Remi

Erfahrungsbericht über

Remi

Gesamtbewertung (1): Gesamtbewertung Remi

 

Alle Remi Testberichte

 Eigenen Erfahrungsbericht schreiben


 


Für Säuglinge nicht geeignet!

2  30.10.2003

Pro:
Scheint solide verarbeitet

Kontra:
Viel zu steil, für Säuglinge nicht geeignet

Empfehlenswert: Nein 

Details:

Design:

Handhabung/Komfort:

Qualität/Verarbeitung:

mehr


Chiquita

Über sich:

Mitglied seit:13.12.2000

Erfahrungsberichte:19

Vertrauende:8

Diesen Bericht teilen auf Google+
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 50 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Auf den ersten Blick klingt es toll: Ein Auto-Kindersitz, der sich vorwärts und rückwärts montieren lässt und für die Gewichtsklassen 0 und 1 zugelassen ist, also von direkt nach der Geburt bis zum Gewicht von 18 kg. Das fanden wir auch, als wir im Urlaub feststellen mussten, dass die Autovermietung auf Gran Canaria nur (ziemlich versiffte) Sitze für Vorwärtsmontage bieten konnte. Hätten wir mal unseren eigenen Sitz mit in den Urlaub genommen! Lamentieren half nichts, ein Sitz für unseren Kleinen (damals 3,5 Monate alt) musste her. Wir haben uns also durchgefragt und sind bei Carrefour gelandet. Dort gab es diverse Sitze. Der Remi-Sitz fiel uns auf, weil er einen soliden Eindruck machte (gute Polsterverarbeitung, nichts wackelte, die Gurte samt Verschluss sahen Vertrauen erweckend aus), preisgünstig war (48,50 Euro) und eben bis 18 Kilo ging. Die Gurte können in drei verschiedenen Höhen für unterschiedlich große Kinder durch die Rückenlehne gezogen werden. Prima, dachten wir, den nehmen wir, und dann haben wir zuhause auch gleich etwas für die nächsten 2 Jahre (oder wie lange unser Sohnimann halt braucht bis 18 Kilo).

Hätten wir mal den Sitz ausführlicher vorher getestet! Nach der Rückwärts-Montage im gemieteten Opel Corsa stellte sich nämlich heraus, dass der Sitz sich zwar in der Neigung verstellen lässt, jedoch längst nicht weit genug! Zwischen dem Plastikpodest, das Einkerbungen für den Sitzgurt des Autos hat, und dem eigentlichen Kindersitz, befinden sich Schienen, mittels denen der Sitz sich verstellen lässt. Testet man das auf ebener Erde, sieht es auch ganz ok aus. Schließlich soll so ein Sitz aus Sicherheitsgründen ja nicht zu flach eingestellt werden. Dadurch, dass aber Rücksitzbänke von Autos nicht eben, sondern zur Lehne hin leicht geneigt sind, ist der Sitz auch bei voller Ausnutzung der Schienen für so ein kleines Kind viel zu steil.

Was das bedeutet, konnten wir in der folgenden Woche erleben. Einer von uns (meist ich) saß immer hinten neben unserem Sohn, der damals immer schon kurz nach Fahrtbeginn eingeschlafen war. Wir wohnten zu allem Überfluss im Gebirge, so dass wir fast jeden Tag durch die Serpentinen herunter zu einem der Küstenorte gefahren sind. Auf diesen Fahrten baumelte das Köpfchen unseres Sohnes auf seinem Brustkorb in jeder Kurve hin und her, so dass ich meist daneben saß, und sein Köpfchen achte an der Stirn festhielt und an den Sitz drückte. Ohne diese Stütze war das garantiert total schlecht für seinen Nacken, die noch weichen Knochen und seine Atmung.

Wir haben dann nach kurzer Zeit zusätzlich ein Handtuch bzw. eine leere Plastikflasche unter die Vorderkante des Sitzes (also vor der Autositzrückenlehne) geklemmt, um den Sitz stärker zu neigen. Aber erstens wurde dadurch bestimmt die Sicherheit beeinträchtigt, und zweitens hat das immer noch nicht viel gebracht. Ausserdem betrachtete ich den Autogurt, der ja unterhalb der Sitzfläche durch das Plastikpodest gezogen wird, mit großem Misstrauen. Ich hatte den Eindruck, dass die Öffnung im Falle eines Seitenaufpralls viel zu groß ist und unter Umständen der Gurt hinausrutschen könnte. Aber vermutlich wäre der Sitz dann nicht zugelassen worden.

Jedenfalls haben wir den Sitz sofort, als wir wieder zuhause waren, online wieder verkauft. Am liebsten hätte ich ihn weggeworfen, aber dazu war das dann doch zuviel Geld. :-( Die Frau, die ihn ersteigert hat, hatte wohl leider auch noch ein kleineres Kind. Ich hatte gehofft, er würde von jemand mit einem vorwärts fahrenden Kind gekauft, denn dann ist er vielleicht besser geeignet.

Allen Eltern, die einen rückwärts montierten Sitz suchen, kann ich jedoch nur stark vom Kauf des Remi-Sitzes abraten. Wir haben, nachdem unser Sohn aus dem ersten herausgewachsen war, noch einen Römer Babysafe gekauft, weil der rückwärts montiert wird und trotzdem bis 13 Kilo geht (Gruppe 0+). Mit diesem Sitz sind wir überaus zufrieden und können ihn jederzeit wärmstens weiterempfehlen.
Diesen Bericht teilen auf Google+
Sponsoren-Links
Ihre Bewertung dieses Erfahrungsberichtes

Wie hilfreich ist dieser Erfahrungsbericht für Ihre (Kauf-)Entscheidung?

Bewertungsrichtlinien

Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Ari_one

Ari_one

07.11.2003 10:13

So schlecht strukturiert finde ich den Bericht gar nicht. Naja, ein bissel vielleicht; aber dein Schreibstil macht das locker wieder wett :-) Liebe Grüße, Ari

kein_Blatt_vorm_Mund

kein_Blatt_vorm_Mund

04.11.2003 12:45

Schade, dass der Sitz so übel ist. Hätte Euch vielleicht auch eine Nackenrolle für Kinder weiter geholfen? Liebe Grüße, Stefan

mayandra

mayandra

01.11.2003 21:55

.. ja dann werde ich den wohl eher nicht kaufen .. für mein fohlen :) nein, mal im ernst: gut, dass jemand vor nicht brauchbaren artikeln warnt, die kleinen können sich ja nicht wehren. liebe grüsse m.

Eigenen Kommentar schreiben

max. 2000 Zeichen

  Kommentar abschicken


Bewertungen
Dieser Erfahrungsbericht wurde bislang 1373 mal gelesen und von Mitgliedern wie folgt bewertet:

"sehr hilfreich" von (100%):
  1. knuck12
  2. lafferlarry
  3. Normen74
und weiteren 47 Mitgliedern

Informationen zur Berechnung der Gesamtbewertung.