese Art von Puzzlen ist für Kinder ab drei Jahren geeignet. Ein anderer Nachteil ist noch folgender: Die Puzzleteile können leicht voneinander verrutschen, d.h. sind können nicht fest miteinander verbunden werden. Dies erschwert das Puzzlen wiederum ein wenig.Zu dieser Puzzlegröße gehören aber auch Doppelpuzzle, die in einem Pappkarton zu finden sind. Auf der Vor- und Rückseite der Schachtel findet das Kind die Bilder der zu puzzlenden Teile. So kann der Käufer direkt eine Auswahl anhand der Bilder treffen. In der Schachtel selbst befinden sich 40 Puzzleteile, von denen 20 mit „normaler“ grüner Rückseite gekennzeichnet sind. Auf den anderen 20 Teilen sieht man den grünen Hintergrund mit schwarzen Punkten, so dass das Kind leicht unterscheiden kann, welche Puzzleteile zu einem Puzzle gehören. In der Praxis haben wir ein Janosch-Doppelpuzzle. Anhand der verschiedenen Kennzeichnung ist leicht zu erkennen, welches Teil zu welchem Puzzle gehört. Auf dem einen sind der kleine Tiger, der kleine Bär und das kleine Schweinchen beim Spaghetti-Essen. Das andere zeigt den kleinen Tiger mit seinen Freunden in der Wohnung. Die Abbildung auf dem Karton erleichtert den Kindern das Puzzlen, gerade bei kleineren Kindern, die das Puzzle vielleicht zum ersten oder zweiten Mal machen, ist dies eine geeignete Vereinfachung. Eine andere Möglichkeit ist das passgenaue Abgleichen, d.h. die Kinder können die Puzzleteile auf die Packung legen und somit die richtige Position des Teils feststellen. Sobald das Kind das Puzzle mehrfach gemacht hat und Spaß daran zeigt, werden die Eltern feststellen, dass es die Vorlage nicht mehr benötigt. Meiner Meinung nach ist diese Art von Puzzle für ca. 3-4jährige Kinder, allerdings abhängig von der vorangegangenen Puzzleerfahrung. Puzzle bis 50 Teile ___ Auch von dieser Puzzlegröße gibt es die Didacta-Puzzle, d.h. die ausgestanzten Puzzle mit der vorgestanzten Umrandung. In der Praxis haben wir z.B. das Puzzle „Im Sommer“, das spielende Kinder (am See), aber auch Tiere und Häuser zeigt. Hierbei ist meist eine klare Figur auf einem Puzzleteil zu sehen, d.h. ein Kind ist nicht in mehrere Bereich zerteilt. Die doch recht klare Form eines Fahrrades ist z.B. auf der Vorlage zu erkennen. Anhand dieser Formen haben die kleinen Puzzler eine Möglichkeit, die richtige Position zu erkennen. Da auch hier wieder keine Abbildung zu sehen ist, müssen sich die Kinder anhand der Formen orientieren oder aber sich vorher das Bild gut einprägen, um später keine Schwierigkeiten zu bekommen. Geeignet sind diese Puzzle für vierjährige Kinder, um eine altersentsprechende Feinmotorik und visuelle Wahrnehmung zu fördern. Wie bei den oben genannten Didacta-Puzzlen bietet sich auch hier die Schwierigkeit, die Puzzleteile miteinander zu verbinden, d.h. sie verrutschen leicht und erschweren somit das Puzzlen.Aber auch bei Puzzlen mit bis zu 50 Teilen gibt es Puzzle im Karton. Auf der Schachtel findet das Kind die Vorlage eines Puzzles, so z.B. von 1001 Dalmatinern. Auf dem Bild sind sehr viele Dalmatiner im Hundekörbchen zu sehen. Da die Tiere alle sehr ähnlich sind, finde ich dieses Puzzle schon recht schwierig. Das Kind muss schon sehr genau auf die Vorlage gucken, um zu sehen, wo welcher Hund hingehört, oder aber es muss gut Puzzlen können, um die Unterschiede zu erkennen. Die Größe von hierbei 35 Teilen ist für Kinder ab vier bis fünf Jahren geeignet, was allerdings abhängig von der Puzzleerfahrung und vom Motiv ist. Denn klare, einfache Strukturen sind leichter zu puzzlen, als sehr ähnliche Abbildungen. An dieser Stelle möchte ich noch eine andere Art von Puzzlen vorstellen, die allerdings nicht aus dem Hause Ravensburger stammen. Bei uns in der Praxis werden sie Zauberpuzzle (Magic Puzzle) genannt. Ein Puzzle besteht aus genau 50 Teilen, die Größe beläuft sich bei 40x55 cm. Das Tolle an diesen Puzzlen ist, dass auf 15 Puzzleteilen schwarze Stellen zu sehen sind. Ist das Puzzle gepuzzlet, dürfen die Kinder mit dem Finger über diese Stellen reiben und durch die entstehende Wärme verborgene Bilder aufrubbeln. Unter diesen schwarzen Flecken verbergen sich häufig lustige Szenen, z.B. ein Mann, der zwischen zwei Affen sitzt und eine Banane ist oder ein Affe, der mit einem Handy telefoniert. Selbst bei Kindern, die nicht gerne puzzlen, bietet diese Art von Puzzlen einen ganz besonderen Anreiz, auch wenn ich die Kinder immer davon abhalten muss, schon während des Zusammensetzens zu rubbeln. Von diesen Puzzlen der Firma GALT gibt es folgende Motive: Ocean, Haunted House, Jungle, Outdoor Activities. Auch an den nicht aufgerubbelten Stellen findet man lustige Szenen, so dass man aus dem Puzzle noch ein lustige Suchspiel machen kann. So fordere ich die Kinder häufig auf, die kleinen Fische zu suchen, die einen großen Fisch putzen (Putzerfische). So weit ich weiß, kann man die Puzzle nur über Versand bestellen. Der Preis beträgt 17,90 Euro pro Puzzle, ist also recht teuer! Wenn ihr Glück habt, dann bekommt ihr alle vier Puzzle im Sparpack! Puzzle mit 100, 300, 500, 1000, 1500, 2000, 3000, 5000, 9000 Teilen _____ Auf diese Arten von Puzzlen möchte ich nicht mehr gesondert eingehen, da sich nicht mehr großartig unterscheiden. Klar, die Anzahl der Puzzleteile erschwert natürlich den Grad des Puzzlen und ist dann irgendwann nur noch für Puzzlefreaks geeignet. Hierbei finden Puzzleliebhaber die diversesten Motive, von Landschaften über Kunstwerke bis hin zu Tieren. Für jeden Geschmack ist was dabei, und wer gerne puzzlet, der scheut auch nicht vor den Massen an Puzzleteilen zurück. Hierbei liegt dem Puzzler zwar eine Vorlage vor, er kann aber nicht eins zu eins abpassen. Er muss also von der kleinen Vorlage auf das große Original übertragen.
Würfelpuzzle ___ Die Würfelpuzzle dürften eigentlich auch jedem hier ein Begriff sein. Die bekanntesten dieser Art sind die Märchenpuzzle. In einem Koffer befinden sich zwölf Würfel, auf denen insgesamt sechs Märchen abgebildet sind, d.h. auf jeder Seite des Würfels der Teil eines Märchens. Man stelle sich nun vor, das Kind möchte das Märchen Hänsel und Gretel puzzlen. Hierzu muss es alle Würfel so drehen, dass die Hänsel-und-Gretel-Teile oben liegen. Nun müssen die Seiten so aneinandergefügt werden, dass das richtige Bild entsteht. Der Clou an der Sache ist, dass man nun eine ganze Reihe der Würfel in eine Richtung drehen kann, so dass sich ein neues Motiv ergibt. Vorteilhaft bei diesen Würfelpuzzle sind die beiliegenden Vorlagen. Hier hat das Kind die Möglichkeit, die Würfel auf die Vorlage zu legen und somit eins zu eins abzugleichen. Ein weiterer Vorteil sind die sechs Puzzle, die das Kind gleichzeitig mit sich trägt. Die Eltern müssen so nicht so viele Kartons einpacken. Etwas nachteilig ist hierbei, dass das Kind nicht direkt nachprüfen kann, ob die Würfelteile aneinander passen. Ist seine visuelle Wahrnehmung, d.h. die Bilderkennung noch nicht richtig ausgeprägt, so kann es die Passgenauigkeit nicht prüfen. Anders als bei „normalen“ Puzzlen, wo die Teile entweder ineinander passen oder nicht. Die Würfel kann man in beliebiger Weise aneinander legen. Holzpuzzle _____ Ähnlich wie das an erster Stelle erwähnte Puzzle „Fahrzeuge“ sehen die Holzpuzzle aus. Aus Holz sind diverse Figuren bzw. Formen ausgestanzt, die mit einem „Griff“ versehen wurden und somit das Anpacken erleichtert. Bereits für die Kleinen sind diese Puzzle geeignet. Das Kind muss den Spitz- oder Pinzettengriff anwenden, um den Griff zu greifen und in die entsprechende Form zu stecken. Hiermit wird also eine etwas andere Art der Feinmotorik, aber auch die visuelle Wahrnehmung gefördert. Anhand der klaren Formen lernt das Kind schnell die richtige Position des Puzzleteils kennen.
Leuchtpuzzle ___ Erschienen sind diese Puzzle auch bei Ravensburger, ich kann aber nicht zuordnen, zu welcher Serie sie gehören. Es sind Puzzle, die aus 1500 Teilen bestehen und stellenweise mit einem Leuchtmittel überzogen sind, so dass sie nach Bestrahlung im Dunklen leuchten. Bereits vor einigen Jahren hat meine Mutter aus dieser Serie „New York bei Nacht“ geschenkt bekommen. Da alles sehr dunkel war und die Teile sich sehr glichen, haben wir sehr lange dran gesessen, um das Puzzle zu machen. Aber die Mühe hat sich gelohnt, denn das Puzzle ziert mittlerweile ein Wand und leuchtet stetig vor sich hin. 3D-Puzzle _____ Diese Art von Puzzle kam vor ca. fünf Jahren auf den Markt. Hierbei gibt es einerseits die Junior-3D-Puzzle, die beispielsweise einen Elefanten mit Baby zeigen. Die Puzzleteile bestehen hierbei nicht aus Karton, sondern aus Schaumstoff. Auf diesem ist das eigentliche Motiv aus Papier aufgeklebt. Die Puzzleteile kann man so miteinander verbinden und ineinander stecken, dass eine dreidimensionale Figur entsteht. Für Erwachsene bzw. größere Kinder gibt es verschiedene Gebäude, z.B. die Tower Bridge, die ich besitze. Aus ca. 900 Teilen bestehend bietet diese Art von Puzzle eine andere Herausforderung. Nachteil ist, dass man sie nicht häufig auseinander und wieder zusammenbauen kann, da die dünnen Papierbeschichtung sich leicht löst und das Puzzle dann nicht mehr so schön aussieht. Hat man sie aufgebaut, so ist sie ein großer Staubfänger, der nicht wirklich stabil ist.
Krypt-Puzzle ___ Dieses Puzzle aus der THINK-Reihe von Ravensburger war bisher meine größte Herausforderung, die ich beim Puzzlen hatte. Es besteht aus rund 600 Teilen und ist ganz in pink gehalten, d.h. ohne irgendein Motiv. Genaugenommen mussten wir also jedes Puzzleteil ausprobieren, und versuchen an die richtige Stelle zu packen, da wir keinerlei Anhaltspunkt hatten, wo die Teile hingehören. Um die Sache wenigstens ein bisschen zu erleichtern, haben wir die Puzzleteile erst einmal sortiert, d.h. Randteile, Teile mit drei Löchern und einem Nippel, mit zwei gegenüberliegenden Löchern und Nippeln, usw. Gebraucht haben wir dafür ewig und ich muss sagen, dass der Anreiz, die „Anleitung“ auszupacken schon sehr groß war. Auf dieser war wenigstens zu erkennen, welche Art von Puzzle gesucht wurde. Im Grund genommen eine Sisyphos-Arbeit, die ohne wirklichen Sinn war. Nicht ohne Grund, musste ich mir mehrfach anhören, dass man sich so was nicht freiwillig antut und dass ich verrückt sei, aber gemeinsam haben wir es geschafft. Doppelt gemoppelt _____ Meine Puzzle-Freude hat sich bis zu meinen Kollegen schon rumgesprochen, so dass ich von meiner Kollegin ein Strand-Bild aus der Serie Doppelt Gemoppelt ausgeliehen bekommen habe. Dieses Puzzle ist kein normales Puzzle, sondern ist beidseitig bedruckt, mit dem gleichen Motiv. Auf der einen Seite ist es „normal“ zu sehen, auf der Rückseite um 90° verdreht dargestellt. Hierbei waren die Puzzleteile mit dem gleichen Motiv auf Vor- und Rückseite nahezu gleichmäßig geformt, haben aber nur an einer Stelle gepasst. Anfangs dachte ich mir, dass dies vollkommen unmöglich sei, aber am Ende fand ich es gar nicht so schwierig, da ich ein System entwickelt habe, wie es passt. Ich wusste genau, an welche Stelle es auf der Rückseite gehört, wenn es nicht auf die Vorderseite passt, da die räumliche Abgrenzung für mich klar war. Ob letztendlich alle Teile hundertprozentig gepasst haben, kann ich nicht genau sagen, aber es sah ganz gut aus!
Krimi-Puzzle ___ Das Krimi-Puzzle besteht aus 400 Teilen, die ohne Vorlage miteinander verbunden werden müssen. Zu dem nun entstehenden Bild gibt es eine Geschichte, die einen Kriminalfall verbirgt. Unser Puzzle zeigte ein Klavier, vier Stühle, vier Notenständer, einen Raum, usw. In der Geschichte ging es um eine Gruppe von Musikern, die sich wöchentlich trifft, um gemeinsam zu musizieren. Hierbei kam es dann zu einem Mord, der aufgeklärt werden muss. Wer ist der Mörder. Anhand der Geschichte und des fertigen Puzzles sollte es möglich sein, das Rätsel zu lösen. Ich war auf dem richtigen Weg, konnte aber die richtige Begründung nicht finden.FAZIT *** Wie ihr anhand meines Berichtes sehen könnt, gibt es beim Puzzle kein Limit. Angefangen bei den ganz Kleinen findet man für nahezu jede Altersklasse was. Aber es gibt nicht nur einfache Puzzle, sondern diverse Arten, die für jeden Schwierigkeitsgrad was bieten. Alle Puzzle haben in jedem Fall ähnliche Grund-Anforderungen. Beim Zusammensetzen der Teile wird auf jeden Fall eine gute Feinmotorik gefordert und gefördert. Abgestimmt auf das entsprechende Alter muss der Puzzler in der Lage sein, feine, isolierte Bewegungen auszuführen, um die Puzzleteile mit der entsprechenden Kraft und dem entsprechenden Druck miteinander zu verbinden. Um die richtige Position der Teile zu finden, muss das Kind über eine gut ausgebildete visuelle Wahrnehmung verfügen. Zur visuellen Wahrnehmung gehören in diesem Bereich die Figur-Grund-, Lage-im-Raum-, Räumliche-Beziehung-, aber auch die Form-Konstanz-Wahrnehmung und die visuelle Geschlossenheit. Vor allem bei den Didacta-Puzzlen sollte ein Kind in der Lage sein, die Form des Puzzleteils zu erkennen und somit in der richtigen Lage an die richtige Stelle zu legen. Arbeitet ein Kind an Hand einer Vorlage, so muss es erkennen, ob sich das Haus beispielsweise rechts oder links vom Haus befindet und wie weit die Gegenstände ungefähr auseinander stehen. Die visuelle Geschlossenheit ermöglicht, eine Figur zu erkennen, auch wenn sie nicht vollständig zu sehen ist. Beim Puzzle ist dies oft der Fall, wenn z.B. der Hinterreifen eines Reifens nicht vollständig zu sehen ist und somit noch angepuzzlet werden muss.Was natürlich noch gefördert wird ist die Konzentrationsfähigkeit. Was für die Kleinen nur fünf Minuten sind, sind dann für die Großen schon 30-45 Minuten oder sogar Tage (für Erwachsene). Kinder sollten schon die Ausdauer haben, sich mit einem altersentsprechenden Spiel zu beschäftigen und ein Spiel auch zuende zu bringen. Dies gelingt heutzutage leider vielen Kindern nicht mehr. Da dies später auch im Kindergarten oder in der Schule verlangt wird, sollte auf eine gewisse Ausdauer beim Spiel wert gelegt werden. Bei der Auswahl eines Puzzles für ein Kind sollte man auf jeden Fall das Alter eines Kindes beachten. Schließlich soll das Kind nicht überfordert werden und somit den Spaß am Puzzlen verlieren. Nicht zu vergessen ist allerdings auch nicht die Puzzleerfahrung, die ein Kind evtl. schon mitbringt oder eben nicht. Gerade bei meinem Beruf als Ergotherapeutin merke ich häufig, dass ich Kinder überfordere, da ich sie aufgrund ihres Alters überschätze. Meist frage ich die Eltern im Nachhinein, ob ihr Kind bereits Erfahrungen beim Puzzlen hat. Wenn nicht, dann muss ich das Kind anleiten, wie es an so ein Puzzle rangeht. Als erstes wird der Rand vom Mittelteil getrennt. Auch dies muss ich den Kindern oft erklären, da sie gar nicht erkennen, ob ein Teil zum Rand gehört oder nicht. Sind die Puzzleteile sortiert, arbeite ich mich mit dem Kind an der Vorlage von Puzzle zu Puzzle vorwärts, um System ins Puzzlen zu bringen. Nach und nach lernt das Kind, wie es am einfachsten puzzlet.Wie bereits oben erwähnt, gibt es sehr verschiedene Schwierigkeitsgrade bei Puzzlen mit gleicher Anzahl von Teilen. Je nach Motiv und Struktur ist ein Puzzle leichter und das andere schwieriger. Auch dies sollte man bei der Auswahl eines Puzzles beachten, um das Kind nicht zu überfordern. Natürlich sollte man es auch nicht unterfordern, sondern eben einfach nur herausfordern, dass es Spaß dran hat, ihn aber nicht verliert. Auch sollte man sich bei der Auswahl von Puzzle überlegen, ob man ein Puzzle mit oder ohne Vorlage auswählt. Die Didacta-Puzzle sind zwar meist recht einfach, da sie nur aus wenigen Teilen bestehen, werden aber erschwert durch die nicht vorhandene Vorlage. Das Kind kann so während des Puzzlens nicht abgleichen, wohin welches Puzzleteil gehört. Dies habe ich bei dieser Art von Puzzlen schon häufiger vermisst. Mit einer Vorlage kann das Kind dann entweder eins zu eins abgleichen (falls möglich), d.h. die Teile auf die Abbildung legen und somit die richtige Position des Teiles schnell erkennen. Dies erleichtert das Puzzlen zu Anfang natürlich sehr, was für Kinder im Anfangsstadium des Puzzlen natürlich vorteilhaft ist. Um die Passgenauigkeit der Teile zu überprüfen, finde ich es für Kinder einfacher, wenn die Puzzleteile richtig miteinander verbunden werden können wie bei „normalen“ Puzzles. Hierdurch kann das Kind sofort überprüfen, ob die Teile zusammengehören, oder nicht. Dies ist besonders von Bedeutung, wenn die visuelle Wahrnehmung des Kindes noch nicht richtig ausgebildet ist. Alles in Allem kann Puzzle natürlich nur empfehlen! Sie gehören natürlich zur Entwicklung eines Kindes uns sollten in keinem Kinderzimmer fehlen. Das Spielen mit Puzzlen fördert die visuelle Wahrnehmung in allen Bereichen, die natürlich Grundlage fürs spätere Schreibenlernen ist. Man sollte aber auch beachten, dass es auch Kinder gibt, die nicht so gerne puzzlen. Man muss es ja nicht übertreiben! Und wer so ein Puzzle-Fan ist wie ich, dem kann ich die Puzzle mit mehr Teilen nur empfehlen, um sich die Zeit zu vertreiben. Damit keine Langeweile aufkommt, gibt es diverse verschiedene Serien von Puzzlen, u.a. aus dem Hause Ravensburger!So, ihr habt es geschafft und seid nach fünf Seiten am Ende angekommen! Danke, dass ihr durchgehalten habt! P.S. Angaben kann ich im Einzelnen nicht zu den Preisen machen, da ich anhand des Berichtes die diversen Puzzles vorstellen wollte.
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06.03.2006 14:58
Puzzeln ist was feines. Aber warum gehst du mit deiner Teilezahl nur bis 9000? Ich mache im MOment eins mit 18240 Teilen. (ja, das ist KEIN Schreibfehler) LG Martina
23.05.2004 11:03
auch ein echt gelungener Bericht!
11.05.2003 23:54
Das ist ja der reinste Waaaaahnsin, das Du über Puzzle so viel weißt, bin richtig platt - vor allem die nicht "nur" einfachen Puzzles... Viele Grüße - Ida