Rosenkrieg, Der

Erfahrungsbericht über

Rosenkrieg, Der

Gesamtbewertung (24): Gesamtbewertung Rosenkrieg, Der

 

Alle Rosenkrieg, Der Testberichte

 Eigenen Erfahrungsbericht schreiben


 


 


Prämierter Erfahrungsbericht

Was Sie schon immer über Scheidungen ...

5  06.08.2001

Pro:
herrlich schwarze Komödie, tolle Darsteller

Kontra:
manchmal etwas zu unrealistisch

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Humor

Spannung

Anspruch

Action:

Romantik:

mehr


Susa

Über sich: Meine Lieben!! Ich bin wieder da - leider ist nicht alles ganz gut gelaufen - aber jetzt bin ich vor...

Mitglied seit:23.11.1999

Erfahrungsberichte:195

Vertrauende:129

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 172 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

...wissen wollten!!

Also - entweder habe ich zur Zeit extremen Dusel oder das Angebot der Fernsehsender hat sich tatsächlich ein wenig gebessert.

Wann findet man sonst an einem normalen Samstag-Abend - abgesehen von Fest- und Feiertagszeiten, wo sich die Sender gegenseitig mit Top-Streifen übertrumpfen - schon mal einen sehenswerten Film??

Eher selten, würde ich sagen.
Kann natürlich auch sein, dass RTL und ProSieben aus Angst vor den neuen ran- Sendezeiten - was sich ja nun als völlig unbegründet herausgestellt hat - besonders ins Zeug gelegt haben.

Wie auch immer - so bin ich jedenfalls in den Genuss eines echten Klasse-Films gekommen.
Einer von der Sorte, die man mindestens schon zweimal gesehen hat (weil älteren Datums!), die man sich nie und nimmer aus der Videothek ausleihen würde, sich aber trotzdem riesig freut, wenn sie einem dann über den Bildschirm flimmern.

Genau das war am letzten Samstag - 20.15 Uhr auf ProSieben der Fall:
nicht mehr ganz frisch, der Streifen - dafür aber richtig gut:

"Der Rosenkrieg"


ZUR STORY
==========

Erzählt wird uns die Story von Gavin d'Amato (Danny deVito), einem Scheidungsanwalt, der gerade einen "scheidungswilligen" Klienten bei sich sitzen hat.

Diesem und somit auch uns erzählt er rückblickend die Geschichte des Ehepaares Rose - ehemaligen Klienten und Freunden von ihm:

Sie beginnt so romantisch und traumhaft, wie man sich nur vorstellen kann:
Oliver und Barbara lernen sich bei einer Auktion - bei der sie ihn überbietet - kennen, fühlen sich sofort zueinander hingezogen, verlieben sich und heiraten - all das geht fast so schnell, wie ich es hier aufgeschrieben habe.

Was nun folgt ist wohl ein Spiegelbild tausender anderer Ehen:
Oliver - ebenfalls Anwalt - arbeitet verbissen an seiner Karriere; Barbara, die eigentlich Gymnastiklehrerin werden wollte -gibt ihr Studium auf, bekommt zwei "entzückende" Kinder und widmet sich ganz der Familie.

Anfangs noch völlig mittellos, erwerben die beiden durch Olivers beruflichem Erfolg ein kleines Vermögen. Dazu gehört unter anderem ein Haus - Barbaras Traum - welches sie in jahrelanger liebe- und mühevoller Kleinarbeit - allerdings mit Olivers Geld - einrichtet und verschönert.

Doch irgendwann kommt es, wie es kommen muss:
Die Kinder gehen aufs College, Oliver ist mehr im Büro als zu Hause und Barbara sieht ihr Leben nun plötzlich als ziemlich sinn- und inhaltslos an.

Sie beschließt, einen eigenen Partyservice zu gründen und ist damit auch recht erfolgreich; nur die Ehe von Oliver und Barbara verkommt immer mehr zu einer reinen Zweckgemeinschaft; man hat sich nur noch wenig zu sagen und all die Kleinigkeiten, über die man früher aus Liebe hinweg gesehen hat, stören auf einmal gewaltig.

Vor allem Barbara wird dies klar - sie will die Scheidung.
Allerdings nicht nur das, sondern auch das gemeinsame Haus.
Mit diesem Wunsch beisst sie bei Oliver allerdings auf Granit, denn auch er will um jeden Preis das Haus behalten.

Aus purer Sturheit und Trotz bleiben die beiden zusammen im Haus - wenn dieses auch penibel in "Zonen" aufgeteilt wird.
Das man sich dabei gegenseitig in die Quere kommt ist nur selbstverständlich, doch zwischen Oliver und Barbara kommt es nun zu einem regelrechten Schlagabtausch - das Kriegsbeil (nicht der Klappstuhl!!) ist ausgegraben und die Situation eskaliert immer mehr.

Wird zu Beginn "nur" mit Beleidigungen und Worten gefochten, werden die beiden bald auch handgreiflich und ihr Heim zu einem wahren Kriegsschauplatz:

Sie sperrt ihn in der Sauna ein, bis er fast einen Hitzschlag erleidet;
er stört ihre Abendgesellschaft mit den wenig galanten Worten "Und jetzt gehe ich in die Küche und pinkle auf den Fisch!!"
Er überfährt ihre Katze, sie verarbeitet seinen Hund zu Pastete....

So nimmt das Unglück unaufhaltsam seinen Lauf, bis es zum großen Showdown am Kronleuchter kommt....


DIE DARSTELLER:
===============

Ein - damals noch ziemlich junger - Michael Douglas verkörpert perfekt die Rolle des Oliver Rose.
Mit den besten Absichten - nämlich, um seiner Familie ein Heim und finanzielle Sicherheit bieten zu können - stürzt er sich in seine Karriere und vergisst dabei aber ganz, dass zu einer funktionierenden Ehe und Familie halt mehr gehört als genügend Geld.
Obwohl auch er sich in Sachen Gemeinheiten nicht lumpen lässt ist er doch derjenigen, der bis zum Schluss eine Versöhnung will.

Kathleen Turner macht als Barbara Rose im Laufe des Film einige Verwandlungen durch:
aus der etwas schüchternen College-Maus wird die treusorgende Ehefrau und Mutter, später die gefrustete Hausfrau, dann die erfolgreiche Geschäftsfrau und schließlich mutiert sie zu einer hass-zerfressenen Furie, die keine Versöhnung mehr kennt. Egal in welcher Rolle sie sich gerade befindet - man nimmt es ihr immer ab!!

Geschickt in das Ganze eingebunden: Danny deVito - der übrigens auch die Regie führte - als Erzähler der Story, wird er zwischendurch immer wieder eingeblendet und führt durch die Handlung.

In einer kleinen aber feinen Nebenrolle gibt es noch die grandiose Marianne Sägebrecht zu bewundern.
Als Haushälterin Susan steht sie zwischen den beiden verhärteten Fronten; doch all ihre zaghaften Schlichtungsversuche scheitern und auch die Katastrophe am Ende kann sie nicht abwenden.

FAKTEN ZUM FILM
================

Darsteller:
Michael Douglas, Kathleen Turner, Danny deVito, Marianne Sägebrecht
Regie: Danny deVito
Drehbuch: Michael Leeson nach einer Romanvorlage von Warren Adler
Produktion: James L. Brooks, Arnon Milchan
Kamera: Stephen H. Burum
Musik: David Newman

Länge: 115 Min.
Genre: (schwarze) Komödie
Originaltitel: The War of Roses
USA 1989

MEIN FAZIT
===========

Meiner Meinung nach ist Danny deVito hier ein kleines Meisterwerk gelungen!

Was als Komödie beginnt, wandelt sich mit der Zeit zu einem handfesten Drama voller Sarkasmus, Ironie und gesellschaftlicher Seitenhiebe.
So überspitzt die Situationen auch gezeichnet sind - man kommt nicht umhin, doch das eine oder andere Fünkchen Wahrheit darin zu erkennen.

Fassungslos beobachtet man, wie in einer ganz normalen Familie und Ehe - und das ist wahrscheinlich das erschreckende und zugleich faszinierende - ein Krieg entbrennen kann, in dem sich die Gegner nichts schenken.

Kathleen Turner und Michael Douglas sind ein eingespieltes Team und vielen wahrscheinlich noch aus den "Auf der Suche…" Filmen bekannt.
Sie ergänzen sich perfekt - sowohl ihre anfängliche große Liebe als auch der abgrundtiefe Hass am Ende sind absolut glaubwürdig dargestellt.

Mir persönlich ist aber über den ganzen Film hinweg Michael Douglas als Oliver weitaus sympathischer - vor allem, weil er es ist, der immer wieder versucht einzulenken und bis zum Schluss eine Versöhnung wünscht.

Diese Komödie/ dieses Drama hält der ach so perfekten Gesellschaft gnadenlos einen Spiegel vor.
Ich bin mir sicher, dass viele Ehen - wenn auch nicht mit diesem krassen Ende, aber doch aus ähnlichen Gründen - in die Brüche gehen.

Ich denke, dass dies die Botschaft ist, die deVito vermitteln wollte;
und auch in seinem abschließenden Fazit steckt - zwar nicht wörtlich, sondern im übertragenen Sinn - ganz sicher ein Stückchen Wahrheit:

"Katzenfreunde sollten Katzenfreunde,
und Hundefreunde sollten Hundefreunde heiraten!!"

Für mich persönlich gibt es da insofern kein Problem, weil mein Freund sowohl gegen Katzen als auch gegen Hunde allergisch ist * gg *!!

Eure Susa

Ihre Bewertung dieses Erfahrungsberichtes

Wie hilfreich ist dieser Erfahrungsbericht für Ihre (Kauf-)Entscheidung?

Bewertungsrichtlinien

Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
dani___

dani___

14.08.2005 11:19

Hab mich gestern auch köstlich damit amüsiert ;)

Mcguffin

Mcguffin

18.08.2001 02:50

Endlich mal ein Film, bei dem der Begriff Eskalation sehr deutlich erklärt wird. ;-))

Peter_dssd

Peter_dssd

09.08.2001 15:06

Einer der besten Filme des Genres! Und ein Bericht, der dem Film qulaitativ gewachsen ist!! Liebe Grüße Peter

Eigenen Kommentar schreiben

max. 2000 Zeichen

  Kommentar abschicken


Ähnliche Angebote
Rosenkrieg, Der (Cine Project) - DVD Der Rosenkrieg (DVD) DVD - Der Rosenkrieg
Rosenkrieg, Der ​(Cine Project)​ -​ DVD Der Rosenkrieg ​(DVD) DVD -​ Der Rosenkrieg
techcityshop.at Weltbild myToys.de
€ 9,99 *

Händler kann Preis
erhöht haben

€ 9,99 *

Händler kann Preis
erhöht haben

€ 9,99 *

Händler kann Preis
erhöht haben

Versandkosten: Vorkasse: 4,20 Nachnahme: 4,20
mehr
Versandkosten: 3.​99
mehr
Versandkosten: ab 2,95EUR
mehr
 zum Shop  zum Shop  zum Shop
techcityshop.​at Weltbild myToys.​de
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
Bewertungen
Dieser Erfahrungsbericht wurde bislang 670 mal gelesen und von Mitgliedern wie folgt bewertet:

"sehr hilfreich" von (100%):
  1. Prisca
  2. dani___
  3. Birgit1957
und weiteren 169 Mitgliedern

Informationen zur Berechnung der Gesamtbewertung.