Der ideale Film- und Diascanner für eine hochauflösende Digitalisierung von Negativen und Dias. Dieser mit 7200 x 3600 dpi ausgestattete Scanner ermöglicht qualitativ hochwertige... mehr
Dias. Dieser mit 7200 x 3600 dpi ausgestattete Scanner ermöglicht qualitativ hochwertige Ausdrucke. Dabei sorgt die hohe Scangeschwindigkeit und die hardwareseiti...
Dias. Dieser mit 7200 x 3600 dpi ausgestattete Scanner ermöglicht qualitativ hochwertige Ausdrucke. Dabei sorgt die hohe Scangeschwindigkeit und die hardwareseiti...
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Ein Diascanner ermöglicht es, die Vorteile digitaler Bildbearbeitung mit den Vorteilen der analogen Fotografie zu verbinden. In den Bereichen Weitwinkelfotografie, Großleinwand-Projektion, Datensicherheit und langfristiger Datenkonservierung bietet die analoge Technik immer noch Vorteile (lesenswert dazu u.a. Spiegel-online vom 27.9.2006 - Die Zukunft des Datensalats). Wer mit Diascanner arbeitet, reduziert den Datenmüll drastisch.
=> Restaurierung
Mit dem Diascanner können (ur)alte Dias und Negativstreifen eingelesen und selber preiswert digital restauriert werden. Nach der digitalen Restaurierung können wieder frische Abzüge alter Lieblingsfotos gezogen werden.
=> Der Weg zur preisgünstigen Spitzenqualität
Die erzielbare Bildqualität der kombinierten Nutzung von gutem Diascanner und guter analoger Ausrüstung ist selbst mit der teuersten digitalen Spiegelreflex nur schwer zu übertreffen.
=> Wertstabilität
Diascanner sind durchschnittlich preiswerter als eine professionelle digitale Spiegelreflex und jedenfalls sehr viel wertstabiler.
Kein Hobby für Jedermann
Vorab: Ich möchte gewiss keinen entmutigen, aber das Arbeiten mit Diascannern stellt ein aufwändiges Hobby für überdurchschnittlich ambitionierte Fotofreunde dar. Zuerst benötigt man eine gute analoge Fotoausrüstung und ordentliche Kenntnisse in klassischer Fotografie, weil der Diascanner für optimale Ergebnisse auf knackig scharfe und feinkörnige analoge Vorlagen angewiesen ist. Zweitens muss der Interessent im Umgang mit Computern und Bildbearbeitungssoftware versiert sein. Schließlich muss man etwas Geduld und Experimentierfreude mitbringen. Die erstklassigen Bildergebnisse rechtfertigen aber den Aufwand. Tipp: Wer den Begriff "Diascanner" in die Suchmaschine eingibt, stößt schnell auf einige informative Internetseiten mit Verkaufsangeboten und Foren, deren Lektüre ich jedem Interessenten nur empfehlen kann.
Die Marktsituation
Zunächst beabsichtigte ich, im Internet ein Gebrauchtgerät zu ersteigern. Nachdem ich jedoch regelmäßig bei Auktionen mit schwindelerregend hohen Geboten überboten wurde, fing ich an, über ein Neugerät nachzudenken. Nach dem Studium diverser Internetseiten und -foren gewann ich den Eindruck, dass man die wenigsten Schwierigkeiten bekommt, wenn man bei einem renommierten Markenhersteller wie Canon, Nikon, Reflecta/Braun oder Minolta bleibt. Leider hat sich die Fa. Canon ganz aus dem Markt zurückgezogen. Die Scanner aus dem Hause Nikon genießen insgesamt den besten Ruf, sind aber neu oder gebraucht unwahrscheinlich teuer. Hoch gehandelt werden außerdem diverse Geräte von Braun und Reflecta, die eine sog. Stapelverarbeitung (= automatisiertes Reihenscannen) ganzer Diamagazine ermöglichen. Diese Scanner ähneln äußerlich klassischen Diaprojektoren. Man schiebt wie gewohnt ein ganzes Diamagazin hinein und lässt Scanner und Computer unbeaufsichtigt arbeiten - bis sich eben mal ein Dia aufhängt oder das Gerät generell mit dem Rähmchentyp nicht klar kommt. Zu dick, zu dünn, defekt, uneben, all die altbekannten Schwierigkeiten eben. Trotzdem bieten diese Geräte grundsätzlich eine ganz erhebliche Zeitersparnis, wenn große Mengen Dias eingelesen werden sollen.
Neben der Fähigkeit zur Stapelverarbeitung spielt die Bildqualität die wichtigste Rolle. Wer sich etwas näher mit Digitalkameras beschäftigt hat, weiß, dass überschwänglichen Herstellerangaben zur Auflösung mit Vorsicht begegnet werden muss. Papier ist geduldig und der Glaube des Kunden an die Kraft eines Papiertigers scheint unendlich groß zu sein. Mancher billige Scanner verhält sich genauso wie eine billige Digitalkamera. Er produziert vor allem Datenmüll, soll heißen, Bildqualität und Detailauflösung stehen in keinem Verhältnis zum gigantischen Datenumfang des entstandenen digitalen Bildes. Bevor man sich eine Digitalkamera oder einen Diascanner zulegt, heißt es erst einmal, sich darüber schlau zu machen, wie hoch im Test die tatsächliche Auflösung ist.
Nach längerem Abwägen entschied ich mich für den Reflecta Crystal Scan 7200 zum Neupreis von 269,- € (beim Internethändler) einschließlich der empfohlenen Software Silverfast. Trotz getesteter bester Bildqualität war er vergleichsweise preiswert und klein, während als sein wesentlicher Nachteil eigentlich nur die fehlende Stapelverarbeitung blieb.
Die Hardware
Der Chrystal Scan 7200 gehört zu den kleinsten und leichtesten Dia-Scannern auf dem Markt. Zum Lieferumfang gehören Bedienungsanleitung, Netzgerät und Software. Gemäß aktuellem Standard wird er über USB2 am PC angeschlossen. Der Scanner verarbeitet alles Material im Kleinbildformat, egal ob es sich um Negative, Positive, Farbe oder s/w Vorlagen handelt.
- Jedes Dia muss gerahmt sein und einzeln eingeführt werden. Durch Federn in der Aufnahme wird es fest positioniert. Dazu ist am Gehäuse lediglich die große Frontklappe zu öffnen und das Dia in den Schlitz zu schieben. Die glänzende Seite des Dias mit der Draufsicht ist anwenderfreundlich stets nach oben zu legen. Bei der gut durchdachten Konstruktion kann man nicht viel falsch machen.
- Ungerahmtes Filmmaterial dagegen, also Negative, können nur als Filmstreifen (mindestens zwei Aufnahmen) verarbeitet werden. Es ist schwierig, beim Bildwechsel den Filmstreifen nicht zu berühren, da eine mechanische Transportvorrichtung über die Perforierung, wie etwa vom Diaschneidegerät bekannt, fehlt.
Der Befehl zum Einlesen und alle Einstellungen erfolgen über die Software. Sehr angenehm ist mir aufgefallen, dass der Scanner Unebenheiten der Diaoberfläche, die man früher durch Glasdiarähmchen beheben wollte, beim Einlesevorgang ignoriert. Während man mit einem Diaprojektor niemals ein unverglastes Dia über die ganze Leinwandebene perfekt scharf stellen kann, zaubert der Diascanner von der Mitte bis zum Rand gleichmäßig scharfe Bilder in den Computer. Der Einlesevorgang wird von einem knurrenden Geräusch begleitet, das etwas lauter ist, als man das von einem normalen Scanner kennt. Das soll aber typisch für Diascanner sein. Der Diawechsel geht schnell von der Hand. Viel Zeit kostet dagegen der Einlesevorgang, jeweils abhängig von der gewählten Auflösung und inwieweit die ICE Staub- und Kratzerentfernung zugeschaltet wurde. Auch dieses Gerät soll laut Bedienungsanleitung beim Stromanschluss empfindlich bei der Reihenfolge sein. Erst das Netzteil in die Steckdose einstecken, dann das Netzteil an das Gerät anschließen und dann das Gerät anstellen. Komisch, dass eine banale Sache heute so kompliziert geworden ist.
Installation und Software am PC
Wichtig ist, zuerst die Scanprogramme aufzuspielen und erst danach den Treiber für das Gerät zu installieren. Darauf weist der Hersteller mehrfach ausdrücklich hin. Das Gerät wird (sehr preiswert) serienmäßig "nur" mit der Scannersoftware Cyber X ausgeliefert. Der Verkäufer empfahl für optimale Ergebnisse jedoch - zusätzlich - den Erwerb der Software SilverFast. Ich habe beide Programme aufgespielt und die Ergebnisse verglichen. Tatsächlich produziert SilverFast im Vergleich auf Anhieb die besseren Bilder. In jedem Fall sollten Sie allerdings den Anweisungen der Software möglichst genau Folge leisten und alle abgefragten Parameter vollständig und richtig eingeben! So wird u.a. nach dem Motiv und dem genauen Filmtyp gefragt. Wenn Sie das alles richtig eingeben, ersparen Sie sich später weitgehend die digitale Nachbearbeitung der Bilder.
Die Auflösung
Die Vorlagen werden bei mir mit qualitativen Maximaleinstellungen eingescannt, nur bei der Auflösung mache ich Zugeständnisse an die Dateigröße und belasse es bei 3600 dpi. Mit dieser Einstellung entstehen Dateien von ungefähr +/- 1 MB, die noch ausreichend schnell am Normalcomputer aufgerufen und verarbeitet werden können. Die getestete Maximalauflösung des Gerätes soll in der Nähe von tatsächlichen 3.300 dpi liegen. Ein Oberklassewert.
Bei maximaler Auflösung entsteht ein Datenmonstrum von mehreren MB, dass sich auf manchem Notebook oder älterem Rechner kaum mehr öffnen und wenn, dann nur noch quälend langsam bearbeiten läßt. Ohne DSL kann man die Dinger auch nicht mehr verschicken. Der spürbare Zugewinn an Qualität fällt denkbar gering aus, weil man an die pysikalischen Grenzen stößt.
Die Arbeitsweise
Der Diascanner funktioniert prinzipiell wie ein normaler Scanner, nur dass er mehrfach über das Bild hinwegfährt. Die Art der Bewegung geschieht bei den Diascannern unterschiedlich und scheint für die spätere Bildqualität sehr wichtig zu sein. Dabei muss er so viele Originalinformationen wie möglich einlesen, ohne seinerseits zusätzliche Störungen wie Rauschen/Grobkörnigkeit oder andere eigene Fehler zu produzieren. Die Software, mit dem das analoge Filmmaterial eingelesen wird, bestimmt in erster Linie den ersten Eindruck des Bildes, weniger, wie viel digital verwertbare Informationen eingelesen wurden. Über entsprechende Bildbearbeitungssoftware, etwa Photoshop, kann man später - genau wie bei Bildern von Digitalkameras - fast alles nachbessern. Nur eben keine fehlenden Detailinformationen. Jeder Einlesevorgang ist also zuerst auch von der Auflösung und Schärfe des analogen Materials abhängig. Eine hochwertige Fotoausrüstung mit Qualitätsobjektiven ist selbst im Digitalzeitalter (noch) nicht entbehrlich geworden. Ein körniges, gering auflösendes, unscharfes, verwackeltes Dia ist jedenfalls auch digital nicht mehr wirklich zu retten! Die Mängel können allenfalls in der Bildbearbeitung etwas kaschiert werden.
Bildergebnisse
Die Einstellung der maximalen Auflösung ist, wie gesagt, in aller Regel nicht notwendig und aus computertechnischen Gründen sogar unerwünscht. In der Vergrößerung können Sie auf dem Monitor sehen, dass die faktische Detailauflösung schon bei einer Einstellung der Software auf 3.600 dpi ohne weiteres deutlich über der von durchschnittlichen Digitalkameras liegt. Eine entsprechend gute analoge Vorlage einmal vorausgesetzt. Dabei ist es völlig egal, ob Sie Positive oder Negative einlesen. In der Vergrößerung können Sie sogar die Körnung des Films sichtbar machen. Was Sie einmal eingelesen haben, lässt sich anschließend mit Bildbearbeitungs-Software beliebig manipulieren. Die weitere Bearbeitung oder Restaurierung des eingelesenen Bildmaterials überlasse ich Photoshop Elements, womit man herrlich Farbstiche beseitigen, ausgeblasste Farben auffrischen oder auch Zeichnung in tiefdunkle Zonen einbringen kann. Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen, dass Nuancierungen in dunklen Bildteilen absaufen. Nachbelichten stellt mit Photoshop generell kein Problem dar. Schon oft war ich verblüfft, wie viele Informationen in scheinbar schwarzen Bildpartien verborgen sind. Wie bei der Nachbearbeitung von Bilddateien aus Digitalkameras ist auch bei Vorlagen für Diascanner eine leichte Unterbelichtung von Vorteil. Bildinformationen gehen nur bei Überbelichtung verloren.
Nach dem Einlesen können Sie vielen uralten Bildern zu neuem Glanz verhelfen. Manch verblichenes Bild aus den 60ern, mit den damals typischen poppigen Farben wirkt nach der Restaurierung so frisch, als wenn es erst gestern aufgenommen worden wäre.
ICE-Technik
Nach diversen Versuchen und Vergleichen, verzichte ich auf die hochgelobte ICE Staub- und Kratzerentfernung. Zwar ist es technisch betrachtet schon erstaunlich, dass der Computer derartige Fehler überhaupt als solche identifizieren kann, aber die späteren Bearbeitungsergebnisse lassen doch die knackige Schärfe vermissen. Ein wenig Bildqualität bleibt immer auf der Strecke, so dass sich der Benutzer wohl oder übel für das eine oder andere entscheiden muss oder aber nachträglich per Hand einzelne Fehler entfernen muss. In jedem Fall empfehle ich die vorherige Verbesserung der Vorlage.
Tipps für die Praxis
Zur Vorbereitung sollte man sich nicht scheuen, das oft angejahrte Filmmaterial zu optimieren. Staub lässt sich mit etwas Druckluft oder einem Objektivpinsel entfernen. Auf manchem alten Dia haftet ein richtig dicker Schmierfilm. Nicht zu unterschätzen sind selbst die Dreckschichten, die sich unter den Gläsern eines Glasdias in Jahrzehnten gebildet haben. Zur Reinigung der Filmoberfläche bewähren sich Mittel, wie man sie auch für Objektive verwendet, nämlich Brillenputztuch und Äthanol.
Da eine Stapelverarbeitung fehlt, scanne ich die Bilder bevorzugt nebenbei am Wochenende ein. Die Vorlage tausche ich dann immer aus, wenn ich gerade mal wieder am Gerät vorbei laufe. Wartet man etwas länger mit dem Diawechsel, braucht es allerdings wieder einige Zeit, die Lampe im Scanner vorzuheizen.
Betriebsprobleme:
Zum Einlesen verwende ich mein Notebook von HP, das ich ebenfalls hier bei Ciao beschrieben habe. Setzte ich die Einlesearbeiten mehrere Tage aus, verursacht ein erneuter Start des Scanners auf dem PC gelegentlich Zicken. Das System hängt sich auf und möchte gerne Fehlerberichte an Microsoft senden. Nach spätestens dem dritten Kaltstart läuft die Sache aber wieder so, als wenn es nie Probleme gegeben hätte. Die Ursachen sind mir rätselhaft.
Daher bin ich vorsichtig und geduldig geworden. Alle Befehle leite ich äußerst behutsam ein und lasse dem PC nach jedem neuen Befehl genug Zeit, den weiteren Aufbau auszurechnen. Nur beim Dateibenennen und Abspeichern schadet keine Hektik. Während des Scanvorgangs lasse ich den Rechner vollständig in Ruhe. Bei "Multitasking" verschluckt er sich und tritt in den Streik.
Fazit:
Wer einen kleinen, handlichen Diascanner mit hervorragender Bildqualität sucht und auf Stapelverarbeitung verzichten kann oder muss (Anschaffungskosten!), der dürfte mit dem Reflecta Chrystal Scan 7200 bestens bedient sein. Ich jedenfalls würde ihn sofort wieder kaufen.
Nachtrag:
Das Gerät wurde zwischenzeitlich anstandslos vom Internet-Verkäufer ausgetauscht. Verantwortlich für die oben beschriebenen Probleme war offenbar ein Fehler in der Hardware. -
Flachbettscanner haben sicherlich ihre Vorteile und ihre Daseinsberechtigung, aber ich habe noch nie von einem Flachbettscanner gehört, der Dias und Filmstreifen in einer auch nur annähernd ähnlichen Auflösung und Bildqualität einlesen kann.
Kurzbewertung zu Reflecta CrystalScan 7200 Bewertung fürReflecta CrystalScan 7200von
Wobikom
Das Handling, die hohe Auflösung sind von großem Vorteil. Nachteil alleine, das keine Stapelverarbeitung möglich ist. Was aber bei dem Preis zu vernachlässigen ist.
Geräte, die dies bei gleicher Qualität beherrschen, kosten selten unter 1000Euro bzw. selbst als Mietgeräte zu teuer...( Miete und alle Nebenkosten eingerechnet kann man vorliegendes Gerät auch kaufen!)
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich
Unterstützter Dokumenttyp: Diapositive, Folie / Film
Dokumentenzuführungstyp: Manueller Einzug
Produktbeschreibung des Herstellers
Der ideale Film- und Diascanner für eine hochauflösende Digitalisierung von Negativen und Dias. Dieser mit 7200 x 3600 dpi ausgestattete Scanner ermöglicht qualitativ hochwertige Ausdrucke. Dabei sorgt die hohe Scangeschwindigkeit und die hardwareseitige Staub- und Kratzerentfernung ICE 3 für ein effektives Arbeiten.