Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
KULT ! ! ! |
| Kontra: |
für mich nichts, für manche alles |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Heute habe ich mal wieder ein wenig in meinen CDs gekramt, weil ich was Beschwingtes für einen Wochenendputz gesucht habe...und dabei bin ich einer schicksalhaften Fügung gleich auf den Soundtrack zur Rocky Horror Picture Show gestossen. Hier haben denn auch schon viele vor mir über diesen Film berichtet, doch das soll mich nicht daran hindern, dies nochmal selbst mit Enthusiasmus zu tun...
Die "Rocky Horror Picture Show" ist die Filmversion des Musicals "The Rocky Horror Show" von Richard O'Brien, das vor Erscheinen des Film bereits einige Zeit erfolgreich in Großbritannien und den USA aufgeführt wurde. Premiere des Films war am 24. März 1975 in den USA.
----- Die Story ------
Erzählt wird die Geschichte in einer Rahmenhandlung von einem gediegenen älteren Herrn im grauen Anzug... "I would like, if I may, to take you on a strange journey..."
Brad Majors und Janet Weiss sind ein durch und durch biederes junges Pärchen. Auf der Hochzeit ihrer Kommilitonen macht Brad dann auch seiner Angebeteten einen Antrag, und die beiden frisch Verlobten beschließen, ihren früheren Professor Dr. Everett Scott zu besuchen, da sie sich in einem seiner Seminare kennengelernt hatten.
Unterwegs, mittlerweile ist es dunkel, geraten sie in ein heftiges Gewitter und dummerweise platzt ausgerechnet jetzt, meilenweit von jeder menschlichen Siedlung entfernt, ein Reifen. Natürlich ist auch der Ersatzreifen unbrauchbar, und den beiden bleibt nichts anderes übrig, als sich zu Fuß auf den Weg zu einem Schloß zu machen, an dem sie vor kurzem vorbeigekommen sind.
Das Schild am Eingang - Enter at your own risk - verheißt nichts Gutes, doch die zwei sind zu durchnässt, und da sie ja doch keine andere Wahl haben, klingeln sie. Janet sieht aus, als würde sie dies sofort bereuen, als ein ziemlich unheimlicher blonder Hausdiener mit einem unförmigen Buckel auf dem Rücken ihnen die Tür öffnet, aber Brad scheint zuversichtlich. Im Schloß sind deutliche Partygeräusche zu vernehmen, und die beiden werden auch von Diener Riff Raff und seiner Schwester Magenta, die im Treppenhaus auftaucht, recht unsanft ins Getümmel der Party gestossen. Im Ballsaal steht das Pärchen dann einer Gruppe durchaus merkwürdiger Leute gegenüber, die einen ebenso merkwürdigen Tanz zelebrieren, und mit dem Auftreten des Gastgebers erreicht die Party ihren vorläufigen Höhepunkt: Es ist ein gewisser Frank'n'Furter (wem drängt sich da keine Erinnerung an Frankenstein auf?), der plötzlich im Draculacape vor seinen Gästen steht. Und als er es abwirft gehen Brad und Janet fast die Augen über: Vor ihnen steht ein Mann in Korsett und Strapsen und mörderisch hohen Plateausandaletten.
Von Brads Wunsch nach einem Telefon läßt sich der schrille Gastgeber nicht beeindrucken, und er lädt sie ein, an seinem revolutionären Experiment teilzunehmen. Zwar verstehen Brad und Janet nicht, weswegen sie dafür von Riff Raff und Magenta bis auf die Unterwäsche entkleidet werden (natürlich blütenweiß und alles andere als sexy...), doch es erscheint ihnen zunächst sinnvoll, mitzuspielen.
Sie finden sich in einem riesigen gekachelten Labor wieder, wo sich auch schon die anderen Partygäste eingefunden haben. Und hier werden sie Zeugen eines wahrhaften Frankenstein-Experiments: Frank erschafft einen hübschen (?) jungen Muskelmann, den er Rocky nennt, offensichtlich als eine Art Sexsklaven...
Plötzlich taucht aber ein dicklicher junger Mann auf einem Motorrad auf, der frühere Gespiele Franks, wie sich herausstellen soll, doch sein Auftritt währt kurz, denn er wird vor den Augen der Anwesenden von Frank ermordet...
Der Gastgeber zieht sich daraufhin mit seinem neuen "Spielzeug" Rocky zurück, und Brads und Janets Unruhe steigt, als ihnen auch noch getrennte Zimmer für die Nacht zugewiesen werden.....
Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten.
---- Der Film ----
Zugegeben, die Story ist ziemlich blöd, trotzdem ist die "Rocky Horror Picture Show" ein geiler Film. Denn auf die Story kommt es gar nicht so sehr an. Es ist ein Musicalfilm, und entsprechend wird die Handlung immer wieder durch Songs verbunden. Und diese haben, wie überhaupt der ganze Film, absoluten Kultstatus!
Außerdem ist dieser Film weniger ein Film, den man sich auf dem gemütlichen Sofa anschaut, sondern eine Party. "Kenner" wissen, was ich meine: Wird dieser Film im Kino aufgeführt (was leider nur noch sehr selten vorkommt) muss man die Putzkolonne hinterher bedauern. Denn dieser Film wird interaktiv geguckt. Schon zu Beginn, wenn auf der Leinwand blutrot geschminkte Lippen erscheinen, die das Titellied "Science Fiction/Double Feature" zum Besten geben, sollten zahlreiche Wunderkerzen aufstrahlen, und bei der Eingangsszene - der Hochzeit - fliegt für gewöhnlich jede Menge Reis durch die Gegend... natürlich wird auch das Gewitter mit Hilfe von Wasserpistolen nachempfunden, und spätestens beim berühmt-berüchtigten "Time Warp" auf der Party dürfte es kein Halten mehr geben. Der Tanz ist übrigens ganz einfach, wird im Film netterweise auch erklärt, und macht irre Spaß :)
Leider scheint die Rocky Horror Show doch an Popularität verloren zu haben, denn vor 10 Jahren in meiner "Dorfdisco" verging wohl kein Abend, an dem wir nicht den Time Warp getanzt hätten... lang ists her....
Ein Hinweis ist jedenfalls noch wichtig (nicht dass es hinterher heißt, man hätte von nichts gewusst...): Dieser Film ist NICHT synchronisiert! Meines Wissens gibt es ihn wirklich nur im englischen Original, und das hat wohl den einfachen Grund, dass die Stimmung durch eine Synchronisation einfach verloren ginge. Zumal man dann vor dem Problem stünde: Was macht man mit den Liedern? Aber keine Angst: Man versteht alles! Und Dialoge wie: "You're wet." -- "Yes. It's raining." finde ich einfach zu göttlich :)
---- Die Schauspieler ----
Großartig ist einfach Susan Sarandon als Janet! Damals war sie in Hollywood noch ziemlich unbekannt, mir fällt kein früherer Film mit ihr ein, den ich kenne. Und wer hätte gedacht, dass sie so singen kann?
Barry Bostwick spielt den verklemmten Brad Majors. In die Rolle passt er hervorragend, auch wenn ich persönlich später nie wieder was von ihm gehört habe...
Einige Rollen wurden von der Londoner Original-Bühnenbesetzung übernommen:
Tim Curry gibt den Frank'n'Furter. Die Rolle scheint ihm wirklich auf den Leib geschrieben... Auch später hat man Curry dann noch in Rollen gesehen, die viel Maske von ihm verlangten, so war er der Clown in der Stephen-King-Verfilmung "Es" sowie der "Herr der Finsternis" in dem Märchenfilm "Legende" mit Tom Cruise. Als Frank'n'Furter ist er jedenfalls eine Wucht!
Nell Campbell alias "Little Nell" spielt Columbia, Patricia Quinn ist Magenta, Jonathan Adams ist als Dr. Everett Scott zu sehen.
Kein geringerer als Meat Loaf spielt Eddie, und der "Macher" Richard O'Brian selbst, der zusammen mit Jim Sharman Regie führte, sowie für Drehbuch, Texte und Musik verantwortlich zeichnet, spielt den Diener Riff Raff.
---- Zur Geschichte des Films -----
Der Film lief zunächst recht schleppend an, doch eine hartnäckige Fangemeinde bewahrte ihn davor, in der Versenkung zu verschwinden. So wurde er umgeschnitten und mit einem neuen Konzept vermarktet, als sog. Midnight Movie, was damals eine recht neue Idee war. Durch Mundpropaganda wuchs die Fangemeinde stetig an, und noch heute wird er in manchen Programmkinos gezeigt.
----- Interaktiv! ------
Das Besondere an diesem Film ist aber die Interaktivität der Zuschauer. Einige erscheinen schon in der passenden Kleidung (Strapse sind eigentlich ein Muss!) und viele singen die einzelnen Lieder mit, der Time Warp wird wie gesagt natürlich mitgetanzt. Neben dem Reis bei der Hochzeit fliegen in der Szene, als Rocky aus seinen Bandagen ausgewickelt wird, Klopapierrollen durch die Gegend, seine Geburt kann auch mit Tröten oder anderen lärmmachenden Dingen unterstützt werden (man nehme sich einfach die transsylvanischen Partygäste im Film zum Vorbild)
Bei Eddies Auftritt fliegt schließlich Mehl und beim späteren feierlichen Dinner fliegen dann bei Franks Worten "a toast!" auch noch Toastscheiben.
Nach dem Film sieht man zwar furchtbar aus, aber es macht Spass :) Ich hab das mal bei einer Open-Air-Kinovorführung mitgemacht und es war einfach nur großartig...
Doch dieser Film wird nicht nur Freunde finden. Ich kann mich noch sehr gut an einen Vorfall in der 10. Klasse erinnern. Unser sehr biederer Englischlehrer, nebenbei auch noch Kirchengemeinderat, wollte uns eine "Freude" machen und in der letzten Englischstunde vor den Faschingsferien einen Film mit uns schauen. Als es darum ging, wer einen Film mitbringt fühlte sich natürlich niemand angesprochen, so dass ich die Rocky Horror Picture Show vorgeschlagen habe. Und als ich meinem Lehrer, der noch nie von dem Film gehört hatte, auch noch sagte, der Film sei auf Englisch war er natürlich schwer begeistert.
Das hielt am Tag der Filmvorführung jedoch leider nicht lange...Sein Gesicht verfinsterte sich zusehends, und als Frank'n'Furter auftrat, mit großer Geste sein Draculacape abwarf und in Strapsen vor unseren Augen stand wurde es dem alten Herrn zuviel, er stürzte nach vorn, machte den Fernseher aus und hielt mir einen Vortrag, was ich denn da mitgebracht hätte und überhaupt ob das ein Horrorfilm sei oder warum der Film sonst so heiße... Ich muss heute noch grinsen, wenn ich an sein empörtes Gesicht denke...dabei war ja nichts weiter zu sehen, als ein Mann mit Makeup, Strapsen und Plateauschuhen....
Trotzdem, ich liebe diesen Film. Und das, obwohl ich sonst jedes Gesinge in Filmen hasse, weswegen ich auch nicht in der Lage bin, mir einen Disney-Film anzuschauen. Aber dieser ist einfach eine Ausnahme. Er macht Spass, die Schauspieler sind einfach spitze und passen wunderbar in ihre jeweilige Rolle und auch die Low-Budget-Ausstattung hat einfach Charme. Wirklich ein Film, der das Prädikat "Kult" auch verdient!!!
Und wer nicht das Glück hat, ihn im Kino sehen zu können kann auch ganz einfach eine Rocky-Horror-Party zuhause veranstalten. Haben wir in einer meiner früheren WGs auch mal gemacht und es war ein Riesenspaß...
Daher von mir natürlich 5 Sterne und eine Empfehlung. Auch wenn dieser Film definitiv nicht jedermanns Geschmack sein wird. Wer gegenüber Transvestiten voreingenommen ist sollte ebenso die Finger von lassen wie jemand, der hier einen perfekt gemachten Film mit tollen Tricks und Effekten erwartet. Der Film ist von 1975 und das sieht man ihm auch an...
Spieldauer ca. 94 Min
FSK ab 12 Jahren
| weitere Erfahrungsberichte |
DON'T DREAM IT, BE IT! UPDATE!!!!!!
Bewertung für The Rocky Horror Picture Show von
stefbl
Pro: Kult, einfach nur Kult
Kontra: kein Kontra
...*************UPDATE; 16.5.01************************
It's just a jump - to the left... ...and then a step to the rihihihihihgt.... put your hands on your hips... and bringing knees in tiiiiiiight.... oder kurzum: Let's do the TIME WARP again! ...
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sehr hilfreich
23.08.2000
(16.05.2001)
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Sweet Transvestite!
Bewertung für The Rocky Horror Picture Show von
Vampiria
Pro: geile Musik, viel zu lachen...
Kontra: nix
Ein absolutes Kultmusical/-film/-musik möchte ich Euch heute mal nahe legen: „The Rocky Horror Picture Show“. Das gute Stück ist zwar schon etwas älter ( 1975 glaube ich), aber es ist einfach nur geil! Gut, als es damals raus kam, war ich auch ...
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sehr hilfreich
24.07.2001
(05.10.2002)
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Don't dream it-see it!!!!
Bewertung für The Rocky Horror Picture Show von
AnimaMia78
Pro: Gut wie eh und je,geile Musik und Darsteller
Kontra: wüsst nix
Hallo erstmal,
dies soll nun mein erster Bericht werden. Er handelt von der Rocky Horror Picture Show (kurz RHS)
Ich hoffe er weckt das Interesse und reisst euch mit so wie der eigentliche Film mich mitgerissen hat!!!
Der Ablauf sieht folgendermassen ...
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sehr hilfreich
20.12.2004
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I'm just a sweet transvestite...
Bewertung für The Rocky Horror Picture Show von
booordi
Pro: klasse Musik, super Darsteller
Kontra: kein Happy End... *schluchz*
Die Rocky Horror Picture Show ist die normale, immer wiederkehrende Geschichte von Rock n' Roll und einem Jungen der ein Mädchen trifft, die einen außerirdischen Tranvestiten treffen.
Ja gut, ganz so normal mag er vielleicht nicht sein, aber immer wied ...
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04.09.2002
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skuril abgedreht genial KULT -Update-
Bewertung für The Rocky Horror Picture Show von
DerkleineVampir
Pro: Der Film ist Kult. Muss man gesehen haben!
Kontra: Spießer kriegen fast 'nen Herzinfarkt - aber ist das eigentlich ein Nachteil...? ;-)
„Don’t Dream ist - be it” Eine Botschaft, die sich durch den gesamten Film zieht - wenn auch auf eine sehr ungewöhnliche und eigentümliche Weise...
Angefangen hat alles 1972 / 73: „They came from Denton High” war der anfän ...
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17.10.2000
(07.08.2001)
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