Restaurant-Erfahrungen
07.06.2011 (10.06.2011)
Pro:
es gibt gute Restaurants mit günstigen Preisen
Kontra:
man wird auch schon mal abgezockt
Empfehlenswert:
Ja
 Sydneysider47
Über sich:
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 137 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Liebe Leserinnen, liebe Leser, da ich schon einige Restaurants besucht habe – auch in einigen Ländern -, dachte ich, dass ich den Fragebogen hier auch ausfülle.
1. Wie oft im Jahr gehst Du ungefähr ins Restaurant (reine Speiselokale, Fastfood nicht eingeschlossen!)Im Moment gehe ich vielleicht zehn Male im Jahr ins Restaurant.
2. Welche Restaurants bevorzugst Du? (Chinesisch, Pizzeria etc)? Ich esse gerne chinesisch, italienisch (Pizzeria) und griechisch. In Sydney habe ich mal ein russisches Restaurant besucht – in Stuttgart mal ein mexikanisches. Allerdings enthielt die Paella, die ich dort mit Freunden aß, so viele Muschelschalen, dass es wirklich lange dauerte, bis wir sie gegessen hatten (wir hatten damals einen Riesen-Pott Paella in der Mitte des Tisches stehen – und jeder aß davon). Auch Restaurants, die ihre Speisen nach deutscher Küche zubereiten, mag ich. Demnächst möchten wir auch wieder indisch essen gehen.
3. Mit wem gehst Du meistens essen?Meistens gehe ich mit meinem Mann essen. Es kommt selten vor, dass wir mal mit meiner Mutter essen gehen – oder mit seiner Mutter und seiner Schwester.
4. Was ist Dein Lieblingsessen im Restaurant? Das hängt vom Restaurant ab. In einer Pizzeria suche ich mir gerne gefüllte Pizza aus, da ich die selbst zu Hause nicht zubereiten kann. Im China-Restaurant mag ich gerne Gerichte mit Ente oder Huhn. Im griechischen Restaurant esse ich gerne Gerichte mit Hammel oder Lamm.
5. Wie heißt Dein absolutes Lieblingsrestaurant und wo ist es? Ich habe kein absolutes Lieblingsrestaurant. Empfehlen kann ich einige China-Restaurants in Stuttgart, auch die China-Restaurants bei uns im Ort sind gut. Weiterhin finde ich das Strandcafé Mettnau in der Nähe von Radolfzell am Bodensee ganz gut – dorthin gehen wir immer, wenn wir meine Schwester, die in der Nähe wohnt, besuchen.
6. Warst Du schon einmal in einem ganz miesen Restaurant? Wenn ja, wie heißt es? 1993 besuchte ich St. Petersburg in Russland mit einer Reisegruppe. Während wir uns über das Essen in unserem Hotel nicht beklagen konnte, war das Essen in einem Restaurant im „Newski Prospekt“ – das ist die Hauptstraße von St. Petersburg – überhaupt nicht gut. Es war recht verkocht und schmeckte nicht besonders gut. Bei manchen Speisen konnte man kaum erkennen, worum es sich handelte. Als unsere Reisegruppe nach ein paar Tagen St. Petersburg wieder im Quartier in Vehkasalo/Finnland zurückkehrte, bekamen einige ein Magen-Darmproblem mit Erbrechen und Durchfall. Auch ich war dabei. Möglicherweise war das russische Essen nicht gut, wir hätten es nicht essen sollen.
7. Wurdest Du schon mal schlecht bedient? Auch das kam schon vor. Unter „schlechter Bedienung“ verstehe ich schlecht gelaunte Kellnerinnen und Kellner, die den Gästen das Essen fast schon auf den Tisch
Bilder von Restaurant Fragebogen
„knallen“, also unfreundlich und schnell hinstellen. Da gibt man dann kein Trinkgeld, denn auf solch einen Service kann man auch verzichten. Als Beispiel fällt mir ein China-Restaurant in einem Londoner Stadtteil ein, das sehr teuer war. Mein Mann und ich bestellten zwei verschiedene Mahlzeiten – interessant war aber, dass sowohl das Essen meines Mannes als auch mein Essen total gleich aussahen! Für den Reis mussten wir extra bezahlen – aber das war wohl 1998 in London so üblich in China-Restaurants. Mit Karte konnte man in diesem Restaurant auch nicht bezahlen, sondern nur bar. Aber das wussten wir und hatten auch Geld dabei. Das Essen schmeckte nicht besonders gut, die Bedienung bediente auch sehr lieblos – so gaben wir auch kein Trinkgeld.
8. Was würdest Du höchstens für ein Gericht im Restaurant bezahlen? Pro Person darf für mich ein Gericht, inklusive Getränk, nicht mehr als 25 Euro kosten.
9. Was war das Ungewöhnlichste, was Du jemals in einem Restaurant gegessen hast? Ich habe 1997 an Silvester Hummer in einem Restaurant in Toronto (Kanada) gegessen. Er schmeckte gut – aber nicht außergewöhnlich. Ich verstehe also bis heute nicht, warum Hummer-Gerichte so teuer sind. Am Geschmack jedenfalls kann's nicht liegen. Und jetzt im Mai, als ich auf Mallorca war, habe ich zum ersten Mal Miesmuscheln gegessen. Ich weiß, manche Leute schwärmen davon und essen oft Miesmuscheln. Ich aber hatte mich bisher nicht getraut, mir Miesmuscheln im Restaurant zu bestellen – aber im Hotelrestaurant im Urlaub habe ich welche probiert. Essen würde ich nie Schnecken, Froschschenkel, Schlangenblut (das bekommt man in Taiwan, habe ich gehört) und andere Dinge, die man in unserem Kulturkreis üblicherweise nicht isst. . 10. Erinnerst Du Dich an ein ungewöhnliches Ambiente in einem Restaurant?Das erste Nichtraucherrestaurant, das ich besuchte, war ein „Hardrock Café“ in Toronto, Kanada. Es war ein tolles Gefühl, in einem Ambiente zu speisen, in dem kein alter Rauch schwebte… Ungewöhnlich war das Ambiente in dem Restaurant in Peking im Gelände des Sommerpalastes, in dem ich 2009 mit meinem Mann und der Reisegruppe, mit der wir unterwegs waren, speisten. Das Aussehen des Restaurantraums war ungewöhnlich – sah gar nicht aus wie ein Restaurant, sondern eher wie ein Tempel. In Hong Kong speiste ich in einem Buddha-Tempel, da gab es ein achtgängiges vegetarisches Menü. Hier sah der Raum nicht aus wie in einem Tempel – sondern wie eine sehr große Halle. Und wer mal nach Sydney in Australien kommt, sollte unbedingt im Sydney-Tower speisen! Der Sydney-Tower ist das höchste Gebäude von Sydney und hat ein drehbares Restaurant, für das man sich allerdings Plätze vorbestellen muss, wenn man dorthin gehen will. Man speist dann dort zwei Stunden (beispielsweise von 18 bis 20 Uhr) lang vom Büffet, zahlt einen festen Preis. Als ich 1995 dort war, bestand das Restaurantpersonal vorwiegend aus Asiaten! Ich habe mich wirklich gewundert, dass keine Australier dort bedient haben!Ich habe schon in einigen Restaurants in anderen Ländern gespeist – aber so viel Ungewöhnliches – was das Essen oder Ambiente betrifft – fiel mir da nicht auf.
11. Wann warst Du das letzte Mal im Restaurant? Mein Mann und ich haben vom 24.05. bis 31.05.2011 im Hotelrestaurant in Ca’n Picafort sowie einmal in Palma (Mallorca) während unseres Urlaubs gespeist.
12. Möchtest Du noch was hinzufügen? Fehlt Dir noch eine Frage? Ja, ich möchte noch Fragen hinzufügen - nämlich die Fragen 13 und 14.
13. Ist es Dir schon passiert, dass eine Bedienung in einem Restaurant so lange gewartet hat, bis sie ein Trinkgeld von Dir bekam, das sie für angemessen erachtete?In den USA und in Kanada ist es üblich, in Restaurants das Trinkgeld in Höhe der so genannten „Tax“ (so eine Art Umsatzsteuer) für die Kellnerin oder den Kellner, der bedient, zusammenzurichten. In Kanada habe ich das gelernt, unsere Reisegruppe wurde vom Reiseleiter entsprechend informiert. Mit einer Teilnehmerin der Kanada-Reisegruppe besuchte ich einmal abends ein „Hardrock Café“ in Toronto (Anmerkung: in Toronto gibt es mehrere „Hardrock-Cafés“). Als die Kellnerin kam, um den Betrag für das Essen und die Getränke zu kassieren, wartete sie tatsächlich so lange, bis sie auch 15 Prozent des Gesamtbetrages als Trinkgeld bekommen hatte… Das war 1997. Unterdessen dürfte sich das Trinkgeld in Kanada erhöht haben, da sicherlich auch diese „Tax“ gestiegen ist. Bevor ich 1999 mit meinem Mann in die USA reiste, erzählte ich ihm das. Deswegen besuchten wir in den USA kaum ein Restaurant – sondern aßen vorwiegend Fastfood oder kauften unser Essen in Tankstellen und Supermärkten.
14. Wurdest Du in einem Restaurant schon einmal "abgezockt" (also: musstest einen Wucherpreis für ein Gericht bezahlen)?Ja, auch das ist mir passiert. Zweimal in Düsseldorf, als ich mit Kollegen unterwegs war. Jemand hat mir schon vom „Düsseldorfer Nepp“ erzählt – und dem sind meine (damaligen) Kollegen und ich wohl aufgesessen… Das erste Mal war im Mai 1993. Von der Maschinenfabrik aus, in der ich damals als Exportsachbearbeiterin tätig war, arbeitete ich mit einigen Kollegen auf der Messe „Interpack“ (das ist eine Messe für die so genannte Verpackungsindustrie, zu der aber auch Maschinen zum Füllen und Verschließen von Objekten gehören. Solche Maschinen produzierte und produziert mein ehemaliger Arbeitgeber immer noch). Wir arbeiteten dort auf dem Messestand, verteilten Prospekte, servierten Kaffee und weitere Getränke, saugten morgens den Messestand etc. Abends kamen wir nicht vor 18.30 Uhr vom Messestand runter – und gingen danach immer gemeinsam (außer Chef und Chefin natürlich, die speisten immer in teuren Restaurants) auf Suche nach einem passenden Restaurant fürs Abendessen. Wir hatten ja pro Tag von unserem Chef eine Reisepauschale bekommen, die wir dafür ausgeben konnten – da wir ja geschäftlich in Düsseldorf waren. Das war nicht so einfach – wie gesagt, es war Messe, und die Stadt war voll mit internationalen Gästen. Wir (wir waren ungefähr zehn Personen) blieben in einem argentinischen Restaurant „hängen“, das noch einen freien Tisch für unsere Gruppe bot und bestellten uns die Spezialität des Hauses, irgendein Steak – und vorher einen Salatteller. Blöderweise gab man uns keine Speisekarte – aber wir dachten, dass alles wohl preislich „im Rahmen“ sein werde. Das Restaurant war voll – und wir warteten erst mal eine Stunde auf unsere Salatteller. Die waren einwandfrei – aber warum dauert es eine Stunde, bis man die serviert bekommt??? Nach zwei Stunden Warterei bekamen wir endlich unsere argentinischen Büffelsteaks, Spezialität des Hauses. Diese waren durchschnittlich groß – also gerade noch so groß, dass man nicht darüber meckern konnte. Und dann kam die Rechnung… au weia, das war eine Überraschung! Das argentinische Fleisch mit Beilagen kostete 32 D-Mark pro Nase – umgerechnet in Euro sind das 16 Euro. Dann hatten wir ja noch jeder Getränke und den Salat. Jeder von uns wurde zwischen 50 und 60 D-Mark in dem argentinischen Restaurant los – also zwischen 25 und 30 Euro. Und die Moral von der Geschicht’: Bestelle ohne Speisekarte mit Preisen nicht! Aber die Geschichte geht ja noch weiter. Wir dachten jetzt, wir wären schlauer im Umgang mit argentinischen Restaurants, vor allem in Düsseldorf. Drei Jahre später – also 1996 – war ich mit den Kollegen wieder in Düsseldorf. Wieder auf der „Interpack“ auf dem Messestand. Und eines Abends landeten wir wieder in einem argentinischen Restaurant. Ich wollte da gar nicht rein – aber wir waren circa 15 Personen, darunter drei südamerikanische Kunden. Wir dachten, es könne ja gar nichts schiefgehen – denn wir hatten doch Erfahrung gesammelt, wie argentinische Restaurants sein können. Diesmal bekamen wir eine Speisekarte ausgehändigt. Die Preise der Speisen waren okay. Aber die Preise für die Getränke standen nicht drauf. Die werden wohl nicht so teuer sein, dachten wir. Aber weit gefehlt: für eine 0,7-Liter-Flasche Fachinger-Mineralwasser wollte man 11 D-Mark (umgerechnet 5,50 Euro) haben. Die anderen Getränkepreise habe ich vergessen – aber billig waren die auch nicht. Das Teuerste aber waren die Erdbeeren. Ein Kollege fragte einen der Kellner, ob dieser einen Tipp für einen Nachtisch habe. Der Kellner sagte: „Erdbeeren“. Unsere Runde war begeistert. Ich bestellte Erdbeeren ohne Sahne und ohne Eis, einige Kollegen bestellten Erdbeeren mit Sahne, einige andere Kollegen bestellten Erdbeeren mit Eis. Wir erhielten jeder fünf große Erdbeeren auf einem Teller – mit und ohne Eis, mit und ohne Sahne. Jeder nach seinen Wünschen. Der Preis nachher war ein Schock. Ich bezahlte für fünf Erdbeeren ohne alles 11 D-Mark (5,50 Euro), fünf Erdbeeren mit einem Esslöffel Schlagsahne kosteten 14 D-Mark (7,00 Euro), fünf Erdbeeren mit zwei normal großen Kugeln Vanilleeis kosteten 17 D-Mark (8,50 Euro)….Meine Kollegen und ich haben uns gefragt, warum Erdbeeren so teuer sein können. Hatten wir etwa australische Erdbeeren gegessen – und als Kunden des argentinischen Restaurants die Flugkosten für die Erdbeeren nach Deutschland bezahlt? Wir haben in dem Restaurant jeder das bezahlt, was wir verzehrt haben. Die Kellner nahmen das Geld, ohne mit der Wimper zu zucken. So, als wäre es ganz normal, Leute abzuzocken. Dieses Restauranterlebnis war so ungeheuerlich, dass ich es bis heute nicht vergessen habe. Auch nach so vielen Jahren nicht. Seitdem meide ich argentinische Restaurants. Kann man es mir verdenken?Vielen Dank fürs Lesen und Bewerten!
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11.12.2012 20:55
toll
16.01.2012 21:04
es tut mir leid, dass du doch so einige schlechte erfahrungen machen musstest. gerade bei restaurants habe ich bisher solche erfahrungen noch nicht machen müssen ... :-) lg detlef
28.12.2011 09:37
Ein Restaurant in Peking würde ich auch mal gerne besuchen :)