Hallo,
heute etwas auf vertrautem Gebiet, nämlich ein Spieltest. Es geht um das Spiel "Wer war`s" - ein super Tipp für ein Spiel? Und falls ja, für wen? Wer liest, erfährt mehr....°°°°°°° Wieso dieses Spiel? °°°°°°°Dank meines Sohnes sind wir absolute Spiel"freaks" sind und haben Unmengen von Brettspielen.
Dieses Spiel war ein Weihnachtsgeschenk 2008 an meinen Sohn. Wir schauen immer recht interessiert auf die Preislisten der Kinder- oder Jugendspiele des Jahres, um etwas Neues zu entdecken, was sich dann super auch als Weihnachtsgeschenk eignet.Nicht immer ist wirklich etwas dabei - nicht, das die gekrönten Spiele nicht gut wären, aber das Problem ist ja, dass es im Grunde nur wenige Spielprinzipien gibt, die dann mehr oder weniger neu verpackt werden. Das Problem haben wir zum Beispiel auch in dem Jahr mit dem vermeintlichen "Superspiel" Dominion, dass überall angepriesen wurde. Wir haben bereits sehr, sehr viele Strategiespiele als Brettspiel - von den Siedlern über ANNO und Stoneage - und da wiederholt sich das Prinzip und teilweise sogar die Motive auf Spielkarten ( hatte bereits darüber berichtet). Daher machte Dominion für uns irgendwie keinen Sinn...
Nun ja, dieses Spiel hier jedenfalls hielt der kritischen Betrachtung stand. Es schien relativ neu in der Idee zu sein, mit Elektronik und sprechenden Tieren. Ist natürlich mit einem - damals - achtjährigen grenzwertig. Aber es wurden verschiedene Schwierigkeitsstufen versprochen, also warum nicht. Das Spiel kam auf den Wunschzettel und dann untern Baum.°°°°°°° Allgemeines °°°°°°°°^Name: Wer war`s
Autor: Reiner Knizia
Grafik: Graham Howells
Art: Brettspiel mit Elektronik
Spieleranzahl: 2-4 Spieler
Alter: ab 6 Jahre
Spieldauer: 30 - 45 Minuten
Auszeichnungen: - Spiel des Jahres: Kinderspiel des Jahres (2008)
- Deutscher Spielepreis: Deutscher Kinderspielepreis, Platz: 1 (2008)
Preis: ca 35 Euro
°°°°°°°° Der Autor °°°°°°°°°Wie schon erwähnt, haben wir sehr viele Spiele - und sehr viele von diesen sind von Reiner Knizia. Daher möchte ich dem Autor an dieser Stelle auch mal ein bißchen Raum geben - falls Ihr Euch auch schon mal gefragt habt, wer dieser emsige Spielerfinder überhaupt ist.
( mit freundlicher Hilfe
Bilder von Ravensburger Spiel - Wer war's?
von Wikipaedia)Reiner Walter Knizia (* 16. November 1957 im schwäbischen Illertissen) ist ein deutscher Spieleautor. Von seinen über 400 veröffentlichten Spielen wurden bisher mehr als zehn Millionen Exemplare verkauft.
Viele seiner Spiele sind mehrfach ausgezeichnet, so hat er bereits viermal den Deutschen Spielepreis und dreimal den Hauptpreis beim österreichischen Spiel der Spiele gewonnen. 2008 erhielt er sowohl die Auszeichnung Spiel des Jahres als auch Kinderspiel des Jahres.
Mit etwa acht Jahren entwickelte Knizia seine ersten eigenen Spiele. Ernsthafter beschäftigte er sich mit Spielen aber erst ab Mitte/Ende der 1980er Jahre. Zu den ersten von Reiner Knizia entwickelten Spiele gehörten Postspiele für sein 1985 gegründetes Zine Postspillion. Sieben verschiedene Postspiele starteten zwischen 1985 und 1987. Der Postspillion erschien bis 2005 und sein Spiel Bretton Woods, das 1987 gestartet wurde, lief bis April 2007.1990 veröffentlichte er dann Digging bei Hexagames und Goldrausch bei Hans im Glück, welches den 5. Platz beim Deutschen Spiele Preis erreichte. Im selben Jahr erschien auch sein Buch Neue Taktikspiele mit Würfeln und Karten bei Hugendubel.
Seit 1997 ist er hauptberuflicher Spieleautor, hatte aber bereits bis dahin circa 80 Spiele veröffentlicht. Zwischen 1999 und 2001 war Knizia auch Vorsitzender der Spieleautorenzunft SAZ. 2004 wurde die Gesamtzahl seiner veröffentlichten Spiele auf mehr als 200 geschätzt. Heute umfasst seine Ludographie mehr als 400 verschiedene Spiele.Knizias Spiele wurden vielfach mit Preisen ausgezeichnet. 1993, 1998, 2000 und 2003 erhielt er für Modern Art, Euphrat & Tigris, Tadsch Mahal und Amun-Re jeweils den Deutschen Spiele Preis, 2003, 2004 und 2006 erhielt er für King Arthur, Einfach Genial und Tal der Abenteuer den Hauptpreis beim österreichischen Spiel der Spiele. 2008 erhielt er für Keltis die Auszeichnung Spiel des Jahres und für Wer war's? die Auszeichnung Kinderspiel des Jahres. In der Internet Top 100 Games List stehen 16 Knizia-Spiele, davon sechs Spiele in den Top 20.
In diesem Jahr entwickelte er unter anderem das Spiel "Ramses Pyramide", eines der Lego Spiele.
...und nun zurück zu unserem Spiel:
°°°°°°°°°°° Material - was ist in der Kiste? °°°°°°°°
1 Spielplan
4 Türen
1 Truhe
4 Spielfiguren
1 Geist
1 Katzentableau
9 Futterplättchen
4 Schlüssel
10 Portraits
1 Würfel
1 Ring°°°°°°°° Der Hersteller spricht °°°°°°°°°
( Ausschnitt aus dem Pressetext)"Große Aufregung im Königsschloss: Im Kinderspiel Wer war's? ist der magische Ring verschwunden, der das Königreich vor dem bösen Zauberer beschützt. Die einzigen, die den Dieb kennen, sind die Tiere - und sie können sprechen.
Möglich macht das die elektronische Einheit im Spiel, die in einer Truhe versteckt ist. Aus ihr klingen die Tierstimmen und geben Hinweise auf denjenigen Schlossbewohner, der den Ring gestohlen hat. Zehn Verdächtige könnten es gewesen sein: War es der Ritter, das Kindermädchen, der Schmied - oder gar das Burgfräulein?! Von Raum zu Raum wandern die Kinder mit ihren Spielfiguren durch das Gemäuer und sammeln Hinweise von den einzelnen Tieren. "Der Dieb ist eine Frau", zischt beispielsweise die Schlange in der Kapelle. Ziehen die Kinder einen Raum weiter in den Rittersaal, verlangt der Hund: "Gib mir die Pilze". Gibt man ihm die entsprechende Karte, lässt er sich einen weiteren Tipp entlocken: "Der Dieb trägt Kleidung mit langen Ärmeln." Dabei müssen sich die Kinder beeilen, denn der Zauberer kommt dem Schloss immer näher - und droht:
"Um sechs Uhr wird das Königreich mir gehören!" Der große Augenblick kommt, wenn die Kinder meinen, den Dieb entlarvt zu haben: Stimmt der Tipp, klingt es "Gut gemacht! Ihr habt den Dieb erkannt und den Ring gefunden. Das Königreich ist gerettet!" Zur Belohnung dürfen die Kinder die sprechende Truhe öffnen, und sich stolz den echten Ring an den Finger stecken.
Wer war's? spielen Kinder ab sechs Jahren - und freuen sich darüber, dass die Elektronik mit ihren Zufallselementen dafür sorgt, dass kein Spiel wie das andere abläuft."...soweit, so gut!
°°°°°°°°°° Jetzt wir °°°°°°°°°°
Zunächst einmal zum Aufbau: das Spiel ist zum Glück sehr schnell spielbereit. Es müssen lediglich die Figuren ins Kinderzimmer gestellt werden, der Geist kommt auf seinen Platz, die 4 Türen kommen an ihren Platz, die ganzen Kärtchen werden um das Spielbrett herum verteilt, der Ring kommt in die Truhe, diese wird auf die gewünschte Schwierigkeitsstufe eingestellt - und los geht`s.Die ganze Vorbereitung dauert nur ein paar Minuten.
Zum Spielablauf:Der jüngste Spieler beginnt und würfelt. Wird eine Zahl gewürfelt, dann darf er seine Spielfigur um die gewürfelte Zahl ziehen - kann aber auch weniger ziehen. In dem Raum, wo er sich befindet kann er nun entweder suchen oder mit dem Tier, dass in dem Raum wohnt sprechen. Das Tier verteilt Schlüssel oder Obst oder gibt dann Hinweise, wenn man ihm das passende Obst gibt, dass man in einem anderen Raum schon gesammelt hat.
Falls ein Geist gewürfelt wird, wird dieser um einen Raum weiter gezogen und der Zug des Spielers endet.Das Ganze geht halt solange, bis mit Hilfe der Hinweise der Täter gefasst ist - oder die Zeit um ist und der Zauberer das Schloss einnimmt.
Es gewinnen also entweder alle zusammen, oder es verlieren alle gemeinsam gegen den bösen Zauberer.
°°°°°°° Unsere Meinung: Super Geschenk oder nicht? °°°°°°°°°°
Erst einmal etwas Allgemeines: Die Ansagen der "Tiere" sind recht deutlich und falls man mal etwas nicht versteht, gibt es auch einen Wiederholungsknopf.
Die drei unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen sind wirklich sehr unterschiedlich. Bei der einfachen gewinnt man eigentlich immer. Meiner Ansicht nach ist die so angelegt, dass auch 6-7 jährige Kinder das alleine spielen, ohne Erwachsenen Hilfe und trotzdem noch eine Chance haben sollen.Bei der schwierigen Spielstufe, fliegt auch mal ein Spieler aus dem Spiel ( sorry: wird vom Zauberer verbannt) und plötzlich müssen die anderen alleine weiterspielen. Uhren werden schon mal vorgedreht und ständig schon gesammeltes Obst vom Raben geklaut.
Das Spiel ist in der Tat jedes Mal etwas anders. Allerdings gibt es auch Dinge, die immer(!) gleich sind. Zum Beispiel bedeutet zaubern im Turm immer, das die Uhr um eine Stunde zurückgestellt wird, und das 2 mal - beim dritten Mal wird die Uhr dann immer vorgestellt. Beim zaubern im Verließ fällt man immer durch eine Geheimtür in den Schlossgarten. So etwas merken sich Kinder natürlich - im Gegensatz zu mir - und das macht es etwas unattraktiv. Super dagegen klappt es, das die Truhe sich wirklich "merkt", welches Obst schon gesammelt wurde. Will zum Beispiel die Ziege Kirschen, und man drückt auf geben, hat vorher aber keine eingesammelt, dann verweigert die Truhe sich. Sehr schön.
Auch ist die Variation immer anders. Jedes Tier will immer in jedem neuen Spiel etwas anderes. Die Türen können immer in anderen Zimmern geöffnet werden, da ist immer viel Suchen angesagt.Das Alter.....Das Spiel ist ja ab 6 Jahre. Klappt da auch bestimmt gut, ich könnte mir vorstellen, dass es unter Anleitung oder mit Eltern zusammen auch für kleinere, pfiffige Kinder schon ein tolles Spiel ist.
Wir haben ja nun das umgekehrte Problem. Mein Sohn war 8 als er das Spiel bekam - und wie schon erwähnt, ist ein Spiel mit sprechenden Tieren in dem Alter natürlich erst einmal vom Prinzip her schon grenzwertig.Ich denke, dass es ein richtig tolles Spiel für Kinder von 5-8Jahre ist, danach ist es immer noch nett für zwischendurch. Denn es ist schnell auf -und wieder abgebaut - im Gegensatz zu vielen Strategiespielen, die wir haben, und wo man schon 20 Minuten braucht, bis der Spielaufbau fertig ist.
Schön ist auch die Idee, dass man gemeinsam spielt gegen den Zauberer. So haben auch kleinere Kinder eine Chance, an dem Spiel sehr aktiv teilzunehmen - und wenn man verliert, ist man halt nicht alleine. Schön pädagogisch halt :-)
Daher würde ich für die geringe Altersspanne, für die das Spiel wirklich ideal ist und in Relation zu dem Preis, gerne einen halben Stern abziehen. Geht aber nicht.
Und so sei halt nur darauf hingewiesen, das zu beachten.
Es kommt aber natürlich auch immer auf das Kind an und darauf, ob noch kleinere Geschwister da sind, die das Spiel dann übernehmen.Abschließend sei denn halt noch bemerkt, dass dieses Spiel nicht umsonst denn Kinderspielpreis bekommen hat.
29.08.2011 13:54
Das Spiel haben wir gerade geschenkt bekommen, allerdings in der kleinen "Taschenspiel"-Version. So ganz dahintergestiegen sind wir noch nicht bzw. konnten uns noch nicht sooooo dafür begeistern. Der Bericht ist aber super, bh!
23.07.2011 11:30
hier kommt ne lilane Wäschelieferung :-))
22.07.2011 16:00
super beschrieben das Spiel, komme morgen mit nem BH wieder, LG