UPDATE am Ende des Berichts!!!
Bisher war ich immer ein Fan des Roller Marktes, aber dies hat sich in der letzten Woche schlagartig geändert.
Ich möchte kurz erklären, was Roller ist:
Roller ist ein Möbeldiscounter, der zumindest hier im Ruhrgebiet - wahrscheinlich aber eher in ganz Deutschland - recht häufig vertreten ist.
Bei Roller bekommt man recht günstig Möbel, Matratzen, Teppiche und Kleinkram, wie zum Beispiel Reinigungsmittel und Wohnungsaccessoires.
Als ich kürzlich umgezogen bin, habe ich zum Beispiel einiges an Tapeten bei Roller gekauft, da sie mit 2,50 Euro pro Rolle sehr günstig waren und die Qualität trotzdem stimmte.
Nun zu meiner letzten Erfahrung bei Roller:
Am Samstag habe ich bei Roller im Indupark Dortmund eine Apothekerkommode gekauft. Als ich das Paket auspackte, sah ich ziemlich viele Einzelteile, was mich nicht weiter verwunderte, denn die vielen Schubladen mußten ja irgendwie zusammengebaut werden.
Was mir jedoch fehlte, war eine Bauanweisung.
Ich habe nun umzugsbedingt in letzter Zeit wirklich viele Möbelstücke gekauft und zusammengebaut und jedes Mal lag eine Bauanteilung dabei. Es war eigentlich kein Problem, die Stücke zusammenzubauen. Daher ging ich davon aus, dass die Bauanleitung einfach fehlte und fuhr abermals zu Roller, um mich zu erkundigen, ob ich noch eine bekommen könnte.
Als ich zur Warenausgabe ging, wo ich die Ware auch entgegengenommen hatte, fielen mir noch die Schilder auf, auf denen Roller für kompetente Beratung wirbt.
Doch dann kam der Mitarbeiter, der mich beraten sollte. Als ich vor ihm stand, telefonierte er. Der gute Mann wollte mir den Kassenbon aus der Hand nehmen aber ich sagte, dass ich nichts abholen wollte, sondern nur eine Frage hätte. Der Mitarbeiter verdrete die Augen, was ich schon nicht sehr gut erzogen finde.
Als er aufgelegt hatte, sagte ich, ich hätte am Samstag eine Kommode gekauft und er fiel mir sofort ins Wort "Samstag war ich nicht da". Ich antworte, es sei egal, ob er da gewesen wäre oder nicht, ich wollte schließlich nur meine Aufbauanleitung.
Ich erklärte ihm mein Problem. Erst fragte er mich ungläubig, ob ich mal in den Karton geschaut hätte, da wären eigentlich immer Bauanleitungen drin. Dann nahm er mir meinen Kassenzettel ab, schaute sich an, was ich gekauft hatte und ging ins Lager, um ein Paket desselben Produktes zu öffnen.
Nach einigen Minuten der Wartezeit rief er mich ins Lager und erklärte, dass es so aussähe, als würden bei dem Produkt nie Bauanleitungen dabeisein.
Aber er erklärte mir, dass es wohl nicht so schwer sein könnte, eine Kommode wie diese zusammenzubauen. Ich sagte, das fände ich alles nicht so einfach und er meinte daraufhin, dass die Dinger ja eigentlich auch so konstruiert wären, dass sogar Frauen sie zusammenbauen könnten.
Na herzlichen Dank!
Nach einigen Minuten des Diskutierens verließ ich den Roller Markt wieder ohne eine Bauanweisung. Ich weiß, dass ich die Kommode auch so zusammenbekomme, aber es wird sicherlich um einiges länger dauern, als es mit einer Anweisung der Fall wäre.
Und die Behandlung durch den Mitabeiter fand ich unter aller Würde.
Wenn Roller so mit Kundenwünschen umgeht, dann finde ich das alles andere als kompetente Beratung. Mich wird man dort wahrscheinlich so schnell nicht wiedersehen.
Auch wenn dieses Geschäft günstig Möbel und andere Sachen verkauft, so kosten diese Dinge immer noch Geld und meiner Meinung nach, kann man dafür auch ein wenig Respekt verlangen.
Also, solltet ihr Euch bei Roller eine Kommode kaufen wollen, dann fragt am Besten vorher nach, ob es auch eine Aufbauanleitung dazu gibt, denn sonst seid ihr gekniffen. Das ist es nämlich nicht wert.
Ich werde mal ein Update veröffentlichen, wenn ich es geschafft habe das Dingen aufzubauen *g*.
Liebe Grüße von Ritzilein, die sich jetzt an die Schubladen begibt.
Es ist soweit, ich kann diesen Bericht endlich updaten. Seitdem ich die Kommode gekauft habe ist einige Zeit vergangen und das gute Stück ist immer noch nicht fertig. Allerdings liegt dies nicht an meiner Inkompetenz, sondern an der Kommode selbst.
Nachdem man mich ja so blöde bei Roller abgespeist hatte, fuhr ich wieder nach Hause und begab mich an die Arbeit. Ich fing mit einfachen Teilen an, wie zum Beispiel das Zusammenbauen der Schubladen. Doch dies war schon das nächste Problem.
Die Bohrungen waren alle dermaßen schief, dass man die Schubladen nicht zusammenbauen konnte (auch mein Vater - EIN MANN - hat dies nicht hinbekommen. Also schnappten wir uns eine Tüte voller Kleinteile und fuhren abermals zu Roller (mein 3. Besuch).
Als man mich an der Kasse wieder dumm anmachte, indem die Kassiererin mich fragte, ob die paar Teile in meiner Tüte etwa die ganze Kommode sei (der Tonfall war voll daneben), rastete ich aus und verlangte, dass ich augenblicklich den Geschäftsführer sprechen wollte.
Dieser kam auch recht schnell (das könnte daran gelegen haben, dass ich sehr laut sprach und kurz vor einer Explosion stand) und bestätigte mir, dass die Teile der Kommode Schrott waren. Man bestellte mir eine neue und wollte mich benachrichtigen, wenn diese abzuholen sei.
Als ich dann letzten Donnerstag aus dem Urlaub zurückkam lag auch schon die Karte von Roller im Briefkasten. Ich könnte meine bestellte Ware abholen. Mein Dad und ich schleppten die alte Kommode im Karton wieder ins Auto und fuhren in die Nachbarstadt, um die neue Kommode abzuholen.
Nachdem ich durch den ganzen Möbelmarkt gerannt bin und eine halbe Stunde lang von einem Kollegen zum nächsten verwiesen wurde fand sich schließlich doch noch Jemand, der mir einen Umtauschschein ausstellen konnte.
Als ich zum Lager kam, wo mein Vater bereits auf mich wartete, zeigte sein Gesichtausdruck mir, dass irgendetwas nicht stimmte. Er hatte die neue Kommode, die ich mitnehmen sollte ausgepackt und festgestellt, dass auch hier ein paar Bohrungen nicht stimmten.
Ihr könnt Euch vielleicht vorstellen, dass ich wieder mal puterrot geworden bin und wieder einmal nach dem Geschäftsführer verlangte. Dieses Mal jedoch riefen die Mitarbeiter im Lager den Geschäftsfüherer nicht an, sondern suchten fleißig nach einer anderen Kommode, die okay war. Die fanden sie auch, oder zumindest dachten wir das.
Die neue Kommode ins Auto gepackt und heim gefahren. Zu Hause diesen megaschweren Karton wieder in die vierte Etage geschleppt, öffneten mein Dad und ich das gute Stück und begannen mir der Arbeit. Das Grundgerüst stand in wenigen Minuten und die Bohrungen stimmten auch soweit. Als wir jedoch am nächsten Tag den Oberboden auf das Grundgerüst schrauben wollten, stellten wir fest, dass dieser total vermackt war.
Abermals (zum fünsten Male) fuhren wir zu Roller und ich verlangte eine neue Platte. Die bekam ich auch (wieder aus dem dritten Karton, der geöffnet wurde). Die Mitarbeiter im Lager sagten mir, dass das Holz so weich sei, dass es leicht Macken abbekommen würde. Das glaube ich denen auch und sie trifft auch keine Schuld, aber warum wird solches Holz dann nicht besser verpackt?
Ist ja auch egal, zumindest baue ich heute gerade an meinen Schubladen und wenn alles gut läuft, dann steht die Kommode bald endlich, wo sie hingehört, in meiner Diele.
Nach diesem ganzen Hin und Her habe ich eine Wahnsinnswut auf Roller und ich schwöre, freiwillig setze ich dort keinen Fuß mehr rein. Ich möchte nicht wissen, was mich diese Kommode am Ende gekostet hat, wenn man das Benzingeld einrechnet, hätte ich wohl auch eine bessere Qualität bekommen. Von Arbeits- und Zeitaufwand mal ganz abgesehen.
Die Kundenbetreuung von Roller hat sich per E-mail bei mir gemeldet und sich für das Verhalten des Mitarbeiters entschuldigt. Das ist ja wenigstens etwas. Mal sehen, ob es hierzu noch mal ein Update gibt, oder ob ich jetzt zur Ruhe komme :-).
Das ENDE! Update vom 01.06.2002
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Am vergangenen Montag hat meine Roller-Aktion schließlich ein trauriges Ende gefunden. Mein Vater hatte alle Kleinteile und Schublade in stundenlanger Arbeit zusammengeschraubt und wir wollten zusammen die Schienen anschrauben, um die Schubladen zu befestigen. Da kam mal wieder die Roller-Überraschung! Die Schrauben für die Schienen waren zu kurz, so, daß sie nicht packen konnte und die Schiene nicht an der Schublade hielt.
Mit Tränen in den Augen fuhr ich wieder mal zu Roller in die Nachbarstadt und reklamierte. Ich hatte keine Lust und keine Zeit mehr, um mich um diesen Schrott zu kümmern. Ich rief den Geschäftsführer, der mit netterweise sagte, dass ich die Kommode wieder umtauschen könnte. Also brachte ich das gute Stück so wie es war zurück und bekam mein Geld zurück.
Der Kundendienst bei Roller ist beschissen (bitte entschuldigt die Ausdrucksweise, aber anders kann ich das nicht mehr nennen). Der Geschäftsführer wußte ganz genau, welchen Ärger wir mit dem Teil hatte, aber er hat noch nicht mal einen dämlichen Warengutschein oder was auch immer als Entschädigung rausgerückt.
Also, tut Euch allen einen Gefallen, macht einen grooooßen Bogem um diesen Laden, wenn es darum geht Möbel zu kaufen.
In diesem Sinne...
Gruß, Ritzilein
06.01.2008 22:26
was mir immer wieder auffällt, daß ein geschäft miesgemacht, wenn die ware mist ist. hat denn etwa der verkäufer die kommode hergestellt? aber die unfreundlichkeit hätte nicht sein müssen. ich kauf immer bei roller. aber in kassel, da ist die freundlichkeit und reklamationsabwicklung ok. auf ersatzteile warten muß eh in jedem möbelhaus. ansonsten ein echt toller bericht.
08.03.2006 18:09
Oh Mann, was für eine Horror Story!!! Das möchte ich nie erleben. Meine Möbel sind entweder gebraucht gekauft oder fertig montiert angeliefert worden (Ecksofa). Kleinteile habe ich auch schon selbst montiert von IKEA oder Plus, mäßige Qualität zwar, aber immer aufbaubar und brauchbar. Herzliches Beileid für deine Erfahrung.
23.05.2002 16:42
Und ich habe mich vorgestern gerade in einen Wohnzimmerschrank für unser neues zu Hause verkuckt, da suche ich dann doch besser weiter und fahre gar nicht erst hin zu roller. Gruß Anja