Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Blutgerinsel lösen sich auf |
| Kontra: |
man darf sich nicht verletzten, ständige Kontrollen beim Arzt |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Heute möchte ich euch das Medikament Marcumar vorstellen. Meine 13 jährige Tochter nimmt es jetzt seit 5 Monaten.
Im Krankenhaus wurden ihr beim Wechseln der Infusion Bakterien in ihre Vene eingebracht. Ihr Arm schmerzte und sie bekam hohes Fieber. Aber dieses behandelte man nur mit Paracetamol. Als sie ihren Arm vor Schmerzen überhaupt nicht mehr bewegen konnte und das Fieber nicht zurückging, wurde sie in eine Kinderklinik überwiesen.
Die stellten sofort eine Thrombose im rechten Arm fest. Das Blutgerinnsel war 14 cm lang und sie wurde sofort mit Antibiotika und Heparin Spritzen behandelt. Nachdem das Blutgerinnsel nach 10 Tagen immer noch so groß war, entschloss man sich auf Marcumar umzustellen.
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Das Medikament: Marcumar
Wirkstoff: Phenprocoumon
Hersteller:
Roche Pharma AG
Emil-Barell-Straße 1
79639 Grenzach-Wyhlen
Preis:
N1 20 Tabletten kosten 12,52
N2 50 Tabletten kosten 16,35
N3 100 Tabletten kosten 22,38
Die Tabletten sind aber rezeptpflichtig und kosten den gesetzlich Versicherten die normale Rezeptgebühr.
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Zusammensetzung:
1 Tablette enthält 3,0mg Phenprocoumon
Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Maisstärke, Talkum.
Beschreibung:
Die Tabletten sind in einer kleinen Glasdose, die 4,5cm hoch ist. Die Glasdose ist in einer 6cm hohen Pappkarton.
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Anwendungsgebiete:
Zur Behandlung und Vorbeugung einer Thrombose und plötzlichen Gefäßverschluss durch ein verschlepptes Gerinnsel (Embolien).
Bei Herzinfarkt, mit erhöhtem Risiko für einen plötzlichen Gefäßverschluss durch ein verschlepptes Gerinnsel.
Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden bei:
- Erkrankungen mit erhöhter Blutungsneigung, z. B. schwerer Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie), Erkrankungen des Lebergewebes, verminderte Nierenfunktion
- Magen-Darm-Geschwüren
- Erweiterten Hirngefäßen (Hirnarterienaneurysma)
- Schlaganfall (Apoplexie)
- Verletzungen oder Operationen am Gehirn
- Operationen am Auge
- Erkrankung der Netzhaut (Retinopathie) mit Blutungsrisiko
- Langsam fortschreitender Entzündung der inneren Herzwand mit Zerstörung der Herzklappen (Endocarditis lenta)
- Herzbeutelentzündung (Pericarditis)
- Lungentuberkulose mit Gewebseinschmelzung und Hohlraumbildung in der Lunge (kavernöse Lungentuberkulose)
- Ausgedehnten offenen Wunden
- Drohender Fehlgeburt (Abortus imminens)
- Nicht-behandelbarem Bluthochdruck (200/105 mmHg)
Das Arzneimittel sollte nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung eingenommen werden bei:
- Nierensteinen (Nephrolithiasis)
- Chronischem Alkoholismus
Eine besonders sorgfältige Überwachung ist nötig bei:
- Nicht-ausgeglichener Herzmuskelschwäche (dekompensierte Herzinsuffizienz)
- Arterienverkalkung (Arteriosklerose)
- Bluthochdruck (Hypertonie)
- Leichterer Erkrankung der Leber und der Gallenwege (Hepatopathie)
- Gefäßentzündung (Vaskulitis)
- Schwerer Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
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Dosierung
Erwachsene:
- Am 1.Tag 2-3 Tabletten (entsprechend 6-9mg Phenprocoumon)
- Am 2.Tag 2 Tabletten (entsprechend 6mg Phenprocoumon)
- Ab dem 3.Tag muss regelmäßig die Blutgerinnungszeit (Thromboplastinzeit) bestimmt werden.
- Dauereinnahme: 1/2 bis 1 1/2 Tabletten pro Tag (entsprechend 1,5-4,5mg Phenprocoumon täglich)
Bei uns hat es 5 Wochen gedauert, bis die Tablettenmenge so eingestellt war, wie sie sein sollte. Das hatte zur Folge, dass dreimal pro Woche Blut abgenommen werden musste. Einmal sogar viermal.
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Einnahme Art und Weise
Die Tabletten einmal täglich morgens oder abends unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (z.B. einem Glas Wasser) einnehmen
Wichtiges:
Die gerinnungshemmende Wirkung setzt 36-72 Stunden nach der Einnahme ein.
Die Blutgerinnung sollte in regelmäßigen Zeitabständen mindestens alle 3-4 Wochen überprüft werden.
Wir müssen jetzt einmal in der Woche um Blutabnehmen.
Nach Verletzungen (z.B. infolge eines Unfalls) besteht erhöhte Blutungsgefahr.
Bei Einnahme des Arzneimittels sollte für den Notfall stets 1 Packung mit 2 Ampullen (entspr. 2mal 1ml Lösung mit je 10mg Wirkstoff) Vitamin K1 vorhanden sein, dazu ein entsprechender, vom Arzt ausgestellter Ausweis, wonach der Träger unter blutgerinnungshemmender Behandlung steht.
Eine regelmäßige Kontrolle der Wirkung durch einen Arzt ist nötig.
Gerinnung muss stets vor Beginn einer Einnahme kontrolliert werden. In den ersten Tagen sind alle 1-2 Tage Kontrollen nötig.
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Fazit:
Meine Tochter muss Marcumar insgesamt 6 Monate nehmen.
Wir müssen auch auf ihre Ernährung achten. Sie darf kein Kohl und keinen Spinat essen. Die Grippeimpfung dieses Jahr ist für sie auch ausgefallen. Impfungen während dieser Zeit sind tabu.
Das schlimmste ist, das ihr Leben ziemlich eingeschränkt ist. Sie darf kein Sport betreiben, keine Inliner oder Fahrrad fahren, keine Aktivitäten, wo sie sich eventuell verletzen könnte.
Das Blutgerinnsel war nach 3 Monaten dank Marcumar weg. Die Therapie dauert aber 6 Monate.
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sehr hilfreich
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(24.10.2005)
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
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sehr hilfreich
11.05.2007
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