War sehr ök-ay
18.06.2003
Pro:
Mensch denkt übe Dinge anch, die sonst nicht brücksichtigt werden
Kontra:
¿ Kann der LER Unterricht das wirklich nicht leisten ?
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Arbeitsaufwand:
Schwierigkeitsgrad der Ausbildung:
Prüfungsanforderungen:
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 helmut.agnesson
Über sich:
Bilder gibt es selten, weil mein Rechner das Handy-Kabel nicht erkennt. Manchmall bitte ich meine S...
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Moin und Schalom, vielleicht habt Ihr gleich gemerkt, dass obige Wortschöpfung aus ökumenisch und okay besteht. Ich möchte mich beim Berichten aus dem Religion - Grundkurs weitestgehend auf die Erfahrung beschränken, die ich gemacht hatte, als ich zu Flensburg mein Abitur nachmachte. An der dortigen Schule gab es ein Experiment, und zwar einen konfessions - und religionsübergreifenden Religionsunterricht. ¿ Ist sowas denn erlaubt ? Es war ein Experiment. Vorraussetzung für dieses Experiment war, dass SchülerInnen, die hieran nicht teilnehmen wollten, über eine Alternative verfügten. Diese Alternative wäre dann der Unterricht in Gemeinderäumen gewesen. Gebrauch gemacht hat von dieser Möglichkeit keineR.
¿ Welcher Konfession war die Religionslehrerin ? Sie war evangelische Christin. ¿ Hat das den Unterricht nicht geprägt ? Nein, sie und auch alle TeilnehmerInnen waren sich bewusst, dass es sich nicht um einen konfessionellen Unterricht handelte. Zudem werden im Religionsunterricht überwiegend ethische Fragen angesprochen, so dass die Konfessionszugehörigkeit des Lehrers / der Lehrerin zumindest in der Oberstufe ohnehin vernachlässigbar ist.
¿ Welche Thematah wurden besprochen ? Ethik, Lebensverantwortung, natürlich auch Themen wie Abtreibung, wo dann die Auffasungen verschiedener Religionen und anderer gesellschaftlicher Gruppen behufs Meinungsbildung betrachtet wurden; andere Religionen waren ohnehin ein wesentliches Thema. Diese Form des Religionsunterrichtes hat Spaß gemacht. ¿ Gab es einen Bezug zur Bibel ? Bei religiösen Schriften wurde selbstverständlich auch die Bibel betrachtet; wobei diese eher von SchülerInnen als von der Lehrerin ins Gespräch gebracht wurde.
¿ Kann mensch Abitur in einem nicht-konfessionellen Kurs machen ? Bei uns ging es (habe ich gemacht). Wäre auch unsinnig, wenn nicht, denn in den meisten Bundesländern ist es nicht verpflichtend, am Religionsunterricht der eigenen Konfession teilzunehmen, sondern SchülerInnen können auf hren ausdrücklichen Wunsch hin auch am Unterricht einer anderen Konfession/Religion teilnehmen. (z.B. behufs Vorbereitung eines Übertritts oder auch einfach Neugierde) Entspricht ja auch der Uni, wo zumindest als Magister/Magistra - Nebenfach viele Studierende eine ihnen bis dahin fremde Religion/Konfession studieren; bei Judaistik gibt es sogar mehr christliche als jüdische Lehrende (was denn nicht mehr ganz so zweifelsfrei okay ist). ¿ Wie waren die Noten ? Nein, es gab keine Geschenke. Alle Noten waren ehrlich verdient. Unsere Religionslehrerin stand auf dem Standpukt, dass es in Religion einerseits keine Geschenke, andererseits aber auch keine 4 oder weniger Punkte geben soll. Letzteres erreichte sie nicht zuletzt dadurch, dass alle motiviert waren. Ich kam immer auf 11 - 13 Punkte, was zur Spitze im Kurs zählte.
¿ Arbeitsaufwand ? Nicht hoch, aber auch nicht gering. Mensh musste sich schon auf die Stunden vorbereiten, aber keine endlosen Hausarbeiten schreiben. Letztendlich war meitens uns überlassn, ob wir usnere Vorbereitungen in schriftlicher oder mündlicher Form machten; keine Vorbereitung wäre sofort aufgefallen. Denn wer sich nicht vorbereitet hat, kann sine /ihre Meinung schlecht begründen.. ¿ Bin ich allgemein für Religionsunterricht in der Schule ? Hier bin ich mit mir selber nicht ganz einig. Einerseits gibt Religionsunterricht interessante Einblicke, besonders, wenn er interkonfessionell geführt wird. Wobei noch besser als einE einzigeR LehrerIn ist es, wenn vershciedene Religionen und Konfessionen jeweils ihe VerteterInnen schicken. Warum sollen nicht RabbinerInnen und PastorInnen (beider Konfessionen) oder deren Beauftragte gemeinsam einen Unterricht verantworten ? Die Benotungsfrage läst sich sicher ebenffalls gemeinsam regeln. Andererseits lässt sich dieses alles auch im LER Unterricht lernen. Außerdem ahbe ih mich als sehr positiv empfunden, dass kürzlich in Münstern erstmals weider eine Religionsabiprüfung in jüdischer Religion abgelegt werden konnte (wobei der Unterricht nicht in der Schule, sondern in der Gemeinde stattfand).
Freue mich ganz doll auf Eure Kommentare.
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18.02.2004 11:20
Konfessions- und religionsübergreifend war vor 30 Jahren mein Religionsunterricht auch schon. Ich habe auch Abi in Reli gemacht.
21.06.2003 12:09
Die Idee eines interrkonfessioniellen/-religiösen RUs finde ich klasse - ich habe im letzten Schuljahr auch eine Zeitlang ev. und kath. Schüler gemeinsam im Religionsunterricht unterrichtet. Das war echt interessant, da sich in diesem Raum viele Fragen ergeben, die sonst im "normalen" Unterricht kaum Beachtung finden. LG Eva
19.06.2003 20:39
In Hessen kann man zwischen ev. oder kath. Religion und Ethik wählen. Das halte ich eigentlich für noch besser. Gruß Rena