Nehmt Eure eigene Matratze mit

3  17.06.2009

Pro:
nette Therapeuten, gutes Essen, Kältekammer,

Kontra:
furchtbare, extrem harte Betten

Empfehlenswert: Ja 

blauermatiz

Über sich:

Mitglied seit:17.06.2009

Erfahrungsberichte:2

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 14 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als hilfreich bewertet

Also,dem 1. Bericht kann ich in vielen Punkten zustimmen. Allerdings habe ich auch einige Kritikpunkte:
Ich war im Mai 2009 dort wegen chronischer Polyarthritis und im Brunnenhof untergebracht. Zimmer ist hell und freundlich eingerichtet. Leider war mein Zimmer zum Wirtschaftshof raus, so das man morgens um sechs entweder von der Anlieferung oder der Müllabfuhr geweckt wurde. Und das war noch harmlos: Andere Patienten hatten entweder die Straße vor der Nase oder die Raucherecke, was für einen Nichtraucher auch nicht wirklich prickelnd ist. In allen Badezimmern wurden in dieser Zeit der Schimmel entfernt. Leider wurde der dabei entstehende Dreck nicht sofort entfernt, sondern blieb über Nacht und zum Teil sogar bis zu meiner Abreise liegen.Handtücher wurden bei mir täglich gewechselt, obwohl ich das garnicht wollte. Dafür war eine Mitpatientin 2 Tage ganz ohne Handtücher. Den Zahnputzbecher gab es erst nach 2 Wochen, Seife zum Händewaschen garnicht, also mit einpacken. Desweiteren hatte ich erwartet, das man auf Patienten mit CP eingestellt ist. Leider wurde ich da enttäuscht: Keine Schuhanzieher auf dem Zimmer, Armatur zum Drehen statt Einhebelmischer. Wer mit Morgensteifigkeit zu kämpfen hat, weiß wie das schmerzt. Aber am schlimmsten sind die Betten. Man könnte sich auch gleich auf den Boden legen, hätte den gleichen Effekt. Steinhart. Ich und viele Andere haben sich nach der ersten Nacht bei der Schwester gemeldet und dort eine weiche Auflage bekommen. Ganze 3cm dick. Hat nix gebracht. Nach der 2. Nacht wieder zur Schwester. Neue Auflage bekommen, ganze 5 cm dick. Gleicher Effekt, immer noch steinhart. Ich bat um eine andere Matratze, haben sie nicht. Nachdem ich so 6 Nächte zugebracht habe und dazu Seitenschläfer bin, hat meine Hüfte gestreikt. Mein Mann hat mir dann meine Matratze von zu Hause gebracht. Als wir die hauseigene Matratze raus nahmen, stellten wir fest, das er auch das Lattenrost hätte mitbringen müssen. Denn das hauseigene Lattenrost hat weder Schulter noch Beckenzone. Im übrigen haben die Betten die Größe 1mx2m. Also bei wem es passt und gerne einigermaßen weich liegt, sollte zumindest die Matratze mitbringen. Das Kuriose an der Sache ist, das im Ruheraum, wo man sich zwischen den Anwendungen hinlegen kann, die besten Betten und Matratzen stehen. Leider wird der nachts abgeschlossen. Sonst hätte ich mich wohl dahingelegt. Und auch bei der Rückenschule wird gelehrt, das man am Bett nicht sparen soll und dann das! Die Betten im Julianenhof sollen weitaus besser sein. Anwendungen hatte ich mehr als genug, wenn auch nicht immer sinnvoll. So hatte ich z.B. Gehtraining. Das sieht so aus, das man ca 45 Minuten in einer Gruppe läuft. Macht bei jemanden wie mir, die eine 60% Behinderung mit Gehbehinderung hat nicht wirklich Sinn. So musste ich das Gehtraining immer abbrechen. Einer anderen Patientin die gerne Nordik Walking gemacht hätte und auch entsprechend trainiert war, wurde dies verwehrt.
Das Abendessen gibt es leider nur von 17:00 bis 18:30 was ich sehr früh fand.
Als sehr positiv empfand ich die Kältekammer. Dort ist man in Badesachen, festem Schuhwerk, Mütze und Handschuh (sieht ziemlich bescheuert aus)erst 1 Minute bei minus 60 und dann 2-3 Minuten bei minus 110 Grad schnell frisch und die Morgensteifigkeit ist wie weggeflogen. Ich hatte die Kältekammer 3mal täglich und war absolut zufrieden. Wer pingelig ist, sollte sich seine eigene Mütze mitbringen, da diese immer weitergegeben wird. Außerdem ist die Lehrküche sehr empfehlenswert. Dort erlernt man praktisch nützliche Tipps und darf das selbst zubereitete Essen auch verspeisen. Die Elektrotherapie empfand ich als sehr gut und schmerzlindernd, den Hydrojet herrlich entspannend. Das Entspannungstraining muss jeder für sich entscheiden. Bei mir hat es nichts gebracht, so das ich mich nach dem 3. Mal dagegen entschlossen hatte. Die Sessel dort sind allerdings sehr bequem. Der Kurpark ist wunderschön angelegt und sehr gepflegt. Das Essen ist selbst für Reduktionskostler ausreichend und schmackhaft. Wer doch mal was anderes will ist in Omas Kaffeestube gut aufgehoben. Dort bekommt man Frühstück , Mittagessen und Kaffee und Kuchen. Alles sehr lecker und zu normalen Preisen. Das hauseigene Cafe im Fürstenhof ist überteuert und schmeckt bei weitem nicht so gut. Am besten hat mit der Kontakt mit anderen Leidensgenossen gefallen und zu einigen halte ich auch Kontakt.

Mein besonderes Lob geht an: Frau Dehne, Frau Domme, Herrn Fischbeck, Herrn Müller, Frau Sander und Frau Dorn. Sie haben immer Spaß an der Arbeit und das merkt man auch. Nett, freundlich und hilfsbereit. Weiter so.

Fazit: Wenn man was an den Betten ändert garnicht so schlecht.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
sweety179

sweety179

17.06.2009 12:47

Ein wenig Struktur in deinem Bericht wäre noch gut. GLG

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  3. Micaela030
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