... Nach einigen Enttäuschungen mit Billichdingern, kam ich günstig an die damals unfeierlich teuren Top-Inliner von Roces (UVP seinerzeit 399.- DM sprich gut 200 Euronen). Das heißt mein Bruder hat sie mir als Ersatz für diejenigen beschafft, da er meine guten alten Rollerblades beim Rollerhockey ... Bericht lesen
Erfahrungsbericht von Tut_Ench_Amun über Roces Lowrider 07.03.2004
Produktbewertung des Autors:
Verarbeitung
ausgezeichnet
Komfort:
gut
Design
gut
Preis-/Leistungsverhältnis:
Pro:
Klasse Stunt - Schuh / Extrem langlebig und stabil wie ne Wand
Kontra:
War damals verdammt teuer / gibts seit Jahren nicht mehr, die Ersatzteile (vor allem Spacer und Achsen) schwinden langsam dahin
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Die ersten wärmenden Sonnenstrahlen sind trotz der teils immer noch vorherrschenden Saukälte bereits spürbar und so mancher fragt sich, ebenso wie Merkwürden, wohin mit dem überflüssigen Winterspeck? Die bittere Wahrheit: Einfach in die Tonne hauen geht ja leider nicht und für einen schönheitschirurgischen Eingriff fehlt den meisten wohl der Wille und auch das nötige Kleingeld, auch die pharaonische Staatskasse lässt eine Fettabsaugung nicht zu. Also rücken wir dem Wanst mit dem Ältesten aller Mittel zuleibe – Bewegung! Einfach nur Laufen ist mir zu doof und für ne Mucki-Bude kriegt man mich nur schlecht erwärmt, auch hier lässt im Übrigen das stets leere Konto grüßen. Inlineskaten ist nicht nur gesund, mir als ollem Schlittschuhprofi fällt diese Sportart auch sehr leicht, denn sie unterscheidet sich nur geringfügig vom kesse Runden drehen auf der Eisfläche – ursprünglich hatte ich mir meine Skates zugelegt, weil die Eishallen im Sommer ja geschlossen haben. Nach einigen Enttäuschungen mit Billichdingern, kam ich günstig an die damals unfeierlich teuren Top-Inliner von Roces (UVP seinerzeit 399.- DM sprich gut 200 Euronen). Das heißt mein Bruder hat sie mir als Ersatz für diejenigen beschafft, da er meine guten alten Rollerblades beim Rollerhockey vor den Quast gehauen hat. Ich schätze diese Geste war nicht ganz uneigennützig. Das ist nun fast 7 Jahre her und die Dinger funktionieren immer noch. Versuchen wir zu ergründen warum...
[ Ruckedigu – Blut ist im Schuh | Komfort ] Nein, Blut im Schuh ist bei diesem reinen Stunt-Schuh nicht zu erwarten, im Gegenteil er ist für einen hybriden Voll-Schalenschuh (Schnür- plus Schnallensystem) recht bequem. Dank der Schnürung über den Spann bis zum Knöchel lässt sich die Hartschale auch auf meine breiten Füße individuell einstellen, ab dem Knöchelschaft sorgt eine 15-rastige Schnalle für genug Seitenhalt. Der relativ hohe, dick gepolsterte Schaft reicht bis zum Ansatz des Wadenmuskels und ist mit einem Drehgelenk gelagert, sodass man den Fuß wenige Grad hoch und runter kippen kann. Seitliche Bewegungen sind nicht möglich und das ist auch gut so, schließlich verhindert das Umknicken, Kreuzbandrisse oder Schlimmeres. Der LowRider wurde ursprünglich für die Halfpipe oder für Trick-Skating konzipiert, dennoch ist für die Langstrecke immerhin ein Gel-Polster im Inneren für die Ferse integriert. Sofern man die Schnürung und die Schnalle richtig einstellt, kann man damit auch lange Turns bestehen, ohne dass – bei Hartschalen-Schuhen sonst nicht ungewöhnlich – sich das Blut absperrt. Doch Obacht!...
[ Wer bremst verliert! | Der LowRider im Einsatz ] Der LowRider richtet sich hauptsächlich an Leute, die auch Eis- oder Rollerhockey spielen (können) und mit dem Bremsen ohne Hilfsmittel vertraut sind, denn mechanische Bremsen, wie an Looser-Schuhen sucht man vergeblich. Wer bremsen will muss den „T-Stop“ beherrschen oder er endet – peinlich peinlich – an der nächsten Straßenbahn oder unfreiwillig und ungebeten auf der Grillparty in Nachbars Garten. Stunt-Schuhe besitzen nunmal keine Brake-Pads – wohl dem, der wenigstens anständig Schlittschuhlaufen kann. Sein Anspruch eher aufs trickreiche Skaten zu bauen, setzt sich auch in dem restlichen Equipment fort, so besitzt der Schuh keine Weichei-Plastik-Kufe, sondern ein gediegenes und stabiles Alu-Frame, in welchem die Rollen sitzen. Serienmäßig sitzt zwischen den mittleren Rollen noch eine so genannte Grind-Plate (auch Grind-Protector genannte) Schiene aus Hartkunststoff, womit es möglich ist beispielsweise quer über Handläufe oder das „Couping“ einer Halfpipe zu rutschen (Neudenglisch: „grinden“ - daher der Name). Es sind natürlich an jedem Schuh Grind-Plates angebracht gewesen, ich hab sie aber nach einer Zeit entfernt, weil sonst größere Rollen nicht passen, dazu aber jetzt mehr...
Da es sich um den Mercedes unter den Inlinern handelte, geizte Roces auch nicht bei der Erstausrüstung der Rollen und Lager, Marktführer HYPER spendierte die 64mm „Dwarfs“ auf BOSS ABEC-5 Kugellagern, noblesse oblige. Die „Zwerge“ haben eine recht heftige Härte von 85 und einen Rebound A, was sie für das Fahren auf Straßen weniger geeignet macht, glatte Betonflächen, Glattasphalt oder ausgewiesene Skate-Parks bzw. Halfpipes sind eher ihr Ding. Um die LowRiders straßen- und streckentauglich zu machen, sollte man immer einen Satz weichere Rollen mit größerem Durchmesser auf Lager haben. Ideal für ausgedehnte Touren sind 76mm mit 78A Härte/Rebound, sie haben mehr Grip/Bodenhaftung, nutzen allerdings auch viel schneller ab. Noch größere Rollen passen konstruktionsbedingt nicht, außerdem ist hierfür die Grind-Plate zu entfernen, was aber mit wenigen Handgriffen und einem 5mm Inbus-Schlüssel und einem Schraubendreher schnell erledigt ist. Selbstverfreilich kann man die mittleren Rollen auch absenken, sodass sie „rockers“ stehen, dass heißt, das Abrollprofil der Räder gleicht von der Fahr-Charakteristik her, dem eines Schlittschuhs. Das Gegenteil – alle Rollen auf gleicher Höhe – nennt man sinnigerweise „flat“- diese Einstellung ist für die Langstrecke ohne Mätzchen besser geeignet.
Die mitgelieferten Schnürsenkel sind recht schnell ausgeleiert, es empfiehlt sich spezielle, mit Wachs getränkte Senkel für (Hockey-)Schlittschuhe einzuziehen, die verrutschen zum Einen nicht und behalten ihre Position bei, die man ihnen einmal zugewiesen hat, zum anderen sind sie wesentlich haltbarer. Solche Senkel bekommt man in jedem gut sortierten Sportgeschäft für um die 3 Euro. Wenn die Schnalle beschädigt wird, hat man es schon schwerer Ersatz zu bekommen, die geht aber nur bei heftigen Stürzen zu Bruch (die Verriegelung ist aus Metall nur das Band ist aus Kunststoff und geht in der Regel nicht kaputt), ist dann aber nur mit handwerklichem Geschick auszutauschen, da sie am Schaft vernietet ist, diese Niete muss man ausbohren und eine neue Schnalle (direkt beim Hersteller oder über den Fachhandel zu bestellen) wieder neu Nieten. Bei Rollen und Lagern ist man mit Standardware gut bedient, wem ABEC-3 oder ABEC-5 Kugellager zu teuer sind, der kann auch hochwertige Norm-Lager der Bauart 608 ZZ (Gute Erfahrungen habe ich mit Lagern der Hersteller FAG und SKF gemacht) aus dem Eisenwarenladen verwenden – es muss nicht immer die Inline-Edel-Marke BOSS-Bearings aus dem Fachhandel sein - ein kompletter Satz Lager sind übrigens 16 (!) Stück (pro Rolle 2 Lager).
Die Wahl der Rollen richtet sich nach dem Einsatzzweck und dem persönlichen Geschmack. Straßenpiloten nehmen – wie oben bereits angeklungen - die weicheren 72 – 76 mm Räder mit 78er Härte (oder sogar weicher). Ich empfehle hier jedoch Markenware, denn die Felgen sind nicht nur meist mit Fieberglas verstärkt, auch Rundlaufeigenschaften und Abrieb sind in der Regel besser, als bei No-Names. Anzuraten ist der gelegentliche Wechsel der Rollen von Vorne nach Hinten und um 180° auf der Achse, jeder Mensch hat eine bestimmte Art zu Laufen und dadurch nutzen sich die Rollen unterschiedlich stark ab, dem wirkt man entgegen, indem man die Räder dreht und auf den einzelnen Achsen hin und her tauscht – Autofahrer kennen das von ihren Reifen in ähnlicher Form. Neue Rollen sind sehr rutschig und müssen erst eingefahren werden, damit die Oberfläche angeraut wird und Grip entwickelt. Auf halsbrecherische Kunststückchen, die ein Maximum an Kontrolle erfordern, ist gerade mit frischen, harten Rollen (wie den serienmäßigen 85A Dwarfs) erst einmal zu verzichten, das kann böse ins Auge gehen...glaubt dem ollen Pharao einfach, dass deftige Schürfwunden und eine ausgekugelte Schulter euch für Wochen die hellste Freude bereiten ;-)
[ Rolling down that Hill | Fazit ] Die Verarbeitung und der Komfort des Schuhs ließen noch nie zu wünschen übrig, seit 7 Jahren leisten mir die LowRiders allerbeste Dienste, auch wenn ich mit zunehmendem Alter keine wilden Stunts mehr fahre und mich auf's Touring verlegt habe. Schon so manchen Knuff und saftigen Sturz haben die Inliner klaglos weggesteckt und ich bin sicher, dass sie noch eine lange Zeit halten werden. Leider bekommt man solche Schuhe heute so ohne weiteres (und das Modell hier) schon seit Jahren nicht mehr im Handel, es war damals schon Nischenprodukt für Cracks und seit Inlinen zum Massensport avanciert ist, verlegen sich die Hersteller lieber auf Mainstream-Blades, was bedauerlich ist, denn den höheren Preis macht die Wahnsinns-Haltbarkeit locker wieder wett, doch kauft solche recht speziellen Schuhe wohl kaum einer, weswegen sie - zu unrecht - vollständig verschwanden, denn diese stabilen Allrounder sind auch für Flachland-Roller zu gebrauchen, man muss sie eben nur mit ein paar Handgriffen umbauen, Notfall-Werkzeug und einen Satz Ersatzteile sollte man ebenso wie den Körperschutz ja eh immer dabeihaben. Kann man einem Produkt, dass es längst nicht mehr gibt noch 5 Sterne geben? Schwerlich. Der damalige Preis alleine hätte das schon verhindert, so bleiben immerhin noch 4 übrig, für die LowRider, die keiner freiwillig wieder hergibt, wenn er sie einmal in den Klauen respektive an den Füssen hatte.
Hals- und Rippenbruch
Der Stunt-Pharao
Warnhinweis: Schnellklickern wünsche ich zu ihrem Dach- auch noch einen Lagerschaden, mitten in der Pampa, ohne Werkzeug, Ersatzteile...und Straßenschuhe zum Wechseln ;-)
...Ich habe den Delux recht unplanmäßig gekauft, bin aber bis jetzt aber sehr zufrieden mit ihm.
OK, über das Design läßt sich streiten, aber ich finde gerade dadurch sticht er ein bißchen hervor.
Der reguläre Preis von 500,- DM ist wirklich ein wenig happig, aber ich habe ihn im WSV auf für gerade mal 200,- DM erstanden und dafür einen sehr guten Skate erstanden.
Vor allem der Gut zu schnürende Innenschuh gibt gegenüber meinem vorherigen Skate (Roces Lowrider) ein viel besseres Gefühl zum Fuß.
Da ich hauptsächlich Rampe fahre, ist das etwas höhere Gewicht auch nicht all zu tragisch.
Fazit: Für 500,- vielleicht etwas zu teuer, aber für 200,- ein sehr günstiges Schnäppchen....
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Pro: Soul-Kits, Grindblock, niedriger Schaft Kontra: keine
...Ich habe den Majestic 12 seit Anfang 1998 und er ist immernoch in sehr gutem Zustand! Ich hatte vorher den "Lowrider" von Roces, aber der ist für das Sreet-Skaten überhaupt nicht geeignet. Da mich die Halfpipe überhaupt nicht reizt und ich lieber in Skate-Parks oder so im Gelände skate und grinde, habe ich mich entschlossen, mir einen vernünftigen Street-Skate zu zulegen. Da der Majestic 12 meiner Meinung nach schon 1998 der beste Agressive-Skate im Street-Breich war und er gerade um 100 DM gesenkt wurde, habe ich ihm mir gekauft. Ich bin bis auf 3 Monate immer damit geskatet (agressive) und er ist immernoch richtig gut erhalten, obwohl ich eigentlich sonst immer alles ziehmlich schnell kaputt bekomme. Ich finde, dass der Majestic 12 immernoch zu den Besten Sreet-Skates auf dem Markt gehört, weil er robust gebaut, nicht schwer, und gut...
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