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Belek - eine Magic Life Clubodysse
Erfahrungsbericht von Panathos über Reiseberichte
26.07.2011


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Man kann nahezu ohne Ausgaben auskommen, große Auswahl An Essen und Trinken, sauberes Meer
Kontra: Begrenzt auf Areal, kurze Disco .  .  .

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Hi, also man hat mir Nahe gelegt meinen Bericht in diese statt wie vorher in eine allgemeine Magic Life Kategorie zu stellen...

Die Entscheidung
Ich habe mit Absicht Odysse im Titel gewählt, denn erstens mag ich die Geschichte rund um Odysseus und seinen Abenteuern sehr; andererseits fühlten meine Partnerin und ich uns ein bisschen wie der griechische Held auf dem weiten Meer – es war unser erster All Inclusive Cluburlaub und wir waren völlig unwissend was uns erwarten würde.
Durch die Revolutionen in Nordafrika waren, wie uns aufgefallen ist, die Medien voller Berichte über Tourismusströme und Urlaubsangeboten, sodass wir entschieden haben wir sehen uns das auch Mal an.
Die Wahl fiel schnell auf die Türkei; wir waren bisher nie dort gewesen und sicherlich hätte es billigere Angebote gegeben, aber nach kurzem Stöbern waren wir uns schnell einig, dass es Belek in der Nähe von Antalya werden sollte. Die Gründe dafür waren, dass wir auch zur Not eine Stadt in der Nähe hätten um, falls es uns zuviel „Clubareal“ wird, mit der Stadt eine kleine Ausweichmöglichkeit zu haben.

Abreise
Also nervös wie kleine griechische Helden vor einer Schiffsreise kamen meine Begleitung und ich am Flughafen an, wo das einchecken zwar etwas länger dauerte, dafür aber die Wartezeit bis wir das Flugzeug der türkischen Airline Freebird betreten konnten, verkürzte. Wir hatten Plätze am Fenster, was in der Nacht zwecks Aussicht nicht viel bringt, dennoch angenehm war. Die Plätze selbst waren etwas eng, sodass das Essen sich zu einer kleinen körperlichen Herausforderung gestaltete, aber Reisende hatten viel früher viel mehr gelitten. Immerhin waren sowohl die Beilagen wie der Salat als auch die Hauptspeise – ein Hühnerfilet – überraschend gut. Mit dem Essen und einem guten Buch verging auch der Flug wie im Fluge, dennoch war es weit nach Mitternacht als wir in Antalya landeten, wo wir nach dem Bezahlen des Visums mittels dem GULET Bus Transfer in unser Hotel in Belek gebracht wurden.
Schlussendlich nach einer kleinen und feinen Reise waren wir am Ziel:

Aber wie erwähnt herrschte bei unserer Ankunft tiefe Nacht und wir wurden freundlich an der Rezeption empfangen. Nach dem Check-In fragte man uns tatsächlich ob wir hungrig wären, doch wir verneinten dankend. Dass dies hie rErwähnugn findet soll darstellen, wie freundlich uns gegenüber alle Mitarbeiter des Clubs in dieser Woche auftreten sollten.
Da die Anlage ein Gebiet von über 77.000 Km² umfasste und unser Zimmer etwas abseits der Hotellobby lag wurden wir in einem golfartigen Taxi zu unserem Gebäude gefahren.
Diese Taxis sollten in dieser Woche unser wichtigstes Fortbewegungsmittel werden.

Hotelzimmer
Das Zimmer selbst war sehr schön, in einem Rotton gehalten und hatte kleine Verzierungen an den Türen und am Spiegel im Badezimmer. Der Balkon war geräumig, jedoch ist zu sagen, dass die Aussicht durch einen Baum, der dazu noch an ein paar Stellen abgestorben war, eher ein mäßig toller Ausblick war. Der Vorteil dieses Baumriesen jedoch war, dass ein großer Teil der Sonne davon abgehalten wurde den Balkonboden aufzuheizen.
Das Bad bot ein geräumige Badewanne und einen schönen großen Spiegel,


Die Minibar war mit ein paar kostenlosen Getränken wie Cola, Wasser und Mineral gefüllt, die Klimaanlage funktionierte gut und erschuf immer ein gemütlich kühles Zimmer, jedoch waren die Geräusche, die sie dabei verursachte teilweise sehr laut, hinderten uns aber nie an einem Schläfchen. Die Zimmermädchen waren fleißig und sind ohne negative Vorkommnisse lobend zu erwähnen.
Die Meisten der MAGIC LIFE Mitarbeiter sprachen hervorragendes und teilweise schöneres Deutsch, als so mancher Einheimischer, doch die Schilderung unseres Problems per Telefon über ein Leck im Abfluss des Beckens im Bad wurde missverstanden und wir mussten warten. Erst ein persönliches Gespräch an der Rezeption schuf da Abhilfe, dies dafür aber schnell.

Die Lage unseres Zimmers selbst, war wie erwähnt etwas weiter weg vom Hauptpool und dem Weg zum Strand, dafür befand sich unmittelbar vor uns einer der dreizehn Pools der Anlage.
Nun ja, ich war immer der Meinung, wozu dienen Pools, wenn das Meer nah ist und hielt es auch so. Meine Partnerin dagegen fürchtete Dreck und eklige Tiere/ Pflanzen im Meer, sodass sie im Vorhinein sehr erfreut über diese 13 Pools war. Einmal ließ ich mich breitschlagen in einen so genannten Relax-Pool zu verweilen, doch das blieb unser einziger Pooltag. Das Meer war herrlich sauber und klar und meine Begleitung meinte bereits am ersten Tag, das Meer sei ihr neuer Freund geworden. Ich war erleichtert, denn das Gefühl im Meer zu treiben lässt sich für meinen Geschmack nicht mittels Swimming Pools erzielen. Wie dem auch sei, als relativ offener Mensch habe ich dennoch erkannt, warum Pools in solchen Anlagen gut und wichtig sind. Ich sah viele Eltern, Großeltern und Alleinerziehende mit ihren kleinen Kindern und verstand, dass es eventuell leichter und angenehmer sein kann einfach Mal kurz vor die Tür zu gehen und mit den Kleinen im Wasser herumzualbern. Ich habe mich gefragt, ob das ein Blick in die Zukunft sein könnte, den ich an jenem Pooltag sah.

Speis & Trank
Ein ständig sich wiederholender Punkt, und dass in jedem Urlaub, ist das Essen. Ist es nicht die erste Frage von Freunden und Verwandten weil sie das Wetter mehr interessiert, so ist es doch meist die zweite: Wie war das Essen?
Die Esszeiten:
Frühstück bis 10 Uhr (Langschläfer bis 11 Uhr)
Mittagessen 12.30 Uhr bis 14.30 Uhr (wobei man von 12.30 Uhr bis 16.30 Uhr an der Poolbar Essbares wie Burger, Pommes, selbst gemachte Pita und Ofenkartoffel bekam)
Abendessen von 18.30 Uhr bis 21.30 Uhr

Wie das Essen war? Toll…
Man muss sich nur vorstellen wie es ist jeden Tag Nahrung für über 1000 hungrige Mäuler zu verarbeiten und dies noch in ziemlich guter Qualität zu tun.
Uns hat besonders die Auswahl jedes einzelnen Buffets beeindruckt. Unmengen an Obst und Nachspeisen, dazu viel gegrilltes, gekochtes und sautiertes Gemüse und Hauptspeisen in allen Kategorien, dazu noch viele verschiedene Brotarten und Salate. Ein kulinarischer Traum. Einzig der Fisch bildete da die Ausnahme und schmeckte ziemlich langweilig.
Unser Liebling aber war das Frühstück. Ein Morgen mit frischen Spiegeleiern, frisch gepressten Saft oder einem nach Wunsch zubereiteten Omelette ist ein guter Morgen. Frischer Toast, warme Pancakes wie man sie aus den Sitcoms kennt, dazu noch diverse Wurst- und Käsesorten.

Weiters ist zu sagen, dass jedes Abendessen unter einem Motto stand und sich die Mitarbeiter des Clubs dabei herzliche Mühe gaben authentisch zu wirken. Am asiatischen Abend erwartete uns zum Beispiel am Eingang ein riesiger Drache und die Kellner mimten in schwarz und rot; zudem noch mit Schminke bestrichen um „asiatischer“ auszusehen, alte Kämpfer aus dem Fernen Osten.
Am „Gala Abend“ spielte zudem noch ein Streichquartett im Saal auf. Wie gesagt liebevoll gemacht.
Der Saal selbst, indem sich die Magic Life Ess-Gemeinde versammelte, war relativ groß und schön unterteilt, wir allerdings zogen es immer vor im Freien auf einer Terrasse mit Blick aufs Meer zu speisen.


Es gab einen Rundbereich vorne, der für Salate und verschiedene Dressings reserviert, rechter Hand fand man die Hauptspeisen, zu den auch Pommes und Spaghetti zählten, die jeden Tag (aufgrund der Kinder) zur Auswahl standen. Im hinteren Bereich reihten sich die Tische aneinander, jedoch kam es nie zu Querelen oder sonstigem; es gab ausreichend Platz und genug für alle. Ich muss hier auch erneut die Mitarbeiter lobend erwähnen, denn kaum war das Glas leer schon tauchte jemand auf und fragte ob man noch etwas wünsche, leere Teller wurden sofort entfernt. An jedem Tisch standen stets auch immer zwei Flaschen Wein (rot und weiß) und eine Wasserflasche, doch wir sind eher die Cocktailtrinker und haben gar nicht gekostet.

Neben diesem Hort der Nahrungsaufnahme gab es noch zwei wichtige Plätze für Speis und Trank. Die bereits erwähnte Poolbar lag direkt neben dem Hauptpool und etwas weiter hinten Richtung Meer fand man die Strandbar vor.
Zu den Getränken ist zu sagen, dass eine große Auswahl an Cocktails uns freudig überraschte und wir tranken vornehmlich in diesen beiden Bars; manchmal aber auch in der Wunder Bar nahe der Rezeption. Die Strandbar selbst war hölzern überdacht und diente zudem noch als Austragungsort für Themenfeste und Disconächte, doch dazu später mehr.

Kaiserliche Naschereien
Man kann folgendes auch eine kleine Gefälligkeit an seine zahlreichen österreichischen Gäste sehen. Ich selbst komme schon eine Woche ohne Kipferl und heimischen Kaffee aus, aber wem es gefällt…
Uns fiel am zweiten oder dritten Tag ein kleines Cafehaus das den Namen Cafe Sissi trug auf. Hier gab es die Möglichkeit Kaffee und Mehlspeisen wie daheim zu genießen.

Die Anlage
Die Anlage selbst war riesig, das Meiste davon bestand aus Grünfläche und umfasste über 50.000 m² wie ich später in einem kleinen schlauen Buch lesen sollte. Es gab verschiedenste Bäume und Blumen, selbst während unseres Aufenthaltes dort wurden neue Blumenreihen gepflanzt. Der Baum vor unserem Fenster allerdings war (zum Glück) eine der wenigen Ausnahmen von beschädigter Flora.

Neben den Grünflächen gab es auch weitere interessante Bereiche.
Besonders für die Sportlichen unter uns gab es da Einiges an Auswahl. Direkt innerhalb der Anlage konnte man beim Wellnessbereich im Fitnesscenter an seiner Strandfigur arbeiten, Auf dem Weg zur Rezeption kreuzten wir einen großen Fußballplatz und Tenniscourts, dazu noch eine Hütte für Mountainbiker und Aerobic inklusive Trainer/ Trainerin.
Ein besonderes Highlight für uns war aber der Bogenschießplatz. Mit meiner Knieverletzung vor der Reise, die die meisten sportlichen Aktivitäten verhinderte, war das Bogenschießen eines der wenigen Dinge, die man als Gehandicapter auch machen konnte, deswegen gingen wir voller Freude vormittags zur Lehrstunde. Die Einführung wurde von einem kompetenten und freundlichen jungen Mann namens Ahmed durchgeführt, dessen Deutsch ziemlich beeindruckend war, insbesondere nachdem wir begriffen haben, dass wir eine gemeinsame sprachliche Basis haben und den Austausch auf Englisch hinter uns lassen konnten.
Nach der Schulung und ein paar (schrecklich schlechten) Übungsschüssen teilte man uns mit, dass es Nachmittags um kurz nach 16.00 Uhr ein täglich stattfindendes Turnier gäbe. Etwas entmutigt von unserer Leistung blieben wir höflich und meinten nur, wir werden sehen, erschienen dann aber doch. Nach ein paar weiteren Übungsrunden und der Gewissheit um den vorletzten von zehn Plätzen zu kämpfen platzte aber irgendwie der Knoten und wir beide überstanden die ersten beiden Quali-Runden und fanden uns im Halbfinale wieder. Für mich war dort Endstation, aber meine Begleiterin schoss sich überraschend ins Finale, wo sie aber einem übermächtigen Gegner, der jedes Turnier in der ganzen Woche gewinnen konnte, unterlag. Dennoch war es ein schönes, wenn auch (mehr als gedacht) anstrengendes Erlebnis auf Zielscheiben in 18 Meter Entfernung mit einem dieser modernen Sportbögen zu schießen. Hervorzuheben ist die freundliche Art des Lehrers, der uns in weiterer Folge auch auf die täglichen Abendshows aufmerksam machte.
Übrigens: Der Weg hinter den Zielscheiben und zwischen der weißen Wand, wurde von meiner Begleiterin und mir als „Weg des Verlierers“ (verschossene Pfeile einsammeln) bezeichnet – wir mussten ihn oft gehen…

13 Pools zählte die ganze Anlage und wir hatten auch das Glück direkt vor unserem Haus einen Pool inklusive einer „Mood-Pool-Bar“ zu haben. Wir hatten im Vorhinein von Relax-Pools und dergleichen gehört und waren gespannt wie entspannend das in einem Club Urlaub wirklich sein konnte. Man muss sich ja nur vorstellen über 1000 Leute auf einem Fleck, das schreit nach Enge und Platzmangel.
Die Realität aber war anders. Das Gelände ist sehr weitläufig und die Urlauber verteilen sich gut, viele der Pools, die wir auf den Weg zum Strand sahen, waren kaum bis spärlich besetzt und konnten getrost von jenen, die Ruhe suchen zur Entspannung genutzt werden.

Dies war beim Hauptpool anders hier war immer etwas los…

Insgesamt war dieser Schwimmbereich in mehrer Zonen unterteilt; gleich am Anfang sah man immer wieder eine Art Schwimmschule für die Kleinen; weiter hinten gab es täglich diverse Spiele wie Eiswürfelweitspucken und das äußerst beliebte Wasseraerobic, das von sehr freundlich-motivierten Animateuren geführt wurde und den Teilnehmern augenscheinlich viel Spaß bereitete. Links gab es eine kleine Sammlung von Wasserrutschen. Ich muss leider zugeben, dass wir mit dem Meer vor uns nie wirklich das Bedürfnis verspürt haben, eine dieser Rutschen tatsächlich auszuprobieren. Ja, machen wir noch, haben wir uns einander erzählt und sind dann doch immer im Meer gelandet.

Für uns war es ja der erste Club Urlaub und die ganzen Märchen von nervigen Animateuren und Belästigung können wir nun widerlegen. Wir wurden exakt einmal gefragt, ob wir denn später im Hauptpool bei dem Spiel mitmachen würden und man ließ uns auch nach unserer Verneinung in Ruhe. Die Geschichten von aufdringlichen Mitarbeitern, die einen beim Genießen eines Cocktails am Pool oder beim Durchblättern eines guten Buches stören sind unserer Erfahrung nach nicht wahr. Für diejenigen, die nicht gerne bei solchen Aktionen mitmachen wollen, stellt das Ausweichen gar kein Problem dar; jenen, denen es gefällt, denen gefällt’s…

Tiere
Ich bin ja selbst ein Tierfreund und obwohl ich nicht meine beiden „Biester“ trotz großer Überredungskünste, siehe Foto, nicht mitnehmen konnte…
…so war ich dennoch nicht ohne eine kleine Tierwelt. Neben dem angelegten Mini-Streichelzoo für Kinder warnten Schilder in der Anlage vor „kreuzenden Eichhörnchen und Schildkröten“. Begegnungen waren quasi vorprogrammiert und unvermeidlich
In einer Infobroschüre konnte ich erfahren, dass die Schildkröten in Belek im September am Strand ihre Eier legen und dann von TUI unter Schutz genommen werden. Dies finde ich sehr löblich und freue mich, dass man in dieser Sache auch etwas tut. Wo ich allerdings etwas anmerken muss, ist die Ungewissheit mit den frei herumlaufenden Katzen. Ich weiß nicht warum es so ist, aber ich übe anscheinend überall eine Anziehung auf Katzen aus; denn auf der Frühstücksterrasse kam ein Kater schnorren, auf dem Weg zwischen Zimmer und Strand gab es zwei ganz kleine Kätzchen, die spielen wollten; und direkt bei unserem Haus lief mir eine schwangere Katze motzend entgegen und meinte ich hätte sie nun zu Streicheln.

Aufgrund dieser Treffen wurden in uns auch Fragen nach regelmäßigen Tierarztkontrollen wach. Falls solche Kontrollen, was GULET, TUI und MAGIC LIFE zuzutrauen wäre, bereits existieren, wäre eine kleine Info darüber sehr nett. Die Hauptkundschaft aus dem deutschsprachigen Raum gilt ja sowieso als besonders tierfreundlich.
Im Streichelzoo gab es zudem noch einen Taubenschlag, Hühner, Gänse, Fasane und Hasen. Hier hatte ich auch meine einzige (beinahe gewalttätige) Konfrontation im gesamten Urlaub. Als ich den Hasen etwas zu viel Aufmerksamkeit schenkte, lief eine (dumme) Gans mit bösem Blick und schnatternd auf mich los und meinte wohl ich hätte hier nichts verloren. Ich gab mich geschlagen und zog auch bald von Dannen, aber nicht ohne ein Beweisfoto des Übeltäters und seiner Familie…

Strand
Nun, nach soviel Schwafellei komme ich zum schönsten Punkt im gesamten Urlaub - dem Strand…
Wie man an unten den Bildern sieht reihen sich die Liegen direkt nebeneinander, bieten aber genug Platz um es sich individuell gemütlich zu machen. Im vorderen Bereich gab es Liegen mit Schirmen, weiter hinten fand man Liegemöglichkeiten unter zwei lang gezogenen Dächern, die beide ausreichend Schatten spendeten. Es war also genug Platz vorhanden. Probleme mit „reservierten“ Liegen gab es nicht, da man konsequent die Politik verfolgte Handtücher, die vor 9.00 Uhr einsam auf den Liegen lagen zu entfernen um so Konflikte zu vermeiden.

Es handelte sich um einen schönen Sandstrand. Wenn man ins Meer ging, so erwarteten am Anfang den Urlauber ein paar Steine, die aber nach wenigen Metern schönem Sand wichen. Das Meer war äußerst sauber und sehr klar.

Eine schöne Strandbesonderheit war, dass sich alle Verbliebenen am Nachmittag gegen 16.00 Uhr auf den starken Wellengang freuten und besonders Kinder ihre Freude im Kampf gegen das Meer zeigten. Ich erinnerte mich hier an ein Wellenbad im Schwimmbad meiner Kindheit (und an Odysseus), aber echte Wellen sind im Vergleich zu künstlich erzeugten nicht zu schlagen…
Zu erwähnen ist noch, dass es viele Lifeguards gab, die regelmäßig patrouillierten und einem ein Gefühl von Sicherheit gaben. Auch achteten sie darauf, dass die Markierungen im Wasser nicht von den Urlaubern missachtet wurden, denn es gab extra getrennte Bereiche für diverse Wassersportmöglichkeiten.
Hierbei hatte man die Wahl zwischen Segeln, Jetski, Windsurfen, und Parasailing. Ausrüstung gab es vor Ort. Da wir auf diese Vergnügen leider verzichten mussten, kann ich zu den Kosten leider wenig sagen, aber finde das Auswahlangebot an sich sehr gut.

Zur Verpflegung am Strand ist zu sagen, dass die Strandbar nah und ausreichend bestattet ist, auch die Poolbar ist keine drei Minuten entfernt. Die sanitären Anlagen waren nahe und vor allem sauber.
Wir hatten uns bei einem Club Urlaub auf einen überlaufenen Strand eingestellt, da aber sehr viele der Besucher am Hauptpool herumlagen und auch sonst die restlichen Pools in Benutzung waren; zudem laufend die Möglichkeit bestand sich eine Aktivität zu suchen, war der Strand zu unserer Freude nie übervoll, sondern genau richtig.

Unterhaltung
All Inclusive Club Urlaub bedeutet auch Shows und Partys, das wussten wir und waren skeptisch bis gespannt.
Es gab jeden Abend eine Show im Amphitheater. Pünktlich um halb zehn wurden die Besucher unterhalten und wollte man einen annehmbaren Platz haben so musste man sich spätestens eine Viertelstunde vorher zur Show begeben.
Das eindeutige Motto dieser Shows war Tanz. Beinahe jeden Abend gab es (teilweise von den Animateuren) eine Tanzperformance, die ehrlicherweise gesagt halblustig (für die Kinder) und etwas langwierig war. Wir sahen uns eine getanzte Interpretation von Aschenputtel an und waren eher minder amüsiert, teilweise sah es aus wie ein wildes Herumgehopse. An anderen Abenden allerdings gab es auch gute und lustige Auftritte wie Bauchtänzer und Magier.
Insgesamt lag uns der Fokus ein wenig zuviel auf Tanz als auf Entertainment, da war aber der Magier am letzten Abend, der die Zuseher und vor allem ein paar Kinder gut in sein Programm einband, eine witzige und erfrischende Abwechslung.

Auch eher für Kinder gedacht, oder aber auch für uns als Fans von Air Hockey, war die Spielhalle direkt vor der Poolbar eine weitere Möglichkeit sich die Zeit zu vertreiben. Innen gab es ein paar Automaten mit Rennspielen, außen sah man zwei Air Hockey Tische und ein Gerät in der Art eines Basketballkorbes. Die Preise dafür waren aber mit 2 Euro pro Spiel für eine Minute Laufzeit überhöht und unsere zwei Duelle blieben auch die einzigen. So blieb ich zumindest ungeschlagen…
Hinter der Poolbar hatte man die Möglichkeit Sisha (Wasserpfeife) zu rauchen, innen, an der Rezeption vorbei, gab es ein paar Geschäfte für Souvenirs und Zeug - es soll ja vorkommen, dass Leute Shoppen auch als Unterhaltung sehen…deswegen hier die Erwähnung.

Die wohl wichtigste Lokalität (für uns zumindest) war die Strandbar. Sie lag am Weg zum Meer und war täglich von 0.00 Uhr bis 2.00 Uhr der Platz für die Disco. Ab und zu gab es bereits vorher ab 22.30 Uhr Partys, die unter einem Motto standen (White Party, Avatar-Party, Laser Shows). Zu diesem Zeitpunkt befanden sich noch viele Familien mit Kleinkindern dort.
Die Menge klärte sich dann zu späterer Stunde und ein DJ setzte ein. Am ersten Abend bestand das Publikum aus den Animateuren und wenigen Gästen, am zweiten waren es deutlich mehr. Auch hier waren die Mitarbeiter, Animateure in ihrer Freizeit und besonders die Kellner hinter der Bar sehr freundlich.
Der Altersschnitt hier lag bei den Meisten so um die 20, ältere Semester über 40 waren selten aber auch zu sehen.
Nach 2.00 Uhr war sonst nicht viel los, man sah bei der Wunderbar, die anscheinend immer offen hatte, Jugendliche, die den Abend ausklingen ließen, oder Leute, die im Internetraum (Gratisnutzung) im Netz surften. Ruhestörung war absolut kein Problem, bis auf einen Punkt, den ich absichtlich nicht unter Tiere einordnen wollte und er jetzt kommt.
Es muss gesagt werden, dass man im Zimmer davon nichts mitbekam, aber befand man sich am Balkon so hörte man ein eine Art Zirpen oder besser gesagt (verzeiht die Wortkreation) insektiöse Schreie. Diese Tiere begannen ihre Kommunikation im hinteren und später dazu gebauten Bereich der Anlage und hatten sich viel zu erzählen. Wir haben uns gefragt welche Insekten solche Laute machen und haben irgendwann den vermeintlich Schuldigen ausgemacht. Siehe Foto des Insekts mit Klauen…ich hatte Gänsehaut als ich das Foto schoss…
Ausflugsmöglichkeiten waren ebenfalls vorhanden. In der Lobby saß ein GULET Reisebetreuer, der jegliche Information gern und bereitwillig ausgab. Wir hatten vom Hadrianstor gehört oder einer Fahrt nach Antalya, ließen hier aber aus, weil uns das Meer rief…

Belek
Was wir aber taten war einen Ausflug nach Belek zu unternehmen..
Am Samstag ist im Zentrum der Stadt, die mit dem Bus in zehn Minuten zu erreichen ist, Markttag und wir hatten beschlossen diesen Ausflug zu wagen. Der Markt selbst war ein klassischer Markt wie man ihn sich ausmalt und verzweigte sich so oft, dass man seine wahre Größe gar nicht benennen konnte. Obst, Schmuck und Kleidung waren die häufigsten feil gebotenen Produkte dort.
In der Stadt selbst gefiel mir so eine Art künstlichen Wasserfall, den man betreten konnte, sehr gut.
Auch sonst war Belek schön anzusehen, doch das Interessante für mich als Erstbesucher war, inwiefern sich die Türken dort auf deutsches Publikum eingeschworen hatten. Die Preise wurden in Euro angegeben, so ziemlich jeder sprach ein paar Fetzen Deutsch und in manchen Geschäften sind wir mit „Habe Dere“ begrüßt worden…Auch etwas das man nicht erwartet.
Am Markt gab es schöne Angebote aber im Zentrum selbst und in den Geschäften, die vor Fußballdressen, Souvenirs und Ähnlichem strotzen, waren die Preise ans europäische Publikum angepasst. Als Neuling einer Clubreise sollte man sich dessen bewusst sein und man darf auch nicht erwarten, die Türkei so zu sehen, wie sie ist, man befindet sich ja schließlich in einem Touristenort, in dem man aber gern gesehen ist und auch höflich behandelt wird. Selbstverständlich hatten die Verkäufer versucht die Touristen in ihre Geschäfte zu locken, aber unangenehm hatten diese Vorhaben nie gewirkt. Ein „Nein Danke.“ hatte da immer ausgereicht.
Wir als Urlauber wollten nicht unhöflich sein und konnten auch nicht erwarten, dass jeder die eigene Sprache beherrscht, aber die Anzahl der Leute, de es dort doch tun, ist bemerkenswert.

Wellness
Der SPA Bereich bot Sauna, Hamam, Pools und Fitnesscenter. Exklusive dieser Leistungen gab es noch die Möglichkeiten aus einer der vielen Massagen zu wählen. Von einer normalen Ganzkörper- bis hin zu einer Thai Massage hatte man die Möglichkeit sich Termine auszumachen. Die Preise variierten von knapp 40 Euro bis zu etwas mehr als 100 Euro (das letztere aber für eine Stunde). Auch hier waren alle Beteiligten freundlich und zuvorkommend.

Publikum
Im Imperial war das Publikum bunt gemischt. Man sah einige Familien mit Kindern, auch ältere Leute, aber auch viele Leute unter 40. Einen großen Teil der Gäste machte die junge Gruppe der knapp 20 Jährigen aus. Zu erwähnen wäre noch, dass es für kleine Kinder einen Mungo Club gab, der die Betreuung der Kleinen übernahm und sich mit ihnen gemeinsam am Spielplatz austobte. Wir sahen des Öfteren wie nett die Mitarbeiter mit den Kindern um- und weit über das Maß eines bloßen Aufpassers drüber gingen.
Von den Nationalitäten her dominierten Österreicher und Deutsche, aber auch Russen und Holländer waren anwesend. Das gern herangezogene Bild von rüpelnden Touristen und lärmenden Deutschen hat sich nicht erfüllt. Vielleicht liegt es an unserem sympathischen Naturell ;-) aber wir trafen nur angenehme Leute und keine dicken und lauten Hausmeister oder komatrinkende Jugendliche, wie es gern per Mundpropaganda kolportiert wird.

Gesamteindruck
Also, man muss es sagen, wir waren ja eher die untypischen Club Urlauber, da unsere bisherigen Reisen individuell gestaltet waren und wir wussten natürlich nicht genau was auf uns zukommen würde. Eltern und Verwandte konnten auch nur aus Erfahrungen von vor über 10 bis 15 Jahren berichten und wir merkten schnell, dass seitdem viel anders geworden zu sein schien. Wir wollten uns natürlich ansehen was Animateure machen, welche Möglichkeiten der organisierten Unterhaltung solche Konzepte anbieten, wie das Publikum tatsächlich ist und wie viel Platz man wirklich am Strand hat. Und ich muss sagen, wir sind beeindruckt. Sicherlich lässt sich (ist ja immer so) die eine oder andere Kleinigkeit verbessern:
…aber insgesamt war es ein toller Urlaub mit einer riesigen Auswahl an Essen und Trinken, einem gemütlichen Strand und einem schönem Meer. Wir haben Freunden davon berichtet und wohl soviel Neid in ihnen geweckt, dass sie jetzt auch einen Club Urlaub erwägen; auch wir sind der Überzeugung, dass es sicher nicht unser letzter Club Urlaub gewesen ist…

Bei der Abreise selbst gab es beim Flug eine Verspätung von 20 Minuten, aber wir kamen heil und sicher in Wien an und freuten uns auf Sonnenschein. Belek hatte uns mit 41 bis 43 Grad verwöhnt und wir hatten gelesen, dass es in Wien auch sommerlich heiß gewesen war. Nun ja, Wien ist Wien und hat uns mit einem Blitzgewitter begrüßt…zum Glück saßen wir da schon in unseren vier Wänden und sortierten die mitgebrachten Urlaubsgeschenke für Freunde und Verwandte aus.

Und die Moral von der Geschichte…nun ja, da gibt es eigentlich nur ein Fazit, das ich ziehen kann und dass jeder zukünftige MAGIC LIFE Urlauber in seinem Herzen tragen sollte, damit das Abenteuer Urlaub kein Desaster wird.

Legt Euch nie mit Gänsen an…


   
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