Auf der Jagd nach dem Superhirn...
23. Jan 2005
Pro:
Die letzten 50 Seiten waren spannend, leicht verständlich
Kontra:
teilweise langweilig, unbefriedigendes Ende, Handlung erschien mir irgenwie zusammengewürfelt
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Niveau:
Unterhaltungswert:
Spannung:
Humor:
Aufmachung:
mehr
 Christin78
Über sich:
"Werde, der du bist." Nietzsche
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 89 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hallo Ihr Lieben, Ich möchte Euch heute folgendes Buch vorstellen: „Rosenrot Mausetot“ von James Patterson.
Nachdem ich ja längere Zeit keine Thriller gelesen habe, hatte ich mal wieder Lust auf einen und entschied mich für dieses Buch, einen gewissen Grund gab es eigentlich nicht dafür. Ich hatte nur nicht viel Zeit um mich genauer in der Buchhandlung umzusehen und dieses Buch hat ein recht auffälliges Cover, die kurze Zusammenfassung gefiel mir und so nahm ich das 306 Seiten umfassendes Buch für 8,90 Euro mit. Das Buch hat folgende ISBN 3-404-15173-9, erschienen ist es im Bastei Lübbe Verlag.
James Patterson wurde 1949 geboren und schreibt seit seinem 27. Lebensjahr Thriller. Bis vor kurzem war er noch Präsident der größten New Yorker Werbeagentur. Für sein Erstlingswerk erhielt er den Edgar Allan Poe Award. Wer mehr Informationen über den Autor haben möchte, der wird sicherlich im Internet fündig.
Worum geht es in diesem Thriller? Die Handlung ist recht schnell beschrieben. Es werden Banken überfallen und bei diesen Überfällen sterben nicht gerade wenig Menschen und deren Tod findet auf eine sehr grauenvolle Art statt. Einige werden vergiftet, andere werden umgebracht um scheinbar Angehörige zu verletzen. Diese Überfälle laufen nach ungefähr dem gleichen Schema ab, nur sind es jedes mal andere Täter, die aber im Auftrag eines sogenannten Superhirns agieren. Das Superhirn rekrutiert für seine Pläne Verbrecher welche die Pläne dann ausführen, er selber bleibt aber im Hintergrund und keiner weiß wer dieses
Superhirn ist. Superhirn nennt er sich selber. Bei einem Überfall auf einen Bus mit anschließender Geiselnahme, in dem Bus saßen Mitarbeiter und Familienangehörige einer Versicherungsgesellschaft werden 15 Millionen Dollar Lösegeld gefordert, auch dieses passiert im Auftrag des Superhirns. Alex Cross, einer der Ermittler, er kommt auch in anderen Büchern von James Patterson vor und sein Team unter anderem Betsey Cavalierre eine FBI Agentin sind nun auf der Suche des sogenannten Superhirns. Neben der Jagd nach diesem Superhirn, erfährt man eine Menge aus dem Leben Alex Cross und seiner Familie. So wird erzählt, wie seine Tochter an einem Gehirntumor erkrankt, wie sich seine ehemalige Partnerin ihm gegenüber verhält, welche wohl entführt worden war, ein Jahr in der Gefangenschaft lebte und dort einen Sohn von Alex zur Welt brachte. Mehr passiert eigentlich gar nicht, das Buch hat ja auch nur 306 Seiten, was ja recht wenig für einen Thriller ist. Es stellt sich natürlich die Frage wer sich hinter dem Superhirn verbirgt und die Ermittler werden sehr oft auf falsche Fährten gelockt was die Spannung natürlich erhöhen sollte, eine weitere Frage wie wird die Geiselnahme der Insassen des Busses ausgehen und werden die 15 Millionen Dollar bezahlt. Zu Alex Familie stellen sich auch ein paar Fragen aber dazu möchte ich später etwas schreiben. Mehr möchte ich zur Handlung auch gar nicht schreiben, da ich ansonsten wahrscheinlich etwas vorweg nehmen würde, was für den ein oder anderen die Spannung mindern würde.
Meine Meinung zu diesem Buch fällt eher neutral aus. Ich kann nicht sagen, das ich unheimlich angetan bin, aber so vollkommen abgeneigt bin ich auch nicht. Erst einmal möchte ich erwähnen, das die Handlung recht leicht nachvollziehbar ist und man sich beim Lesen so rein gar nicht anstrengen muß und die letzten 50 Seiten waren sogar so spannend, daß ich das Buch während des Lesens dieser Seiten nicht aus der Hand legte. Bei den Seiten davor ließ die Spannung eher auf sich warten und so las ich mal 10 Seiten, dann mal wieder nur 2 Seiten und legte das Buch zwischendurch immer mal wieder aus der Handlung, weil ich mich doch mehr langweilte als das ich mich unterhalten fühlte. Aber dennoch interessierte mich die Frage wer denn nun das Superhirn sei. Die Handlung setzt sich eigentlich aus den Ermittlungsarbeiten und einem Teil von Alex Cross Privatleben zusammen. Eigentlich ja eine sehr interessante Mischung. Allerdings hatte ich das Empfinden das sei alles irgendwie lieblos zusammen gesetzt. Wie ein Puzzel dessen einzelne Teile nicht wirklich zueinander passen. Dadurch stockte die Handlung und ich kam nur sehr schleppen und holpernd weiter, was mir natürlich nicht gerade sehr gut gefiel. Ich erwähnte ja schon, das Alex Tochter an einem Gehirntumor erkrankte und immer wieder dachte ich, daß diese Begebenheit etwas mit dem Fall zu tun hätte und später noch einmal darauf eingegangen werden würde. Aber das passierte nicht. Der Gehirntumor nahm insgesamt wohl nicht mehr als 10 Seiten ein und verschwand danach fast vollkommen aus der Geschichte. Was ich weiter nicht sehr gut fand, der Alex hatte wohl schon ein sehr bewegendes Leben. So starb seine erste Frau, sie wurde ermordet, dann wurde seine Lebensgefährtin entführt und tauchte ein ganzes Jahr lang nicht auf, nachdem sie dann wieder da war trennte sie sich von ihm. Dann der Gehirntumor seiner Tochter und im Laufe der Geschichte wiederfährt ihn noch so manches Schicksal. Wie kann ein Mensch das alles aushalten und es kommt schon sehr unglaubwürdig herüber. Da hätte der Herr Patterson das ein oder andere Schicksal auch weglassen können und es vielleicht einmal durch eine positive Situation ersetzen können. Ich sagte ja schon, daß mir die Handlung irgendwie zusammengesetzt vorkam. So ermitteln Alex Cross und die FBI Agentin Betsey Cavalliere miteinander und auf einmal, ich fühlte mich als Leser überrumpelt war die Rede von Sex und Verliebtsein zwischen den beiden. Als Leser bekam man davon gar nichts mit, da Alex immer noch sehr an seiner Lebensgefährtin hing, die sich von ihm getrennt hatte. Mal abgesehen davon das die Sexszene einfach nur sehr plump beschrieben wurde. Entweder man läßt sie dann komplett weg, oder aber man beschreibt sie etwas gefühlvoller und vorstellbarer. Und dann hätten wir da noch das Ende. Was eigentlich gar kein Ende ist, auch hier fühlte ich mich überrumpelt. Ich möchte das Ende nicht verraten, aber es ist sehr ungewöhnlich wie ich finde, es kam überraschend, plötzlich und für mich unbefriedigend. Dann dachte ich während des Lesens immer wieder nach warum dieses Buch den Titel „Rosenrot Mausetot“ erhielt. Und ich fand keine Antwort darauf. Bei den meisten Büchern findet man einen Bezug zwischen Titel und Handlung, bei diesem Buch konnte ich keinen Bezug erkennen. Zusammengefasst sei gesagt, ein Buch mit spannenden 50 Seiten, wo ich auch wirklich wissen wollte wie es endet, aber die Seiten davor würde ich eher als plätschernd und teilweise sogar langweilig bezeichnen.
Mein Fazit, ich werde einfach mal 2 Sterne abziehen und eine Empfehlung aussprechen. Zumindest fand ich das Buch dann doch noch so gut, das ich es zu Ende gelesen haben. 306 Seiten stellen da ja auch nicht unbedingt ein Hinderniss dar. Und ich wollte wissen wer denn nun das Superhirn ist und wie schon erwähnt die letzten 50 Seiten waren die spannensten vom ganzen Buch. Ansonsten eine eher seichte Darstellung der Ereignisse, manches erschien mir unglaubwürdig.
Liebe Grüße Christin
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24.01.2005 15:17
Will mit einen James Patterson jetzt mal beginnen. Werde aber dann nicht gerade dieses Buch auswählen. ;-)
23.01.2005 15:37
Also der Inhalt mit dem Superhirn und diesen ganzen aufgesetzten Schicksalsschlägen klingt wirklich nicht sonderlich überzeugend, danke für die Warnung, aber ich denke, das lese ich eher nicht....
23.01.2005 15:28
ich fand das buch garnicht so schlecht.. aber dein bericht ist gut :)