Rigips Trockenbauwand

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Trockenbau aus Gipskartonplatten Fabrikat Rigips ******************************************************** Hallo liebe Ciao Community, mit diesem Bericht möchte ich euch meine Erfahrungen aus der Bauwelt vorstellen. Ein großer Raum musste für zwei kleinere Räumlichkeiten geopfert werden, ... Bericht lesen





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Trockenbauwand mit Rigips
Erfahrungsbericht von Trolligun über Rigips Trockenbauwand
08.09.2007


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Leicht, fexibiel, günstig, schnell zu montieren
Kontra: Tragfähigkeit

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Trockenbau aus Gipskartonplatten Fabrikat Rigips
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Hallo liebe Ciao Community, mit diesem Bericht möchte ich euch meine Erfahrungen aus der Bauwelt vorstellen.
Ein großer Raum musste für zwei kleinere Räumlichkeiten geopfert werden, nun musste eine schnelle und kostengünstige Trennwand her.
Ich habe mich für eine Trockenbauwand in einer Stärke von 12,5cm entschieden.
Die Wand hat nicht nur eine hervorragenden Stabilität, sondern gute brandschutztechnische (F 30) und schallschutztechnische Eigenschaften.
Nachfolgend beschreibe ich wie die Montage erfolgte, viel Spaß beim lesen.


Als Einführung
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erstmal ein paar Zeilen zur Entstehung bzw. der Geschichte von Gipskartonplatten (Abkürzung GKP).
1894 wurden diese in den USA von Augustine Sackett zum Patent angemeldet und ab 1910 industriell gefertigt. Erst seit 1938 wurden in Europa die ersten Gipskartonplatten in Riga (Rigaer Gips) hergestellt, daraus wurde der Produkt bzw. Fabrikatsname RIGIPS abgeleitet.

Die RIGIPS-Platte (die genaue allgemeine Bezeichnung ist Gipskartonplatte) wurde 1949 auf den europäischen Markt eingeführt und war für den deutschen Baumarkt ein völlig neues Produkt für den Innenausbau.
Von den damaligen Vereinigten Baustoffwerken Bodenwerder GmbH, die heute den Firmennamen Rigips GmbH tragen wurde und wird es heute noch hergestellt.


Beschreibung der Trockenbauplatten und die handelsüblichen Formate.
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Der Gipskarton (GK) bzw. die Gipskartonplatten (GKP) ist beidseitig mit Kartonagebezug, der Kern besteht aus verfestigten Gips. Ihre Stabilität erhalten die Platten durch die beidseitige Kartonage, da diese die Zugkräfte aufnimmt.
Die gebräuchlichsten Formate bzw. Größen der Platte sind in der Dicke bzw. Stärke 9,5 mm und 12,5 mm, die Standartbreite ist 1,25m und die Höhe der einzelnen Platten beginnt ab 2,00 m über 2,50m, 2,60, 2,75 und 3,00m.
Darüber hinaus gibt es noch weitere Dicken und auch Sonderformate.


Zusätzliche Materialien für die Montage Trockenbauwand
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Außer den oben beschriebenen Gipskartonplatten braucht man zum erstellen der Trennwand folgende Materialien:

- U-Stahlprofile (U-förmigen verzinkten Stahlblechprofilen in den Breiten 50, 75, 100, 125 und 150 mm) die als äußerer Rahmen an die Mauerwerksflanken, Decke und den Boden angebracht werden.
- C-Stahlprofile die im gleichmäßige Abstände in senkrecht in den vorgeschriebenen Rahmen eingebaut werden.
- Für Türöffnungen sind spezielle Profile mit höherer Materialstärke zu verwenden.
- Mineralwolle in der jeweiligen Materialstärke für das ausfüllt der Zwischenräume, Spachtelmasse, sowie Schnellbauschrauben.
Die Materialien können alle bei RIGIPS bezogen werden.

Für meine 12,5 cm starke und beidseitig zweifach mit Gipskarton beplankte Trennwand, mussten folgende Materialien gekauft werden.
75 mm starke U- und C-Profile, 80 mm starke Mineralwolle, Gipskartonplatten 12,5 mm stärke, Vario-Spachtelmasse, Schleifpapier und jede Menge Schnellbauschrauben, Dübel mit passenden Schrauben.
Ergibt dann eine Gesamtstärke der Wand nach Montage von 12,5 cm.


Werkzeuge
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Nachdem die Materialien bereitgestellt sind brauchen wir für die Ausführung noch das notwendige Werkzeug, das wie folgt bereitgestellt wurde:

- Bleistift, Spachtel
- Wasserwaage
- Zollstock oder auf gut deutsch Gliedermaßstab
- Schleifpapier bzw. Excenterschleifer
- Säge für die U-Profile
- Bohr- bzw. Schlagbohrmaschine
- Cuttermesser
- Glattkelle
- Schnellbauschrauben, Dübel, Schrauben


Montage der Trockenbauwand
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Nachdem alles vorbereitet ist kann es losgehen:

Erstmal wurde die genaue Position der Trennwand eingemessen und auf den Boden mit einem Bleistift aufgetragen, dann wird ein U-Profil wie oben beschrieben auf den Boden bzw. Estrich (waagerecht), mittel Dübel und schrauben montiert. Zur Schalldämmung wurde vor dem Befestigen der Profile am Baukörper ein Filz- oder Bitumenstreifen untergelegt.

Anschließend wurde an den Mauerwerksflanken die senkrechten U-Profile in Waage angebracht. Jetzt noch das U-Profil an die Decke bzw. Rohdecke (Beton) montieren (Schlagbohrer, Dübel, Schrauben) und fertig ist das äußere Rechteck.

Achtung:
Vor dem Bohren in Wände und Decke Revisionspläne über die vorhandene Elektro- und Sanitärführung besorgen.

Alle 62,5 cm wurden dann die C-Profile senkrecht in das Rechteck gestellt und an die U-Profile (oben und unten), mittels Schnellbauschrauben befestigt.
Jetzt die Zwischenräume mit der Mineralwolle vollflächig füllen und dann kann die Montage der 1,25 m breiten Gipskartonplatten beginnen. Die erste Lage werden mit den Schnellbauschrauben an den Oberen, Unteren und Senkrechten Profile befestigt.
Bei der zweiten Beplankung (je Seite zwei Lagen Gipskartonplatten) müssen die senkrecht stehenden Platten mit einer Breite von 125 cm um 62,5 cm versetzt. Dabei muss die erste Schicht nicht unbedingt verspachtelt werden (nur bei Brandschutzplatten vorgeschrieben).

Im Anschluss kommt das verspachteln der Fugen und Schrauben. Zunächst wurde die Spachtelmasse cremig angerührt.
Das Pulver wurde in das Wasser eingerührt

Achtung: nachträgliches hinzufügen von Wasser kann zu Klumpenbildung führen.

Die Spachtelmasse mit der Glättkelle zweimal aufgebracht und abgezogen.
Ist die Spachtelmasse vollständig durchgetrocknet werden Unebenheiten mit Schleifpapier oder Excenterschleifer abgeschliffen.
Soll die Wand tapeziert werden können einige Unfeinheiten verbleiben. Bei einem direkten Anstrich muss die Wand aalglatt geschliffen sein und evtl. ist eine dritte Spachtelschicht notwendig.
Nachdem die Fläche absolut eben war, wurde eine handelsübliche Lasur aufgetragen. Dann kann mit Farbe, je nach Bedarf (Dispersion-,Silikat- oder Latexfarbe) gestrichen werden.

Allgemein zu beachten!
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- Ständerabstand alle 62,5 cm
- Verstärkungen (aus Spanplatten oder Massivholz) vor dem Beplanken einbauen,
falls später schwere Hängeschränke oder andere Schwere Gegenstände angebracht werden sollen. einbauen, Küchen und WC Bereich, bei Einbauteile
- Hydrophobierte Gipskartonplatten (Grüne Platten / Feuchthebeständig) in Nassbereiche verwenden.
- Rundungen der Platte (an den Rändern) nach vorn, hier wird die Armierung und Spachtelung eingebracht.
- Elektroinstallationen vor Montage der GK Platten einbringen, hierzu gibt es in den C-Profile extra Bohrungen um die Elektroleitungen durchzuziehen.
- Armierung bzw. armierte Spachtelmasse
- Auch Wartungsöffnungen im Sanitärbereich sind zu empfehlen.
- Wandöffnungen z.B. Steckdosen, Lichtschalter, etc. verringern den Schallschutz. Auch auf die Anschlüsse an angrenzende Bauteile ist hier zu achten.


Vorteile
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- Geringes Gewicht (Wandgewicht ca. 26 kg/m2)
- Leicht zu demontieren
- Kostengünstig
- Flexibel
- Kann direkt auf den Estrich gestellt werden


Nachteile
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- geringe Tragfähigkeit gegenüber Massivwände
- durch den hohen Gipsanteil ist die Aufnahme von Feutigkeit bei einem Wasserschaden höher.


Kosten
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Die Trockenbauwand doppelt Beplankt 12,5 cm Gesamtsstärke ca. 55,- € / m² eine Mauerwerkswand muss noch verputzt werden und in den Gesamtpreis der Wand eingerechnet werden. Eine Trennwand aus Mauerwerk kostet ca. 5-10% mehr.


Normen in Deutschland
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-DIN EN520 Gipskartonplatten - Arten, Anforderungen, Prüfung
-DIN 18181 Gipskartonplatten im Hochbau - Grundlagen für die Verarbeitung
-DIN 18182 Zubehör für die Verarbeitung von Gipskartonplatten
-DIN 18183 Montagewände aus Gipskartonplatten - Ausführung von Metallständerwänden
-DIN 18184 Gipskarton-Verbundplatten mit Polystyrol- oder Polyurethan-Hartschaum als Dämmstoff


Fazit
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Bei größeren Umbaumaßnahmen sollte stets der Rat einer Fachkraft hinzugezogen werden.
Des Weiteren sollten vorab die technischen Merkblätter und Montagehinweise der Firma Rigips gründlich gelesen werden.
Für den Einbau von nichtragenden Trennwänden kann ich die Trockenbauwände nur empfehlen.

4 von 5 Sternen.

Viel Spaß beim lesen, kommentieren und montieren.   
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
sehr hilfreich

10.09.2007

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