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Unterm Strich: Ich kann nur sagen, dass mich kaum einer der anderen Cross-Romane derartig bewegt und erschüttert hat wie "Roses are red". Die Szenen aus dem Familien- und Liebesleben sind emotional und humorvoll, das Finale hingegen packend und hammerhart – genau deshalb wohl, weil ... Bericht lesen
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Eine Reihe von Banküberfällen hält Dr. Alex Cross und das FBI in Atem. Doch jeder, den sie als Verantwortlichen fangen und festnehmen, sagt ihnen: "Sie haben den Falschen erwischt!" Denn der Drahtzieher befindet sich unsichtbar in nächster Nähe der Ermittler.
Handlung
Eine Reihe von Banküberfällen hält Dr. Alex Cross und das FBI in Atem. Bei den Überfällen finden regelmäßig unschuldige Menschen den Tod, offenbar mit voller Absicht. Die Skrupellosigkeit, Präzision und Brutalität der Ausführung schreiben sie einem "Mastermind" genannten Planer und Leiter zu. Die eigentlichen Ausführenden, die Handlanger, leben meist nicht allzu lange nach ihrer Tat. Mastermind ist darauf bedacht, keine Risiken einzugehen. Will sich Mastermind nur an den Banken für ungerechte Behandlung rächen? Die Ermittler tappen im Dunkeln.
Bis eines tages Mastermind seinen größten Coup landet. Mitten in Washington, D.C., lässt er mit seinen handlangern einen Touristenbus entführen. Im Bus befinden sich die Kinder und Gattinnen der Manager einer Versicherung aus Hartford, Connecticut. Mastermind fordert 30 Millionen Dollar Lösegeld, zum Teil in Diamanten. Die Übergabe des Geldes artet zu einem demütigenden katz-und-Maus-Spiel für die FBI-Agenten und Alex Cross. Doch sie haben Glück: Wenig später wird der Touristenbus in Virginia gesichtet, die Geiseln können – oh Wunder! - unverletzt – werden und wenig später sind sogar die Täter in New York City ausgemacht.
Mastermind ist leider nicht darunter, doch die geschnappten Cops geben Hinweise auf sein Aussehen und sogar auf seinen Aufenthaltsort. Und so kommt es, dass Alex Cross und seine Polizisten in einer psychiatrischen Anstalt Dienst tun. Nach mehreren Verfolgungsjagden haben sie zwei Verdächtige ausgemacht: Der eine hat die Banken auf dem Kieker, und der andere hat möglicherweise das Ding in Washington, D.C., durchgezogen. Doch sind sie Mastermind? Denn beide behaupten: "Sie haben den Falschen erwischt."
Alex Cross gerät heftig ins Schwitzen, als jemand beginnt, seine Kollegen vom FBI umzubringen, einen nach dem anderen, und alle waren an der Jagd auf Mastermind beteiligt. Und dies berührt ihn ganz persönlich.
Denn wie stets in Pattersons Romanen um den Polizeipsychologen Dr. Alex Cross spielt auch dessen Privatleben eine bedeutende Rolle, so etwa in dem soeben auf Deutsch erschienenen Roman "Wer hat Angst vorm Schattenmann" (O-Titel: "Pop goes the weasel").
Seine Familie bewahrt Cross praktisch davor durchzudrehen. In dem eben erwähnten Roman erleidet seine Freundin Christine schwere seelische Schäden. Dies führt dazu, dass sie nach ihrer Befreiung und Wiedereingliederung in Job und Familie ihre Beziehung zu Cross nicht aufrechterhalten kann. Die Belastung, die Furcht durch seine Arbeit ist ihr zuviel. Lediglich ihr Sohn Alex junior darf bei ihm bleiben, doch sie selbst verschwindet.
Beim FBI lernt Cross Betsey Buccieri kennen, die die Jagd auf Mastermind leitet, eine toughe und doch humorvolle Frau. Die beiden verlieben sich ineinander, und es ist bewegend mitzuerleben, wie die beiden ihre Beziehung vertiefen. Doch die Serie der Morde an Betseys Kollegen reißt nicht ab, und so kommt, was kommen muss: Alex Cross' schwerste Stunde.
Fazit
Dieser von der ersten Seite an mit Schockeffekten gespickte Roman endet mit einer Szene, die man sich nur aus Thomas Harris' Hannibal-Romanen vorstellen könnte. Die Sätze kommen daher wie Hammerschläge. Und so bleibt der Leser voll Begierde zu erfahren, wie es weitergeht (in "Violets are blue") – ein echter cliffhanger-Schluss.
Patterson hat seine patentierte Methode, pro Minikapitel nur eine Aussage oder eine Handlung zu schildern vervollkommnet. Auf drei bis fünf Seiten erzählt er das, worauf es ankommt. Sicher entsteht dadurch zuweilen der Eindruck, dem Leser würde etwas Wichtiges vorenthalten. Doch dieser Eindruck beruht lediglich auf der Weigerung, die eigene Vorstellungs- und Einfühlungskraft zu aktivieren. Es wäre schon sehr auffällig, wenn Patterson bzw. der von sich selbst berichtende Dr. Cross auf einmal anfangen würde, seine Gefühlswelt zu sezieren und vor unserem gelangweilten Auge auszubreiten.
Dennoch bewirkt diese Erzählmethode eine Art blinden Fleck im Informationsstand des Lesers bzw. der Protagonisten. Ich habe mich mehrmals gefragt: Wenn Cross oder Betsey nur einmal für fünf Minuten nachdenken würden, dann kämen sie bestimmt endlich auf die zündende Idee. Denn an Hinweisen besteht ja kein Mangel. Man kann Cross & Co. lediglich zugutehalten, dass Masterminds Aktionen sie ständig auf Trab und derart unter Stress halten, dass sie nicht zum Nachdenken innehalten können. Auch Cross' Privatleben ist ja nicht ganz stressfrei. Signifikanterweise hat er seinen rettenden Geistesblitz, als er und Betsey eine Art Auszeit nehmen und es sich gut gehen lassen.
Unterm Strich: Ich kann nur sagen, dass mich kaum einer der anderen Cross-Romane derartig bewegt und erschüttert hat wie "Roses are red". Die Szenen aus dem Familien- und Liebesleben sind emotional und humorvoll, das Finale hingegen packend und hammerhart – genau deshalb wohl, weil man es nicht erwartet.
Goodies
Im Anhang zum Haupttext findet der neugierige Leser drei Kapitel als Auszug aus Pattersons nächsten Roman "1st to die" (das ist zweideutig), in der ein Geisteskranker versucht, das schlimmstmögliche Verbrechen zu begehen. Er beginnt mit dem Meucheln von glücklichen Flitterwöchnern in ihrer Hochzeitsnacht.
"Roses are red" wurde inzwischen fortgesetzt in dem Roman "Violets are blue". Wie so oft bei Patterson gehören diese Titel zu einem einfachen Song oder Kinderlied: "Roses are red, violets are blue, I'm so happy I'm home, I love all of you". Es wird in "Roses are red" von Cross' Tochter in - vermutlich abgewandelter Form - gesungen, nachdem sie aus dem Krankenhaus entlassen worden ist.
...Einer meiner liebsten Autoren ist der US-Amerikaner JamesPatterson, insbesondere wenn seine Figur Dr. Alex Cross im Mittelpunkt steht...
@@@ DER AUTOR @@@
JamesPatterson wurde 1949 geboren und war viele Jahre Präsident einer Werbeagentur in New York. Parallel schrieb er seit seinem 27. Lebensjahr Krimis und Psychothriller.
Bereits sein erster Roman brachte ihm den Edgar Allan Poe Award ein.
Seine Romane landen regelmäßig auf Platz 1 der US-Bestsellerlisten. Auch wurden Bücher von ihm verfilmt, u.a. ?Denn zum Küssen sind sie da? und ?Im Netz der Spinne?.
@@@ BUCH-INFO @@@
Titel: Rosenrot mausetot (RosesareRed)
Autor: JamesPatterson
Übersetzer: Edda Petri
Verlag: Bastei Lübbe
Ausgabe: Taschenbuch, 302 Seiten
ISBN: 3404151739
Preis: 8,90 Euro
Die deutschsprachige Ausgabe erschien erstmals 2002, die US...
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Pro: spannend, überraschend, knallhart, gut beobachtet Kontra: könnte zu gewalttätig wirken
...Hartgesottener Thriller um einen hemdsärmeligen Privatdetektiv, der es mit einem (oder zwei?) besonders skrupellosen Erpresser(n) zu tun bekommt. Nichts für schwache Nerven!
Ich bin auf dieses Buch gestoßen, weil es der Thrillerautor JamesPatterson in seinem Roman "Rosesarered" als Bettlektüre seines Helden Dr. Alex Cross erwähnt. Ich habe diese Empfehlung zu keiner Zeit bereut. Das Buch ist ein Hammer. Für die renommierte "New York Times" ist es ein "Notable Book of the Year" gewesen. Bemerkenswert ist es in vielerlei Hinsicht.
Der Autor
°°°°°°°°°
Seit 1994 veröffentlicht der 1966 geborene Bostoner Autor einen exzellenten Krimi nach dem anderen. "Streng vertraulich!" war sein erster. Sein jüngster trägt den Titel "Spur der Wölfe" (Bericht folgt demnächst). Alle deutschen Übersetzungen erscheinen bei Ullstein. Geboren...
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Pro: Spannung von Anfang bis Ende Kontra: Perönliche Beziehungen von Alex Cross mehr im Hintergrund
.... Aus einer dieser mit einer Frau namens Christine kommt auch noch ein 3. Kind hervor, welches aber mit seiner Mutter lebt. Christine war aber während der Ermittlungen über einen Serienmörder namens "The Weasel" (wird später noch mal wichtig) entführt worden und die Beziehung ist dann daran zerbrochen.
Man sieht: Schicksalsschläge über Schicksalschläge und immer wieder beißt sich der Alex auch mit Hilfe guter Freunde, wie zum Beispiel seinem besten Freund Sampson (den ich nur kurz einbringen will, da ich ihn nicht unerwähnt lassen will!), da durch. Alles im einzelnen aufzulisten wäre zu viel und ich will Leuten, die die Bücher vielleicht noch lesen wollen, die Spannung nicht nehmen ;-)
weitere Bücher der Alex Cross Reihe (engl. Titel):
Along came a Spider
Kiss the Girls
Jack & Jill
Pop goes the Weasel
Cat & Mouse
RosesareRed...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
sehr hilfreich 24.11.2005
(12.12.2005)
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