Von Revolverhelden, der Industrialisierung und Rache...
19.07.2010 (20.07.2010)
Pro:
eine riesige Spielwelt (Open - World), gute Technik, super Story
Kontra:
Weniges (siehe Bericht ! )
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Grafik
Sound
Multiplayer:
Bedienung
mehr
 Widelivekeke
Über sich:
Mitglied seit:10.02.2009
Erfahrungsberichte:17
Vertrauende:5
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 161 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als besonders hilfreich bewertet
Liebe Ciao-Community, ich erinnere mich noch sehr gut daran, als vor über einem Jahr die ersten Informationen zu einem Western-Spiel im Internet eingingen und auch bei mir großes Interesse auslöste. Schon damals habe ich den fasst schon in Vergessenheit geratenen Vorgänger dieses Spiels, Red Dead Revolver (zu deutsch: Roter toter Revolver), sehr geliebt. Dieses Spiel überzeugte für damalige Verhältnisse vor allem mit einer spannenden Story, relativ guter Technik und einer unheimlich dichten Atmosphäre. Nun brachte die Spieleschmiede Rockstar Games im Mai 2010 mit Red Dead Redemption den zweiten Teil der Western-Serie auf den Markt. Nun jedoch mit einem völlig anderen Konzept: Während der erste Teil aus einzelnen Leveln bestand, ist Red Dead Redemption (zu deutsch: Rote tote Vergeltung) ein Open-World-Spiel, also ein Spiel mit einer offenen Welt. Wir schreiben mittlerweile das Jahr 2010. Der Vorgänger erschien im Jahre 2004. Es ist nicht gerade leicht, ein derart kompliziertes Setting wie das Western-Setting einzufangen und in ein heute artgerechtes Spiel zu verpacken. Als das Spiel auf den Markt kam, war ich zunächst skeptisch. Top-Wertungen von der Spielepresse, welche bis auf die 95% hinausreichten, motivierten mich dann aber doch zum Kauf und so landete das Spiel für 60€ in der Playstation3-Fassung bei mir zu Haus...
Inhaltsverzeichnis =============== 1. Allgemeine Informationen 2. Die Story des Spiels 3. Der erste Spielstart 4. Die Spielwelt von Red Dead Redemption 5. Der Einzelspielermodus 6. Der Multiplayermodus 7. Menüs in Red Dead Redemption 8. Die Grafik in Red Dead Redemption 9. Der Sound in Red Dead Redemption 10. Meine Meinung 11. Mein Fazit
Allgemeine Informationen ==================== **********Informationen**********
Name: Red Dead Redemption Entwickler: Rockstar Games (San Diego) Publisher: Take2 Preis: 48,99€ (Amazon.de) USK: Ab 18 Jahre freigegeben Kategorie: Shooter- und Actionspiele Website: http://www.rockstargames.com/reddeadredemption/DE/agegate/ref= Erschienen für: Playstation 3 - Xbox360 **********Die Verpackung**********
Kommen tut das Spiel mit einer sehr anschaulichen, atmosphärisch passenden Hülle, einem Handbuch, in dem die wichtigsten Dinge erklärt werden und einer Übersichtskarte von der Spielwelt (darüber gleich mehr!). Auf der Rückseite dieser Übersichtskarte findet man ein Poster mit einem abgebildeten Cowgirl. **********Die Limitied-Edition**********
Neben der Standart-Version gibt es auch noch eine limitierte Version von Red Dead Redemption. Diese enthält ein zusätzliches Outfit, mit dem die Spielfigur eingekleidet werden kann. Darüber hinaus ist auch ein weiteres Pferd und der offizielle Soundtrack zum Spiel enthalten. Die Story des Spiels ====================
Wir schreiben das Jahr 1911. Der Wilde Westen ist dem Tode geweiht. Neue Technologien und die Industrialisierung drohen das Pionierzeitalter vollkommen zu begraben. John Marston, Gesetzesloser, hat kein ruhiges Leben hinter sich: Zusammen mit drei anderen Banditen raubte er Banken aus, nahm Züge hoch und tötete hunderte von Menschen. Doch nachdem er während eines Bankraubs angeschossen und von seinen Kollegen liegen gelassen wird, entscheidet sich John Marston von nun an ein ehrenhaftes und ehrliches Leben zu führen: Er träumt von einem friedlichen Leben als Farmer. Er träumt von einem friedlichen Leben mit seiner Frau Abgail und seinem 16 Jahre alten Sohn Jack. Doch als Bundesagenten der Regierung John's Familie bedrohen, ist ihm klar, dass er noch einmal zu den Waffen greifen muss. Er soll seine drei ehemaligen Bandenkameraden suchen und zur Strecke bringen. Also macht sich John Marston auf in den fiktiven Bundesstaat New Austin und Mexiko, um seine blutige Vergangenheit endlich begraben zu können. Einen Mann nach dem Anderen... Der erste Spielstart ====================
Das Spiel beginnt mit einem Intro. Wir sehen ein Schiff, dass gerade angelegt hat und aus dem einige Menschen in Richtung Festland wandern. Am festen Boden schreit ein Junge „Extrablatt, Extrablatt! Rauchen ist gesund!“. Nun fokussiert die Kamera auf einen Mann, um die vierzig Jahre alt. Jetzt merken wir, dass es sich bei diesem Mann um John Marston handelt. Auch er geht von Bord und läuft, gemeinsam mit zwei Männern, rechts und links von ihm, schweigend durch die Straßen der Stadt, in der sie vor Kurzem ankamen. Während Mundharmonika- und E-Gitarren-Klänge im Hintergrund zu vernehmen sind, lässt John Marston an einem kleinen Bahnhof der Stadt die beiden Männer hinter sich und steigt in einen Zug ein...Der Zug ist spärlich gefüllt. Lediglich zwei ältere Damen hinter John Marston, ein kräftiger Herr und eine junge Dame vor ihm leisten ihm Gesellschaft. „Ja, sie haben ihr Land verloren, aber dafür haben sie den Zutritt zum Himmel bekommen“, sagt eine der beiden älteren Damen. „Vater, wir haben jetzt nicht nur Automobilie, ich habe gehört, dass wir bald in der Lage sein sollen, zu fliegen“, tuschelt die junge Dame vor John. „Nein, Jenny. Das glaube ich kaum. Nur Engel können fliegen“, erwidert der kräftige Mann neben der jungen Dame. Der Zug fährt durch wilde Landschaften, die durch trockene Dürre und Kakteen gezeichnet sind. Schon nach kurzer Zeit kommen wir in der kleinen Stadt Armadillo an. Das Abenteuer von Red Dead Redemption nimmt seinen Lauf. Nachdem John Marston und auch die anderen Insassen ausgestiegen sind, übernehmen wir Johns Kontrolle. Wir sollen in den nahgelegenen Saloon laufen, um dort unseren Kontaktmann zu treffen. Wir laufen durch eine kleine Bahnstation in die Stadt, gezeichnet durch das typische Western-Klischee, und uns fällt bereits auf, wie lebendig es hier doch ist. Neben dem Geschrei von Grillen hören wir Menschen plaudern und die Pianomusik aus dem Saloon kommt uns bereits entgegen. Die hochliegende Mittagssohne strahlt uns in die Augen. Seitdem wir ausgestiegen sind, bekommen wir die Steuerung erklärt. Als wir den Kontaktmann treffen, will dieser mit uns zu einem Fort, einer Hochburg reiten, an der wir unserem ersten Mann, Bill Williamson, einen Besuch abstatten sollen. „Sie können doch reiten?“, fragt der Kontaktmann, der sich als Jake ausgibt. Natürlich können wir das noch nicht, aber nachdem wir wissen, welche Taste wir drücken müssen, reiten wir bereits. Am Fort angekommen, verlässt uns Jake bereits und wir stehen vor einem großen Tor einer riesigen Festung aus Stein. Es ist bereits dunkel geworden. Über dem Tor schaut nun ein Mann zu uns herab. Es ist unser Ex-Kollege Bill Williamson. Nach einer kurzen Plauderei unter alten Kollegen wollen wir natürlich nicht ohne Bill Williamson zurückreiten, da er schließlich einer von den Kerlen ist, die wir schnappen sollen. Doch in Windeseile sind bereits vier weitere Kerle über dem großen Tor des Forts erschienen und spätestens jetzt müssten wir wissen, dass wir es lieber sein lassen sollten. „Hau ab, John!“, warnt Bill ein letztes Mal. Doch wir sind natürlich so dumm und bewegen unsere Hand Richtung Holster, um nach unserem Revolver zu greifen. In dem Moment werden wir angeschossen und wir fallen zu Boden. Ha, währ ja auch viel zu leicht gewesen. Nun liegen wir also da. Kurz darauf kommen jedoch eine Frau ein Mann vorbei, die es für nötig halten, uns nicht einfach so rumliegen zu lassen und uns mitzunehmen. Am nächsten Morgen öffnen wir unsere Augen. Wir merken, dass wir in einer kleinen Hütte in einem Bett liegen. Unser Schädel brummt. Unsere immer noch sehr schmerzhafte, angeschossene Schulter macht uns zu schaffen. Nun kommt eine Frau in die Hütte. Es ist die Frau, die John Marston aufgelesen hatte. Aber das weiß er natürlich nicht. Wir erfahren, dass es sich bei der Frau um Bonnie McFarlane handelt und dass wir uns gerade auf ihrer Farm befinden. Von nun an können wir tun und lassen, was wir wollen. Die Hütte, in der wir liegen, wird uns freundlicherweise weiterhin zur Verfügung gestellt und so besitzen wir bereits eine Unterkunft. Nun können wir das Spiel speichern und auch machen, was wir wollen. Wir verlassen unsere kleine Hütte und befinden uns nun in einer kleinen Siedlung. Links von uns sitzt eine kleine Gruppe von Bauern an einem Lagerfeuer mit einem befestigten Topf. Sie plaudern und eine Frau steht nun auf, um mit einem Löffel den Inhalt des Topfes umzurühren. Rechts von uns sehen wir, wie eine Kutsche gerade in der Stadt ankommt und halt macht. Es fällt sofort auf, wie lebendig Red Dead Redemption doch ist... Die Spielwelt von Red Dead Redemption ===============================
Wie anfangs bereits erwähnt, ist Red Dead Redemption ein Open-World-Spiel. Die gesamte Welt im Spiel ist frei begehbar. Dass Rockstar Games, der Entwickler von Red Dead Redemption, mit dem Open-World-Prinzip umgehen kann, wurde vor allem an der GTA-Serie deutlich. Doch eine so schwierige Welt wie den Wilden Westen zu erzeugen, ist ein kompliziertes Unterfangen. Das ist Rockstar Games jedoch bestens gelungen. Schon ganz zu Anfang des Spiels, wenn wir in der Stadt Armadillo eintreffen, sehen wir, wie authentisch Red Dead Redemption wirken möchte. Wir sehen eine typische Western-Stadt mit den typischen Häuserreihen vor uns: Glaubwürdige Häuser, welche oft sogar betreten werden können, finden sich in der ganzen Welt verteilt. Aber vor allem die Lebendigkeit in Red Dead Redemption hat mich fasziniert: Man findet in Red Dead Redemption überall Menschen, die ihren Aufgaben nachgehen, miteinander reden oder zusammen an einem Lagerfeuer sitzen und kochen. Dabei ist auch das Tag- und -Nachtsystem absolut realistisch: Während man tagsüber in den verschiedenen Geschäften einkaufen kann, gehen die Ladenbesitzer gegen Abend zu sich nach Hause. Während ein Ort tagsüber belebt ist, der örtliche Saloon jedoch leer ist, ist abends in diesem Saloon die Hölle los. Dann tanzen die Leute, während ein Pianist für Stimmung sorgt. An einem Tisch wird Poker gespielt, während sich zwei Kerle an der Theke mit Whisky besaufen. Man findet in Red Dead Redemption viele Open-World-Elemente wieder, die man auch schon aus Grandt-Theft-Auto-IV (einem anderen Spiel von Rockstar Games, erschienen im Jahre
Bilder von Red Dead Redemption (Playstation 3)
2008) kennt: Auch außerhalb der Städte herrscht Leben: Reiten wir von einer Stadt zur anderen, treffen wir auf dem Weg immer wieder Leute, die alleine oder auch in Gruppen unterwegs sein können. Sehr realistisch! In Geschäften, die man vor allem in größeren Orten findet, kann sich John, der Spieler, allerlei Sachen kaufen. Beim Büchsenmacher beispielsweise kann er sich neue Schießeisen kaufen, falls ihm die alten mal zu langweilig werden. Auch Munition und Jagdausrüstung bekommt man hier. Im Gemischtwarenhandel kann sich John vor allem Utensilien wie Nahrung oder Kautabak kaufen, die bestimmte Vorteile im Kampf bringen. Dann gibt es auch noch den Schneider, bei dem man sich neu einkleiden kann, falls die alten Lumpen zu zerschossen sind. Beim Zahnarzt kann man sich Medizin kaufen, falls es im Kampf mal knifflig werden sollte. Diese stellt dann, wenn man schwer verletzt ist, auf Wunsch die Lebensenergie wieder her. Aber in all diesen Läden kann man auch seine eigenen Utensilien verkaufen. Waren wir zum Beispiel jagen und haben Fleisch gesammelt, können wir das im Gemischtwarenhandel gegen Geld verkaufen. Handel ist also eine sehr gute und wichtige Möglichkeit, um sich in Red Dead Redemption Geld dazu zu verdienen. Und die Gelegenheit zu jagen, hat man in Red Dead Redemption überall. Das Spiel ist auch in diesem Bereich extrem lebendig: Überall in der Spielwelt finden wir verschiedene Tierarten, die in ihren bestimmten Regionen leben und sich jagen lassen. Das macht großen Spaß und macht das Spiel um Einiges lebendiger: So kann es sehr wohl mal sein, dass man während eines Ritts im örtlichen Wald von einem Rudel Wölfe angegriffen wird. Doch auch die Pflanzenwelt ist unglaublich: Überall in der Welt von Red Dead Redemption gibt es verschiedene Kräuter und Pflanzen, die gesammelt und dann anschließend verkauft werden können. Doch Red Dead Redemption besteht natürlich nicht nur aus einer Region: Wie bereits erwähnt, spielt das Spiel in zwei Bundesstaaten. Das Spiel beginnt jedoch im fiktiven Bundesstaat New Austin, welcher dem echten Bundesstaat Texas gleichkommt: Hier ist die Landschaft vor allem durch Dürre, Kakteen und Bäume geprägt, die auf trockenem Boden wachsen. Hier finden wir selbstverständlich englischssprachige Leute und auch die Sitten sind dementsprechend amerikanisch. Außerhalb der Hauptmissionen kann man sich zum Beispiel beim Hufeisenwerden oder Pokern versuchen. Beides sind gute Möglichkeiten, um sich etwas dazuzuverdienen. Beim Pokern kann man sogar schummeln, wenn man sich nur geschickt genug anstellt. Im Laufe der Story reisen wir jedoch auch weiter nach Mexiko, da wir dort auch zwei unsere ehemaligen Kameraden vermuten. Dort finden wir neben hisigen Bohnenfressern (dieser Begriff stammt nicht von mir, sondern ist aus dem Spiel zitiert!) auch völlig andere Tiere, Pflanzen und Bäume. Hier wachsen zum Beispiel sogar Palmen, die man in New Austin vergeblich sucht. Vor allem diese großen orange-roten Steinsandtürme, bekannt vom amerikanischen Grand Canyon, lassen sich hier finden. Doch auch die Städte der Mexikaner sehen vollkommen anders aus als noch drüben in New Austin: Während die amerikanischen Städte im typischen Western-Stil aufgebaut sind, ist das typische mexikanische Stadtbild geprägt durch Steinhäuser und viele bunte Farben! Herrlich! Die dortigen Leute sprechen uns nicht nur auf spanisch an, sondern sind auch dunkelhäutig und tragen oftmals Sombreros! Selbst auf solch kleine Details wurde geachtet! In Mexiko können wir uns dann beispielweise bereits am Five-Finger-Filet, dem berühtem Spiel, bei dem das Messer zwischen die Finger so schnell wie möglich hin und her bewegt werden muss, versuchen. Überall in der Spielwelt findet der Spieler jedoch auch öffentliche Einrichtungen wie zum Beispiel Kirchen oder Kinos. Zweiteres lässt sich sogar in Anspruch nehmen und so kommt man in den Genuss der damaligen Filmtechnik. Die gesamte Spielwelt ist mit einem Eisenbahnnetz verbunden, welches durch mehrere Bahnhöfe und Haltestellen erreichbar ist. Dieser Zug fährt im realistischen Takt einmal um die gesamte Karte. Red Dead Redemption besitzt einen dynamischen Tag- und Nachtwechsel. Auch das Wetter kann sich ständig verändern. Die Spielwelt von Red Dead Redemption ist einfach nur riesig: So kann man mit einem recht schnellen Pferd, welches 100km/h schafft, ca. zwanzig Minuten vom einem Ende zum anderen reiten. Falls man mal keine Lust hat, zur nächsten Stadt zu reiten, nur um zu speichern, kann man überall in der Spielwelt ein Lagerfeuer aufschlagen. Dieses gibt einem die Möglichkeit, dort zu speichern, wo man gerade ist und sogar Schnellreisen vorzunehmen: Das heißt: Ich kann automatisch zu Orten reisen, ohne dass ich dort hinreiten muss. Das spart viel Zeit. Die Orte, zu denen man schnellreisen will, muss man jedoch schon entdeckt haben. Orte entdeckt man ganz simpel, man kann es sich denken, indem man sie mindestens einmal besucht. Natürlich war der Wilde Westen aber auch die Zeit der Sherrifs: So kann man in Red Dead Redemption natürlich nicht einfach tun und lassen, was man will. Natürlich kann man Straftaten begehen. Bringen wir zum Beispiel eine Person um, sollte man sich dabei nicht sehen lassen. Gibt es nämlich Augenzeugen, werden diese versuchen, so schnell wie möglich den nächsten Sherrif über unsere Tat zu informieren. Dann wird ein Kopfgeld auf uns ausgesetzt und verschiedene Suchtrupps werden versuchen, uns zu bekommen. Je nach dem, was wir getan haben, steigt dann unser Kopfgeld. Haben wir jemanden umgebracht, dieses Vergehen wurde gemeldet, wir haben aber keine Lust und Geduld, die nun folgenden Kopfgeldjäger loszuwerden, indem wir vor ihnen wegrennen bzw. -reiten, können wir uns auch ergeben bzw. verhaften lassen. Dann zahlen wir die Strafe und das wars. Man kann Augenzeugen, die uns bei unserem Mord beobachtet haben, jedoch auch bestechen! Sehr realistisch! Aber da der Wilde Westen natürlich nicht nur gute Menschen beherbergte, gibt es auch jede Menge Banditenverstecke in der Welt von Red Dead Redemption zu entdecken. Findet man ein solches Versteck, kann man dieses auslöschen und dieses gilt dann als abgeschlossen.
Der Einzelspielermodus =================== Rockstar Games, der Entwickler von Red Dead Redemption, legt bei seinen Spielen immer ziemlich viel Wert auf seinen Einzelspielermodus. Die Grand-Theft-Auto-Serie überzeugte mit einer immer glaubwürdigen und mitreisenden Story und lebendigen Charakteren. Doch wie ist das bei Red Dead Redemption? Dieses Mal befinden wir uns nicht in den 80ern oder 90ern, sondern im Wilden Westen. Nun, nachdem wir das Intro hinter uns gebracht haben und wir, nachdem wir angeschossen wurden und uns die liebe Dame (siehe: Der erste Spielstart) wieder zusammengeflickt hat, beginnt es recht langsam für uns: Unsere erste Mission besteht lediglich darin, der Frau, die unser Leben rettete (Bonnie McFarlane), beim Zutreiben ihrer Herde zu helfen. So schwingen wir uns auf unser noch eher langsames Pferd und treiben, indem wir hinter den Kühen und Rindern herreiten, die Herde auf die Weide. Das ist längst nicht so einfach, wie es sich anhört. Oft wollen einzelne Rinder und Kühe nicht so wie der liebe Herr Marston und so laufen sie wo anders hin. Vor und meist auch nach getaner Mission gibt es dann oft Zwischensequenzen, die vor allem die Story vorantreiben. In den Zwischensequenzen lernt man auch die Charaktere immer besser kennen, die dem Spieler (zumindest mir) oft ans Herz wachsen oder die ich am liebsten sofort erschießen würde. Diese emotionalen Bindungen gefallen mir sehr gut! Während die Aufgaben von Bonnie McFarlane noch recht simpel sind und wir dann im späteren Verlauf zum Beispiel Pferde zureiten, indem wir sie mit einem Lasso fangen und dann in einer Art Minispiel versuchen müssen, auf dem sich wie verrückt gewordenen Pferd zu bleiben, wird es dann im Laufe der Story immer komplizierter. Wir lernen durch bestimmte Menschen immer mehr Leute kennen, die uns dann mit neuen Aufträgen versorgen. Bei diesen Aufträgen verdienen wir neben Geld auch Ruhm, der uns in der Spielwelt bekannter und berüchtigter macht. Haben wir zum Beispiel einen guten Ruf, werden weniger Banditen versuchen, uns zu erschießen und uns auszurauben. Die Missionen in Red Dead Redemption werden kaum langweilig: Während wir uns in einer Mission mit dem örtlichen Sherrif und seinem Trupp den Weg durch einen feindlichen Hinterhalt bahnen müssen, müssen wir in einer anderen Mission einem hinterhältigen Lügner helfen, sein angebliches „Wundermittel“ unters Volk zu bringen. Dort müssen wir dann zum Beispiel zeigen, wie dieses Mittel auf uns wirkt und präzises Schießen beweisen. Dabei ist die Spielzeit nie zu sehr mit Reitstrecken gestreckt – die Wege zu den jeweiligen Missionszielen sind immer übersichtlich und nicht zu lang, wie man es beispielsweise aus dem Videospiel Far Cry 2, einem Videospiel von dem Spieleentwickler UbiSoft, kennt. Oft müssen wir unsere Schießkünste jedoch auch auf dem Pferd beweisen. So müssen wir zum Beispiel mit dem hinterhältigen Lügner aus einem Ort fliehen, in dem unser Schwindel vom angeblichen „Wundermittel“ aufgeflogen ist. Später nimmt die Story sogar eine ungeahnte Wende, welche nach dem Motto „Traue niemandem!“ hervorgeht, die dem Spiel jedoch wieder neuen Schwung verleiht. Vor allem der spätere Wechsel vom Bundestaat New Austin nach Mexiko (beide Staaten sind durch einen Fluss getrennt), macht Red Dead Redemption's Story besonders. Später sitzen wir sogar mit einer großen Gatling Gun, einem Standmaschinengewehr, auf einem Zug, den wir zu einem bestimmten Ziel eskortieren sollen. Ein Heidenspaß! Doch auch die sonstige Auswahl an Waffen überzeugt voll und ganz: Mit insgesamt 26 Waffen kann sich John Marston austoben und für Lärm sorgen: Das sind insgesamt vier Revolver, vier Pistolen, vier Repetiergewehre, drei Gewehre, zwei Präzisionsgewehre, vier Schrotflinten, drei Wurfwaffen, ein Lasso und ein Jagdmesser. Was will man mehr? Während er Schießgefechte hat man eine besondere Funktion, die besonders bei großen Schiefssgefechten sehr nützlich ist: Das Dead-Eye-System. Hierzu drücken wir zwei Tasten (L1 und R3) und das Spiel verlangsamt sich und der Bildschirm färbt sich rot. Nun können wir mit einer weiteren Taste Ziele (also Gegner) markieren. Verlassen wir das Dead-Eye-System, wird auf die markierten Ziele geschossen. Das macht großen Spaß und hilft ungemein. Nach und nach findet man einen ehemaligen Bandenkollegen nach dem Anderen, den man dann schließlich an die Regierung abliefert. Neben den Hauptmissionen, welche den Spieler ca. 40 Spielstunden lang beschäftigen, gibt es auch noch unzählige Nebenaufträge. Diese erhält man vor allem durch Leute in der Gegend. Reitet man zum Beispiel von Ort-A nach Ort-B, kann dieser sonst fünf Minuten lange Ritt zu einem 1-Stunden-Ritt werden. So kann es sein, dass wir Zeuge einer Straftat werden: Die Kutsche einer Frau wurde vor einer halben Minute von einem Banditen geklaut und die Frau bittet uns nun, die Kutsche zurückzuholen. Da können wir uns entscheiden, ob wir ihr helfen oder ob wir es sein lassen. Daran erkennt man, welch riesige Entscheidungsfreiheit in Red Dead Redemption herrscht. Etwas später werden wir dann Zeuge, wie ein älterer Herr von zwei Sherrifs droht, durch zwei gezielte Schüsse hingerichtet zu werden. „Bitte nicht! Ich habe eine Frau und einen Sohn!“, ruft der Herr. Würden wir eingreifen, würden wir uns strafbar machen, würden wir nichts unternehmen, würden wir Zeuge einer vielleicht ungerechtfertigen Hinrichtung werden. Die Justiz im Wilden Westen war hart! Bei einem Anderen Mal wiederum befinden wir uns in einem abgelegenen Ort, während uns eine Frau am Rand des Asphaltweges zuwinkt und fragt, ob wir sie in die nächste Stadt mitnehmen können. Wir sind noch so dumm und wollen ihr helfen und in dem Moment schmeist sie uns vom Pferd und reitet davon, wenn wir sie nicht mit Schiesseisen vom Pferd holen. Etwas später fordert uns dann jemand im Wettschießen heraus. „Ich wette, dass du keine vier Vögel in einer halben Minute vom Himmel holst“. Die Möglichkeiten sind einfach atemberaubend. Es gibt immer etwas zu tun in Red Dead Redemption. Auch bei den Nebenaufträgen kann man sich sowohl Geld als auch Ruhm beim Volk verschafft. Der in meinem Auge interessanteste Nebenauftrag ist jedoch die Kopfgeldjagd: In jedem etwas größeren Ort hängen am Büro des Sherrifs des Orts die berühmten Wanted-Poster: Diese kann man sich ansehen und bei Bedarf mitnehmenm, wenn man den gesuchen Kerl finden will. Dadurch kann man sich nämlich auch jede Menge Geld verdienen: Also nehmen wir uns ein solches Wanted-Poster mit und direkt ist der letzte bekannte Aufenthaltsort der Person in unserer Minikarte eingezeichnet. Wir schwingen uns auf unser Pferd und machen uns auf den Weg. Das Interessante: Man hat die Wahl, ob man die gesuchte Person direkt umbringt oder ob man sie fängt und der arme Kerl dann dem langen Weg vor dem Gericht antreten muss, bis er dann schließlich am Strick landet. Lebendig ist er nämlich meistens doppelt so viel wert wie tot. Sind wir am Ort angekommen, erledigen wir seine Leibwächter und fangen dann die gesuchte Person mit unserem tollen Cowboy-Lasso. Dann fesseln wir den guten Mann, legen ihn auf unser Pferd und reiten wieder zu dem Sheriff-Büro, an dem wir den Auftrag angenommen haben. Vor allem diese Aufgaben sind sehr spannend, bringen viel Geld und sie gibt es wie Sand am Meer! Da wir im Wilden Westen sind, gibt es hier auch jede Menge wilde Männer. Also gibt es in Red Dead Redemption auch Duelle. Damit meine ich die berühmten Mann-Gegen-Mann-Duelle, auch Stand-Off genannt. Dabei steht sich John Marston immer irgendeinem lebensmüden Cowboy gegenüber und zu einem bestimmten Zeitpunkt müssen wir schnell unseren Friedensstifter ziehen und ganz viele Ziele beim Feind markieren, um ihn dann schön zu durchlöchern und ihn für immer zum Schweigen zu bringen. Das bringt Ruhm und Geld! Ganz am Rande: In Read Redemption kann man sich sogar täglich eine Zeitung kaufen, in der man über Geschehnisse in der Spielwelt erfährt: Lustig: Selbst über unsere Taten wird dort geschrieben: Waren wir zum Beispiel in einer Schiesserei verwickelt, wird dies dort geschrieben!
Der Multiplayermodus ================= Ein großer Grund, warum ich mir dieses Spiel gekauft habe, war der Multiplayermodus. Ich erhoffte mir spannende Multiplayerschlachten, verpackt im Western-Design. Und so hatte es Rockstar Games auch versprochen. Doch was ist nun draus geworden? Versprechen eingelöst oder bloß Pustekuchen? Hier liste ich einmal die verschiedenen Online-Modi auf, welche alle mit bis zu sechszehn Spielern gespielt werden können:
**********Freie-Welt-Modus********** Dieser Modus ist meiner Meinung nach der interessanteste: Hier steht dem Spieler, gemeinsam mit fünfzehn anderen Spielern der ganzen Welt, die gesamte Spielwelt, wie man sie aus dem Einzelspielermodus kennt, zur Verfügung. Man kann also tun und lassen, was man will. Man kann sich gemeinsam erschießen, zusammen reiten und erkunden, aber auch Bandenverstecke hochnehmen. Dabei ist die Welt genauso lebendig wie im Einzelspielermodus, nur Geschäfte und andere Aktivitäten wie zum Beispiel die Kopfgeldjagd, Pokern oder Kinos stehen hier nicht zur Verfügung. **********Schiesserei********** Hier heißt es: Jeder gegen Jeden. Am Anfang jeder Schiesserei gibt es ein sogenanntes Stand-Off! Alle Spieler stehen in einem Kreis. In einem bestimmten Moment müssen alle Spieler anfangen, die anderen zu erschießen. Der Jenige, der als Letztes überlebt, erhält bestimmte Vorteile. Zum Beispiel ist dieser für Andere auf der Minikarte vorerst nicht mehr sichtbar. Die eigentliche Schiesserei besteht dann darin, so viele Leute zu erschiessen wie möglich. Dabei beschränkt sich eine Schiesserei auf einen kleineren Ort, also nicht mehr auf die gesamte Spielwelt.
**********Goldrausch********** Ein interessantes Spiel mit einem Zeitlimit. Und genau das macht daraus auch ein Strategiespiel. Im Spiel sind Goldsäcke verteilt. Man kann einen, höchstens aber zwei davon transportieren. Der Haken dabei ist, dass man sich, sobald man Goldsäcke trägt, nicht mehr wirklich schnell fortbewegen kann. Diese Goldsäcke müssen dann immer ein Gebäude oder eine Höhle gebracht werden. Sind die Goldsäcke dort angekommen, müssen sie vor Eindringlingen verteidigt werden, bis die Zeit vorüber ist. **********Banden-Schiesserei********** Dieser Modus ist im Prinzip dasselbe, wie der „Schiesserei-Modus“ mit dem großen Unterschied, dass hier zwei Teams gegeneinander kämpfen.
**********Halte Stand********** Dieser Modus ist in anderen Spielen auch unter dem Namen „Capture The Flag“ bekannt. Man muss die Flagge aus dem gegnerischen Lager in die eigene befördern. **********Schnapp die Tasche********** Derselbe Modus wie „Halte Stand“, nur mit Teams.
In jeder Disziplin sammelt der Spieler Xps, also Erfahrungspunkte. Mit diesen steigt man auch im Rang auf. Man hängt mit dem Titel Grünschnabel an, kann jedoch aufsteigen und somit auch mehr Waffen freischalten. Menüs in Red Dead Redemption =========================
**********Das HUD/Spielanzeigen********** Im Spiel selbst ist das Interace sehr schlicht gehalten – das ist aber schließlich in den meisten Videospielen heutzutage so – man will sich schließlich auf das Spiel konzentrieren können. In Red Dead Redemption gibt es lediglich eine kleine Minikarte unten links, in dem eine Karte im Radius von hundert Metern zu sehen ist. Dort sind Wege und alle Dinge, die für den Spieler wichtig sind oder wichtig sein könnten, eingezeichnet. Auch Gegner werden in dieser Minikarte eingezeichnet. Direkt über der Minikarte sieht man den Munitionsstand der aktuellen Waffe. Steht dort beispielsweise 2/21, so heißt das, dass ich noch zwei Kugeln im aktuellen Magazin, und noch 21 Kugeln insgesamt habe. Diese Munitionsanzeige wird jedoch nur angezeigt, wenn man eine Waffe in der Hand hält. So ist man immer bestens informiert, wie viele Kugeln einem noch bleiben, um die lausigen Gegner in den Wind zu schlagen. Oben links werden wichtige Informationen zum Spielgeschehen in einem schwarzen Kasten verzeichnet, wenn es etwas Neues gibt. Unten stehen zentriert im Bildschirm Untertitel, wenn sich zum Beispiel Leute unterhalten. Aber auch Informationen zu Missionen wie beispielsweise „Reite zum Zielort“ werden dort verzeichnet. Die klassischen Lebensbalken, wie es sie in den Videospielen früher immer gab, gibt es heutzutage so gut wie nicht mehr. Auch in Red Dead Redemption ist der Trend angekommen, die Gesundheit der Spielfigur nach gewisser Zeit einfach wieder zu regulieren. Das heißt im Klartext: Wird John Marston angeschossen, so färbt sich der Bildschirm an den Rändern rot. Auch Blutspritzer werden erkennbar. Sind wir stark verletzt, merken wir das am nur noch dumpfen Sound. Dann sollten wir natürlich weitere Verletzungen vermeiden, da wir sonst schließlich ins Gras beißen.
**********Das Inventar von John Marston********** Ein sehr praktisches Menü in Red Dead Redemption ist das Inventar. Hier landen alle Sachen, die wir kaufen, sammeln oder bekommen, abgesehen von Waffen. Auch wichtige Informationen zu den Dingen, die wir besitzen, lassen sich hier einsehen.
**********Die Waffenschnellwahl********** Eine sehr schöne, neue Erfindung ist die Waffenschnellwahl: Drückt man, sofern man Red Dead Redemption für die Playstation 3 besitzt, L1, erscheint ein Kreis mit allen Waffenkategorien. Mit dem linken Stick des Controllers kann man dann zu den einzelnen Kategorien wie zum Beispiel „Revolver“ scrollen und mit den Pfeiltasten dann seine Waffe aussuchen, die man verwenden will. Vor allem während Gefechten ist das eine sehr gute Möglichkeit, da man schnell an seine Wunschwaffe kommt. **********Das Pausenmenü**********
Hier lässt sich die Übersichtskarte der Spielwelt aufrufen, auf der man dank einer vorhandenen Legende alles Wichtige findet. Sogar Wegmarkierungen lassen sich hier vornehmen: Das heißt: Wenn ich eine Markierung zu einer bestimmten Stadt mache, so wird automatisch die schnellste, jedoch auf Wege zugeschnittene Route von John Marston zum Zielort erstellt. Das heißt, dass diese Wege nicht von den Wegen abgehen. Neben der Übersichtskarte ist auch noch die Waffenliste interessant. Hier lassen sich alle Waffen, die man besitzt, einsehen und mit anderen anhand von drei Werten miteinander vergleichen. Die Grafik in Red Dead Redemption ============================
Red Dead Redemption ist auf der gleichen Grafik-Technologie aufgebaut, wie das damals schon ziemlich schicke Grand Theft Auto IV. Und das tut dem Spiel gar nicht mal so schlecht: Schon im Intro, ganz zu Anfang des Spiels, fallen die wunderschön animierten Personen auf. Eine derart schöne Mimik hat man kaum zuvor in einem Spiel gesehen: Die Gesichter und Körper der einzelnen Figuren sehen sehr hübsch aus. Außerdem gibt es so viele verschiedene Modelle in Red Dead Redemption, dass ich mich nicht daran erinnern kann, eine Person zweimal im Spiel gesehen zu haben. Überall in der Welt laufen völlig verschieden aussehende Menschen herum. Diese sehen vollkommen authentisch zur damaligen Zeit aus – So könnten sie wirklich ausgesehen haben: Wilde Cowboys in Stoffjacket, Lederhose und mit dickem Cowboyhut bekleidet. Elegante mexikanische Frauen, amerikanische Nutten. Egal, wer. Alle Personen sehen absolut realistisch aus. Und dasselbe kann man ebenfalls von den Tieren im Spiel behaupten. Es ist keineswegs leicht, realistische Pferde für ein Videospiel zu kreiieren, doch Rockstar Games ist dies auf ganzer Linie gelungen – Pferde in verschiedenen Rassen und Farbkreationen lassen sich in fotorealistischer Qualität vorfinden – diese ebfenfalls mit völlig realistischer Mimik. Doch wie verhält es sich mit der Physik-Engine in Red Dead Redemption? Auch hier kann man kaum meckern: Die Pferde im Spiel bewegen sich absolut realistisch und auch die Bewegungen von Menschen und zum Beispiel Kutschen im Spiel wirken sehr echt. Auch die Physik während blutigen Auseinandersetzungen ist herrlich glaubwürdig: So fliegt ein Cowboy, den wir soeben einen sauberen Brustschuss verpasst haben, physikalisch korrekt berechnet zu Boden. Sein Pferd tut es ihm gleich. Auch ist ein enormes Speichersystem vorhanden: So habe ich schon des öfteren feststellen können, dass die Leichen auch liegen bleiben: Nach einer großen Schlacht in einer Mission blieben alle Leichen, und Pferde auf dem Boden liegen. Aus anderen Spielen bin ich es gewohnt, dass diese, aufgrund von zu hohen Hardwareanforderungen, direkt oder bald wieder verschwinden. Doch wie brutal ist Red Dead Redemption? Das Spiel ist in Deutschland nahezu ungeschnitten nach Deutschland gekommen, lediglich Blutspritzer auf dem Bildschirm wurden herausgeschnitten. Dennoch ist das Spiel nicht ganz unblutig: Dort, wo jemand getroffen wird, sind die Einschlusslöcher klar und blutig erkennbar und die Leichen liegen auch in Blutlarchen auf dem Boden. Ebenfalls können Personen noch auf dem Boden kriechen, wenn sie noch schwerverletzt leben. Aber Red Dead Redemption ist ein Western-Shooter und die Atmosphäre leidet unter dieser Gewalt nicht. Kinder unter sechszehn Jahre sollten das Spiel jedoch keineswegs spielen. Ältere müssen es meiner Meinung nach selbst wissen. Red Dead Redemption bietet darüber hinaus eine enorme Weitsicht. Stellen wir uns auf einen Hügel, können wir problemlos zwei Kilometer weit sehen. Leider werden dann jedoch Details wie zum Beispiel Häuser nur noch grob dargestellt, was sehr schade ist. Da dies besonders auffällt, wenn man sich einer Stadt nährt, und dann plötzlich Details der Häuser erst erscheinen, wenn wir nur noch fünfhundert Meter entfernt sind. Das wird jedoch vor allem durch das tolle Tageszeitensystem in Red Dead Redemption wieder wet gemacht – So kommt man in den Genuss von herrlichen Lichteffekten: Bei einem Sonnenaufgang schimmert die gesamte Landschaft beispielsweise in rosanem Licht. Sehr gelungen! Aber natürlich scheint in Red Dead Redemption nicht nur die Sonne! Es wäre schließlich langweilig und nicht richtig, wenn wir jedes Abenteuer von John Marston bei strahlendem Sonnenschein erleben würden – So wechselt das Wetter, wie im richtigen Leben, nach Lust und Laune: Während morgens noch die Sonne scheint, kann es sich gegen Nachmittag am Himmel bereits zu ziehen und am Nachmittag gießt es Liter Wasser vom Himmel. Abends kann dann bereits wieder die Sonne scheinen. So kommt es dann natürlich auch vor, dass man eine bestimmte Mission bei Sonnenschein versucht, und, falls man sie später noch einmal spielt, plötzlich bei starkem Regen. Was lässt sich zur Welt von Red Dead Redemption sagen? New Austin, der wahre Wilde Westen, hat vor allem den damaligen Staat Texas als Vorbild: Die Welt ist geprägt von typischen Westernstädten, die mit ihren zahlreichen Holzhäusern und langen Wegen ein wichtiger Faktor des Wilden Westens sind. Und auch die sehen in Red Dead Redemption einfach nur fabelhaft aus: Die Häuser sind sehr schön animiert und lassen sich oft auch betreten. Vor allem die Saloons im Spiel wirken einschüchternd echt. Doch wie sieht es mit der wilden Natur im Spiel aus? Schließlich haben die alten Pioniere nicht alles zugebaut. Eine Vielzahl von Baum-, Pflanzen- und Tierarten prägen die Landschaft: Und dabei ist alles völlig dynamisch! Bäume und Sträucher wehen während eines Sonnenscheins ruhig im Wind, während sie bei starkem Gewitter auch gerne mal wuchtig hin und her gerissen werden können. Tiere bewegen sich, sofern es Rudeltiere sind, sogar in Gruppen: Sie fressen sogar am Boden und trinken aus Flüssen. Apropro Flüsse. Diese sehen, genauso wie die Seen im Spiel eher durchschnittlich aus. Die Wasserqualität geht zwar in Ordnung, ist aber längst keine Höchstleistung. Und schwimmen kann John Marston schon gar nicht. Wollen wir uns im feuchten Nass abkühlen, so sterben wir und landen am letzten Speicherpunkt. Und wie sieht es mit den zahlreichen Zwischensequenzen aus, die es vor allem zwischen den Hauptmissionen gibt? Sie könnten nicht besser sein. Sie sind absolut flüssig und die Charaktere im Spiel sehen absolut genial aus. Leider gibt es bei der Grafik in Red Dead Redemption jedoch auch etwas zu bemängeln: Ab und zu kommt es zu unschönen Clipping-Fehlern. Das heißt: Während wir zum Beispiel auf einem Weg reiten, taucht vor uns plötzlich ein riesiger Berg auf. Dieser Fehler ist mir bis jetzt jedoch nur zwei Mal aufgetaucht. Auch bringt die Playstation3-Fassung von Red Dead Redemption einen großen Nachteil mit sich: Während die Xbox360-Fassung eine Spielauflösung von 720p hat, also in High Definition (HD) spielbar ist, hat die Playstation 3-Fassung nur eine Auflösung von nur 640p – das sind immerhin 20% weniger. Somit wirkt Einiges wesentlich pixeliger und unschärfer und auch die Weitsicht ist bei der Xbox360-Fassung etwas besser. Diese Feststellung konnte ich dank einem, in diesem Falle bevorteiligten Xbox360-Besitzer, machen! Warum Rockstar Games das getan hat, ist mir unklar. Absolut schade! Der Sound in Red Dead Redemption ============================
Was für Töne macht Red Dead Redemption denn nun? Also, im Gegensatz zu der Grand-Theft-Auto-Serie, wie bereits erwähnt auch von den selben Machern, gibt es natürlich keine tollen Radiosender wie Radio X oder Radio Espantoso, bei denen man wundervoller Musik lauschen kann. Hier gibt’s nur Pferde! Doch da hat Rockstar Games wunderbar nachgeholfen. Das gesamte Spiel über pfeift uns eine grandiose Anreihung von Western-Klängen ins Ohr. Mit E-Gitarre und Mundharmonika im Hintergrund entsteht eine sehr gute Stimmung und während Gefechten zum Beispiel kommt man in den Genuss von tollen Bass-Sounds. Aber fehlen tut einem die Musik manchmal trotzdem. Dafür gibt es jedoch an einigen Stellen im Spiel ganze Lieder, die an besonders emotionalen Stellen eingeblendet werden. Diese machen die Story des Spiels um ein ganzes Stück emotionaler und man wird richtig mitgerissen von John Marston und seinem Leben. Und die Umgebungsgeräusche? In der wilden Natur werden unsere Cowboyohren von lautem Grillengeschrei, dem Rauschen der Blätter im Winde und Vogelgesang verwöhnt. Und egal wo wir reiten und laufen, die Sounds passen sich an. Doch wir spielen Red Dead Redemption aber natürlich nicht, um nur blödsinnig durch die Gegend zu reiten. Wir wollen Revolverhelden sein. Und dazu zwingt uns die Story natürlich auch. Doch klingen unsere Schiesseisen denn wenigstens realistisch? Absolut! Egal, ob Revolver oder Schrotflinte, die Waffen klingen absolut hervorragend. Auch etwas schnellere Geschosse wie zum Beispiel ein Standmaschinengewehr (Gatling Gun) laden zum realistischen Schiessen ein. Nun zu einem letzten, von vielen Leuten oft kritisierten Punkt: Die Synchronisation. Ja, Rockstar Games hat es sich zur Tradition gemacht, alle Spiele in englischer Sprachausgabe ausliefern: Das heißt: Die Leute im Spiel reden alle bloß Englisch, dafür gibt’s nur Untertitel. Mir gefällt es jedoch gerade besonders gut, wenn ich genießen kann, wie John Marston mit seiner echten Stimme einem Kerl einen urkomischen Spruch an den Kopf reibt, bevor er ihn in die Hölle befördert. Die emotionale Bindung wird so noch einmal unterstrichen und der Draht zu John Marston wird erschreckend fest. Nur wenn wir zum Beispiel mit jemandem auf dem Pferd unterwegs sind, und die beiden unterhalten sich, kann es etwas schwieriger werden, gleichzeitig zu reiten und zu lesen. Aber hey: Red Dead Redemption hat keine Jugendfreigabe. Und da sollte man doch wohl der englischen Sprache wenigstens im Maße mächtig sein? Meine zusammengefasste Meinung zu Red Dead Redemption ================================================
Huch, wie viel Zeit hat mich dieses Spiel bereits gekostet? Ich weiß es nicht und ich will es auch gar nicht wissen. Red Dead Redemption ist ein wundervolles Spiel. Die Story überzeugt mit vielen interessanten, abwechslungsreichen und spannenden Missionen. Das Spiel beginnt mit leichten Missionen, die noch überschaubar sind – Im Laufe der Zeit lernt John Marston jedoch immer mehr Charaktere kennen und die Missionen werden spannender, ausgefeilter und mitreisender. Mal übernehmen wir ein feindliches Banditenversteck, mal eskortieren wir einen Zug, mal helfen wir einem Kerl, seine Ware zu verkaufen, mal fangen wir Pferde. Die Vielfalt der Missionen in Red Dead Redemption ist atemberaubend. Red Dead Redemption weiß, wie man mit den Emotionen des Spielers spielt. Die Story bleibt dank tollen Zwischensequenzen und deren Charakteren authentisch, locker und vollkommen glaubwürdig. Dabei wuchs mir der Hauptprotagonist John Marston immer näher ans Herz. Denn ohne ihn wäre Red Dead Redemption garantiert nicht das, was es ist: Aufwühlend und mitreissend. Ich fühlte immer mehr wie er. Und dank der vielen Nebnmission gibt’s auch außerhalb der Story jede Menge zu tun: Egal, ob beim Wettschießen oder beim örtlichen Poker-Tunier. Langeweile kommt in New Austin bzw. Mexiko nie auf. Und weil diese Orte auch herrlich lebendig sind, kommt die offene Welt in Red Dead Redemption toll zur Geltung. Überall ist etwas los. Dort jagt jemand Tiere, dort wird gerade eine Frau hingerichtet und dort drüben fährt gerade eine Kutsche vorbei. Und das alles wird ebenfalls toll dargestellt: Dank der tollen RAGE-Engine sieht Red Dead Redemption hervorragend aus: Nur wenige Schnitzer, vor allem jedoch die niedrigere Auflösung, beschweren den sonst tollen Western-Shooter. Die tolle Sprachausgabe konnte bei mir ebenfalls nur punkten: Ich weiß nicht, wie viele verschiedene Stimmen ich in Red Dead Redemption zu hören bekam: Jeder, der unzähligen Charaktere im Spiel hatte eine andere Stimme. Zwar bietet Red Dead Redemption keine groovigen Radiohits wie bei den Grand Theft Auto-Spielen, dafür gibt es aber herrlich komponierte Western-Stücke und sogar ganze Songs. Hat man Red Dead Redemption durchgespielt, ist das Spiel jedoch lange nicht vorbei. Da gibt es nämlich noch den Mehrspielermodus: Dieser bietet dem Spieler mit seinen zahlreichen Spielmodi und seinem Rang-System viele Nächte vor dem Bildschirm. Vor allem der Free-Roam-Modus, bei dem bis zu sechszehn Spieler frei durch die Spielwelt reiten können, hat es mir vollkommen angetan. Ein eingentlich perfekter Mehrspielermodus. Eigentlich. Denn durch viele Verbindungsprobleme wird dort der Spielspaß um Einiges getrübt: Ständig wird man aus einem Spiel geschmissen, oft kommt überhaupt kein Spiel zustande. Und das liegt nicht an meiner Internetverbindung. Andere Multiplayerspiele wie beispielsweise „Battlefield: Bad Company 2“ (Ein Shooter) oder „Burnout: Paradise“ (Ein Rennspiel) laufen problemlos. Dieses Problem wird jedoch nach einigen Patches hoffentlich aus der Welt sein. Bei der Steuerung gibt es wiederum keinerlei Probleme: Die Steuerung in Red Dead Redemption ist der von der GTA-IV-Steuerung fasst identisch – so habe ich mich als früherer GTA-IV-Spieler schnell in die Steuerung einfinden können. Aber auch Neulinge werden kaum ihre Probleme haben. Die Steuerung ist perfekt angepasst und wem sie nicht gefällt, der kann zur „Klassischen Steuerung“, einer anderen Belegung, wechseln. Mein Fazit zu Red Dead Redemption ============================
Red Dead Redemption überzeugt vor allem mit einer, für Rockstar Games typisch, grandiosen Story, die den Spieler emotional mitpackt, überhaupt nicht langweilig wird und ein Ende bietet, bei dem mir die Tränen in den Augen standen. Auch die Vielfalt an Möglichkeiten und die Technik können sich auf ganzer Linie, abgesehen von kleinen Schnitzern, sehen lassen. Multiplayerfreunde kommen trotz der noch vorhandenen Verbindungsprobleme auch auf ihre Kosten. Cowboyfreunde, die gerne das Lasso schwingen, aber auch Konsolenspieler, die sonst nichts mit dem Wilden Westen anfangen können, sollten einen Blick auf dieses Spiel wagen. Ein absoluter Top-Hit! Vielen Dank für's Lesen und Bewerten! Widelivekeke © 2010
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15.08.2012 11:56
dafür lass ich gerne ein BH da - der Diamant wurde redlich verdient. LG
21.07.2012 08:33
BH
29.05.2012 13:03
bh