Resident Evil: Extinction

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"Resident Evil" meets "Mad Max"

4  29.09.2007

Pro:
tadellose Inszenierung, frisches Szenario, unterhaltsame Zombie - Slasher - Action,

Kontra:
wenig Story, hätte ein bisschen mehr Blut vertragen können,

Empfehlenswert: Ja 

atrachte

Über sich: ...

Mitglied seit:09.04.2004

Erfahrungsberichte:733

Vertrauende:113

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 170 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Zwar war ich nie der Hardcore "Resident Evil" Fan, doch früher habe ich die Spiele eigentlich immer sehr gerne gezockt. Und so haben mich auch immer die Filme interessiert die in den letzten Jahren zu der Survival Horror Spielreihe erschienen sind, obwohl sowohl der erste "Resident Evil" Film wie auch sein Sequel nicht wirklich überragende Filme waren. Nichtsdestotrotz war ich auf "Resident Evil: Extinction" sehr gespannt zumal der Trailer bereits einen sehr stylischen Actionkracher mit jeder Menge Zombies versprach. Und genau die bekam ich schließlich auch geboten.

\\\\ Story ////
Nach dem Ausbruch des T-Virus ist die Welt nicht mehr das was sie einmal war. Während die Menschheit fast vollständig ausgerottet ist und die wenigen Überlebenden sich vor Massen an Zombies in Sicherheit bringen müssen, hat der Virus aus den Laboren der Umbrella Corp. auch die Vegetation der Erde komplett verändert. Denn alles was früher einmal Grün war ist nun eine Wüste, selbst die Meere verkommen immer mehr zu einer riesigen Sandlandschaft. Die wenigen Menschen die noch am Leben sind befinden sich auf einer ständigen Reise durch die riesige Wüste, denn länger an einem Ort zu bleiben ist in Anbetracht der blutrünstigen Untoten undenkbar. Hoffnung macht allerdings Alice (Milla Jovovich), welche Aufzeichnungen gefunden hat die besagen das der T-Virus in Alaska noch keinen Schaden angerichtet hat und das es dort noch weitere Überlebende gibt. Also macht sich der Knvoi unter der Führung von Carlos (Oded Fehr) und Claire (Ali Larter) zusammen mit Alice auf die Reise Richtung Alaska. Jedoch haben sie nicht nur die Zombies im Nakcen sondern auch die Umbrella Corp., die alles daran setzt um an das Blut von Alice zu gelangen. Denn dieses könnte der Schlüssel für die Rettung der Menschen sein...

\\\\ Meine Kritik zu "Resident Evil: Extinction" ////
Verfilmungen von Video- und Computerspielen sind bekanntermaßen immer eine Sache für sich. Ohne Zweifel gibt es einige Spiele aus denen man einiges rausholen könnte, leider werden in den meisten Fällen jedoch die falschen Leute mit der Portierung auf die große Leinwand beauftragt. Bestes Beispiel wohl Uwe Boll ("Alone in the Dark", "House of Dead", "Postal"). Es gibt aber auch einige nette Videospielverfilmungen wie "Tomb Raider" und "Doom" und mit "Silent Hill" sogar eine Umsetzung die nicht nur Spielefans zu begeistern wusste. Die bisherigen "Resident Evil" Filme lassen sich hingegen in die Kategorie "Nett bis ganz Gut" einordnen, wobei der zweite Teil der Reihe schon ziemlich mies war. Wirklich zufrieden waren aber sowohl Fans des Spieles als auch Filmfans mit den Verfilmungen des Survival Horror Game nie. Schade, denn die ursprünglichen Enwürfe versprachen einiges. Denn eigentlich sollte "Zombievater" George A. Romero den ersten "Resident Evil" Film drehen, er hat sogar ein Drehbuch vorgelegt welches sich sehr nah an dem Original Spiel orientierte. Dies war den Herren bei Constantin Film aber leider zu brutal, weshalb man ein anderes Drehbuch umsetzte um an den Kinokassen mehr Erfolg zu haben. Dies war schließlich auch der Fall.

Doch auch wenn bisher kein "Resident Evil" Film wirklich vom Hocker hauen konnte so versprach "Resident Evil: Extinction" im Vorfeld doch etwas Innovativer als seine beiden Vorgänger zu werden. Und somit vielleicht auch besser. Und besser als seine Vorgänger ist "Resident Evil: Extinction" in jedem Fall geworden was zwei Gründe hat. Einer dieser Gründe ist das Szenario des Filmes, denn eine zur kompletten Wüste verkommenden Erde hat man in Zombiefilmen bisher noch nicht so häufig gesehen. Durch das Szenario entwickelt der Film darüber hinaus seine ganz eigene Atmosphäre, die zwar leider nicht so ganz bedrückend und apokalyptisch ist wie man es sich als "Resident Evil" Fan wünschen würde, aber immerhin etwas neues bietet. Zudem würde sich eine düstere Stimmung wohl auch nicht so ganz mit der Filmmechanik verstehen, denn wie auch schon bei den Vorgängern der Fall, setzt man bei "Resident Evil: Extinction" mehr auf Action als auf Schockmomente.

Der andere Grund dafür das der dritte "Resident Evil" Film seine Vorgänger hinter sich lässt ist die fantastische Inszenierung. Alleine schon die Sequenz wenn Alice mit ihren Verbündeten in das zerstörte Las Vegas ankommt oder wenn der Konvoi um Claire von unzähligen Krähen angegriffen wird ist einfach nur großartig anzuschauen, zumal die CGI Effekte, dank des üppigen Budgets, richtig fein aussehen. Das der Film ganz offensichtlich Anleihen an Filmen wie Romero´s "Day of the Dead", George Miller´s "Mad Max" und Hitchcocks´ "Die Vögel" hat erfreut das Cineasten Herz umso mehr, denn nun bietet "Resident Evil: Extinction" endlich das was den Vorgängern fehlte: Szenen an die man sich erinnert.

Auch die riesigen Zombiemassen, die Maske der Untoten und die Kampfsequenzen sehen allesamt sehr gelungen aus. Leider hat fantastische Inszenierung zur Folge das der Plot ein bisschen hinten ansteht. Dies macht aber nicht sonderlich viel aus da "Resident Evil: Extinction" sowieso nur ein verstandfreier Actionstreifen sein will in dem ein paar Zombies was auf die tote Fresse bekommen. Ein wenig Schade ist allerdings das der Film trotz Alterseinstufung ab 18 Jahren relativ Blutleer ist. Zwar gibt es schon ein paar nette Zombie Slasher Szenen und ein bisschen Gore, das ganze hält sich aber in einem recht überschaubaren Rahmen was den Gorehounds wohl nicht so gefallen wird.

Aber wie gesagt ist "Resident Evil: Extinction" auch ein Film der mehr auf das Mainstreampublikum abzielt das einen sinnfreien Action-Zombie-Slasher sehen will. Und geht man mit den Erwartungen an den Film dran einen solchen sinnfreien Streifen serviert zu bekommen wird man auch mit einem glücklichen Gesicht aus dem Kino gehen. Ob auch Fans der Spiele mit einem zufriedenen Gefühl den Kinosessel verlassen werden sei dahin gestellt, denn "Resident Evil: Extinction" ist der Teil der am wenigsten mit den Spielen zu tun hat. Bis auf ein paar Charaktere, den Zombies und der Umbrella Corp. Hat "Resident Evil: Extinction"nämlich so gut wie gar nichts mit den Spielvorlagen zu tun. Das ist man aber von den Vorgängern bereits gewohnt weshalb man sich darüber klar sein sollte was einem dieser Film bietet.

Bereits zum dritten mal in die Rolle der taffen Alice schlüpft Ex-Model Milla Jovovich. Jovovich´s Leistung ist erneut, dem Film angepasst, ganz gut, wobei sie noch immer etwas Flach in ihrer Rolle wirkt was aber daran liegt das man ihre Rolle nicht so richtig auszubauen weiss. Ansosnten gibt es noch einige andere bekannte Gesichter aus dem Vorgänger wie Oded Fehr als cooler Carlos oder Mike Epps als L.J. Iain Glen gibt ein weiteres mal den bösen Umbrella Wissenschaftler Dr. Isaacs und macht dabei eine recht passable Figur, während Sängerin Ashanti als Betty und Spencer Locke als K-Mart eine nette optische Dreieingabe für das männliche Publikum sind.

\\\\ Daten zum Film ////

Original Filmtitel:
Resident Evil: Extinction (2007)

Länge des Filmes:
Ca. 95 Minuten

Schauspieler:
Milla Jovovich (Alice)
Oded Fehr (Carlos Olivera)
Ali Larter (Claire)
Iian Glen (Dr. Isaacs)
Ashanti (Betty)
Mike Epps (L.J.)
Spencer Locke (K-Mart)

Regisseur:
Russell Mulcahy

FSK:
Keine Jugendfreigabe

Verleiher:
Constantin

\\\\ Fazit ////
"Resident Evil: Extinction" ist insgesamt gesehen der beste Teil der Serie obwohl er gleichzeitig auch der Teil mit den wenigsten Parallelen zur Spielvorlage ist. Dies wird einige Fans sicherlich abschrecken, das restliche Publikum bekommt hier aber einen schnellen, innovativen und tadellos inszenierten Action-Zombie-Slasher geboten. Wer auf kompromisslose Unterhaltung aus ist kann hier also kaum etwas Falsch machen.

7/10 Punkten für den Film "Resident Evil: Extinction" und somit vier Sterne als Wertung.

Homepage des Filmes :
http://www.re3.film.de

Homepage des Verleihers :
http://www.constantin-film.de

IMDB Link mit weiteren Informationen zum Film:
http://german.imdb.com/title/tt0432021/
Bilder von Resident Evil: Extinction
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Holla.die.Waldfee.1

Holla.die.Waldfee.1

11.03.2008 04:25

Guter Bericht.

Flubber59

Flubber59

20.01.2008 03:19

Habe beide Teile gesehen ... super Visual und Special Effects ... das war's aber auch! Aber ... wiedermal ist dein Bericht sehr detailliert und informativ!

himmelssurfer

himmelssurfer

13.01.2008 14:18

Da habe ich irgendwann mal einen Trailer oder sowas von gesehen.

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