Verschiedene Wege zum neuen Auto
05.10.2002
Pro:
Unübertreffbarer Preis
Kontra:
Langwierige Suche
Empfehlenswert:
Ja
 MarcelRennert
Über sich:
Mitglied seit:05.10.2002
Erfahrungsberichte:1
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 44 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Ich möchte von meinen EU-Wagenkauf eines Nissan Almera Tino 1,8 Elegance berichten. Da es dieses Auto noch nicht so lange gibt und Nissan ganz einfach eine Marke ist, die selten gekauft wird, ist ein Gebrauchtwagenkauf in Deutschland nicht sinnvoll. Ein Jahreswagen wird etwa zum selben Preis wie ein EU-Neuwagen gehandelt. Für mich kam daher nur ein Autokauf im Ausland in Frage. Ich suchte nun im Internet EU-Händler, die den Almera Tino anbieten. Dabei ließ ich keine Suchmaschine aus. Dino-Online.de, Bellnet.de, Pkw-steuer.de, Google.de usw. Das war natürlich extrem zeitaufwendig und günstigere Angebote als bei Autoscout24.de und Mobile.de fand ich auch nicht. Aber einige gute Seiten habe ich schon gefunden. Bei Eurocarmarket.de kann man eine Suchanfrage an viele Händler veranlassen. Bei Pkw-steuer.de in der Rubrik EU-Händler kann man mit einem Klick auf die E-Mail Andresse der Händler, schnell ohne auf die Homepage zu gehen, eine Anfrage starten, indem man immer den gleichen Text mittels Kopierfunktion verwendet. Das war’s auch schon, wie man schnell zu Angeboten kommt. Nun ja, ich habe mir leider die Arbeit gemacht bei allen EU-Händlern, wo der Preis meines gesuchten Autos auf der Homepage nicht angegeben war, anzurufen. Man kann sich vorstellen, bei etwa 100 Händlern kostet das Zeit und Geld. Also ich rief an und fragte bei der Gelegenheit auch gleich nach Gebrauchtwagen aus dem Ausland. Dazu kann man sagen, daß es für keinen Händler möglich war, einen Nissan Almera Tino gebraucht aufzutreiben. Ich habe sogar im Ausland angerufen und nachgefragt. Aber mit gebrauchten Autos machen die Händler anscheinend zu wenig Gewinn, so daß sich keiner bereiterklärte, nach welchen zu suchen. Man muß dazu sagen, daß es sich aufgrund der steuerrechtlichen Lage nicht lohnt, ein gebrauchtes Fahrzeug aus den Niederlanden oder Dänemark zu importieren. Aber jetzt endlich das Fazit meiner ausgeprägten Suche. Ich möchte die Art des möglichen EU-Wagenkaufs in 3 Teile aufteilen und beschreiben: 1. Das Auto selber aus dem Ausland importieren ist keine schwierige Angelegenheit, wie Sie auf anderen Internetseiten zu genüge lesen können. Es gibt zwar auch andere Meinungen, aber deutsche Importeure müssen ja so reden. Das einzige, was man beachten muß, sind die Kosten für die Unbedenklichkeits-bescheinigung und den Fahrzeugbrief. Die COC sollte man sich vorher einmal zufaxen lassen, dann kann man die EU-Norm kontrollieren. Um die Ausstattung in Erfahrung zu bringen sollte man hinfahren oder die Ausstattungsliste eines deutschen Importeurs, welcher aus dem jeweiligen Land importiert, verwenden. Die Telefonnummern der Händler erfährt man beispielsweise unter Nissan.dk oder Nissan.nl. Ich habe in Belgien, Holland und Dänemark nach Listenpreisen und möglichen Nachlässen gefragt. Dänemark hatte in meinem Fall zwar die niedrigsten Listenpreise, dafür konnte man dort fast keinen Nachlaß aushandeln. Holland und Belgien haben fast die selben Listenpreise und Nachlässe um 8%. Ist das gewünschte Fahrzeug, wie in meinem Fall, nicht im Lagerbestand dauert die Bestellung ca. 8 Wochen. Preiserhöhungen in dieser Zeit muß der Kunde leider zahlen. In meinem Fall: Nissan Almera Tino, schwarz, 1,8l, 114 PS, Luxury Plus Ausstattung aus Holland 14000,- EUR +300,-EUR Preiserhöhung im Oktober (darauf wurde ich glücklicherweise hingewiesen) =16588,-EUR inkl. Mehrwertsteuer2. Das Auto bei einem freien Importeur in Deutschland bestellen. Die Ausstattung sowie die EU-Norm kann man leicht beim Händler nachfragen und vertraglich versichern lassen. Vorteile sind die gleichen wie bei Punkt 1. Der Kunde kann sich das Fahrzeug nach seinen Vorstellungen zusammenstellen (Ausstattung, Farbe). Außerdem beginnt die Garantie wie bei Punkt 1 mit dem Tag, an dem der ausländische Händler das Fahrzeug übergibt. Das heißt also, bei Punkt 1 und 2 liegen Garantiebeginn und Erstzulassung nah beieinander. Nachteile sind Preiserhöhungen in der Bestellzeit, auf welche man nur in den seltensten Fällen vorher hingewiesen wird. Ich habe das übrigens über einen Nissan Händler aus Holland erfahren. Die Bestellzeit beträgt immerhin ca. 8-10 Wochen, wenn das Fahrzeug nicht auf Lager ist. Die günstigsten EU-Händler sind: (Allerdings sind hier keine Preiserhöhungen berücksichtigt, da ich nicht weiß, ob der Preis in dem jeweiligen Land, woher der Händler das Auto bezieht, auch während der Bestellzeit steigt.) Dies sind alles ausgehandelte Preise! Nissan Almera Tino, schwarz, 1,8l,114 PS Berenbrink (05242/901771) ohne Alufelgen 15700,- Hentschel (036967/70364) mit Alu 16150,- Auto Kalb (06996740467) mit Alu 16100,- 3. Die günstigste Methode zuguterletzt. Fahrzeuge, die im Trend liegen, werden in großen Stückzahlen von zusammengeschlossenen EU-Händlern importiert. Diese Autos sind dann allerdings nur in bestimmten Farben und Ausstattungen zu haben. Beim Nissan Almera Tino ist dies silber und blau in der Elegance bzw. Luxury Ausstattung. Da meine Wunschfarbe aber schwarz war, mußte mich der Preis schon überzeugen. Der Garantiebeginn bei solchen Fahrzeugen liegt immer schon einige Wochen zurück, dafür ist die EU-Norm klar ersichtlich, da der Kfz-Brief schon beim deutschen Händler liegt. Diese Lagerfahrzeuge werden hauptsächlich unter autoscout24.de und mobile.de angeboten. Die Angebote wechseln bis zu 3-mal wöchentlich. Als ich mich einige Tage intensiv mit diesen Internetseiten beschäftigte wurde ich auf ein Angebot von 15400,-EUR aufmerksam. Ich informierte mich bei Tip-Top-Autocenter (07171/73047) über das Auto und erfuhr, daß es ein silberfarbener Tino mit Alufegen in der Elegance Ausstattung ist. Das nächst günstige Angebot war Seger-Automobile mit 15500,-EUR. (natürlich auch gehandelt) Ich entschied mich für Tip-Top-Autocenter. Die Abwicklung war problemlos. Nach einer Kaufbestätigung per Fax überwies ich eine Anzahlung in Höhe von 25%. Dann bekam ich den Fahrzeugbrief zugeschickt, so daß ich das Auto anmelden konnte. Danach konnte ich den Almera Tino mit den Nummernschildern abholen. Alles klappte wunderbar. Von der Kaufbestätigung bis zur Abholung vergingen nur 11 Tage.Also ich würde allen potentiellen EU-Wagenkäufern raten, sich für mehrere Autos zu entscheiden und sich dann zu informieren (mobile.de), ob diese Fahrzeuge auf Lager stehen und in welchen Farben sowie Ausstattungen. Dann entscheidet man sich aufgrund dieser Merkmale für ein Fahrzeug, und beobachtet einige Wochen die Angebote unter mobile.de sowie autoscout24.de. Ein Selbstimport aus einem EU-Nachbarland hätte sich in meinem Fall nicht gelohnt.
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29.10.2002 17:37
so oder so ähnlich habe ich es auch gemacht!!
06.10.2002 09:26
Toller erster Bericht! Herzlich willkommen bei CIAO und viel Spaß noch! Mach weiter so LG, Tina
05.10.2002 22:55
Hi! Super erster Bericht! Auch ich habe schon 3 Autos in den Niederlanden gekauft, zweimal bei Autopreis.de (s.Bericht) und ein mal bei einem VW-Händler direkt. Dort war mein Golf am günstigsten. Werde meinen nächsten Neuwagen wieder im Ausland kaufen. Gruß Winni