Ricoh Caplio GX

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Ricoh Caplio GX

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Meine 2 Ricoh-Kameras: Die erste und die letzte...

1  04.04.2005

Pro:
Handlich, Bedienung, Weitwinkelzoom,Standard - Akkus,Blitzschuh

Kontra:
Qualität

Empfehlenswert: Nein  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Verarbeitung

Ausstattung

Bildqualität

Akkulaufzeit

Bedienung

mehr


malinois

Über sich:

Mitglied seit:06.09.2000

Erfahrungsberichte:5

Vertrauende:1

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 22 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

1) Wahl der Kamera

Meine Samsung-Kamera Digimax 210SE funktioniert zwar seit 2001 problemlos, doch sind 2 Megapixel nicht mehr zeitgemäss und der interne Blitz ist mir nach wie vor zu schwach (siehe Erfahrungsbericht).
Also habe ich mich durchs riesige Angebot von aktuellen Digitalkameras, mit Augenmerk auf folgende Kriterien, durchgekämpft :

- klein und leicht
- robustes Gehäuse (Alu, Magnesium, etc)
- interner Blitz plus Blitzschuh für externen Blitz
- LCD-Monitor und optischer Sucher
- lichtstarkes Zoom ab 28mm KB
- Auflösung min. 5 MPixel
- Standardakkus im AA-Format (Batterien weltweit erhältlich!)

Nach meiner Selektion waren noch 2 Kamerahersteller übrig: Olympus (mit 5060 und 8080) und Ricoh (mit R1, RX und GX). Die Kameras von Olympus machten einen guten Eindruck, sind aber weder klein noch leicht und besitzen einen herstellerspezifischen Li-Ion-Akku. Die Ricohs sind alle handlich, doch nur die GX verfügt über einen Blitzschuh. Meine Wahl fiel also auf die Ricoh Caplio GX mit folgenden Daten:

- klein und leicht: 205g 114x58x29mm 
- robustes Gehäuse aus Magnesium
- interner Blitz plus Blitzschuh für externen Blitz
- LCD-Monitor und optischer Sucher
- Zoom 28-85mm KB
- Auflösung 5 MPixel
- 2 Standardakkus im AA-Format

2) Erster Eindruck

Da die Kamera in der Schweiz (noch) nicht erhältlich war, bestellte ich sie in Deutschland für 285 Euro. Nach einiger Zeit erhielt ich ein unscheinbares Paket aus Recycling-Karton. Etui, Speicherkarte und Handbuch suchte ich vergebens. Nur einige Kabel und eine CD waren beigelegt: Falls gewünscht, könne man das Handbuch ja ausdrucken.
Die Robustheit des Gehäuses wird vom Plastikhandgriff getrübt, der einen Drittel ausmacht. Der Batteriedeckel, der auch die SD-Karte bedeckt, funktioniert hakelig und öffnet sich ungewollt, wenn man den Griff fest hält. Die Anschlüsse für USB und TV sind nicht mal durch Gummipfropfen geschützt, sodass Wasser oder Sand ungehindert eindringen kann. Schade, damit ist die Kamera für rauhe Einsätze ungeeignet. Wenigstens ist eine Objektivabdeckung vorhanden.

3) Bedienbarkeit

Die Bedienelemente sind gut platziert und sinnvoll belegt. Mit der Drehscheibe sind alle Menüs auswählbar, welche dann übersichtlich und logisch aufgebaut sind. Bei manueller Belichtung kann mit einem kleinen Wählrad die Blende verstellt werden ( leider gibt es nur 3 Blendenstufen). Beim gleichzeitigem Drücken einer Pfeiltaste dient das Wählrad zum Verstellen der Zeit, wobei im LCD ersichtlich ist, ob man unter- oder überbelichtet: Einfach und genial gelöst. Aber die meisten Situationen meistert die Kamera bereits im Modus Programmautomatik zufriedenstellend.

4) Erfahrungen

Ueberraschend hell erscheinen Aufnahmen mit Blitz. Leider viel zu hell, denn ist ein Objekt näher als 1 Meter, so wird die Aufnahme derart überbelichtet, dass man sie gleich wieder löschen kann. Noch schlimmer wirds mit dem externen Blitz. Erst eine ganze Versuchsreihe im manuellen Belichtungsmodus gibt ein brauchbares Resultat: Für Schnappschüsse unbrauchbar. Zudem funktioniert der externe Blitz nur dann, wenn der interne zugeschaltet ist. So wartet man nach jeder Aufnahme über 5 Sekunden, bis der interne Blitz aufgeladen ist, obwohl ein exernes Kraftpaket nach einer Sekunde bereits wieder einsatzbereit wäre. Die Kontakte am Blitzschuh sollten bei jeder Aufnahme geschlossen werden, denn man kann ja jederzeit den exernen Blitz abschalten oder entfernen: Dies wurde von Ricoh schlecht gelöst.
Bei Tageslicht im Freien macht die Kamera gestochen scharfe Bilder und belichtet korrekt, einzig die Farben wirken ziemlich kühl. Da wir gerade beim Thema Kälte sind, diese verträgt die GX sehr schlecht. Obwohl die Betriebstemperatur mit 0..40 Grad angegeben wird, zeigt die Kamera bei Temperaturen um den Gefrierpunkt mit vollen Akkus sofort leere Batterien an und zieht das Objektiv ein: Fertig fotografiert.
Gemäss Datenblatt kann man im Makromodus ab 1cm Fotos machen, doch hatte die Kamera in diesem Mode unheimlich Mühe, scharfzustellen. Manchmal nach mehrmaligem Ein- und Ausschalten schaffte sie es. Für mich die Entscheidung, den Nahmodus zu vergessen. Auch der Firmware-Update von 1.00 auf 1.05 brachte keine Verbesserung, obwohl dies von Ricoh versprochen wurde.
Später zeigte die Kamera auch im Normalmodus immer öfter völlig verschwommene Bilder oder zeigte gleich schwarz auf weiss eine Fehlermeldung, dass weitere Aufnahmen nicht mehr möglich seien. Ricoh bestätigte mir, auf Garantie das Objektiv repariert zu haben, doch einzig die Firmware war von 1.05 auf 1.07 upgedatet worden.
Die verschwommenen Bilder oder die Fehlermeldung sind geblieben. Nun liegt die Kamera in der Schublade und ich bin eine Erfahrung reicher: Nie mehr eine Ricoh-Kamera...

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
wakejunkie.de

wakejunkie.de

04.04.2005 18:40

Habe mich selbst heute für die Konica Minolta Dimage Z20 entschieden (für gute Naturaufnahmen wg. dem Zoom). Als Kleinkamera hätte ich Dir die Olympus C450 bzw. Folgemodellempfehlen können. Gute Qualität und Top Bilder. Ansonsten sehr guter Bericht, daher ein s.h. von mir !

Taekid

Taekid

04.04.2005 18:27

deine Kamera ist toll, dein Bericht aber auch. Trotzdem bevorzuge ich meine Sony Cybershot und bin mit ihr sehr zufrieden ^^ Man liest sich ;) ciao

Manoratte

Manoratte

04.04.2005 18:12

oh je, aber warum meinst du, dass eine 2 Megapixel - Kamera nicht mehr zeitgemäß sei; die kann doch genauso gute Fotos machen wie die mit 5 mio Pixel

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