Romeo Must Die (Film)

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Romeo Must Die (Film)

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Ein modernes Romeo und Julia

4  18.08.2006

Pro:
Fights, Jet Li und Aaliyah, tolle Musik

Kontra:
Schema F - Story

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Humor

Spannung

Action:

Romantik:

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lealy06

Über sich: Ich heiße Coskun, bin 23 Jahre alt und wohne zusammen mit meiner Freundin in Hamburg.

Mitglied seit:12.07.2006

Erfahrungsberichte:21

Vertrauende:2

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 41 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

>>Im Hafenviertel an der Bucht von San Francisco bekämpfen sich zwei große Familien, die den Respekt vor dem Gesetz verloren haben. Als ein schlimmes Ereignis die Situation verschärft, bricht Han (Jet Li), Sohn des Oberhauptes vom chinesischen Clan, aus einem Gefängnis in Hongkong aus, fliegt nach San Francisco und trifft dort die Tochter Trish (Aaliyah) des Oberhauptes vom schwarzen Clan.<<

Film

Der endgültige Durchbruch von Jet Li in Hollywood. Nach "Lethal Weapon 4" ist dies seine zweite große Rolle in einem Film aus dem Westen. Auch wenn "Romeo Must Die" nie an die Klasse von "Lethal Weapon 4" oder "Kiss of the Dragon" rankommt, hat er dennoch seinen eigenen Stil und klasse Musik.

Story

Ja, es ist eine "Romeo und Julia"-Story. Aber sie ist in das heutige San Francisco verlagert und die Rahmenhandlung wurde auch den heutigen Standards angepasst. Mit Andrzej Bartkowiak ("Born 2 Die", "Doom - Der Film") wurde ein damals noch ganz unbekannter Regisseur engagiert, der die Rahmenhandlung mit dem alten Ursprung geschickt verknüpft. Stets springt die Handlung von einem Clan zum anderen, und mit jeder Minute verschärft sich die Anspannung zwischen den beiden Familien. Zwischendurch bekommt man noch eine leichte Romanze zwischen den beiden sympathischen Hauptdarstellern präsentiert, die zwar weitestgehend blass bleibt, aber nicht schwerwiegend ist. Auch dient der Plot mit dem Football-Stadion nur als Hilfsbrücke, um die Familien aufeinanderprallen zu lassen. Ich als Zuschauer fand die Idee mit der Modernisierung von "Romeo und Julia" sehr gelungen. Es ist eine den heutigen Hip-Hop und Martial-Arts gewöhnten Jugendlichen entsprechende Fassung eines doch in die Jahre gekommenen Stoffs. Mir gefällts.
Natürlich läuft die Story nach Schema F ab und richtig viel Sinn wird gar nicht erst angerissen. Aber das hat man von vornherein erwartet. Schließlich will der Film kein tiefgründiges Meisterwerk werden, sondern seine Geschichte erzählen, den Zuschauer 100 Minuten gut unterhalten und ihnen viele Ohrwürmer verpassen. All das schafft er auch.

Action/Kampfsport

Jet Li ist ein Meister des Kampfsports. Das war vor diesem Film so, und auch danach. Produziert wurde dieses Actiondrama von Joel Silver, der auch für "Matrix" verantwortlich ist. Und was passiert, wenn man nun beide zusammenführt? Es entstehen Fights, die es in sich haben und einfach nur klasse aussehen. Jet Li verprügelt in gekonnter Jackie Chan-Manier mehrere (hauptsächlich schwarze) Gegner gleichzeitig mit den in der Situation umliegenden Gegenständen. Beim Football spielen zum Beispiel. Oder gegen Ende mit einem Wasserschlauch. Und er macht das mit so einer Schnelligkeit, dass man als Zuschauer manchmal Schwierigkeiten hat, zu unterscheiden, wo nun ein Computer nachgeholfen hat oder nicht. Einfach nur oberste Klasse. Mehr als Kampfsport bietet der Film wenig, zumal schon genug davon zu sehen ist. Außerdem sieht man noch einige Shoot-Outs mit Waffen und eine Verfolgungsjagd mit Hochglanz-Karren. Jet Li macht seine Sache mehr als gut und macht Lust auf mehr.
Einzig die Sequenzen, wo man das Körperinnere von einigen Kämpfer/innen erblicken kann, scheinen mir hier doch recht überflüssig. Ich habe mich gefragt, warum man die doch nicht weggelassen hat, tun sie zumal überhaupt nicht Not.

Musik

Ein wichtiger Bestandteil dieses Films ist die Musik. Fast in jeder Szene (in den schnellen Actionszenen und in den romantischen Zwischenräumen) hört man im Hintergrund, natürlich der aktuellen Situation angepasst, die tollen Songs von Aaliyah und DMX. Sie verstärken den Stil des Films und fügen sich gut ins Gesamtwerk ein. Bei einigen Songs möchte man aufspringen und mittanzen.

Darsteller

Zu den beiden Hauptdarstellern, Jet Li und Aaliyah, kann man nur sagen, dass sie ihre Rollen sehr gut verkörpern. Jet Li, ein vom Gefängnis in Hongkong gezeichneter und in der Vergangenheit gebrochener Ex-Polizist, der dennoch verdammt sympathisch erscheint, und Aaliyah, eine sehr selbstbewusste Tochter und Musikladenbesitzerin.
Mit Delroy Lindo ("Gottes Werk und Teufels Beitrag") wurde noch ein solides Oberhaupt für die Schwarzen an Land gezogen. Er spielt den hin und her gerissenen Vater sehr glaubwürdig. Isaiah Washington, der seine rechte Hand Mac spielt, bleibt bei allem Respekt recht blass. Zu unspektakulär stellt er seine wichtige Rolle am Ende dar, und ich dachte mir, dass andere Darsteller das besser hinbekommen hätten. Ein bisschen nervig ist auch Anthony Anderson als "Bodyguard" Maurice. Russell Wong als interner Rivale von Jet Li kommt da schon besser und realer rüber.

Humor

Obwohl der Film sein im Grunde genommen ernstes Thema hat, wird er immer wieder mit einem leichten Lächeln präsentiert. Schon bei einigen Kämpfen, vor allem wenn Jet Li und Anthony Anderson die Kontrahenten sind, kann man viel lachen. Ich wurde mit den leicht-lockeren Witzen und Slapstickeinlagen sehr gut unterhalten. Da kommt sehr viel Jackie Chan-Flair rüber. Und das tut zwischendurch sehr gut. Durch diese humorvollen Ansätze rutscht die Romanze nicht zu sehr ins kitschig-nervige, das Thema bekommt seine Pausen und der Zuschauer wird zudem originell unterhalten.

Fazit

Vielleicht der beste Film in der Reihe von "Exit Wounds", "Born 2 Die" usw., die sich doch im Endeffekt sehr gleichen. Der mit Abstand beste Film von Jet Li außerhalb Hongkongs ist ganz eindeutig "Kiss of the Dragon". Dieses Actiondrama hat aber im Gegensatz zu diesen Kontrahenten seinen eigenen, eindeutig definierten Stil, richtig tolle Musik, und akzeptable und talentierte Darsteller. Tolle Fights von Jet Li runden das ganze noch ab und lassen die Story frisch und unterhaltsam wirken.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
larshermanns

larshermanns

19.08.2006 11:57

Wenn ich mir vorstelle, dass ich Jet Li vornehmlich aus Eastern-Produktionen kenne (mit Glatze und lediglich einem typischen Chinesenzopf aus dem 19. Jahrhundert), dann ist er mit Haaren kaum zu erkennen. Den Film hbe ich vor einigen Wochen im Fernsehen gesehen. So gut Jet Li als Martial Arts Darsteller auch sein mag, an Jackie Chan oder Bruce Lee wird er nie heran reichen. Dafür ist seine Mimik einfach nicht aussagekräftig genug. LG, Lars

panico

panico

19.08.2006 00:04

Nicht mein Film ,aber schöner Bericht ! lg panico :- )

Turbooo

Turbooo

18.08.2006 23:57

super bericht ...kenn den film leider nicht aber bei durchschnittlich 4 sternen bei über 400 erfahrungsberichten scheint er ja tatsählcih ganz gut zu sein ;) Gruß Turbooo

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