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~~~ Karen Duve: Regenroman ~~~
Ein pragmatischer Titel für diesen Erstlingsroman einer deutschen Autorin (geboren 1961in Hamburg), die zuvor schon für mehrere Kurzgeschichten ausgezeichnet wurde. Aber er passt.
Ein verregneter Frühling geht in einen verregneten Sommer über, und dieser ... Bericht lesen
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Regenroman - Karen Duve
Zugegeben, der Titel von Karen Duves Erstling Regenroman klingt nicht sehr verlockend, ist ... mehr
doch Regen nicht gerade das, was die meisten Menschen in einem Roman suchen. Das Wetter kann aber gar nicht so mies sein wie es Leon, der angehende Schriftsteller, und seine Frau am Rande eines ostdeutschen Provinznests erleben. Spontan verlieben sich die beiden in die abgeschiedene Lage eines alten Hauses und das wild-romantische Moor vor der Haustür. Leon hofft, hier in aller Ruhe die bestellte Biographie einer Hamburger Kiez-Größe schreiben zu können. Doch der alltägliche Kampf um ein kleines Stück Trockenheit zermürben Leon und Martina. Die schmutzig-braune Brühe, die aus allen Wasserleitungen des Hauses tröpfelt, ist wenig einladend, der Garten wird von einer wahren Schneckeninvasion heimgesucht, selbst die Zigaretten in der Jackentasche sind durchweicht. Doch das sind erst die äußeren mißlichen Umstände, mit denen Leon kämpft. Ein schmerzhafter Bandscheibenvorfall streckt ihn nieder, so daß er weder seinen ungeliebten Heimwerkerarbeiten nachgehen kann, noch an seinem Buch über Pfitzner weiterkommt, solange bis dieser eines Tages vor der Tür steht und ziemlich Druck macht. Es ist ein starkes Stück Literatur, das Karen Duve vorlegt. Kein Leser wird nach der letzten Seite des Romans mehr behaupten können, Regentage seien langweilig. Da geschehen gnadenlose Schneckenmassaker, werden Hunde mitleidlos ertränkt, vermoderte Wasserleichen entdeckt und im Hintergrund blubbert regelmäßig das schmatzende Glucksen einer Pfütze im Moor. Herrlich schaurig, ziemlich eklig und völlig amoralisch -- die pure Leselust. --Manuela Haselberger
Regenroman. - Karen Duve
Zugegeben, der Titel von Karen Duves Erstling Regenroman klingt nicht sehr verlockend, ist ... mehr
doch Regen nicht gerade das, was die meisten Menschen in einem Roman suchen. Das Wetter kann aber gar nicht so mies sein wie es Leon, der angehende Schriftsteller, und seine Frau am Rande eines ostdeutschen Provinznests erleben. Spontan verlieben sich die beiden in die abgeschiedene Lage eines alten Hauses und das wild-romantische Moor vor der Haustür. Leon hofft, hier in aller Ruhe die bestellte Biographie einer Hamburger Kiez-Größe schreiben zu können. Doch der alltägliche Kampf um ein kleines Stück Trockenheit zermürben Leon und Martina. Die schmutzig-braune Brühe, die aus allen Wasserleitungen des Hauses tröpfelt, ist wenig einladend, der Garten wird von einer wahren Schneckeninvasion heimgesucht, selbst die Zigaretten in der Jackentasche sind durchweicht. Doch das sind erst die äußeren mißlichen Umstände, mit denen Leon kämpft. Ein schmerzhafter Bandscheibenvorfall streckt ihn nieder, so daß er weder seinen ungeliebten Heimwerkerarbeiten nachgehen kann, noch an seinem Buch über Pfitzner weiterkommt, solange bis dieser eines Tages vor der Tür steht und ziemlich Druck macht. Es ist ein starkes Stück Literatur, das Karen Duve vorlegt. Kein Leser wird nach der letzten Seite des Romans mehr behaupten können, Regentage seien langweilig. Da geschehen gnadenlose Schneckenmassaker, werden Hunde mitleidlos ertränkt, vermoderte Wasserleichen entdeckt und im Hintergrund blubbert regelmäßig das schmatzende Glucksen einer Pfütze im Moor. Herrlich schaurig, ziemlich eklig und völlig amoralisch -- die pure Leselust. --Manuela Haselberger
Regenroman - Karen Duve
Zugegeben, der Titel von Karen Duves Erstling Regenroman klingt nicht sehr verlockend, ist ... mehr
doch Regen nicht gerade das, was die meisten Menschen in einem Roman suchen. Das Wetter kann aber gar nicht so mies sein wie es Leon, der angehende Schriftsteller, und seine Frau am Rande eines ostdeutschen Provinznests erleben. Spontan verlieben sich die beiden in die abgeschiedene Lage eines alten Hauses und das wild-romantische Moor vor der Haustür. Leon hofft, hier in aller Ruhe die bestellte Biographie einer Hamburger Kiez-Größe schreiben zu können. Doch der alltägliche Kampf um ein kleines Stück Trockenheit zermürben Leon und Martina. Die schmutzig-braune Brühe, die aus allen Wasserleitungen des Hauses tröpfelt, ist wenig einladend, der Garten wird von einer wahren Schneckeninvasion heimgesucht, selbst die Zigaretten in der Jackentasche sind durchweicht. Doch das sind erst die äußeren mißlichen Umstände, mit denen Leon kämpft. Ein schmerzhafter Bandscheibenvorfall streckt ihn nieder, so daß er weder seinen ungeliebten Heimwerkerarbeiten nachgehen kann, noch an seinem Buch über Pfitzner weiterkommt, solange bis dieser eines Tages vor der Tür steht und ziemlich Druck macht. Es ist ein starkes Stück Literatur, das Karen Duve vorlegt. Kein Leser wird nach der letzten Seite des Romans mehr behaupten können, Regentage seien langweilig. Da geschehen gnadenlose Schneckenmassaker, werden Hunde mitleidlos ertränkt, vermoderte Wasserleichen entdeckt und im Hintergrund blubbert regelmäßig das schmatzende Glucksen einer Pfütze im Moor. Herrlich schaurig, ziemlich eklig und völlig amoralisch -- die pure Leselust. --Manuela Haselberger
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Erfahrungsbericht von Fantomiss über Regenroman / Duve, Karen 2. Oktober 2007
Produktbewertung des Autors:
Niveau:
durchschnittlich
Unterhaltungswert:
hoch
Spannung:
ziemlich spannend
Humor:
wenig humorvoll
Aufmachung:
schön
Pro:
verstörend, bedrückend, beeindruckend
Kontra:
manchmal zu forciert
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Meine Schwester, die mir dieses Buch geschenkt hat, hat mich gewarnt. Sie sagte: "Lies dieses Buch bei Sonnenschein. Lies es nicht, wenn es dir nicht gut geht." Ich habe nicht auf ihre Warnungen gehört und ich habe es gelesen, als es mir schlecht ging und als es regnete.
~~~ Karen Duve: Regenroman ~~~
Ein pragmatischer Titel für diesen Erstlingsroman einer deutschen Autorin (geboren 1961in Hamburg), die zuvor schon für mehrere Kurzgeschichten ausgezeichnet wurde. Aber er passt.
Ein verregneter Frühling geht in einen verregneten Sommer über, und dieser in einen verregneten Herbst. Der bisher kaum erfolgreiche Schriftsteller Leon Ulbricht wird von dem Hamburger Zuhälter und Ex-Boxer Pfitzner beauftragt, seine Memoiren zu schreiben. Sein bester Freund Harry, ebenfalls im Milieu beschäftigt, hat ihm das vermittelt. Leon und seine junge hübsche Frau Martina wollen weg von Hamburg. Leon sehnt sich nach Einsamkeit und Abgeschiedenheit, vielleicht auch, weil er denkt, Schriftsteller müssen in abgeschiedenen einsamen Häusern ein Eigenbrötlerdasein führen, um schreiben zu können. Auf dem Weg zu einer Hausbesichtigung findet Leon in der Nähe eines Rastplatzes die Wasserleiche einer jungen Frau. Martina möchte die Polizei verständigen, doch Leon hat keine Lust auf stundenlange Fragereien und sie einigen sich darauf, den Fund anonym zu melden. In Priesnitz angelangt, kaufen sie das Haus, das am Rande eines weitläufigen Moorgebietes steht, außerhalb des Dorfes. Sie renovieren. Und es drängt sich immer mehr der Verdacht auf, dass das Traumhaus eigentlich baufällig ist. Die Feuchtigkeit kriecht in die Mauern, und es hört nicht auf, zu regnen...
Im Regenroman gibt es skurrile Gestalten. Und es geschehen Dinge, die skurril und alltäglich zugleich zu sein scheinen. Vielleicht ist das einfach der Alltag von skurrilen Menschen. Und dem skurrilen Hund Noah, der eines Tages vor dem Haus im Moor auftaucht, abgemagert und verwahrlost, und beschließt, sich zeitweise Martina und Leon anzuschließen, und der die Kluft zwischen dem Paar weiter vergrößert. Denn die Beziehung zwischen Leon und Martina beginnt immer mehr zu erkalten...
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Karen Duve ist schonungslos. Und verstörend. Ihre Sprache ist nüchtern und genau, realistisch und authentisch. Und eben durch diese nüchterne Sprache kochen in einem selbst die Emotionen hoch. Als sie einen Freß-Kotz-Anfall Martinas schildert - sie ist Bulimikerin - hätte ich am liebsten mitgekotzt. Und ich wurde das Gefühl nicht los: Die weiß gerade ganz genau, worüber sie schreibt. Dabei verliert sich Karen Duve nie in unwichtigen Details, während sie gleichzeitig die wichtigen mit wenigen Worten so genau schildert, dass man sie sehen fühlen riechen kann. Man kann die Schnecken hören, die zu hunderten, wenn nicht tausenden, den Garten bevölkern, man kann ihren Schleim fühlen, und man ekelt sich. Man empfindet Abscheu vor Harry und besonders vor Pfitzner, als sie im Haus im Moor auftauchen. Man wundert sich über die merkwürdigen Schlei-Schwestern, die in einer Villa mitten im Moor, noch hinter Leons und Martinas Haus leben, und die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Dabei fiel es mir zu Anfang nicht ganz leicht, in dieses Buch einzusteigen. Manchmal fürchte ich, kann einem Literaturwissenschaft die Freude am Lesen trüben. Weil man ein zu kritischer Leser wird. Aber manche Formulierungen Karen Duves, manche Vergleiche finde ich doch einfach zu dick aufgetragen, sie wirken auf mich etwas zu sehr forciert, zu sehr um eine außergewöhnliche Formulierung bemüht...
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"Der verhangene Himmel hatte eine Pastellfarbe angenommen. Nur über den Bäumen durchbrachen zwei lange schräge Risse die Wolkendecke, aus denen gelbe Sonnenstrahlen auf die Erde hinunterstießen, ordentlich gebündelt, wie Wasser, das aus der durchlöcherten Tülle einer Gießkanne fließt. Violetter Dunst lag über dem Moor und ließ die meisten Konturen in psychedelischen Lichteffekten verschwimmen. Die skelletierten Bäume eines ertrunkenen Wäldchens traten hingegen so deutlich und schwarz hervor, als hätte ein Choleriker in seiner therapeutischen Malgruppe sie gezeichnet und dabei den Bleistift verschiedene Male abgebrochen. Auch das Gras, das aus einem Baumstumpf wuchs und die dicken Zigarren der Rohrkolben gleich hinter dem Gartenzaun - alles so deutlich wie Scherenschnitte. Irgendein Tier gab einen rauhen, knarrenden Ton von sich."
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Dennoch konnte ich das Buch nicht weglegen. Es faszinierte mich auf eine merkwürdige Weise. Und ich las drei Tage lang, stehend in der S-Bahn, auf dem Bahnsteig, die meiste Zeit zuhause im Bett. Und es ließ mich frösteln, obwohl ich in dicke Decken gekuschelt war. Mir war, als würde die Nässe auch in meine Wohnung kriechen, als würden die Wände anfangen, braunrotes Moorwasser zu schwitzen. Und als Karen Duve eine Vergewaltigung schilderte, wurde mir schlecht. Es war zu realistisch. Ich dachte, ich könnte es spüren. Beängstigend.
Ein wenig läßt mich der Regenroman an Nick Caves Roman "Und die Eselin sah den Engel" denken. Vielleicht, weil auch dort Regen eine dominante Rolle spielt. Aber Nick Caves Sprache ist manischer, die Geschichte, die er erzählt, ist surrealer.
Ein klein wenig unschlüssig bin ich, was ich mit dem Schluß anfangen soll. Er kommt so leise. Und irgendwie ahnt man, dass es so oder ähnlich ausgeht. Ich war zumindest nicht wirklich überrascht. Aber auch nicht enttäuscht. Und noch immer hänge ich jetzt, am nächsten Abend, nachdem ich das Buch in der Nacht zuvor aus Schlaflosigkeit zuende gelesen habe, in dieser merkwürdigen Stimmung fest, die es bei mir hinterlassen hat. Bedrückt. Verstört, ein bißchen. Und fröstelnd. Ich kann jetzt die Warnung meiner Schwester verstehen. Aber es ist zu spät.
~~~ Noch ein Einblick ~~~
Der Garten sah aus, als hätte sich ein Wahnsinniger daran gemacht, sämtliche Pflanzen bis zu einer Höhe von einem Meter über dem Boden mit einem Miniaturlocher zu bearbeiten. Es regnete durch die Blätter hindurch, sie fielen ab und segelten zu Boden. Gras und Beete waren mit löchrigem Laub bedeckt. Blüten erstickten im Schleim. Leon und Martina hatten die verschiedensten Methoden der Schneckenbekämpfung ausprobiert: Sie hatten Joghurtbecher mit Bier gefüllt und in die Erde gesteckt. Sie hatten haufenweise Lappen um die schützenswerten Pflanzen drapiert und als Friedensanebot Salatblätter ausgelegt. Die Schnecken hatten den Salat UND die Rosenblätter gefressen. Es waren einfach zuviele. Einmal hatte Leon sich über einen der köchelnden Schleimhaufen gebückt und gesehen, dass eine Schnecke, die mit etwas Penisähnlichem bei einer zweiten offensichtlich als Männchen fungierte, gleichzeitig von einer dritten als Weibchen benutzt wurde. Diese ungebremste Fortpflanzungswut gab ihm den Rest. In hilfloser Erbitterung hatte er einen Eimer Kriegsgefangener abgekocht und den stinkenden Sud um die letzte intakte Rose gegossen. Aber auch Grausamkeit hatte die Rose nur so lane schützen können, bis der strömende Regen die Brühe fortspülte. Etwa eine halbe Stunde lang. Als letztes war Leon darauf gekommen, die Schnecken abzusammeln, Stück für Stück die braunen Bäuche von den nassen Blättern und Stengeln zu pflücken und mit den Fingern aus dem Gras zu harken, bis seine Hände in Handschue aus Schleim gehüllt waren. Der Eimer zu seinen Füßen war bereits der fünfte, den er gefüllt hatte. Neben der Haustür standen vier weitere, abedeckt mir Gehwegplatten aus dem Geräteschuppen. Mehr Eimer besaß Leon nicht. Aber tatsächlich war das Knistern jetzt verstummt. Leon ging zur Veranda. Er setzte sich schwerfällig auf die Stufe, knotete die Kapuze seines schwarzen Anoraks auf und betrachtete die Beute. Eine braunrote Masse, die sich selbst verschlang. Mittendrin wand sich ein Regenwurm, der irgendwie hineingeraten war. Leons Rücken tat weh. Erst tagelang das Buddeln in den Gräben, und jetzt die Bückerei nach den Wegschnecken. Er fischte den Wurm heraus und setzte ihn neben die Holzstufen. Der Regenwurm schlängelte sich bis zur nächsten Pfütze, wo er sofort ertrank. Leon streifte den Schleim von seinen Händen im Gras und an den Gummistiefeln ab. Die Haustür ging auf, und Martina kam heraus. Neben ihr schlich steifbeinig Noah. Er gähnte, stemmte die Hinterbeine gegen den Boden, legte den Kopf beinahe auf die Holzplanken der Veranda und straffte sich mit hochgerecktem Steiß. Anschließend hob er den Kopf und senkte die Hüfte, um Rückgrat und Hinterläufe zu dehnen. Er setze sich neben Leon. "Na endlich ...", dachte Leon. Endlich merkte der blöde Köter, wo er zu sitzen hatte. Das war eben so mit Hunden. Da konnte Martina ihn noch so verzärteln, schließlich hatte Noah sich doch dem Herrn des Hauses angeschlossen. Hunde gehörten zu Männern. Zu Frauen gehörten Katzen. Leon tätschelte Noah den Kopf, und Noah stand sofort auf, trottete auf die andere Seite der Veranda und legte sich dort hin. Martina hob die Gehwegplatte von einem der Eimer. "Das ist das Ekelhafteste, was ich je gesehen habe. Was willst du damit machen?" "DOMESTOS drauf und eingraben. Ich kann sie ja schlecht im Klo runterspülen." "O nein", sagte Martina, "tu das nicht! Das ist schrecklich. Kannst du sie nicht aussetzen? Irgendwo im Moor?" "Damit sie morgen früh wieder an die Tür klopfen, was? Nee, nee. Ich sammel mir doch nciht den Buckel krumm, um dann Schnecken spazierenzutragen." "Du könntest sie mit dem Auto wegfahren", schlug Martina vor. "Du fährst ein paar Kilometer, und in einem Wald schmeißt du sie raus. Dann kommen sie bestimmt nicht zurück. Sei so nett und eröffne hier kein Folterlager." "Die merken doch gar nichts," brummte Leon, zog aber bereits den Autoschlüssel aus der Hosentasche.
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Schwierig für mich, eine angemessene Wertung zu finden. Das Buch ist gut, aber es begeistert mich nicht. Die Sprache ist erschreckend realistisch, klar und verständlich, aber manchmal doch ein bißchen zu forciert, zu sehr "ich habe mich bemüht, eine außergewöhnliche Formulierung zu finden." Für meinen Geschmack jedenfalls. Gleichzeitig hat es einen nachhaltigen EIndruck auf mich hinterlassen. Am liebsten wären mir ja 3,5 Sterne, also runde ich nach Mathematikregeln auf und vergebe 4 für diesen un- und außergewöhnlichen Erstling.
Pro: Preis, alles in allem gute Unterhaltung und ab und an auch spannend Kontra: Einiges kann man voraussehen, viele unbeantwortete Fragen, oberflächliche Figurenbeschreibung, Vieles nicht nachvollziehbar, halt eher durchschnittlich
In den letzten Wochen habe ich sehr viele Romane gelesen, was unter anderem auch an meinem Studium liegt… aber nicht das, was ihr denkt (ich bin zwar in Literaturwissenschaften eingeschrieben, bin aber in kein Seminar mehr reingekommen ^^). Vor allem brauche ich immer mal wieder ein gutes Buch, um die ein oder andere Vorlesung rumzukriegen, zum anderen lässt einem ein Studium ja doch sehr viel mehr Zeit zum Lesen als die Schule…
Einige der Bücher, ... ...nun also vorstellen. Anfangen werde ich mit dem "Regenroman" von Karen Duve, da sind die Erinnerungen noch am frischsten, denn ich bin gerade gestern mit dem Lesen fertig geworden…
Das Buch & die Autorin:
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Zugegeben, von Karen Duve habe ich noch gar nichts gehört, bevor ich in einem Buchladen, der ausschließlich Sonderausgaben und Mängelexemplare verkauft, auf den "Regenroman" gestoßen bin. Letztendlich habe ich mir das Buch ...
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Pro: flüssiger Stil, ungeahnte Überraschungen Kontra: es gibt nix zu meckern
...Lande. Romane: Regenroman (1999) Dies ist kein Liebeslied (2002) waren Bestseller und wurden in 13 Sprachen übersetzt. "Der Regenroman (1999) ist Karen Duves erster Roman, mit dem sie deutschlandweit Aufsehen erregte: Voller Obsessionen und Skurilitäten, mit einem Tempo, das nirgends ins Leere läuft" (Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt) - "nur selten sind böse Blumen so bunt" (Badische Zeitung). "
Im Herbst 2003 veröffentlichte Karen Duve bei Eichborn. ... ...Allem legt die Autorin wert auf Privatsphäre. Selbst im Internet ist schwer etwas über sie zu finden.
STORY:
Leon ist Schriftsteller, aber was er noch besser kann ist junge Dinger abschleppen, zudem hat bisher nicht viel Glück im Leben gehabt. Er hat auch nicht viele Freunde, sein bester Freund Harry, arbeitet für den Hamburger Zuhälter Pfitzner. Eines Abends lernt er die schöne Martina kennen, die eigentlich Roswitha heißt und verliebt sich, die ...
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Pro: verstörend gute Literatur von einer entdeckenswerten Autorin Kontra: ganz schön harter Tobak - vielleicht nicht gerade in Krisensituationen lesen...
...auf dem Klappentext über ihren Regenroman steht: „Ein gnadenloses Debüt“, dann sollte man dies nicht als übliches Klappentextgeschwafel abtun, sondern gewarnt sein vor einem großen literarischen Talent, das alles andere als Leichtverdauliches aus deutschen Landen produziert. Wer ist Karen Duve? Wie schon angedeutet, war der „Regenroman“ (1999) das Romandebüt der 1961 geborenen Schriftstellerin. Gemeinsam mit Thies Völker hat ... ...Ahnung“ ist kurz nach dem Regenroman erschienen. Und jetzt gerade steht Karen Duve wieder einmal mit ihrem neuesten Roman „Dies ist kein Liebeslied“ in den Feuilletons. Letzteren fand ich übrigens ebenfalls sehr lesenswert, aber nun soll es ja um den „Regenroman“ gehen. Ach so, noch etwas: Karen Duve passt nicht nicht so recht in die Riege deutscher JungautorInnen, mit denen sie so gern in einen Topf geworfen wird. Sie ...
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Pro: gut zu lesen, gut geschrieben, treffend Kontra: manche überflüssigen Handlungsstränge
Vor der großen Flutkatastrophe im Osten Deutschlands gab es auch eine hier in Niedersachsen – wenn diese auch im Vergleich eher bescheidenere Ausmaße angenommen hatte. Dennoch waren in meiner Wohnsiedlung alle Keller und einige kleinere Straßen überflutet. Nach dem Disaster wurde mir ein Buch ans Herz gelegt mit dem passenden Titel: Regenroman.
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Story:
°°°°°
Leon ist Schriftsteller. Sein Freund ... ...den Hamburger Zuhälter Pfitzner schreiben, der ihm dafür 50.000 DM im Voraus zahlt. Mit samt seinem bescheidenen Reichtum begibt sich Leon daraufhin, zusammen mit seiner Frau Martina, in ein abgelegenes Haus mitten im Moor, um das Buch dort in Ruhe schreiben zu können.
Die scheinbare Idylle hat jedoch von Anfang an ihre Tücken: Es regnet fast ununterbrochen, die Wasserleitungen fördern eine braune Brühe zum Vorschein und der Garten wird von einer ...
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Jeder der die olle Lola ein bißchen kennt, weiß, dass sie eine fleißige (wie auch immer man das definiert) Studentin der Literaturwissenschaften ist.
Sprich: in meinem Studium muss ich lesen, lesen und nochmals lesen.
Da kann es zuweilen etwas dauern, bis ich mal wieder "nur zum Vergnügen" ein Buch in die Hand nehme.
Aber wenn es mich dann mal wieder erwischt hat, geht alles ruck-zuck.
Also:
schon seit einigen Tagen machte sich eine unglaubliche ... ...nur mit einem guten Buch zu bekämpfen glaubte.
Also marschierte ich in eines der zahlreichen Buchläden die es in Berlin so gibt und erstand für € 7,95 ein Buch, dass schon im "Spiegel" äußerst lobend erwähnt wurde, und dass ich mir schon lange einmal kaufen wollte.
Es handelt sich - das ist dem Leser dieses Berichts wahrscheinlich schon klar - um den "Regenroman" von Karen Duve.
Das Erstlingswerk der 1961 geborenen Hamburgerin ist genau ...
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Pro: ist mal was anderes Kontra: anders ist nicht immer besser
...?Von Drachen, Liebe und anderen Ungeheuern? lautet der Untertitel des dritten Romans von KarenDuve. Man rechnet bei der Duve nicht unbedingt damit, dass das wörtlich zu nehmen ist, doch der weinrote Prachteinband mit Goldbuchstaben und einem feuerspeienden Tier drauf spricht eine andere Sprache. Zumindest optisch ein sehr, sehr schönes Buch.
KarenDuve hat seit ihrem Erstling ?Regenroman? einen festen Platz in der Literaturlandschaft eingenommen. ?Dies ist kein Liebeslied? erschien 2002 und wurde ein noch größerer Erfolg. Nicht nur hat sie selbst alle möglichen Preise eingeheimst, sie saß auch schon in diversen Jurys, um Nachwuchsautoren zu fördern. Ein Faible für Skurriles hat sie, das zeigen auch ihre Erzählungen und das nicht-fiktionale Werk in Form eines ?Lexikons berühmter Tiere?. Duve ist 1961 geboren und der Klappentext...
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Pro: fantasievoll, unterhaltsam und spannend Kontra: zu kurz
...Aufmerksam geworden auf dieses Buch bin ich durch einen Bericht hier auf Ciao (ja, so was soll vorkommen.) Auch wenn Die Vorrezensentin (Stoner) den neuen Roman von KarenDuve gar nicht mal so sehr lobte, wurde ich doch neugierig. Besonders, da ich ja schon immer mal was lesen wollte von dieser Autorin, die vor einigen Jahren zu den ?Mitbegründerinnen? des ?neuen deutschen Fräuleinwunders?, wie man die talentierten jungen Schriftstellerinnen, die es plötzlich schafften, von der Literaturkritik (und auch von den Käufern) wahrgenommen zu werden, gehörte. Doch ihr viel gelobter ?Regenroman? schaffte es einfach nicht, mich zu fesseln (vielleicht war ich auch nur zu müde, wer weiß).
Dieses Buch soll nun völlig anders sein als ihre Vorgänger. Was sagt mir, die sehr angetan ist von der ?entführten Prinzessin? das nun? Werden mir die früheren...
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Pro: unterhaltsam, ironisch-humorvoll, stellenweise Action, sprachlich interessant, sehr gut vorgetragen Kontra: könnte spannender sein
...Wenn Ritter Bredur dem baskarischen Prinzen Diego beim Festmahl nicht ein Bein gestellt hätte, wäre die Brautwerbung um Prinzessin Lisvana nur eine Formsache gewesen. So aber führt der folgende Zwist zur Entführung der Dame durch die Baskarier. Doch in Baskarien wird Diego seiner Dame nicht froh: Sie verweigert die Heirat. Während Diego um Fassung ringt, bricht Ritter Bredur gen Baskarien auf, um seine Liebste aus den Klauen Diegos zu befreien. - Und wo kommt jetzt der Drache vor?
Die Autorin
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KarenDuve, 1961 in Hamburg geboren, lebt mit zahlreichen Tieren auf dem Lande. Ihre beiden ersten Romane "Regenroman" und besonders "Dies ist kein Liebeslied" waren laut Verlag Bestseller wurden in 13 Sprachen übersetzt. Zuletzt erschien ihre Weihnachtsgeschichte "Weihnachten mit Thomas Müller" im Eichborn Verlag...
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sehr hilfreich 16.04.2005
(16.04.2007)
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