Ricoh Caplio RX
28.09.2004
Pro:
28mm Weitwinkel und geniale Menüführung
Kontra:
Wenig Zubehöhr schlechte Filmfunktion
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Verarbeitung
Ausstattung
Bildqualität
Akkulaufzeit
Bedienung
mehr
 gammatester
Über sich:
Mitglied seit:27.09.2004
Erfahrungsberichte:9
Vertrauende:1
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 37 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Folgenden Erfahrungsbericht möchte ich hier noch einmal kundtun, da ich bemerkt habe, daß diese Cam gerade bei einem Discounter billig angeboten wird und Testberichte immer noch schwer zu finden sind: Vorab schon mal Plus- und Minuspunkte für alle, die nicht gern viel lesen :
Positiv : Gutes Objektiv entsprechend Kleinbild 28 !!! - 100mm (riesiger möglicher Aufnahmewinkel) Sehr gute Bedienung, sehr intelligente Menüführung etc. Gute Bildqualität bei normalen Lichtverhältnissen. Makro Aufnahmen ab 1 cm Verschiedene Akkus mit hoher Kapazität und auch Standardbatterien wählbar Viele Aufnahmen mit einer Akkuladung Sehr schnelle Reaktionszeiten und Auslöseverzögerung 1,8 Zoll Display rel. kleines Gehäuse (wie die kleine IXUS, nur etwas länger) Viele Einstellmöglichkeiten ( Festfokus, manueller Focus,Belichtungsprogramme, versch.Messverfahren etc.)
Negativ: größte Blendenöffnung: 3,1 (nicht besonders Lichtstark) Neigung zu erhöhtem Bildrauschen bei schlechten Lichtverhältnissen Lieferumfang : Keine Speicherkarte, Nur normale Batterien, keine Akkus, kein Ladegerät Optischer Sucher ungenügend Keine Schutzabdeckung für USB- und Videoanschluß Nur bis 18 Sek. Filmsequenz in 320x240 bei 15Bilder pro Sek. Zoomwippe ohne festen Druckpunkt /wirkt etwas schwammig gewöhnungsbedürftig Lieferumfang : Keine Speicherkarte, Nur normale Batterien, keine Akkus, kein Ladegerät (dies kann man auch als Pluspunkt Werten, da dem Käufer die Wahl der Akkus ermöglicht wird)
Das Besondere und bisher einzigartige in der Preisklasse ist ohne Zweifel das Weitwinkel-Zoom-Objektiv dieser Camera . Da der Zoombereich bei entsprechend KleinbildFormat sehr kurzen 28 mm anfängt und erst in dem 100 mm Telebereich endet, hatte ich mit ein paar Abbildungsfehlern gerechnet. Bei meinen Testaufnahmen habe ich aber im extremen Weitwinkelbereich lediglich die üblichen tonnenförmigen Verzeichnungen entdeckt, die für mich bei 28mm auch einfach dazugehöhren. (Die in vielen Tests hochgelobte IXUS 430 / Ixus 400 weist bei 35 mm sogar mehr tonnenförmige Verzeichnungen auf, als die Caplio bei 28mm.) Über den gesamten Zoombereich konnte ich erfreulicher Weise keine besonderen Unschärfen erkennen. Beim hineinzoomen in detailreiche Bildbereiche bekommt man den Eindruck, daß die 3,2 Mio Pixel vom Objektiv gut bediehnt werden. Bei ganz peniblem Vergrößern auf Pixelgrößen sind ab und zu unnatürliche Farbsäume zu erkennen, die aber wohl eher durch die Bildverarbeitung entstehen. Leider ist mir auch das Bildrauschen aufgefallen, das schon bei einem ISO Wert von 200 an weiter zunimmt. Einstellbar ist ein Wert von bis zu 800. Dabei ist das Bild natürlich total verrauscht, aber immerhin kann man so ohne Blitz noch ein Foto machen, das sonst vielleicht verwackelt wäre. Unter normalen Bedingungen im Freien können sich die Fotos hinsichtlich Dynamik und Schärfe mit der IXUS 430 messen. Ein ganz geringer Blaustich trat mit dem automatischen Weißabgleich mal auf, kann aber mit anderer Einstellung vermieden werden. (Bei der IXUS ist die Farbtreue auch stark abhängig von Einstellung) Insgesamt gibts unter guten Lichtverhältnissen kaum was zu meckern.
Ein weiteres Highlight neben dem Weitwinkel ist die Makrofunktion, die sogar eine minimale Entfernung von 1 cm zum Motiv zuläßt. Das ist ein nettes Feature besonders weil im Makrobereich der Autofokus-Punkt über das Display über eine angezeigte Markierung frei bewegt werden kann. Denn in dieser Dimension haben selbst Digitalkameras nur eine geringe Tiefenschärfe und der Fokus sollte daher millimetergenau eingestellt werden. Ohne Stativ oder eine feste Unterlage gehts kaum. Die von Ricoh so hervorgehobene Geschwindigkeit der Kamera kann ich bestätigen. Vom Ein- und Ausschalten über Fokussierung und Auslösen bis zum Durchzappen bereits aufgenommener Bilder auf dem Display geht alles rasend schnell. Was mir ebenfalls besonders gefällt, ist die Bedienung der Kamera. Hier haben sich die Entwickler wirklich Gedanken gemacht, um das Ändern einiger Aufnahmeparameter wie Gegenlichtkorrektur, Weißabgleich etc. ohne ein Aufwendiges Rumwurschteln in den Menüs zu ermöglichen. Per Schnellzugriffstaste kann man durch die 3 wichtigsten Parameter zappen. Man kann sogar einen weiteren Parameter nach Wahl hinzufügen. So macht es sogar Spaß mit den Einstellungen rumzuspielen. Das große und helle dimbare Display trägt ebenfalls dazu bei. Das letzte Bild kann man mit nur einem Tastendruck noch mal anzeigen lassen und auch gleich löschen, ohne wie üblich in den "Anzeigemodus" wechseln zu müssen. Das Display kann ebenfalls Blende und Bel.-Zeit anzeigen und hat ein paar geniale Stromspaar-Optionen. Das Display kann so eingestellt werden, daß es sich sofort einschaltet, wenn der Auslöser gedrückt wird und dann sofort ausgeschaltet wird, wenn man den Auslöser losläßt, oder das Bild geknipst hat. Man sieht es so immer nur wenn man es braucht, ohne es manuell abschalten zu müssen. Auf der Rico-Homepage kann man sich übrigens das Manual herunterladen und sich die Funktionen und Bedienung der Kamera anschauen.
Aber nun genug Lobhudelei Ich bin nämlich bei näherer Untersuchung des optischen Suchers auf ein echtes Manko gestoßen. Vielleicht war es ein Defekt oder Verarbeitungsfehler, jedenfalls zeigt der Sucher nicht nur (wie andere Cams auch) nur 80 % des tatsächlich aufgenommenen Bildes, sondern hat eine falsche horizontale Ausrichtung gehabt. Wenn man mit dem optischen Sucher fotografiert, bekommt man als Ergebnis einen schrägen Horizont. Meistens benutzt man wohl doch das Display, aber ich nutze auch gern den Sucher. Ich bin kein Fan vom Blitzen, denn sonst hätte ich diesen genauer getestet. Mal funktionierte er sehr gut, mal überblitzte er nahe Motive stark. Die Kamera gefällt mir optisch gut und ist sogar noch bedingt Hosentaschentauglich. Leider Fehlen die Abdeckungen für den USB-Anschluß. Man sollte ihn im Urlaub vielleicht mit einen Klebestreifen schützen (oder sich gleich ein Kartenlesegerät kaufen) Naja, es handelt sich bei der Caplio RX um eine Fotokamera. Da es ab und zu aber auch sinnvoll ist und Spaß macht kleine Filme zu drehen, möchte ich persönlich die Option auch nicht missen. Maximal 18 Sekunden lange Filmsequenzen bei 320x240 genügt mir gerade mal eben. Das ist wirklich das Mindeste. Wenigstens wird auch Ton aufgezeichnet. Fazit :
Wenn man den 28mm Weitwinkelbereich zu schätzen weiß und viele Aufnahmen von Architektur und Landschaften macht, muß man diese Kamera haben. Es macht auch einfach Spaß mit ihr zu fotografieren. Dafür sorgt die einfache Handhabung und das große Display schon. Im Urlaub kann man mit wenigen Ersatzakkus lange fotografieren, ohne ans Ladegerät zu müssen. Im Notfall geht man zur Tankstelle und kauft sich 2 normale AA-Batterien und kann im Stromsparmodus noch eine Weile weiter knipsen. Steht man vor einem großen Gebäude, oder vor einem großen Baum oder muß viele Personen in engen Innenräumen auf ein Bild bekommen, wird man diese Kamera nicht mehr her geben wollen. Hat man sich für den Kauf entschieden, sollte man gleich Akkus und eine große Speicherkarte mitbestellen. Ansonsten hat der Spaß nach 45 Minuten Spielerei und Ausprobieren ein jähes Ende wegen Entladung der mitgelieferten Batterien. Die Frage ist : 1 Spezialakku mit 1800 mAh oder 2 AA-Akkuzellen mit je bis zu 2400 mAh. Auf Anfrage bei Ricoh habe ich prombt eine Empfehlung für SD-Speicherkarten bekommen : erste Wahl : Panasonic dann Toshiba dann Ricoh und Kodak.
Mittlerweile ist schon die Nachfolgerin der RX zu zu haben. Die GX mit 5 MP und noch mehr Features. Anscheinend ist sie aber wegen vorstehender Teile wesentlich dicker und nicht so kompakt wie die RX. Die neue Caplio R1 dagegen ist sogar noch flacher und hat sogar ein 4,8-fach Zoom. Daß sie erheblich teurer ist versteht sich von selbst. Die RX bleibt also weiterhin attraktiv.
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02.05.2005 23:30
Hallo, besitze die Ricoh Caplio RX seit Ende Oktober 2004. Bin bisher sehr zufrieden damit und kann Deine Kritik leider nicht verstehen. Von Der Verarbeitung finde ich die Kamera gut bis sehr gut. Hat gegenüber anderen Kameras in dieser Preisklasse immerhin ein Aluminiumgehäuse. Außerdem darf man natürlich für das Geld keine Profikamera erwarten. Doch für das gelegentliche Fotoschiessen reicht die Kamera mehr als aus !!! Und vom Preis her ist das Teil wirklich unschlagbar gegenüber einer Casio, Canon oder ähnlichem !!! Also ich kann die Kamera nur empfehlen .
23.11.2004 15:05
für mich ein hervorragender Bericht mit den Informationen, die mir wichtig sind. Nur bin ich mir jetzt nicht mehr sicher, ob ich nun die Ricoh Caplio RX oder doch die Casio Exilim, für die ich mich schon entschieden, hatte kaufen soll.
01.11.2004 21:53
Sehr informativer Bericht, habe die RX selbst seit drei Wochen und kann die Angaben nur bestätigen. Bin zwar im Vergleich zu meiner "alten" Olympus E 100 RS mit nur 1,3 MP von der Bildqualität enttäuscht aber die RX ist eben auch nur eine Taschenkamera und keine professionelle...(die man dann eben wegen ihrer Abmessungen meist doch nicht mitgenommen hat)