Ich bin zur Zeit Austauschschueler mit dem Rotary Club. Und dazu kann ich folgendes sagen:
Als ich mir vor ueber einem Jahr entschieden habe, auf Anfrage meines Nachbars in Deutschland (ein Rotarier), fuer ein Jahr ins Ausland zu gehen, mit Rotary, hatte ich ein Unmenge an Vorurteilen. Wie ... Bericht lesen
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Erfahrungsbericht von Tillermann über Rotary-Club, Schüleraustausch 09.11.2000
Produktbewertung des Autors:
Betreuung Vorbereitung:
gut
Betreuung vor Ort:
ausgezeichnet
Kosten des Austauschprogrammes:
sehr preiswert
Pro:
Non - Profit - Organisation, die sich viel um die Austaeuscher kuemmert
Kontra:
eigentlich nichts
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Ich bin zur Zeit Austauschschueler mit dem Rotary Club. Und dazu kann ich folgendes sagen:
Als ich mir vor ueber einem Jahr entschieden habe, auf Anfrage meines Nachbars in Deutschland (ein Rotarier), fuer ein Jahr ins Ausland zu gehen, mit Rotary, hatte ich ein Unmenge an Vorurteilen. Wie wohl viele andere dachte ich, Rotary sei ein Club fuer reiche Snobs; viel zu edel fuer mich Lebemensch. Auch zweifelte ich, ob ich ueberhaupt ein solches Jahr antreten soll. Nun gut, letztendlich hab ich mich dafuer entschieden und bis jetzt auch fast nur positives erlebt (siehe andere Meinungen). Und hier die Vorteile, die der Rotary-Club bietet:
1. Kosten: Zahlt man mit anderen Organisationen oftmals mehr als 10-20000 Mark, ist bei Antritt eines Austauschjahres mit dem Rotary-Club nur folgendes selber zu bezahlen: Flug, Visum, eine einmalige Vermittlungspauschaule (weniger als 1000DM). Das ist das wesentliche, damit kommt man aber in den meisten Faellen mit weniger als 5000DM insgesamt weg! Der Gastclub kuemmert sich das ganze Jahr um einen, die Gasteltern erhalten kein Geld fuer die Aufnahme eines Schuelers, es laeuft alles auf freiwilliger Basis und ist daher meistens halbwegs garantiert, dass es keine Probleme geben sollte. Der Club zahlt den Schuelern ein monatliches Taschengeld aus (ich z.B. bekomme $100 im Monat, kenne auch welche die nur 50$ oder aber 150$ kriegen...), auch zahlt er fuer einige der vom Club organisierten Aktivitaeten.
2. Gastfamilien-Wechsel: Man kann vermuten, dass ein Wechsel der Gastfamilie 2-3 mal im Jahr nur stoerend und nicht weiter foerderlich sein kann. Im Gegenteil. Durch den Wechsel alle 3-4 Monate kehrt der "graue Alltag" nicth so schnell ein. Die Familien nehmen einen komplett freiwillig auf (da sie kein Geld kriegen haben sie ja im Prinzip nichts davon ausser der Erfahrung...) und sind daher interessiert in Kultur, Lebensweise etc seines Heimatlandes etc und sind froh, einem "Neuen" in der Gegend mal der Familie ihre ganz persoenlichen Lieblingsplaetze in der Natur zu zeigen, sowie andere Aktivitaeten - sogar auf Familien-Reisen wird man mit etwas Glueck mitgenommen... Fuer eine Familie, die einen Gastschueler ins Ausland gesendet hat ist es mehr oder weniger selbstverstaendlich sich fuer den versendenden Club als Gastfamilie fuer potentielle Austaeuschler anzubieten, die in die entsprechende Stadt kommen. Allerdings ist dies keine Verpflichtung.
3. Aktivitaeten: Die Rotary-Clubs organisieren mehrere Treffen und Unternehmungen fuer alle Austauschschueler aus einem Distrikt (Bezirk) waehrend des Austauschjahres. Hier bei mir in Denver, nahe den Rocky Mountains, beinhaltet das z.B. einen SkiTrip, 3 obligatorische Treffen (Organisation, allgemeine Fragen etc - wird da dann alles behandelt) und dann als kroenenden Abschluss am Ende des Jahres (naechstes Jahr im Juni) eine 3woechige Bustour durch die Sued-West-Staaten (Grand Canyon, Las Vegas, Los Angeles, Californien, San Francisco .....!!! *freu*) Diese Treffen/Aktivitaeten/Reisen sind zwar nicht umsonst, aber in den meisten Faellen uebernehmen die Gastclubs die Kosten (wenn nicht zu teuer), in Faellen wie z.B. der Bustour wird natuerlich dann doch nicht der ganze Betrag bezahlt, aber man kann mit Unterstuetzung rechnen. Diese Aktivitaeten sind allesamt sehr unterhaltsam; es ist immer schoen sich mit den anderen Austauschschuelern aus aller Welt zu treffen, Erfahrungen auszutauschen etc. Man hat halt einfach eine gute Zeit
4. Rotex: Eine Art Unter-Organisation von Rotary, von jungen Leuten gefuehrt. Jeder Inbounder (Schueler die gerade wo sind, ich z.B. bin ein Inbounder in Colorado), ehemalige und zukuenftige Outbounder (Schueler, die schon mal wo waren oder in absehbarer Zeit gehen - ich bin nun z.Zt. gerade ein Outbounder in meiner Heimatstadt...!) koennen daran "teilnehmen". Rotex hilft mit am meisten was die Vorbereitung eines Austauschjahres angeht. Es gibt ein (oder mehrere) Treffen, bevor man das Jahr antritt, auf denen man eine Gelegenheit erhaelt, mit derzeitigen Inboundern aus aller Herren Laendern mal zu besprechen, was das denn alles so auf sich hat. Das ist sehr sehr informativ, hilfreich, und einfach eine Menge Spass!!! Auch trifft sich Rotex mehr oder weniger haeufig mit allen Inboundern aus einem Distrikt fuer verschiedene, rein dem Vergnuegen dienende Aktivitaeten (Bowlen gehn, Super-Bowl-Party etc). Im Dezember stehen hier in Denver die hier sogenannten "Outbounder Interviews" an - genau das, was ich vor noch gar nicht soo langer Zeit als Outbounder erlebt habe, werde ich jetzt als Inbounder angehn...naemlich genau die Vorbereitung von interessierten Schuelern...
5. Sonstiges: Die meisten Rotary-Mitglieder sind wirklich interessiert in der Kultur, Lebensweise, Erfahrungen etc von einem. Was zur Folge hat, dass man bei Besuchen von Rotary-Club-meetings sich immer als eine Art Ehrengast fuehlt, weil sich jeder erkundigt, wie's denn geht etc. Ein angenehmer Nebeneffekt ist, dass man von einigen (einem voellig unbekannten) Clubmitgliedern eingeladen wird, etwas zu unternehmen. Ich beispielsweise hab das Glueck, in meinem Club ein Mitglied der SkiPatrol in einem nahgelegenen Skigebiet zu haben, welcher mich leidenschaftlichen Skifahrer gleich erstmal fuer eine Skitour eingeladen hat... Auch wurde ich schon gefragt, mir mal z.B. ein Polizeipraesidium, eine Pilotenschule, ein Gericht und und und von naehrem anzugucken.
So. Ich hoffe, diese Meinung hilft euch ein bisschen in der Entscheidung. Bezueglich eines Austauschs generell - meine Zweifel sind weg: MACHT ES!!! Und wenn ihr mit Rotary gehen wollt, was ich euch nur empfehlen kann, dann wendet euch einfach an den Rotary-Club in Eurer Stadt... aber geht ohne Vorurteile in ein Gespraech-die sind wirklich ueberfluessig.
Nachtrag -- Mittlerweile sind gut 6 Jahre vergangen seit ich meinen Rückflug antrat... und doch ist mir dieses Jahr immer noch in vielerlei Hinsicht präsent geblieben: - zum einen sind da die unglaublichen Erfahrungen, die ich gemacht habe, und die mir zeitweilig immer noch weiterhelfen, und allemal schöne Erinnerungen sind - zum anderen habe ich mit Denver/Colorado eine zweite Heimat gefunden, die ich mitunter schmerzliche vermisse. Bislang habe ich es erst einmal geschafft, wieder dorthin zurückzukehren - für einen gut dreiwöchigen Urlaub 2005. Dieser wurde denn auch nicht zum Sightseeing genutzt (kenn mich da ja schon aus *g*), sondern mehr zum Leute wiedertreffen, signifikante Orte (zB meine Highschool) wieder aufzusuchen, generell einfach wahnsinnig viel abzuhängen, zu genießen und relaxen, und einige Dinge tun, die damals nicht möglich waren -- also entspannt (mit dem Mietwagen) in der Gegen rumcruisen, sind auf ein (oder zwei, oder drei...) kühle Bierchen ins Hooters zu setzen :-D und dergleichen halt. Nun überlege ich gerade, da das ja schon wieder zwei Jahre her ist, nach dem Studium einfach für ein paar Jahre dahinzuziehen, evtl um meinen Doktor zu machen. Mal schauen, was dabei rauskommt...
Das wesentliche und wichtigste sind jedoch die über die Jahre erhalten gebliebenen Freundschaften. Da sind zum einen miene Gastfamilien, mit denen ich sporadischen bis regelmäßigen Kontakt halte, und die in Teilen auch schon hier zu Besuch waren. Dann sind da die amerikanischen Freunde, die wichtigen alle noch in Colorado geblieben (bis auf eine Ausreißerin, die jüngst nach Alaska umzog...). Und die anderen Austauschschüler aus meinem Jahr, allen voran meine "Schwester" Marjaana aus Finnland (bei der man eine Bestätigung für die These findet, dass Freundschaften trotz seltenen Kontakts über die Zeit bestehen und sehr eng bleiben können) und Mitch aus Schweden.
Also nochmal abschließend, sozusagen in Retrospektive: Der Rotary-Austausch hat mir wahnsinnig viel gegeben, ich hoffe dieser Bericht gibt einen kleinen Eindruck davon, was alles möglich ist oder vor allem auch durch Rotary möglich gemacht wird! In jeder Hinsicht empfehlenswert !!!
Pro: -Günstig -Sehr souverän -perfekte Betreung das ganze Jahr -Konferenzen mit allen Austauschschülern - reiche Rotarier Kontra: -manchmal werden die Regeln ein wenig streng überwacht
+++ Die Auswahl der Organisation +++
Viele Schüler, die sich entscheiden ein Auslandsjahr zu machen haben die Qual der Wahl: EF, YFU, Give, STS, PPP und und und ... Alles kein Problem, solange man €10,000 in der Tasche liegen hat. Das war was mir passi ...
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Sie fragen sich wahrscheinlich, was Rotary International fuer mich getan haben? Diese Frage zu beantworten habe ich mir in diesem Artikel zur Aufgabe gemacht!
Rotary International war die Organisation die mir meinen wunderbaren Schueleraustausch ermoeg ...
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Ein Schüleraustausch nach Übersee kostet oft mehr als 15.000 DM, davon kann man mehr als 10.000 DM sparen, wenn man eine entsprechende Austausch-Organisation findet.
Dieser Betrag ist nämlich genau der Betrag, den normalerweise die Organistion für die Ve ...
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Pro: Welt sehen, Horizont erweitern, Leute kennenlernen, SPAß, 1 Jahr Urlaub Kontra: 1 Jahr weg von allem was man kennt
Es war das Jahr 1998 als ich von meinen Eltern zunächst mehr gezwungen wurde in einen 1 jährigen Austausch zu gehen. Ich hatte null Bock und als ich erst mal im Flugzeug hatte ich noch weniger Lust. Hallo? 12 Stunden Flugzeug fliegen ich Höhenangst... ...
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Pro: Erfahrung, Verbesserung der Sprachkenntnisse, Spaß Kontra: man muß bereit dazu sein u. nicht zu lange man hat als Student auch noch Zeit
...allerdings denke ich, dass man es während der regulären deutschen Schulzeit nicht übertreiben sollte. Nun gut, dabei kommt es natürlich auch darauf an, ob der jeweilige Schüler in Deutschland gut dabei und auf dem Laufenden ist; und vor allem, ob er sich zutraut Verpasstes zu wiederholen. Ich persönlich war nur innerhalb der Sommerferien unterwegs. Mein Schüleraustausch mit den USA lief über den Rotary Club und das kann ich nur weiterempfehlen. Ich habe vorher viele Informationen und Angebote eingeholt und wollte ursprünglich ein ganzes Jahr weg, aber alle Angaben der Veranstalter waren recht ungenau und aufs Glück wollte ich es nicht ankommen lassen. Es kann passierern, dass man in eine richtig arme Familie gelangt und das kann nur zu Komplikationen führen. Finanziell gesehen war beim Rotary-Club alles gut geregelt. Sowohl die Familien...
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Pro: Viele Erfahrungen fürs Leben, unvergessbar Kontra: -
...Ich saß wie so ziemlich immer gelangweilt in der letzten Reihe. Ich erinnere mich nicht mehr, welche Unterrichtsstunde es war, auf jeden Fall freute ich mich, als die Tür aufging, denn das bedeutet im Normalfall mindestens eine halbe Minute Unterbrechung des Unterrichts. Das gerade dies mein Leben entscheidend verändern würde, war mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar. Auf jeden Fall trat ein anderer Lehrer ein, murmelte etwas von Schüleraustausch und wer Interesse hätte. Dann schrieb er eine Webseite des Rotary Clubs an die Tafel und ging wieder.
Informieren kann man sich ja mal, dachte ich mir im Stillen, ging also auf die Internetseite und meldete mich bald darauf für ein Gespräch mit einem Mitglied des Rotary-Clubs in der Schule. Es erschienen dann genau 2 Leute (von einer Schule mit ca. 800 Schülern), einschließlich mir. Nach...
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