Hamburger Lesehefte oder Reclam? - ein Vergleich

3  28.10.2001

Pro:
billig

Kontra:
trotzdem noch typische Lektüren

Empfehlenswert: Ja 

ciwi

Über sich:

Mitglied seit:24.09.2000

Erfahrungsberichte:27

Vertrauende:7

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 24 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als hilfreich bewertet

Der Reclamverlag blickt auf 170 Jahre Verlagskultur zurück. Mit seinen meist kleinen (10 x 15cm) gelben Büchlein zu allen Themen (Literatur - klassische deutsche, aber auch Weltliteratur und zeitgenössische Werke; Lexika; philosophische Texte; Sachbücher; fremsprachige Bücher) deckt er nicht nur große Teile des schulischen Lektürebedarfs sondern auch privaten Interesses ab. Für den günstigen Preis (von größtenteils 3-4DM) bekommt der Leser ein eng bedrucktes Papier (dünnerer, aber recht reißfester Qualität), oft mit Zeilennumerierung, allerdings sehr kleiner Schrift und kaum Rand zu Notizen. Meist folgt dem eigentlichen Werk ein zusätzlicher Text zur Biographie des Autors. Erläuterungen oder Interpretationsansätze erscheinen in einem extra Band. Die äußere Aufmachung - gelber Einband (dickes Papier) in Buchform (das heißt gebunden, nicht getackert), Autor und Titel dazu ein kleiner Druck (schwarz auf gelb versteht sich); auf der Rückseite ist freundlicher Weise eine Art Klappentext (sehr knapp, aber immerhin) vorhanden.
Nun zu den Hamburger Leseheften, die sich ebenfalls durch ihren niedrigen Preis auszeichnen (oft sogar billiger als Reclamhefte, ab ca. 2DM). Sie sind größer (20 x 13cm), ihre Schrift und gelassener Rand ebenso. Zeilennummerierung und Worterläuterungen (sowie Nachwort und Kurzbiographie des Autors) erinnern auch hier an den Einsatz in der Schule. Das Papier unterscheidet sich kaum von dem der Reclamausgaben, der Einband ist jedoch etwas dicker. Je nach Länge des Werkes sind die Bücher in Heft oder Buchform vorhanden. Die Aufmachung des Titelblattes empfinde ich als etwas gelungener (neben schwarz wird auch weiß für das Bild eingesetzt, außerdem sind Autor und Titel in unterschiedlichen Schriftgrößen gedruckt, was zur Übersichtlichkeit beiträgt), dafür gibt es keine Information über den Inhalt (keinen Klappentext oder dergleichen). Mit 210 Heften umfassen die Ausgaben der Hamburger Lesehefte, übrigens Teil der Verlagsgruppe Husum, einen viel kleineren Kreis der sogenannten Literaturklassiker.
Ich persönlich ziehe deutlich letzteren Verlag aus Husum vor. Seine Bücher erinnern mehr an ein Buch, zum Lesen als an eines zum Arbeiten. Der Lesekomfort ist deutlich höher, man erkennt auch noch bei schlechterem Licht ohne Anstrengung die Wörter. Bei alledem sind sie sogar noch billiger als ihre Gegenstücke von Reclam. Leider mangelt ihnen noch an Bekanntheit (sie bestehen auch "erst" 27 Jahre). Daher bei Bedarf für Schule oder Studium ruhig mal nach einer Ausgabe des Hamburger Lesehefte Verlags fragen!

Ihre Bewertung dieses Erfahrungsberichtes

Wie hilfreich ist dieser Erfahrungsbericht für Ihre (Kauf-)Entscheidung?

Bewertungsrichtlinien

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zu diesem Bericht!

max. 2000 Zeichen

Kommentar abschicken


Bewertungen
Dieser Erfahrungsbericht wurde bislang 2923 mal gelesen und von Mitgliedern wie folgt bewertet:

"sehr hilfreich" von (46%):
  1. dvm24
  2. kampfkruemel
  3. mingelburns
und weiteren 8 Mitgliedern

"hilfreich" von (54%):
  1. umnik
  2. mriechel
  3. Elli-Spirelli
und weiteren 10 Mitgliedern

Informationen zur Berechnung der Gesamtbewertung.