Red Star DVD-231

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Red Star DVD-231

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RedStar DVD-Player 231K (liest keine Salami)

3  31.03.2007 (08.03.2009)

Pro:
Günstiger Preis, spielt alle gängigen Formate u .  Rohlinge

Kontra:
Billige Laufwerkmechanik, Sprünge bei Szenenwechseln, schwache Einzelbildwiedergabe

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Bildqualität

Klang

Bedienung

Ausstattung

Zuverlässigkeit

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drhuhu

Über sich:

Mitglied seit:02.12.2006

Erfahrungsberichte:35

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 115 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

RedStar DVD-Player 231K

Der RedStar DVD-Player 231K ist ein klassischer Vertreter der unzähligen Noname-DVD-Player, die in den Supermärkten im unteren Preissegment angesiedelt sind. Zum Zeitpunkt seiner Vermarktung überzeugte das Gerät durch seine enorme Flexibilität bei der Abspielfähigkeit der unterschiedlichsten Medienträger.

Der Kauf

Ich bekam zu meinem Geburtstag einen Panasonic DVD-Player geschenkt, der mit fast 180 Euro im Jahr 2003 zu den teureren Geräten zählte. Die Kritiken, die dieses Geräts im Internet erhielt, waren alle voller Lob und die Qualität bei der Wiedergabe entsprach den Erwartungen, sofern der Panasonic DVD-Player überhaupt die CD/DVD-Scheiben annahm. Was mich persönlich sehr störte, war die Tatsache, dass der Panasonic viele selbst erstellte VCDs und SVCDs nicht abspielte und somit für einen nicht unwesentlichen Teil meiner CD/DVD-Sammlung unbrauchbar war.
Als ich im gleichen Jahr einem Freund das Noname-Produkt "Redstar DVD-Player 231 K" zu seinem Geburtstag schenkte und feststellen musste, dass dieses Gerät mit Ausnahme einer spanischen Eselsalamischeibe so ziemlich alles abspielen konnte, stand meine Entscheidung fest.
Ich kaufte mir das gleiche Modell lediglich in Silber und vertickte meinen teuren Panasonic schweren Herzens bei Ebay.
Preis
Ich habe den DVD-Player Anfang Dezember 2003 neu für ca. 55,00 € bei Real erworben und kann somit über einen dreijährigen Erfahrungszeitraum berichten.
Optik:


Der RedStar DVD-Player 231K ist einem sehr schlanken optisch sehr ansprechendem silberfarbigen Gehäuse untergebracht und wiegt etwa 4KG.
Die Frontseite wirkt sehr aufgeräumt und ist nicht mit unzähligen Schaltern und Knöpfen überladen, zumal der Anwender für die Bedienung des Gerätes in erster Linie die mitgelieferte Fernsteuerung nutzen wird.
Bedienung am Gerät:


Neben der CD-Ladeklappe und dem übersichtlichen Display mit integriertem IR-Sensor sind lediglich 5 selbsterklärende Schalter zu sehen.
Ein-/Ausschalter
  • Taste "Open/Close" (Öffnen/Schließen)
  • Taste "Play" für die Wiedergabe
  • Taste "Pause"
  • Taste "Stop"
    Da das Gerät sehr leicht ist und die Tasten beherzt gedrückt werden müssen (zumindest der Einschalter), rutscht der DVD-Player auf glatten Holzoberflächen manchmal etwas nach hinten. Das nervt etwas. Man sucht vergeblich nach der Möglichkeit auch am Gerät selbst Vorlauf/Rücklauf bedienen zu können.
Anschlussmöglichkeiten auf der Rückseite des Gerätes:
Neben der üblichen Scart-Buchse verfügt das Gerät mit drei Chinch-Video-Ausgangs-Buchsen, zwei Chinch-Audio-Ausgangs-Buchsen, einem S-Video-Ausgang und einem optischen Ausgang über diverse Möglichkeiten zum Anschluss an den Fernseher.
Zum Anschluss einer Stereo-Anlage steht neben den Audio-Chinch-Buchsen noch eine Koaxial-Buchse zur Verfügung.
Diverse Chinch-Kabel sind im Lieferumfang bereits enthalten. Zu guter Letzt muss nur das Stromkabel in eine "Schweinenase" in der Wand eingesteckt werden, was der DVD-Player mit einer Leistungsaufnahme von ca. 25 Watt schamlos ausnutzt und im Gegenzug für das optische Vergnügen des Anwenders sorgt.
Bedienung der Fernsteuerung:

Die graue Fernsteuerung ist sehr leicht, liegt gut in der Hand und ist im Vergleich mit dem DVD-Player überladen mit sage und schreibe 45 Knöpfen, deren Menge und Anordnung nicht für jeden Anwender das Optimum darstellt. Bestückt wird das ganze mit 2 AA-Batterien, die sehr lange eine sichere Funktion der Fernsteuerung gewährleisten.
Die vielen Einstellmöglichkeiten erfolgen menügesteuert mit der Fernsteuerung des DVD-Players direkt am Fernseher.
Ich will nicht auf jeden Bedienknopf eingehen, sondern beschränke mich bewusst auf die Elemente, die ich als Minimalist als zwingend notwendig erachte!
Um den "Play/Enter"-Knopf gruppieren sich sinnvolle Tasten, wie Vor- und Rücklauf, Anfang- und Ende-Taste, sowie Pause, Slow (Verlangsamung), Step (Einzelbild)
Dann ist noch ein Navigationstastenblock (zur Menünavigation) vorhanden und eine zweckmäßige Zoom-Taste.
Zu den Hauptfunktionen zähle ich noch die Open/Close-Taste und die Standby-Taste, wobei ich es bevorzuge, das Gerät nach Nutzung aus Energiespargründen am Hauptschalter auszuschalten. Einen Ein-/Ausschalter sucht man an der Fernbedienung vergeblich.

Haupteigenschaften des Redstar DVD-Player 231 K:

Alle CD-Formate abspielbar: CD+R, CD+RW, CD-R, CD-RW
  • DVD+R Wiedergabe: ja
  • DVD+RW Wiedergabe: ja
  • DVD-R Wiedergabe: ja
  • DVD-RW Wiedergabe: ja
  • Der DVD-Player unterstützt keine DVD-RAM Wiedergabe.
  • VCD Wiedergabe: ja
  • SVCD Wiedergabe: ja
  • MP3 Wiedergabe: ja
  • Audio-CD Wiedergabe: ja
  • JPEG (JPG)-Bilder: ja (max. 3840*3840 Pixel!)
  • AVI-Movies Wiedergabe: nein
  • Kodak-Bilder-CD Wiedergabe: ja
  • Wiedergabe Spanischer Eselsalamischeiben: nein (der Laser gart die Scheibe nicht richtig durch ;o) )
Bedienungsanleitung:

Die 31-seitige Anleitung ist in deutscher Sprache gehalten und verdient aufgrund Ihrer übersichtlichen, gut verständlich geschriebenen Form inklusive der vielen Bilder eine lobenswerte Erwähnung und erhält das Prädikat "mustergültig"

Die Nutzung:

Die Stärke des Redstar besteht darin, dass dieser DVD-Player , wie bereits angedeutet, so ziemlich alle Formate und Rohlinge akzeptiert, unabhängig davon, ob die Scheiben silberfarben, aus Carbon, bläulich oder leicht durchschimmernd sind. Es gab nur sehr wenige Probleme mit der Akzeptanz bei Wiedergabemedien. Ein weiterer großer Vorzug des Gerätes ist, dass es ländercodefrei ist, was im Klartext bedeutet, dass DVD-Filme aus der ganzen Welt abspielbar sind. Hier lautet mein Prädikat: erste Sahne
Im Internet findet ihr einige Tipps, den DVD-Player für die weltweite Nutzung freizuschalten, sofern dies werksseitig nicht bereits vor Auslieferung erfolgte.

Auf die Schwächen möchte ich auch eingehen.
Bei Original-DVDs passiert es hin und wieder, dass gerade bei Szenenwechseln 1-2 Sekunden der Folgeszene übersprungen werden, was mich persönlich schon etwas beim Genuss eines Films stört.
Bei Bilder-CDs ist die Ladezeit der Bilder mit hoher Auflösung deutlich langsamer als z.B. bei Bildern einer 2Megapixel-Kamera.
Die kleinen AVI-Filmchen, die man mit heutigen Digitalkameras erstellen kann, werden lediglich mit dem Anfangsbild gezeigt. Die Bilder werden nicht immer auf Bildschirmgröße gezoomt. Die Bildkanten oben links und rechts knicken nach innen ein bei der Wiedergabe. Eine sinnvolle Funktion bei der Bildbetrachtung ist die Angle-Taste an der Fernbedienung mit der ein Bild im Hochformat am Fernseher zur besseren Darstellung gedreht dargestellt werden kann.
Kratzer auf den Scheiben, bei denen mein früherer Panasonic den Dienst versagte. werden meistens fehlertolerant überlesen. Sehr schlecht gebrannte SVCDs können infernalisch laute Kratzgeräusche hervorrufen. Daher ist es ratsam, bei solchen bekanntermaßen schlechten Datenträgern den Ton vorsichtshalber herunter zu drehen oder auf das Abspielen zu verzichten. Filme, die ich mit meiner Videokamera aufgenommen und später auf DVD gebrannt habe, werden ebenfalls problemlos abgespielt.
Wie sich das Gerät in Verbindung mit HDTV-Geräten schlägt, kann ich nicht beurteilen, da es bei mir in Verbindung mit einem PAL 4:3 Fernseher im Einsatz war.
Der Klang ist einwandfrei, wird aber letztlich durch die angeschlossenen Endgeräte bestimmt. Die Lautstärke lässt sich individuell mit der Fernsteuerung einstellen.

Die Qualität:

Man gibt sich keiner Illusion hin, wenn man beim RedStar 231 K kein High-End-Gerät erwartet. Die Elektronik erfüllt bis heute klaglos ihren Dienst. Eine große Schwäche ist aber die Mechanik des Laufwerks. Seit ca. 1 Monat fährt der DVD-Schlitten nicht mehr freiwillig heraus. Beim Zerlegen zeigt sich, dass am Laufwerk deutlich gespart wurde und viel billiges Plastik verbaut wurde. Der DVD-Aufnahmekopf wird im Betrieb etwas nach oben gefahren, damit die DVD-Scheibe näher am Laser vorbeiläuft. Bei Betätigung der Eject-Taste sollte die Mechanik den DVD-Aufnahmekopf nach unten bewegen und dann den DVD-Schlitten nach vorne herausfahren. Das funktioniert bei meinem Gerät leider nicht mehr. Die billig verarbeiteten Plastikzahnrädchen mit schlechter Lagerung sind hier vermutlich die Ursache des Problems.
Mittlerweile bin ich es leid, ständig den Deckel mit seinen 12 Schrauben abzunehmen, das Laufwerk mit seinen 4 Schrauben zu lösen und "mit der Handkurbel" den DVD-Schlitten auszufahren. Ich verstehe bis heute nicht, warum man 12 Schrauben braucht, um den Gehäusedeckel des DVD-Players abzubauen, der mit der Hälfte der Schrauben immer noch bombenfest säße.
Das Innere des Gerätes wirkt sehr übersichtlich mit 2 Platinen und dem Laufwerk selbst.
Ich habe mir gestern nach 3 Jahren und 4 Monaten Nutzung ein neuen DVD-Player eines anderen Herstellers zugelegt und das alte Gerät in Rente geschickt.
Beim Kauf des neuen Gerätes (Stand März 2007) konnte ich den Preisverfall sehen, da Noname-Geräte nun für ca. 30-40 Euro angeboten werden und auch Markengeräte für Preise ab 50-60 Euro erhältlich sind, da sie mittelfristig durch die neue Generation der DVD-Recorder abgelöst werden.
Fazit:

Mit dem RedStar DVD-Player 231 K erhält der Käufer einen für damalige Preisverhältnisse sehr günstigen DVD-Player mit ansprechender Optik, der nahezu alle CD- und DVD-Formate und Rohlingstypen lesen und wiedergeben kann. Die vielseitigen Funktionen wie Zoom, Slowmotion u. andere technische Spielereien sind nicht unbedingt üblich in der Preisklasse. Die Elektronik des Gerätes ist sehr zuverlässig, aber die Mechanik des Laufwerks bildet die Archillesferse des Gerätes. Nach etwas über 3 Jahren regelmäßiger Nutzung kam das Ende für mein Exemplar.
Das Gerät verdient aufgrund des guten Preis/Leistungsverhältnisses und den hohen Nutzungsmöglichkeiten eigentlich eine gute Bewertung, wird aber wegen der für mich enttäuschenden Haltbarkeit und der Detailschwächen auf ein BEFRIEDIGEND abgewertet.

Pro:
Günstiger Preis, spielt alle gängigen Formate u. Rohlinge

Kontra:
Billig verarbeitete Mechanik des Laufwerks, kleine Sprünge bei Szenenwechseln, leichte Schwächen bei Einzelbildwiedergabe

Update: 06.04.07 Umbewertung meiner Bewertung von GUT auf BEFRIEDIGEND
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
ciao2002

ciao2002

14.03.2009 20:57

Günstig ist manchmal doch nichts. LG, Daniela

esp1

esp1

12.03.2009 16:34

schade, dass er kaputt gegangen ist. lg

badenpower60

badenpower60

24.07.2007 13:56

sehr schöner, interessant sowie auch informativer Bericht

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