Hallo liebe Leser,
seit langer Zeit bin ich mal wieder krank geworden und so hatte ich am Wochenende viel Zeit im Bett verbracht. In dem Buch „Der Judasfluch“ wurde ich Ende des letzten Jahres durch die Buchvorstellungen auf den letzten Seiten auf das Buch „Rosenrot Mausetot“ von James Patterson aufmerksam. Bei Ebay kam ich dann auch für nur 2,50 Euro an eine sehr gut erhaltene Taschenbuchausgabe heran. Am Wochenende habe ich dieses Buch dann auch gleich gelesen und möchte es euch mit diesem Bericht etwas näher bringen.
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James Patterson
James Patterson wurde 1949 geboren und machte Karriere bis zum Präsident einer großen New Yorker Werbeagentur. Er ist Autor mehrerer sehr erfolgreicher Psychothriller. Einige Leute bezeichnen ihn auch gern als „Fließbandschreiber“, da er sehr viele Bücher in relativ kurzer Zeit schreibt. Seit er 27 ist, schreibt er Psychothriller und landet damit regelmäßig auf Platz eins der amerikanischen Bestsellerlisten. Für sein Erstlingswerk erhielt James Patterson den begehrten Edgar Allan Poe-Award. Der Alex Cross-Roman “...denn zum Küssen sind sie da” wurde mit Morgan Freeman in der Hauptrolle verfilmt. Heute lebt er mit seiner Familie in New York und Florida.
Zu den erfolgreichen Büchern von Patterson gehört auch die Alex Cross-Reihe, zu der auch „Rosenrot Mausetot zählt.
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Die Alex Cross-Reihe
1993 Along Came A Spider (Morgen, Kinder wird`s was geben 1993 / Im Netz der Spinne 2001)
1995 Kiss the Girls (…denn zum Küssen sind sie da 1995)
1996 Jack & Jill (Sone, Mond und Sterne 2001)
1997 Cat and Mouse (Wenn Mäuse Katzen jagen 1999)
1999 Pop! Goes the Weasel (Wer hat Angst vorm Schattenmann? 2001)
2000 Roses are Red (Rosenrot Mausetot 2002)
2001 Violets are Blue (Stunde der Rache 2001)
2002 Four Blind Mice (Mauer des Schweigens 2003)
2003 The Big Bad Wolf (Vor aller Augen 2005)
2004 London Bridges (???)
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Rosenrot Mausetot
Bevor ich zum Inhalt komme, möchte ich noch kurz dieses sehr gelungene Buchcover erwähnen. Es ist in einem kräftigen Rot gehalten und in silbernen Lettern ziert „Rosenrot Mausetot“ die obere Hälfte der Buchfront und James Patterson ist im unteren Teil zu lesen. Dazwischen ist eine schwarze Rose zu sehen, deren Blüte statt auf einem Stiel auf
Stacheldraht sitzt.
Aber kommen wir nun zum Inhalt des Buches...
Brutale Raubmorde erschüttern Washington D.C.! Eine Reihe von Banken wird überfallen. Die Überfälle laufen immer nach dem selben Schema ab: die Familie des Bankdirektors wird bedroht, damit dieser den Safe öffnet. Die Räuber befolgen knapp kalkulierte Zeitpläne, bei deren Nichteinhaltung Todesopfer die Folge sind. Und bei jedem Überfall werden Menschen getötet, was den Beamten um Alex Cross Rätsel aufgibt. Warum dieses sinnlose Blutvergießen, wenn doch die Überfälle reibungslos zu Gunsten der Räuber ablaufen?
Dann finden Cross und sein Partner Sampson die Verdächtigen des ersten Überfalls grausam verstümmelt in einer billigen Absteige. Doch die Verbrechen gehen weiter, es müssen noch andere Täter beteiligt sein. Wer organisiert diese brutalen Überfälle und warum lässt er dabei so viele Menschen töten?
Hinter all diesen Verbrechen steckt das „Superhirn“. Dieses kriminelle Genie lässt der Polizei und dem FBI keine ruhige Minute und all sein Handeln scheint genau durchdacht zu sein. Er holt nun zu seinem großen Coup aus: „Das Superhirn“ lässt einen Bus entführen, in dem Frauen und Kinder der Topmanager eines großen Versicherungsunternehmens sitzen. Und er verlangt 30 Millionen Dollar Lösegeld.
Alex Cross arbeitet zusammen mit FBI-Agentin Betsey Cavalierre an der Befreiung der Geiseln und der Aufspürung des „Superhirns“. Zu allem Überfluss trennt sich auch noch Alex’ Freundin Christine von ihm, da sie mit seinem Beruf nicht mehr klarkommt. Aber das ist nicht der einzige private Tiefschlag, den er hinnehmen muss. Seine kleine Tochter Jannie hat einen Gehirntumor!
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WARNUNG!!!
Im folgenden Absatz werden einige Inhalte verraten, die eventuell den Spaß am Lesen etwas reduzieren könnten!
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Die Lösegeldübergabe verläuft genau nach dem Plan des „Superhirns“ und keine der Geiseln kommt zu Schaden. Alex und Betsey kommen korrupten New Yorker Polizisten auf die Spur, die an der Geiselnahme beteiligt waren. Der Chef dieser Bande führt Alex und Betsey anscheinend auf die Spur des „Superhirns“. Doch bevor die beiden das „Superhirn“ jagen können, jagt das Superhirn sie. Zwei FBI-Agenten werden ermordet. Wer ist der nächste?
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Die wichtigsten Charaktere
Alex Cross
Dr. Alex Cross ist der Verbindungsmann zwischen der Washingtoner Polizei und dem FBI. Nebenbei hat er in Psychologie promoviert. Seine Frau wurde vor einigen Jahren ermordet. Er lebt zusammen mit Nana und seinen zwei Kindern Damon und Jannie. Seine Freundin Christine, mit der er zusammen den kleinen Alex jr. hat, verlässt ihn. Seine Tochter hat einen Hirntumor. Privat schwer angeschlagen, stürzt er sich in die Jagd nach dem „Superhirn“.
John Sampson
Der langjährige Partner von Alex Cross. Nicht nur Partner, sondern auch guter Freund. Ein Mann wie ein Baum, stark und zuverlässig. Er hilft Alex in allen Lebenslagen. Und er nennt ihn immer „Süßer“.
Betsey Cavalierre
Die aufstrebende FBI-Agentin. Sie hat es beim FBI schon weit gebracht. Körperlich zwar klein und zart, doch es steckt viel Kraft und Entschlossenheit in ihr. Dazu ist sie noch schlagfertig und clever. Zusammen mit Alex Cross bildet sie ein starkes Duo auf der Jagd nach dem Superhirn. Und da Alex
von Christine verlassen wurde und es auch sonst in seinem Privatleben nicht gut läuft, findet er bei Betsey auch eine Schulter zum Ausweinen.
Kyle Craig
Ein hohes Tier beim FBI und ein guter Freund von Alex Cross. Alex schuldet ihm noch einige Gefallen, da Kyle ihn immer wieder an FBI-Fällen mitwirken lässt und ihn mit Informationen versorgt. Alle wichtigen Operationen laufen unter den wachsamen Augen von Kyle Craig.
Das "Superhirn"
Man erfährt nicht viel über das "Superhirn". Immer nur kleine Happen, die Alex und Betsey im Laufe ihrer Ermittlungen zusammentragen. Ab und an bekommt man auch eine Tat oder einen Gedanken des „Superhirns“ zu lesen. Doch passt das alles nicht immer zusammen. So kommt man zu dem Schluss, dass entweder einige Hinweise nicht korrekt sind oder es mehr als nur eine Person gibt, die das „Superhirn“ ausmachen. Im letzten Satz des Buches erfährt der Leser, wer das "Superhirn" ist und denkt nur: „Oh, du Arschloch!“
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Meine Meinung
Bereits im Prolog beginnt „Rosenrot Mausetot“ mit dem ersten brutalen Banküberfall. Patterson verzichtet auf eine langsame Einführung in die Geschichte und startet gleich durch. Man staunt doch über die genialen Pläne des „Superhirns“ und ist auch schockiert von der sinnlosen Brutalität und den Morden. Gleichzeitig fragt man sich auch, was das „Superhirn“ mit seinem Vorgehen bezwecken will. Man kommt erst nach und nach auf die wahre Absicht, die hinter diesem Vorgehen steckt.
Geschickt verknüpft Patterson auch die beiden Handlungsstränge der Geschichte. Zum einen die Verbrechen und die Ermittlungen, also die Arbeit von Alex Cross und zum anderen das Privatleben von Alex Cross. Jedoch weiß der Leser nie genau, inwieweit diese beiden Leben miteinander in Berührung kommen. Ob die Arbeit von Alex sein Privatleben beeinträchtigt oder auch umgekehrt.
Aber diese Erzählungen über das Privatleben von Alex und seine Höhen und Tiefen bringen doch immer wieder eine willkommenen Verschnaufpause für den Leser von den harten Ermittlungsarbeiten, ohne jedoch Langeweile aufkommen zu lassen. Lediglich die etwas langgezogene Passage über die Entdeckung des Hirntumors von Jannie Cross hätte etwas kürzer sein können.
Das einzige was mich bei diesem Buch gestört hat, waren die Verknüpfungen zu alten Alex Cross-Geschichten. Da steht man dann erst mal auf dem Schlauch, wenn man die Reihe nicht verfolgt hat. Und man weiß auch, was passiert, wenn man dann einen älteren oder besser gesagt diesen einen älteren Alex Cross liest. Schade, aber anders hätte Patterson die Trennung von Alex und Christine schwer erklären können.
Doch kommen wir nun zum Wesentlichen: Die Jagd nach dem „Superhirn“!
Diese ist in der Tat sehr spannend. Anfangs hat man noch keinen Schimmer, was das „Superhirn“ für ein Mensch ist. Einfach nur gerissen, clever, brutal oder gar psychopatisch? Auf jeden Fall sind alle seine Pläne sehr durchdacht und genau kalkuliert. Patterson vermeidet es auch, den Leser absichtlich auf irgendeine Fährte zu führen. Es offenbaren sich dem Leser immer nur Hinweis auf Hinweis, er verfolgt die Ermittlungen von Alex Cross. Allerdings kann der Leser im Gegensatz zu Cross doch den einen oder anderen Gedanken des „Superhirns“ lesen, was der Spannung nur positiv zu Gute kommt.
Das Ende des Buches wird dann noch richtig heiß und man will gar nicht mehr aufhören weiter zu lesen. Die Ereignisse überschlagen sich, bis es zum vermeintlichen Showdown kommt. Dabei wird die Handlung jedoch nicht unübersichtlich, der Leser kann die Geschichte immer sehr gut verfolgen und verstehen. Und dann wird dem Leser auch klar, warum die Fortsetzung von „Rosenrot Mausetot“ auch „Stunde der Rache“ heißt...
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Fazit
„Rosenrot Mausetot“ ist ein sehr spannender und gelungener Thriller ohne große Schwächen oder lange Pausen. Auf 302 Seiten erzählt Patterson die Geschichte eines genialen Kriminellen, der Washingtoner Polizei und FBI auf Trapp hält. Das Vorgehen des „Superhirns“ ist faszinierend und schockierend zugleich.
Heute habe ich mir sogleich bei Amazon die Fortsetzung „Stunde der Rache“ bestellt, da ich doch wissen will, wie es mit Alex Cross und dem „Superhirn“ weitergeht. Wer allerdings wofür Rache nehmen will, das müsst ihr schon selbst rausfinden...
Wer auf spannende Thriller mit Rätselraten und etwas Blut steht, dem kann ich „Rosenrot Mausetot“ nur empfehlen. Ich denke, ich werde mir in nächster Zeit noch ein paar mehr Bücher der Alex Cross-Reihe zulegen.
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Noch ein paar Daten
Titel: Rosenrot Mausetot (Originaltitel: „Roses are Red“)
Erschienen: August 2004
Seitenzahl: 302
Autor: James Patterson
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 3-404-15173-9
Preis: 8,90 € (Taschenbuch)
05.03.2005 23:16
Habe von Patterson schon die Wiege des Bösen gelesen und war sehr begeistert davon. Und hier liegen habe ich noch Sonne, Mond und Sterne das werde ich bald mal in Angriff nehmen Toller Bericht Liebe Grüße Fantaghiro
03.03.2005 15:56
Das klingt sehr interessant, klasse Bericht.
02.03.2005 12:52
Hört sich nicht schlecht an.....