Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Schultüte, Auffürung der 2 . Klässler, Festgottesdienst |
| Kontra: |
Überfüllte Aula, zu wenig Sitzplätze |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Rituale zum Schulanfang !
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Vom Ernst des Lebens...
Mit dem Schulanfang sind viele besondere Erinnerungen verbunden, da gibt es natürlich erst mal die obligatorische Schultüte. Bei uns ist es üblich, dass hier keine gekaufte verwendet wird, die wird lange zuvor schon im Kindergarten von den Eltern gebastelt, oder bemalt. Dann wird sie bis zum 1. Schultag versteckt, schließlich soll es ja eine Überraschung werden, wie sie dann letztendlich aussieht. Unsere Tochter Annika, die am 23.September 2006 eingeschult wurde bekam eine gelbe mit aufgemaltem Diddl, sie ist großer Diddl Fan.
In Tübingen -Pfrondorf habe ich den Brauch gesehen, dass 2.Klässler als Paten ausgewählt werden, die ihrem Patenkind dann die Schule zeigen. Auch gibt es da den hübschen Brauch aus Südamerika, dass die Kinder ein Segensbändchen mitbekommen, dass den Segen Gottes spürbar machen soll. Unsere Schulanfänger bekamen im Gottesdienst kleine bunte Hände aus Tonpapier gebastelt überreicht. Im Gottesdienst wurde von den Händen Gottes gesprochen, Gott der die Kinder in die Hand nimmt, sie schützt und segnet. Der Festtag der Einschulung ist immer ein ökumenischer Gottesdienst, der abwechselnd mal in der evangelischen mal in der katholischen Kirche stattfindet. Dieses Mal war es in der evangelischen, die bietet bei uns weiter Platz. Wir hatten dieses Jahr 67 Schulanfänger, jeder bringt ein kleinen Kreis von cirka 10 Verwandten mit also wird die Kirche, und danach bei der weiteren Feier die Aula schnell voll. 10 Verwandte, da hat es schnell, schließlich haben die meisten Eltern, Geschwister, Großeltern und auch die Paten dabei. Es ist ein einschneidendes Ereignis, das natürlich auch gebührend gefeiert wird.
Eine zweite Klasse führt etwas vor. Erstaunlich was 2. Klässler schon alles können. Diese Klasse hatte Dornröschen gespielt und gesungen, allerdings auf Englisch. Wenn man denkt, dass diese Kleinen erst 1 Jahr Englisch in der Schule hatten, und können es bereits so gut. In diesem Alter lernt man es auch noch am besten. Natürlich bin ich sehr froh, dass unsere Kinder bereits im 1. Schuljahr Englisch und aber auch bereits Schwimmen haben. Die Aula war wieder dicht gedrängt voll, die meisten konnten kaum noch Stehplätze ergattern, ich fürchtete schon uns geht es genauso. Aber da sah ich meine Tochter Johanna, die uns verzweifelt von vorne winkte, sie war nämlich während wir noch warteten bis alle unsere Verwanden aus der Kirche kamen in die Schule , in die Aula vorgerannt, und hatte gleich einige Stühle besetzt, so konnten wenigstens einige von uns etwas mitbekommen. Die Tür von der Aula bleibt offen, in der Tür und davor standen noch einige, die wenigstens noch von allem etwas hören wollten. Im Gang war dann Kuchenverkauf, hier wurde Kuchen, Muffins, Salzgebäck, und auch Butterbrezeln verkauft. Und natürlich Getränke, eine 5. Klasse besserte sich mit dem Verkauf ihre Schullandheimkasse auf. Die Vorführungen, die Erklärungen des Rektors, all das ging nicht zu lange, vielleicht eine Stunde. Die Erzieherin der Kernzeitbetreuung stellte sich nochmals vor, sie zeigte den interessierten Eltern, und vor allem denen, die ihr Kind bereits bei der Kernzeitbetreuung angemeldet hatten, diesen Raum.
Nun gingen die Kindern mit ihren Klassenlehrerinnen in ihre Klassenzimmer, dort hatten sie bereits ihre erste Stunde Unterricht, allerdings dieses Mal eine ganze Stunde ( nicht wie sonst nur 45 Minuten). Dort ging es gleich los, sie malten ein Bild. Für den ersten Tag musste im Mäppchen der Kinder eine Jurismappe ( die brauchen sie um ihre Werke, Stundenplan, Infoschreiben der Lehrer etc.) abzulegen und ein Mäppchen sein. Annika hatte allerdings kein Mäppchen, das ist bei uns einfach dumm gelaufen. Selbiges hatte der Pate, der es ihr schenken wollte, noch eingepackt in den Händen. Schließlich war noch keine Gelegenheit um Geschenke zu übergeben. Annika saß nun als einzigstes Kind ohne Mäppchen da. Aber sie hatte sich längst den Sitzplatz neben ihrer liebsten Freundin ausgesucht. Vanessa lieh ihr dann die Stifte. Ich sagte Annika danach: "Siehst Du jetzt hast Du wenigstens gelernt, was Freundschaft bedeutet, deine Freundin war für Dich da, und hat Dich mit ihren neuen Stiften malen lassen." Die Kinder lernten noch ein Lied, das sie dann nach der Schulstunde den Eltern vorsangen. Es geht so: "Hurra, ich bin ein Schulkind und nicht mehr klein. Hier habe ich viele Freunde, das finde ich fein. In der Schule singen wir, schreiben, rechnen, zwei drei, vier. Ich möchte vieles lernen drum bin ich hier." Die Kinder konnten es schnell auswendig und haben es begeistert gesungen. An das Lied, das unser Großer der mittlerweile 18 jährige Michael damals gelernt hatte, kann ich mich auch noch wage erinnern: "Ich heiße Fritz, und bin sechs Jahre alt, zur Schule gehe ich gerne..." Nun holten alle ihre Kinder ab, hatten Gelegenheit, das Klassenzimmer zu sehen, mit der Lehrerin zu reden.
Wir gingen danach, wie bei all unseren Kindern auch zur Wirtschaft zum Essen. Es war gar nicht einfach einen Platz zu finden, da an diesem Tag überall die Schulanfänger mit ihren Eltern saßen. Wir hatten uns dann noch einen Platz im Fischerstüble bei uns im Ort reserviert, dort war es herrlich ruhig, das Essen lecker, das ganze idyllisch am Neckar gelegen. Die Preise waren akzeptabel. Und Daniel unsere 11 Jähriger, ist ja jetzt auch zu den Anglern gegangen, dort fanden wir es herrlich passend. Es gab auch noch reichlich Platz das Annika ihre Schultüte, die Geschenke, und den Schulranzen aufstellen konnte. Von der Wirtin bekam sie zur Feier des Tages eine Wundertüte überreicht.
Nach dem Mittagessen gingen wir mit unserer Festgesellschaft in nahegelegenen Schönbuch, spazierten in der herrlichen Spätsommersonne. Danach gingen wir noch zur Anita in die Waldklause, das ist ein Biergarten mit großem Spielplatz und Motorräder, die mit Akku aufgeladen werden, auf denen die jüngsten für ein 50 Cent Stück ihre Runden drehen können. Alles in allem war es ein herrlicher Festtag, den das Schulkind und auch die Festgesellschaft sehr genoss.
© Sabine Luz, den 26.September 2006 für Ciao
PS: Fotos vom Schulanfangen folgen in den kommenden Tagen, dies ist noch ein Bild vom Kindergarten, da durften sie am Schluß ihre neue Schulranzen zeigen.
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