Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
epische Story, geniale Bösewichter, Rollenspiel - Flair |
| Kontra: |
bisweilen "Szenen - Recycling" und zu viele Standbilder |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Wer sich schon immer mal gefragt hat, wie ein leibhaftiges und klassisches Fantasy-Rollenspiel wohl als Zeichentrickserie aussehen mag, der wird bei "Record of Lodoss War" eine Antwort bekommen. Traditionelle Rollenspiel-Charaktere in einer riesigen Welt voller Monster und finsteren Kreaturen mit einer epischen Story über den Kampf Gut gegen Böse, Intrigen, Magie und Macht. Wer schon immer
mal bei einem Rollenspiel "zuschauen" wollte, ohne selbst Hand an zu legen, ist bei diesem 13-teiligen japanischen Anime richtig.
**** Worum geht's? *****
"Record of Lodoss War" ist eine Zeichentrickserie, die - wie auch das Manga - nach einem beliebten japanischen Rollenspiel entstand.
Mittlerweile sind auch Videospiele, z.B. für Sega Dreamcast, sowie diverse andere "Lodoss"-Produkte entstanden und es hat sich ein gewisser Kult um die finstere Welt von Lodoss gebildet - nicht nur in Japan, sondern weltweit. So gibt es mittlerweile auch schon diverse Fortsetzungen; ich beziehe mich mit meinem Erfahrungsbericht jedoch nur auf die Ursprungsserie "Record of Lodoss War" aus dem
Jahr 1990.
Die Serie ist auf DVD erhältlich und es gibt sie - soweit ich weiß - sowohl in einer japanischen Version (mit zuschaltbaren deutschen Untertiteln) als auch in englischer Synchronisation. Ob es eine deutsche Synchronisation gibt, weiß ich leider nicht, da ich ausschließlich die japanische Version gesehen habe. Erschienen ist die Serie in Deutschland bei OVA-Video und wegen des teilweise
gewalttätigen Inhaltes ist sie hier erst ab 16 Jahren freigegeben.
**** Handlung *****
Als Vorbemerkung möchte ich darauf hinweisen, daß die Episode 1 der Serie eigentlich zwischen die Folgen 5 und 6 gehört und man sollte sie sich auch besser in genau dieser Reihenfolge anschauen (das "Vorziehen" dieser Episode an den Anfang hat keine
dramaturgischen, sondern kommerzielle und werbetechnische Gründe, also keine Angst!). Alles andere führt zu unnötigen Verwirrungen und erschwert den Einstieg in die Story.
Vor langer Zeit herrschte ein gewaltiger Krieg zwischen der Göttin der Schöpfung und der Göttin der Vernichtung, der so heftig war, daß er die Erde erschütterte. In diesem Krieg starben beide Göttinnen und es entstand ein neues Land auf einer Insel, die sich vom Festland abtrennte - diese Insel wurde fortan "Lodoss" genannt und man sagt, daß ein Fluch auf ihr ruht. Die unterschiedlichsten
Kreaturen, Königreiche, Völker und Herrscher leben auf dieser Insel und wie es scheint, braut sich etwas Unheilvolles zusammen....
..das ist der Moment, in dem die Geschichte einsetzt. Sie spielt in einer Welt, die deutlich an das europäische Mittelalter angelehnt ist.
Ein junger Krieger namens Parn, dessen Vater - ein in Ungnade gefallener Ritter - früh ums Leben kam, macht sich auf die Suche nach dem großen Weisen Wort, um herauszufinden, was auf Lodoss vor sich geht. Immer wieder tauchen in letzter Zeit Monster, Goblins, Orks, Wolfen auf, überfallen und brandschatzen die Menschendörfer und es toben blutige Schlachten, auch zwischen den einzelnen
Königreichen. Es scheint, als ob die Monster unter einem finsteren Bann stehen und von einer höheren Macht gelenkt werden.
Begleitet wird Parn auf seiner Reise von der Elfe Deelit, dem Zwerg Gim, einem Magier namens Slayn, den Kleriker Eto und dem Dieb Woodchuck. Die ersten Folgen zeigen, wie die ungleiche Truppe zusammenfindet und ihre Reise antritt. Diese verschiedenen Charaktere sind die klassischen, in einem Rollenspiel auftauchenden Charaktere und sie verfügen auch in der Serie über die entsprechenden
Fähigkeiten - sowohl mit der Waffe als auch in der Magie.
Auf ihrer Reise durchqueren die 7 eine riesige Welt und mehrere große Königreiche, aber auch das Reich der Elfen im Wald ohne Wiederkehr, in dem die Zeit schneller vergeht und man deswegen schneller altert. Dabei stößt ihnen auf ihrer Suche allerlei zu - sie
retten die Tochter des Königs Fawn vor der Entführung durch die finstere Hexe Karlla, die sich im Laufe der Geschichte als eine der
Schlüsselfiguren der finsteren Seite herausstellt. König Fawn seinerseits hat es sich zum Ziel gemacht, die zerstrittenen Königreiche von Lodoss zu vereinen, um gegen das Böse anzutreten. Sein Gegenspieler, der Herrscher der finsteren Seite, war einst sein Freund und Vertrauter; nun kämpfen die beiden gegeneinander um die Zukunft der Welt, wobei sie nicht wissen, daß auch sie beide nur Marionetten
weitaus höherer Mächte sind.
Auf ihren Reisen müssen die 7 immer wieder Kämpfe bestehen, aber auch Unschuldigen helfen, Dörfer vor der Zerstörung bewahren oder erleben andere Abenteuer. Parn wird schließlich in den Ritterorden eines Königreiches aufgenommen und mit diesem zieht er schließlich in die Entscheidungsschlacht gegen die Armeen des Bösen...
Die Story, die sich über 13 Folgen entwickelt, ist tatsächlich sehr komplex und die Welt, die dort beschrieben wird, nimmt mit jeder Folge mehr Form an, so daß nach einiger Zeit das Inselreich Lodoss mit seinen verschiedenen Armeen, Herrschern und Gebieten als eine große, faszinierende Welt vor dem inneren Auge entsteht. Die Story besteht nicht aus losen, voneinander unabhängigen Folgen, sondern
wird kontinuierlich weitererzählt und weitergesponnen, wobei mit jeder Folge auch die Welt weiter ausgebaut wird. Während ich am Anfang noch leichte Schwierigkeiten hatte, mit den Figuren und der Welt "warm" zu werden, hatte Lodoss mich spätestens bei der dritten Episode in seinen Bann gezogen.
Die genaue Handlung wiederzugeben, ist an dieser Stelle weder möglich noch wünschenswert, aber soviel sei verraten: Es wird alles geboten, was das Fantasy-Herz erfreut, von epischen Schlachten über Intrigen über Heil- und Schadensmagie bis hin zu Liebe, Haß und natürlich Elfen ;-)
*** Die Charaktere *****
Das Rollenspiel lebt! Neben den Guten gefallen mir in "Record of Lodoss War" insbesondere die Bösen ausgezeichnet, die wie üblich einen besonderen Charme und Charisma versprühen...Die Charakterentwicklung geschieht langsam und zieht sich über mehrere Folgen hin, aber schließlich hat man in der vielstündigen "Lodoss"-Epos auch mehr Zeit als bei einem 90-minütigen Film. Während zu Beginn nur einige Hauptcharakterzüge der Figuren zum Vorschein kommen, bekommen sie im Laufe der Zeit allesamt mehr Tiefe, einige mehr, andere weniger.
Die Hauptfigur, Parn, ist das Äquivalent zum "Krieger" oder "Schwertkämpfer" des Rollenspiels. Auch wenn er noch sehr jung und unerfahren ist, so ist er schon ein verbissener Schwertkämpfer und trifft auf seiner Reise durch Lodoss unterschiedliche ältere Lehrer, die seine Technik verfeinern und ihm einiges beibringen. Mit seiner Aufnahme in den Ritterorden findet er dort auch einen guten Lehrmeister. Traumatisiert vom frühen Tod seines Vaters und etwas ungestüm, läßt er sich leicht provozieren und zu Kämpfen herausfordern, jedoch ist er für seine Mitstreiter ein verläßlicher Kämpfer und wird von ihnen in allen Belangen unterstützt.
Die Elfe Deedlit ist sowohl eine gute Schwertkämpferin als auch erfahren in der Elfenmagie, in der sie vor allem Elemente und
Elementarwesen (wie Undine, als Wasserzauber oder den Wind) beschwört. Ihre Kräfte sind mächtig und sie ist sehr selbstsicher und weiß sich gegen Parn ganz gut durchzusetzen. Leider finde ich sie teilweise etwas albern, aber das kommt eben dem japanischen Geschmack entgegen. Ansonsten ist sie eine ganz nützliche Bereicherung des Teams und sie hat durchaus auch ihre Momente.
Der Kleriker Eto ist, wenn auch sehr jung, ein ausgebildeter Priester und verfügt vor allem über Heilkräfte. Deswegen ist er der Heiler des Teams und soetwas wie der ruhende und friedfertige Pol. Er bleibt allerdings, meiner Meinung nach, etwas blaß, da seine großen Momente in der Regel auf Heilmagie und ein paar weise Worte beschränkt bleiben. Dennoch verfügt er über eine angenehme Art von Humor und wirkt deswegen sympathisch, wenn auch etwas aufdringlich positiv. Ihm wird später jedoch eine besondere Rolle zuteil...
Der Zwerg Gim ist einer der letzten Überlebenden des Volkes aus dem Inneren der Berge. Er trauert seiner großen Liebe Leilla nach, die einst entführt wurde. Zu seinem großen Schrecken erkennt er sie in der bösen Hexe Karlla wieder, die sich Leillas Körper zu eigen gemacht hat. Der Zwerg ist ein schweigsamer, aber ehrlicher Charakter mit einer großen Axt, der sich nicht verstellt und bodenständig ist. Ganz amüsant ist der dauerhafte, nur halbernste Streit zwischen ihm und der Elfe, jedoch ab der Hälfte der Saga wird Gim sehr ernst und eine eher tragische Figur.
Der Magier Slayn verfügt (natürlich) über magische Fähigkeiten (jedoch seiner Ansicht nach noch bei weitem nicht genug) und würde lieber hinter seinen Büchern sitzen, um noch mehr über Magie zu lernen, anstatt die Welt zu durchstreifen. Dennoch fühlt er sich verpflichtet, den Freunden mit seiner Magie beizustehen. Er wird im Laufe der Serie mächtiger und verfügt sowohl über mächtige Schutzzauber als auch Angriffszauber, dafür kämpft er niemals mit Waffen. Zudem spürt er negative Kräfte in der Nähe und tritt der Hexe Karlla mit Magie entgegen. Er ist sehr hager und sieht asketisch aus (auch wenn er mich äußerlich irgendwie an die Hauptfigur aus "Monkey Island" erinnert ;-), und ist ein ehrlicher und sympathischer Charakter mit leichten Zweifeln an sich selbst.
Der letzte der Truppe ist der Dieb Woodchuck, dem die Freunde in einem Gefängnis begegneten und den sie anschließend retteten. Seitdem bleibt Woodchuck bei ihnen. Er ist ein ganz guter Kämpfer, jedoch auch eine eher alberne Figur, die ganz gerne mal Sprüche reißt. Alles in allem ist er aber eine gute Ergänzung des Teams und auch wenn es nicht so scheint, ist er ein guter und entschlossener Kämpfer, auf den man sich verlassen kann, wenn es darauf ankommt, auch wenn er gelegentlich ziemlich nervt.
Die Bösen in "Lodoss" gefallen mir ausgesprochen gut; insbesondere die Hexe Karlla, die hervorragend aussieht und absolut und grundböse ist und dabei so schmeichelnd und verwirrend und betörend vorgeht, daß es richtig Spaß macht, ihr bei ihren Intrigen
zuzusehen.Sie verfügt über eine unglaublich mächtige Magie und zögert nicht, diese zu ihren Zwecken einzusetzen.
Ebenfalls hervorragend gefällt mir der zweite Oberbösewicht, der finstere Ashram, ein nahezu vampirhafter Krieger mit langem, schwarzem Haar, der sehr gut aussieht und gleichzeitig das absolute Oberarschloch ist - so muß es sein ;-)
**** Charakterdesign *****
Die Charaktere in "Record of Lodoss War" sind im klassischen Anime-Stil gezeichnet, was unter anderem an den typischen großen Augen erkennbar ist. Auch alle anderen "klassischen" Attribute im japanischen Zeichentrickfilm, die Personen kennzeichnen und
charakterisieren (Größe des Kinns, Körperhaltung, Gangart...) lassen sich hier wiederfinden. "Record of Lodoss War" ist deswegen nicht nur ein klassisches Rollenspiel-Abenteuer, sondern zudem ein klassisches Anime. Die Bösen sind böse, die Edlen edel und die Weisen weise...und das kommt gut herüber und wirkt überzeugend. Irgendwelche Experimente im Charakterdesign wären in dieser Serie
auch völlig unnötig gewesen; schließlich handelt es sich um ein Fantasy-Märchen und niemand stellt ernsthaft in Frage, daß die Guten wirklich gut sind und die Bösen wirklich böse. Die Fronten sind klar und es geht allein um die Geschichte.
**** Technik, Zeichenstil *****
"Record of Lodoss War" ist schön anzuschauen und weist bisweilen sogar einen für Anime-Verhältnisse großen Detailreichtum auf. Alle Figuren sind sehr individuell gestaltet und ihre Charaktere werden deutlich in ihrem Aussehen und Auftreten widergespiegelt. Die Landschaften, die Lichtverhältnisse und viele kleine Details in den Dörfern und Schlössern zeigen, daß die Macher viel Wert darauf gelegt haben, die Welt von Lodoss so vielfältig wie möglich zu gestalten. Das ist ihnen auch sehr gut gelungen.
Leider haben sie diese Sorgfalt nicht überall walten lassen; obwohl einerseits beim Charakterdesign und in vielen Kleinigkeiten Wert auf sorgfältige Arbeit gelegt wurde, sind insbesondere manche Kampfszenen überraschend billig gestaltet, als ob es zwischendurch Budget-Probleme gegeben hätte...so ist mir aufgefallen, daß während der Kämpfe einige Szenen öfter wiederholt werden bzw. man einfach
andere Hintergründe verwendet hat, damit es nicht so auffällt. Auch ist mir die Vielzahl an "Standbildern" negativ aufgefallen; in gewisser Weise gehören die Standbilder ja zum Anime dazu und sind sogar typisch dafür, jedoch wurde hier definitiv übertrieben. Insbesondere die riesigen Drachen, die teilweise nur aus Standbildern bestehen und quasi "in die Kulissen hereingerollt" werden,
wirken sehr billig und hier hätte man mit Sicherheit mehr machen können. So wird der Effekt, ihr dramatisches Auftauchen, deutlich abgeschwächt und wirkt etwas arm. Auch die Verwendung von Standbildern in Kampfszenen wurde hier etwas übertrieben, daß es nicht mehr als "Stilmittel" verbrämt werden kann, sondern mit Sicherheit ökonomische Gründe hat, sowohl was die Kosten als auch den vermutlichen Zeitdruck des Zeichenteams angeht.
Abgesehen von diesen Kritikpunkten ist Lodoss durchweg sehr atmosphärisch und verbreitet eine gewisse typische Lodoss-Stimmung, an die man sich sehr gewöhnen kann :-) Die vielen Anleihen an das europäische Mittelalter, vermischt mit der japanischen Romantisierung dieser Epoche, und die vielen Anspielungen darauf tragen zu einer ganz besonderen Stimmung auf Lodoss bei.
Die Zeichentechnik ist nicht atemberaubend und weltbewegend, aber die Serie ist - mit kleinen Schwächen - ordentlich und detailreich animiert.
***** Musik, Sound ******
Was mir überdurchschnittlich gut gefallen hat, ist die Filmmusik der Serie, die durchweg vollorchestral ist. Hierbei wird die sehr eingängige Leitmelodie von anderen Leitmotiven, die teilweise deutlich der europäischen Klassik und vor allem auch dem Barock
entnommen sind, begleitet. Auch die Szenen in den Schlössern mit Barden und mittelalterlichen Instrumenten sorgen für die richtige Stimmung. Die gesungene Titelmelodie ist zwar absolut und 100% typische durchschnittliche japanische Animemusik, der gesamte restliche Soundtrack jedoch ist absolut hochwertig und durchdacht. So unterstützt die klassische und barocke Musik die mittelalterliche Atmosphäre auf Lodoss deutlich. (written by Hiimori@ciao)
Auch die dramatischen Szenen wie Ashram auf der brennenden Burg und sein Blickduell mit Parn werden durch die unglaublich packende Musik sehr intensiviert. Bei mir gibt es volle Punktzahl für den wirklich hervorragenden und durchdachten Soundtrack, der sich sehr dynamisch dem Geschehen anpaßt und für einen bedeutenden Teil der Lodoss-Atmosphäre verantwortlich ist.
Auch der Sound ist gut; die Schlachten und Kämpfe sind laut und klirrend und krachend, die Monster brüllen, das Galoppieren der Pferde, das Klirren der Schwerter, der heulende Wind, raschelnde Bäume, knisterndes Feuer - hier wird alles geboten, was zu einem ordentlichen Fantasy-Film gehört.
Die (japanischen) Sprecher sind ebenfalls sehr engagiert, insbesondere Parn mit seiner explosiven und hitzköpfigen Art, der schnell mal aus der Haut fährt, wird von einem überaus tatkräftigen Sprecher verkörpert. Auch die anderen Stimmen passen sehr gut, der Magier klingt weise, die Elfe schwankt zwischen kindisch und resolut und besonders die lasziv-verführerische Karlla wirkt sehr überzeugend.
Leider ist die Sprachspur nicht immer ganz lippensynchron, was ebenfalls der in manchen Bereichen etwas schlampigen bzw. sparsamen
Zeichenweise zu "verdanken" ist.
*** Fazit *****
"Record of Lodoss War" ist trotz einiger Schwächen eine gut gemachte und packende Fantasy-Geschichte mit eindeutigem, traditionellem Rollenspiel-Ambiente. Die Lodoss-Welt ist atmosphärisch in Szene gesetzt und zieht einen in den Bann; die Geschichte ist interessant und voller überraschender Wendungen, so daß man stets nach jeder Episode voller Spannung nach der nächsten giert.
Ich hatte zugegebenermaßen zu Beginn einige Schwierigkeiten, mit der Serie warm zu werden, das lag meiner Ansicht nach in erster Linie daran, daß ich mir diese ominöse 1. Folge, die eigentlich zwischen die 5. und 6. Folge gehört, zuerst angeschaut hatte und mich diese etwas ratlos stimmte. Als ich jedoch die 2. Folge sah (die ja eigentlich die 1. ist) und der Beginn der Geschichte erzählt wurde und wie die Hauptfiguren zueinander fanden, begann ich, mich für die Geschichte zu interessieren. In der dritten Episode wachsen sie weiter zusammen und durchstehen erste Abenteuer. Auch deutet sich dort bereits die Katastrophe an, auf die die Serie hinsteuert, so daß ich nach einiger Zeit feststellte, daß es mich gepackt hatte. Ich mußte wissen, wie es weiterging, ich begann,
mich an die Personen zu gewöhnen und nahm interessiert an ihrem Leben und ihren Schicksalen teil. Das Auftauchen von Karlla und Ashram, den Bösen, überzeugte mich dann endgültig, von der Story gefangen zu sein und über die technischen Schwächen und teilweise billig wirkende Inszenierung hinweg zu sehen. Schließlich gehört "Record of Lodoss War" zu den Kult-Animes und hat eine riesige, treue Fangemeinde, die völlig in der Lodoss-Welt aufgeht. Es gibt so viele Fanseiten im Internet, daß es nahezu unübersichtlich wird, und da muß ja schließlich etwas dran sein. Ich habe mir 7 Folgen an einem Abend angeschaut und bin am nächsten Tag direkt losgelaufen, um die restlichen Folgen aufzutreiben.
Die Lodoss-Atmosphäre, die ganze Welt und ihre Verstrickungen, die Königreiche, die Kriege und nicht zuletzt die epische Geschichte machen "Record of Lodoss War" wirklich interessant. Die Verquickung des europäischen Mittelalters (aus japanischer Sicht) mit traditionellsten Rollenspielelementen verfehlt ihre Wirkung nicht, dazu der tolle Soundtrack und die "klassische" Anime-Zeichenweise!
Ich kann der allgemeinen Meinung nur zustimmen; es lohnt sich, sich zumindest einmal "Record of Lodoss War" anzuschauen, es ist ein Anime-Klassiker für jeden Anime-, Fantasy- und Rollenspielfan und fast 7 Stunden spannende und gut gemachte und atmosphärische Unterhaltung, die einen eher unaufällig in den Bann zieht.
| weitere Erfahrungsberichte |
getz gucktz de VL auch noch Trickfilme
Bewertung für Record of Lodoss War (Anime) von
Vampire-Lady
Pro: -
Kontra: -
Seit gut eineinhalb Jahren tut Randgruppensender Vox dem Liebhaber japanischer Zeichentrickfilme den Gefallen hin und wieder sogenannte Anime-Nächte zu veranstalten, was sich erstaunlicherweise nicht mal geändert hat, seitdem RTL bei Vox seine Griffel im ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
|
sehr hilfreich
30.12.2001
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Record of Lodoss War - Super Fantasyanime
Bewertung für Record of Lodoss War (Anime) von
iXiOn-
Pro: super Story, viele verschiedene Rollenspielcharaktere, Magie und Götter
Kontra: leider bisher nur mit deutschem subtitle erhältlich
Ort der Handlung ist die verfluchte Insel Lodoss. Verflucht deshalb, weil die Insel vor Tausenden von Jahren während einer Auseinandersetzung zwischen Falis, dem Gott des Lichtes, und Falaris, dem Gott der Dunkelheit, vom Kontinent Alecrast abgetrennt wur ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
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sehr hilfreich
28.02.2003
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Fantasy vom Feinsten
Bewertung für Record of Lodoss War (Anime) von
mons_ganti
Pro: Eine faszinierende Geschichte voller Magie
Kontra: Abfolge der Episoden etwas verwirrend.
Das Ende der Götter-Ära wurde eingeleitet, als Faris, die Göttin des Lichtes, mit ihren Truppen gegen Faralis, die Göttin der Dunkelheit kämpfte. Die Erde bebte und das Meer erzitterte. Am Ende überlebten nur zwei: Marfa, die Göttin der Schöpfung, und Kar ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
|
sehr hilfreich
21.11.2000
(30.11.2000)
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Anime ist NICHT immer SciFi...
Bewertung für Record of Lodoss War (Anime) von
Echtzeit0815
Pro: Gut gezeichnete Effekte, besonders gutes Character-Design
Kontra: typische OVA-DVD (wenig Specials), FSK18 in wenigen Szenen
...und dies beweist uns Akinori Nagaoka (Regie) und sein Team mit ihrer fantasy Animeserie.
Ich selber habe diese 13 teilige Serie auf zwei DVD's wodurch schon ein großer Qualitätunterschied zur VHS gegeben ist. Außerdem spart man sich ein wenig Platz ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
|
sehr hilfreich
14.04.2001
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Gelungener Anime
Bewertung für Record of Lodoss War (Anime) von
ullibulli
Pro: Fantastische Story
Kontra: Viele Standbilder
Das 13-teilige anime-fantasy-epos Record of Lodoss War zeigt eine fantastische handlung, sehr gute charaktere und einen guten handlungshintergrund auf.
Die Geschichte beginnt lange lange in der Vergangenheit, als das Land Lodoss auf ewig verflucht wurd ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich |
|
hilfreich
12.10.2001
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