Rosenkrieg, Der

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Rosenkrieg, Der

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Tolle Rosen für einen Krieg!

5  10.05.2002

Pro:
Regie, Darsteller, und sonstiges

Kontra:
Altersfreigabe ist mir unverständlich

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Humor

Spannung

Anspruch

Action:

Romantik:

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bboeck

Über sich:

Mitglied seit:01.01.1970

Erfahrungsberichte:577

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 159 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Liebe Leserinnen, lieber Leser,

auf Empfehlung von Julia (lieber Gruss) geht es heute um einen Film aus dem Jahre 1989. Die Regie führte niemand anderes als DannyDeVito. Er übernahm auch eine Rolle in diesem Streifen der sich mit den Möglichkeiten der Ehescheidung auseinandersetzt. Zwar etwas übertrieben aber dennoch genial gemacht. Die Rede ist von dem Film „Der Rosenkrieg“.

Kommen wir zum Inhalt:

Der Film beginnt mit einem Anwalt namens Gavin (gespielt von DannyDeVito). Bei einem Beratungsgespräch mit einem Klienten, Gavin ist Scheidungsanwalt, erzählt er diesem eine Geschichte. Und zwar die Geschichte des Ehepaares Rose. Mit diesen war er selbst befreundet. Und schon wird die Zeit in frühen 70‘er Jahre zurückgedreht, die Studenten Oliver Rose (gespielt von Michael Douglas) und Barbara (gespielt von Kathleen Turner) lernen sich durch Zufall bei einer Auktion kennen. Zuerst sind sie Konkurrenten um eine alte chinesische Vase, und hier gewinnt Oliver, und er gewinnt noch mehr, nämlich das Herz von Barbara. Zwar haben beide kein Geld und studieren noch, trotzdem heiraten sie sehr schnell. Und Barbara steckt danach erst einmal etwas zurück. Denn Oliver macht Karriere als Anwalt. Schon bald bekommen die beiden Nachwuchs. Zwei Kinder sind es. Und kurz darauf erblickt Barbara das Haus ihrer Träume. Und dieses wird gekauft. Sie beschäftigt sich mit der Inneneinrichtung, der ganzen Dekoration und den beiden Kindern. Oliver geht allerdings immer mehr arbeiten und zieht sich aus der Familienidylle zurück.

Dann haben wir einen zeichtlichen Schnitt innerhalb der Storyline. Die Kinder sind inzwischen in einem anderen Alter, sie gehen aufs College, Barbara vereinsamt ein wenig. Und Oliver denkt eigentlich nur noch an die Arbeit. Die beiden haben sich voneinander entfremdet. Es kommt wie man es vohersehen musste, eine Scheidung steht bevor. Und Gavin wird von beiden belästigt doch jeweils für einen von ihnen tätig zu werden. Seine Schlichtungsversuche schlagen fehl. Und so kommt es zum ganz grossen Streit bezüglich des Hauses. Auch die vermittelnde Haushälterin (herrlich gespielt von Marianne Sägebrecht) kann nichts ausrichten. Die Villa wird in zwei Zonen aufgeteilt, für jeden eine Hälfte. Aber leider begegnet man sich ja innerhalb dieses Hauses immer wieder. Es wird um Nichtigkeiten gestritten. Und langsam erfolgen auch körperliche Attacken. So versucht Barbara ihren Noch-Ehemann in der Sauna zu ersticken. Er hingegen geht subtiler vor. Aus versehen überfährt er ihre Katze. Und so weiter und so weiter. Es entbrennt also ein wirklicher Kleinkrieg zwischen den beiden. Was einstmals Liebe war hat sich nun total in Hass umgekehrt.

Jedes noch so unbedeutende Ereignis wird zum Anlass genommen um dem anderen einen Schaden zuzufügen. Weder Gavin, noch die Haushälterin oder die Kinder finden überhaupt noch einen Zugang zu den beiden Streitenden. Es geht inzwischen um nichts mehr. Es geht nur noch um den Krieg innerhalb der Beziehung. Und so kommt es letztendlich zu einem Showdown zwischen Mann und Frau. Dieser wird mit sämtlichen Mitteln ausgefochten die zur Verfügung stehen.

So, mehr gibt es nicht, hier endet die Inhaltsangabe.

Meine Meinung:

Was uns DannyDeVito hier vorsetzt ist schon sehr brilliant und sehr erschreckend. Schon zu Anfang erfahren wir eigentlich das hier nur eine Rückblende gezeigt wird. Und zwar eine sehr harmonische, zumindest zu Anfang. Wir erleben das Glück einer neuen Familie, wir erleben das Glück der beiden frisch verheirateten. Wirklich wunderschön. Doch dann wechselt der Film auf eine wirklich harte Ebene. Uns wird präsentiert wie sich Menschen doch zu Bestien entwickeln können. Wie verbohrt und engstirnig der einzelne doch sein kann. Sei er nun Mann oder Frau. Plötzlich ist nichts von früher mehr wichtig, alles zählt nicht mehr. Nur noch der eigene Egoismus und das beharren auf Standpunkten spielt eine Rolle. Was ist schon eine frühere Liebe, nachdem sie erloschen. Sämtliche Einigungsversuche scheitern plötzlich an absoluten Banalitäten. Hier wird so richtig schön mit der Idylle des menschlichen zusammenlebens aufgeräumt. Die Intention von Mr. DeVito bei diesem Film ist mir zwar nicht bekannt, doch hat er es in jedem Fall geschafft einen wirklich überzeugenden Film zu präsentieren. In der heutigen Zeit der eigenen Eitelkeit und Selbstverliebtheit ist wohl so ziemlich alles möglich.

Ihm standen aber auch wirklich gute Darsteller zur Verfügung. Zum einen er selbst. Er gibt den Anwalt und Geschichtenerzähler wirklich mit Überzeugung, man hört ihm gerne zu und ist sehr schnell fasziniert von der Geschichte die er da präsentiert.

Dann Michael Douglas. In der Rolle des Oliver Rose kann er sich über einen langen Zeitraum innerhalb des Filmes entwickeln. Vom einfachen und verliebten Studenten bis hin zum absoluten Buiseness-Man. Und diese Entwicklung verläuft auch sehr glaubwürdig. Auch im Endstatium des Rosenkrieges nimmt man ihm die psychophatischen Anwandlungen sehr wohl ab. Dieser Irre Blick und diese innerliche Wut, wirklich hervorragend gespielt.

Ebenso perfekt agiert Kathleen Turner. Auch sie macht die gleiche Verwandlung durch. Und sie gefällt mir sogar noch etwas besser als Mr. Douglas. Der Wahnsinn der sie zum Schluss antreibt ist wirklich schon eine mehr als reife Leistung.

Zu erwähnen wäre eben auch noch Marianne Sägebrecht, ich halte ansonsten nicht so sonderlich viel von ihr. Doch in dieser Produktion konnte sie mich wirklich überzeugen. Sie gibt die besorgte Haushälterin wirklich sehr gut. Auch ihr bajuvarischer Charme kommt hier sehr gut zur Geltung.

Mein Fazit:

Ein wirklich sehenswerter Film über Ehe und was danach geschehen kann. Ein solches Szenario ist zwar niemandem zu wünschen, doch ausschliessen kann das wohl niemand. Ich würde den Film allerdings nicht unbedingt als Komödie betrachten, wie Ciao es in seiner Kategorie macht. Er hat auch wirklich ernsthafte Aspekte.
Auch die Altersfreigabe ab 12 halte ich nicht unbedingt für angebracht. Aber nun gut, ist halt Sache der FSK.

Ich spreche eine Empfehlung aus und vergebe alle 5 Sterne.

Es gibt diesen Film auf Video und auch auf DVD.

Vielen Dank fürs Lesen.

Wer Tippfehler findet darf sich damit einen Rosentstrauß für die nächste Eheschlacht basteln.

Respect all Colours

P.S.: Die unteren Bewertungen machen mal wieder wenig Sinn, bitte nicht beachten.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
bopp

bopp

23.12.2004 01:57

1a einfach

Hexe1962

Hexe1962

09.06.2002 14:23

Warum hältst Du nichts von Marianne Sägebrecht? Ich finde sie genial. Damit meine ich nicht nur ihre Rolle in "Out of Rosenheim", wo sie brilliert hat. Ich habe mittlerweile schon viele Filme mit ihr gesehen, wo sie mich immer wieder überzeugt. Kann natürlich auch sein, dass ich mich mit ihr identifiziere weil ich auch dick bin. Aber ich finde wirklich, dass sie sehr gut spielt.

JanaLipy

JanaLipy

14.05.2002 16:06

Den Film habe ich mir auch angesehen. finde ich gut. Interessant deine Berichte.

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