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Nachdem sich mein Studium dem Ende zuneigt, möchte ich auch versuchen, die Pros und Contras des Münchner Studiums zusammenzutragen. Zunächst zu meiner eigenen Entscheidung - Warum München? Es gibt doch so viele Unis, an denen Jura angeboten wird. Und dann noch als "Preiß" in Bayern... Aber der Hauptgrund war - es ist einfach München! Die Stadt bietet neben der Uni auch noch viele Möglichkeiten, auch außerhalb von Jura etwas zu erleben. Und das braucht man bei diesem Studium, finde ich. Es seien nur unzählige Bars, Kneipen, Museen, verschiedene Seen in der Umgebung und die Alpen aufgezählt. Irgend etwas Schönes findet man immer. Nachteil: Sperrstunde um 1. Zwar gibt es ein paar Sondergenehmigungen und den Kunstpark (noch), aber man muß dann schon mal umziehen. Trotzdem hat die Stadt ein wunderbares Flair. Vom Spaß zur Pflicht: Die Uni in München und auch die juristische Fakultät gehören zu den größten in Deutschland, das hat ein paar typische Folgen: Als Professoren versucht man, so viele namhafte Kapazitäten zu bekommen, wie möglich. Das stärkt natürlich den Ruf und die Leistung im wissenschaftlichen Bereich ungemein, ist aber deswegen nicht zwingend von Vorteil für die Studenten. Ich habe von den "berühmten" genau so viele als gute Lehrer empfunden wie als schlechte. Genau wie bei den "unbekannten". Einigen merkt man es auch an, daß sie lieber woanders wären als im Hörsaal. Die Lehrstühle bleiben auch mal frei, bis ein "passender" Kandidat gefunden ist. Dann ist zwar häufig ein junger Privatdozent da, die ihre Lehre meistens gut machen, aber immer nur für ein Semester. Das Lehrangebot ist sehr groß: Weil so viele Studenten da sind, gibt es auch für alles genügend Interessenten. Bei kleineren Unis habe ich gesehen, daß (wichtige) Vorlesungen mangels Personal nicht stattfinden können. Das passiert in München nicht. Es gibt ein breites Fremdsprachenangebot und verschiedene Austauschprogramme (Bsp. Unis in Paris - mit französischem Abschluß, Oxford, Genf, Lausanne...). Die Anfängerveranstaltungen werden von der Uni noch sehr intensiv gehalten, mit vielen Stunden und Arbeitsgemeinschaften. Die weitere Examensvorbereitung ist in den Fachbereichen unterschiedlich organisiert und von unterschiedlicher Qualität. Allgemein fehlt es da an einer gewissen Koordination, so daß man ohne viel Selbststudium oder Repititor nicht zurecht kommt. Man versucht hier immer, zu verbessern, kommt aber nur langsam voran. Das bzw. die Gebäude, in denen juristische Vorlesungen gehalten werden, liegen sehr zentral und in der Nähe des Englischen Gartens. Es sind teilweise sehr alte Gebäude, die von außen frisch renoviert sind, von innen aber nur teilweise. In den alten Bankreihen ist das Sitzen nicht so besonders bequem und man hat wenig Platz zum Schreiben oder gar um die Gesetze auszubreiten. Hinzu kommt, daß zu Anfang des Semesters die Hörsäle immer überbelegt sind (was sich nach wenigen Wochen von selbst klärt...), die Arbeitsbedingungen insoweit also nicht gerade optimal. Die Bibliotheken sind über die Gebäude der Uni verstreut und sehr zahlreich. Die Qualität hängt vom Verantwortlichen ab, wenn man etwas nicht findet, dann aber nur, weil man nicht überall gesucht hat. Um das jetzt alles zusammenzufassen: Man hat viele Angebote und Ressourcen in München, die aber auch von vielen Personen genutzt werden. Das geht hauptsächlich auf die Qualität von persönlicher Betreuung und von etwas Gemütlichkeit im Uni-Alltag. Aber insgesamt kann man einfach viel machen, deshalb halte ich München für empfehlenswert.
Hi, werde im Oktober mein Jura-Studium beginnen. Ich stand vor der Wahl entweder in München oder Augsburg zu studieren. Hab mich für Augsburg entschieden. Hoffe dass es richtig war!!! ;-)
26.07.2002 14:52
Hi, werde im Oktober mein Jura-Studium beginnen. Ich stand vor der Wahl entweder in München oder Augsburg zu studieren. Hab mich für Augsburg entschieden. Hoffe dass es richtig war!!! ;-)