Howdy Partner! Das beste Wild West Spiel bis dato
31.01.2011
Pro:
Langzeitmotivation, Wilder Westen, lange Spielzeit, cooler Protagonist, sehr storylastig
Kontra:
lahmer Einstieg, komplexe Steuerung, teilweise unnötig lange Videosequenzen
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Grafik
Sound
Multiplayer:
Bedienung
mehr
 Agrippa07
Über sich:
Mitglied seit:17.01.2011
Erfahrungsberichte:10
Vertrauende:9
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 41 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Informationen zum Spiel Plattform: PlayStation 3 Sprache: Englisch mit deutschen Untertiteln USK-Einstufung: USK ab 18 Auflösung: 720p
>>> Darum geht’s: Protagonist John Marston ist eigentlich ein typischer Wildwestbandit. Doch eines Tages kommt die Läuterung, als es darum geht sich zwischen seiner Familie und seinem Verbrecherdasein zu entscheiden. Marston wird von der Regierung erpresst, entweder er liefert einen seiner gefürchteten Bandenkollegen und früheren Kumpane aus oder seine Familie bleibt in staatlichem Gewahrsam und er sieht sie so schnell nicht wieder. Dieser ehemalige Weggefährte ist jedoch der Anführer der Bande und daher recht gut geschützt. Nur wenn er diesen ausliefert wird ihm Begnadigung gewährt. Früher hat sich John mit ihm den Anführerstatus geteilt, doch nun ist es Zeit für einen Wandel. Um sein Leben in geregelte Bahnen zu führen muss er endgültig mit der Vergangenheit abrechnen.
>>> So spielt sich RDR: Alles beginnt mit einer einleitenden Videosequenz. Hier wird dem Spieler nur der absolute Grundrahmen der Handlung präsentiert. Alles weitere und tiefergehende erfährt man aus während des Spielgeschehens ablaufenden Gesprächen Marstons mit weiteren auftauchenden Charakteren.
Zunächst wird man jedoch ganz gemütlich in das Spielgeschehen eingeleitet und der erste kurze Spielabschnitt, welcher einem die Grundlagen der Steuerung und Bedienung des Spiels beibringt kann als Tutorial angesehen werden, da die Story einen aus dieser Umgebung wieder schnell herausreißt und von einem anderen Punkt ab wirklich beginnen lässt. Das ist alles schon recht spannend gestaltet. Den ein oder anderen werden die regelmäßig doch sehr langen Zwischensequenzen und Unterhaltungen ein wenig nerven, wieder andere werden diesen Umfang als sehr detailverliebt empfinden und dankbar für eine gut ausgearbeitete Handlung sein.
Ich persönlich empfand beides. Einerseits wollte ich endlich zu spielen anfangen und mich nicht permanent auf Gespräche einlassen, denn diese kommen auch bei der winzigsten Nebenmission häufig und sehr ausführlich vor. Dennoch das Wildwestgenre ist in der Videospielewelt vergleichsweise extrem rar. Wer den Vorgänger „Red Dead Revolver“ kennt dürfte quasi keinerlei parallelen finden, bis auf den sogenannten „Dead Eye Modus“, welcher die Zeit verlangsamt und so einen Vorteil gegenüber den Gegnern gewährt, welche man so gemütlich anvisieren kann und umballert. Das macht im Spiel auf jeden Fall Sinn und Spaß. Man kann jedoch auch locker ohne den Dead Eye Modus die meisten Missionen gut absolvieren. Der Schwierigkeitsgrad ist im Allgemeinen sowieso für durchschnittliche Zocker nicht zu hoch und durchaus schaffbar.
Das einzige was ich als doch sehr schwierig empfunden habe sind die Pferderennen, die teilweise sogar gespielt werden müssen, denn auch Pferde sind irgendwann mal erschöpft vom schnellen Galoppieren. Dabei gibt es schnellere und langsamere Pferde. Die mit der Zeit selbst mit dem Lasso gefangen oder schlichtweg eingekauft werden können. Ja, es gibt auch Shops, in welchen Waffen, Munition und weitere Ausrüstungsteile gekauft werden können. Das erhält den Anreiz Geld durch Missionen zu sammeln. Alternativ kann man auch in die Prärie raus jagen gehen, von Adlern, Pumas bis Bären sind eine Menge Tiere vertreten und das lässt die Welt auch sehr lebendig wirken. Es reiten auch immer mal wieder Leute durch die Gegend oft mit irgendetwas beschäftigt, wie z.B. selbst auf die Jagd zu gehen oder einen Dieb zu fangen. Auch das lässt die Welt lebendiger und authentischer wirken.
Oft kann man beim Vorbeireiten zu einer der Missionen einem gerade Ausgeraubten helfen und Jagd auf die Banditen machen oder den Ausgeraubten umlegen und mit den Banditen sympathisieren. Dafür gibt es „Ehrenpunkte“, was de facto ein Gewissenssystem ist. Beraubt man häufig Leute (man kann nämlich einfach mit der Knarre auf Passanten zielen und diese ausrauben), stiehlt, mordet und plündert ist man in den Städten alles andere als beliebt und gern gesehen, ist aber dafür von Verbrechern geachtet. Genauso funktioniert das System auch anders herum. Wer nur Gutes tut bekommt Sonderrabatte, neue Nebenmissionen und wird geachtet von den Bürgern.
Alles in allem ist das Spiel doch sehr umfangreich, daher kann ich hier gar nicht alles aufzählen, sondern nur das was mich selbst am Meisten beindruckt hat oder mir besonders aufgefallen ist. Die Missionen sind zahlreich und anfangs ein wenig langweilig, werden aber mit der Zeit immer fordernder und spannender. >>> Sound
Es ist stets Musik im Hintergrund, welche die Situationen spannend begleitet. Der Soundtrack ist super und teilweise beinahe schon auf „Morricone- Niveau“. Also sehr stimmig und atmosphärisch. Die Waffen klingen überzeugend und die Synchronisation ist zwar in Englisch, aber mit deutschen Untertiteln und exzellent ausgefallen. Gerade dadurch, dass es in Englisch ist, ist es doch sehr passend zum Thema Wilder Westen und stört nicht weiter. Das einzige was als störend daran empfunden werden könnte ist die Tatsache, dass auch häufig während Geschehnissen und Missionen geredet wird und man sich nicht auf das Lesen der Untertitel und das Spielgeschehen gleichzeitig konzentrieren kann. Man kann glücklicherweise auch alles nochmal im sogenannten „Journal“ im Spielmenü nachlesen. Man verpasst daher also nicht Zwangsläufig etwas. >>> Grafik
Natürlich ist die Frage nach einer guten Grafik immer im zeitlichen Kontext zu sehen, dennoch lässt diese sich nach momentanem Standard als gut aber nicht überragend bezeichnen. Die Auflösung ist 720p, daher HD Ready, egal ob auf einem supergroßen Full-HD oder HD-Ready Fernseher, die Grafik ist daher prinzipiell dieselbe. Es gibt viele Naturszenen und Landschaften, das sieht alles in allem doch recht schön aus. Die Charaktere sind gut animiert. >>> Steuerung
Die Steuerung ist gewöhnungsbedürftig und recht komplex, das hat jedoch auch den Vorteil, dass man viel machen kann. Man muss sich jedoch erst einmal „einspielen“. Alles in allem geht sie trotz ihrer Komplexität leicht von der Hand und ist gut umgesetzt. Ein automatisches Zielsystem hilft beim Schießen, das ist in jedem Fall sehr hilfreich, trotzdem werden immer mal wieder versehentlich unschuldige Passanten, Tiere oder NPC- Freunde anvisiert. Während eines Schussgefechts kann das einen schnell ins Gras beißen lassen. >>> Multiplayer
Auch der Multiplayer wird bei RDR großgeschrieben. Hier gibt es viele Möglichkeiten von Deathmatch bis Goldbeutel um die Wette einsammeln, ein freier Modus und viel mehr. Zusätzliche teilweise kostenlose Erweiterungen aus dem PSN Store fügen unteranderem einen Koop-Modus mit Missionen und weitere Kleinigkeiten hinzu. Es lässt sich eine Menge freischalten. Neue Spielcharaktere für den Multiplayermodus, neue Reittiere, neue Waffen uvm. . Langzeitmotivation ist definitiv gegeben. >>> Fazit
Das Spiel dürfte den meisten Actionfans Spaß machen. Mir persönlich hat es auf jeden Fall Spaß gemacht, obwohl ich den Anfang des Spiels und die ersten Mission als recht langweilig empfunden habe. Die Möglichkeiten sind zahlreich, das macht Red Dead Redemption zu einem wahren Open World Game. Es lassen sich sogar Minispiele spielen, ua. Kartenspiele wie Poker. Also ein Spiel im Spiel. Auch das macht sehr viel Spaß und kann weiterhin die Spielzeit verlängern. Ich empfehle daher Red Dead Redemption ganz klar, denn es ist ein großartiges Spiel.
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02.02.2011 11:55
Klasse Bericht, auch wenn ich das Spiel nach 2 Stunden zocken nie wieder angerührt habe, fands mehr als langweilig, aber ist ja alles geschmackssache. Gruß
01.02.2011 14:20
Hm, nicht meins. Allerdings fehlt auch mir dafür die PS3 - hätte ich wahrscheinlich schon, wenn ich sicher sein könnte, dass meine ganzen FF-Spiele da auch laufen. ^^
01.02.2011 00:30
Prima berichtet, wie immer. Langsam werde ich wirklich eifersüchtig, wegen meines PS3-Mangels :-) glg