Erfahrungsbericht über "Rio de Janeiro"

veröffentlicht 13.02.2011 | meinemiamaria
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Ausgezeichnet
Pro Einmal an der Copacabana muss man gewesen sein !
Kontra Der Flug dauert sehr lange 11-12 Stunden
besonders hilfreich
Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Sehenswürdigkeiten
Sicherheit
Gastfreundlichkeit

"-- 2 Tage Rio de Janeiro + eine Nacht --"

7. Die Seilbahn zum Zuckerhut

7. Die Seilbahn zum Zuckerhut

Die Bewohner der Stadt Rio de Jameiro, die Cariocas, behaupten sie sei die schönste Stadt der Welt, ich finde, es stimmt!
Rio ist die Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates und liegt an der Guanabara-Bucht im Südosten des Landes. Der Name entstand, weil Gaspar de Lemos am 1. Januar 1502 die Bucht entdeckte und irrtümlich für die Mündung eines großen Flußes hielt.

Die Region hat fast 12 Millionen Einwohner und war bis 1960 die Hauptstadt Brasiliens, danach wurde es Brasília.
Das Wahrzeichen von Rio de Janeiro sind der Zuckerhut, die 38 Meter hohe Christusfigur auf dem Gipfel des Corcovado und der Strand des Stadtteils Copacabana, der als einer der berühmtesten der Welt gilt.

Als wir mit dem Schiff bei aufgehender Sonne diese drei genannten Wahrzeichen passierten (s. Foto Nr. 1), war mir klar, die Cariocas haben recht:

Rio ist eine wunderschöne Stadt!

Natürlich ist Rio auch durch den jährlich stattfindenden Karnevals bekannt. Die vielfarbigen Paraden der Sambaschulen gehören zu den größten Paraden der Welt.

Wir sind zwei Tage und eine Nacht in Rio gewesen und hatten eigentlich genug Zeit, um folgende Sehenswürdigkeiten der Stadt anzusehen.

1. Die Christusstatue auf dem Corcovado
2. Die Copacabana
3. Den Zuckerhut
4. Eine Nacht in Rio
5. Das Zentrum
6. Die Kirche „Metropolitana“
7. Fazit

1. Die Christusstatue


auf dem 710m hohen Corcovado (deutsch: der Bucklige) war unser erstes Anlaufziel.
Mit einem gebuchten Ausflugsbus von Aida fuhren wir direkt bis vor den Eingang der Zahnradbahn, die uns durch
eine sehr abwechslungsreiche Tier- und Pflanzenwelt im "urbanen" Regenwald hinauf auf den Gipfel fuhr. (s. Foto Nr. 2 ) An der Zwischenstation "Morro da Urca" stiegen Musiker ein und beglückten uns mit Sambaklängen. Um zu dem Wahrzeichen der Stadt zu gelangen stiegen wir noch in einen Aufzug und fuhren dann mit der Rolltreppe, zur 38 Meter hohen Christus-Statue „Cristo Redentor“ (deutsch: Chritus der Erlöser). Leider waren wir nicht die Einzigen, die diesen Ausflug an dem klaren Sommertag bei 40° C geplant hatten. Menschenmassen standen auf der Treppe, streckten ihre Hände zur Seite, um mit den 28 m breiten Armen der Chrstusstatue ein ähnliches Bild abzugeben.
Ich stellte mich auch direkt vor das Artdeko-Denkmal und ließ mich von unten fotografieren. Es entstand ein einmaliges (blödes) Bild !
Der Christus blickt in Richtung Zuckerhut und das taten wir dann auch, wo weitere Bilder entstanden.(s. Fotos Nr. 3+4) Der Blick war gigantisch, wenn man bedenkt, daß es nur 50 Tage im Jahr geben soll, wo diese Sicht ohne Wolken oder Nebel möglich ist .....
Auf der anderen Seite konnte man das riesengroße Fußball-Stadion von Rio sehen; in diesem Maracanã-Stadion verfolgten 200.000 Zuschauer die Fußball-WM 1950, es war die höchste Zuschauerzahl in einem Stadion überhaupt, das Stadion war damals auch das größte der Welt. Nach einer Wartezeit am Aufzug und an der Station der Zahnradbahn ging es mit dem Bus weiter in Richtung Ipanema und dem gleichnamigen Strand.
Es ist wohl die Gegend der Wohlhabenden, denn die Häuser und Straßen sahen alle sehr gepflegt aus.
Die Anwesen waren eingezäunt und in jedem Haus gab es am Eingang einen Concierge-Raum, der aussah wie ein kleines Wohnzimmer.
Wir hatten vom Bus aus Blick auf den Strand; doch für mein Empfinden unterschied er sich kaum von einem in Grand Canaria oder Teneriffa.
Rio verfügt insgesamt über 20 km Strand, das ist schon toll, wenn man auch bedenkt, daß sich das Leben der Cariocas hauptsächlich am Wasser abspielt.

Es ging weiter mit dem Bus zum Strand von

2.Copacabana


Der Blick war fantastisch. An dem breiten, sauberen Sandstrand führte der Blick zum Zuckerhut und dem Corcovado. Ein Anblick wie aus dem Bilderbuch !
Einfach traumhaft. Alle 50 m war eine Dusche, wo sich die Badenden das doch nicht so saubere Wasser wieder vom Körper waschen konnten. Es gab gelbe und rote Strandbuden, (s. Foto Nr. 5) und große weiße mit Nummern beschriftete Stationen. Auf mich wirkte alles sehr ordentlich und sauber. Auf der anderen Seite der dreispurigen Straße gab es Hotelanlagen und schöne Häuser. Das 5-Sterne Copacabana-Hotel, in dem Könige und Popsänger absteigen, haben wir auch gesehen. (s. Foto Nr. 6) Gegenüber des Hotels war auf dem Sandstrand ein breiter roter Teppich ausgelegt, der bis zum Wasser führte. Die Reiseleiterin erzählte uns, daß dort nur geladene Gäste flanieren dürften.
Das wellenförmige schwarz/weiße Pflaster der breiten Gehwege ist legendär und überall als Muster auf Tüchern, Taschen und Pareos zu sehen. (s. Foto Nr. 5)
Es ist ein Zeichen der Copacabana.

Mitreisende haben sich am Abend per Taxi zu einem der Cafés fahren lassen und dort einen Caipi getrunken. Es sei ganz unkompliziert und sicher gesesen, berichteten sie.
Es ist aber auch bekannt, daß man dort mit Schlappen, Jeans und T-Shirt bekleidet, kaum auffällt.
Ich konnte keinen Unterschied zu dem Strandleben z. B. in Mallorca erkennen, allerdings war das Panorama, das heißt, die Aussicht auf den Zuckerhut und die Christusstatue schon einzigartig und beeindruckend. Aber auch bei genauerem Hinsehen habe ich keine wirklich schönen Frauen erblicken können; im Gegenteil, auch die mit einem außerordentlich dicken Po trugen die legendäre String-Bikinihose.

Doch, die Copacabana ist wohl ein Muss, wenigstens einmal sollte man das Treiben dort gesehen haben.

3.Der Zuckerhut


hat seinen Namen, da seine Form an einen Zuckerhut erinnert. (portugiesisch: Pão de Açúcar; wörtlich Brot aus Zucker) Er ist 395 m hoch, ein steil aufragender Granitfelsen, der auf der Halbinsel Urca im Süden der Botafogo-Bucht liegt. Von allen Seiten bietet sich ein imposantes, in seiner Form ständig verändertes Bild des Berges. Auch der Zuckerhut gehört zu den Wahrzeichen Rios.

Am 27. Oktober 1912 wurde der erste Streckenabschnitt der Seilbahn auf den Morro da Urca fertiggestellt; ein Jahr später folgte der zweite Abschnitt, der bis auf den Gipfel des Zuckerhuts führt. Die Seilbahn ist von unten sehr gut zu erkennen.

Ich finde den Blick von der Copacabana auf den Zuckerhut, oder von der Christusstatue und auch vom Meer aus einfach wunderschön. Auch von unten sieht der Granitblock toll aus, sodaß ich mir die Fahrt hoch auf die Spitze des Berges sparen konnte. (s. Foto Nr. 7)

4.Eine Nacht in Rio


begann mit einer Rundfahrt durch die erleuchtete Altstadt, hoch zum Stadtteil Santa Teresa, wo auch ein 5-Sterne Hotel Amy Winehouse beherbergt hat, die in Sao Paulo und Rio Auftritte hatte. Wir fuhren weiter zum Samba-Nachtcafé „Rio Scenarium“ im Zentrum der Stadt, in der Rua do Lavradio. Dieses Tanzcafé wurde uns von Leuten empfohlen, es sollte das Schönste und Größte sein! Schon zwei Straßen vorher mußten wir aussteigen, da so viele Leute unterwegs waren, oder die Straßen ab Freitags Nachts geschlossen werden, ich weiß es nicht. Auf jeden Fall geht in Rio das Wochenendleben am Freitag los, wie uns Frank erzählte, den wir schon aus Deutschland als „Fremdenführer“ gebucht hatten. Auf sauber gefegtem Kopfsteinpflaster (nicht ideal für hochhackige Tanzschühchen), vorbei an maroden Häusern erreichten wir das Jugendstil-Tanzcafé „Rio Scenarium“. Schon vor dem Eingang waren Absperrungen mit Bodyguards, die nur ausgesuchte Leute hineinließen. An der Kasse zahlten wir den Eintritt von 15 Real, es wurde ein Foto gemacht, wir sagten unseren Vornamen und bekamen einen Verzehrsbon.
Vorbei an alten Bildern und Requsiten aus den 20er Jahren stiegen wir knarrende Holztreppen hoch bis in die 3. Etage. Von dort hatten wir über die Empore einen direkten Blick auf die Samba-Kapelle.
Es soll dort Platz für mehr als 1000 Personen geben.
Wir waren nur 14 und versammelten uns an einer langen Tafel.

5.Das Zentrum


Am nächsten Morgen machten wir eine Führung durch das eigentliche Zentrum der Stadt, das nicht weit vom Hafen entfernt ist. Es war ein Samstag Vormittag und das Stadtzentrum war fast menschenleer. In den Hochhäusern der Banken und Versicherungen gibt es keine Wohnungen, somit auch keine Menschen; nur ein paar Obdachlose lagen auf den Bänken oder Hauseingängen und schliefen.
Die alten Siedlungshäuser, die im 18.Jh. gebaut wurden, sind fast alle abgerissen worden und mussten den gewöhnlichen Hochhäusern weichen.
Es gibt nur noch ein paar Straßenzüge, wo diese ursprüngliche Bebauung erhalten ist. Die Häuser wurden zum Teil entkernt, es sind Restaurants und Geschäfte darin und somit auch von innen zu bestaunen. (s. Foto Nr. 8)
Dieser Bereich im Zentrum von Rio de Janeiro könnte es in jeder anderen Stadt auch geben, ich habe nichts Spezifisches ausmachen können, es war eine leergefegte Stadt, die überall liegen könnte.
Nur ein einziges Gebäude, das sich in den verglasten Fenstern einer Bank spiegelte und aussieht wie eine Pyramide, erregte meine Aufmerksamkeit. (s. Foto Nr. 9) Es ist die

6.Kirche „Metropolitana“


Dieses sakrale Gebäude ist nicht zu übersehen: In der Form einer Maya-Pyramide wurde die Kirche in den 70er Jahren erbaut und seitdem zieht das Gotteshaus unzählige Besucher an, der Papst ist auch schon dort gewesen! Während einer Messe können bis zu 20.000 Menschen darin Platz finden. Die Kirche ist knapp 90 m hoch und neben dem Lichtkreuz (s. Foto Nr. 10) ganz oben gibt es sechs kleine Wohnungen für die Padres die in dieser Kirche arbeiten. Ein Lift fährt sie hoch.

7.Fazit


Rio ist eine wunderschöne Stadt. Der Blick vom Meer auf den Zuckerhut, den Corcovado und den Strand von Copacabana ist einzigartig. Ich habe noch nie so viele schöne Fotos gemacht. Es waren zwei erlebnisreiche Tage, die ich nie vergessen werde. Von den Städten, die ich bisher gesehen habe, war Rio de Janeiro wirklich die Schönste !

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • Leo56 veröffentlicht 28.11.2015
    da würde ich gern mal mehr als 2 Tage hin, phantastisch!
  • Sly_Boots veröffentlicht 03.02.2015
    Bh und LG von Sly
  • Velu1961 veröffentlicht 30.10.2014
    BH
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