Erfahrungsbericht über "Rotes Meer"

veröffentlicht 18.07.2017 | Jagutta
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Erfahrungsberichte : 133
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Über sich :
Ausgezeichnet
Pro Artenvielfalt, tolle Erlebnisse, warmes Wasser, gute Sichtweite
Kontra leider viele kaputte Riffe
besonders hilfreich
Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Sehenswürdigkeiten
Sicherheit
Gastfreundlichkeit

"Wunderbar abgetaucht"

Hallo zusammen,

ich habe ja nun schon einige Berichte über verschiedene Orte in Ägypten, also auch am Roten Meer geschrieben. Dabei war ich bisher aber immer nur auf einen speziellen Ort beschränkt und so soll es heute einen Bericht ganz allgemein über das Rote Meer gehen.

Ganz spezielles Augenmerk lege ich hier natürlich auch wieder auf das Tauchen im Roten Meer.

Aber beginnen möchte ich mit ein paar Daten und Fakten bis ich dann auch zu dem betauchen des Roten Meeres komme.

1. das Rote Meer
1 a. Lage
1 b. Länge
1 c. Tiefe
1 d. Der Name
1 e. Verbindung zu anderen Meeren
1 f. Einreise
1 g. Knigge


2. Tauchen
2 a. Tauchen in Jordanien
2 b. Tauchen in Ägypten
2 ba. Dahab
2 bb. Sharm el Sheikh
2 bc. Hurghada
2 bd. Safaga
2 be. El Qusier
2 bf. Marsa Alam
2 c. Tauchen im Sudan
2 d. Tauchen in Saudi Arabien und im Jemen

3. Artenvielfalt

4. Umweltschutz

5. Fazit


1.
Beim Roten Meer handelt es sich um eine schmale und längliche Meerenge zwischen der arabischen Halbinsel und Nordost Afrika. Vor 40 Millionen Jahre ist das Rote Meer durch das Auseinanderbrechen der afrikanischen Kontinentalplatten entstanden.

1 a. Lage:
Das Rote Meer liegt an mehreren Ländern. Direkt in Verbindung mit dem Roten Meer bringt sicherlich jeder Ägypten, aber das ist nicht das einzige Land, welches an das Rote Meer grenzt, denn unterhalb Ägyptens reiht sich noch der Sudan ein und dessen Küste liegt ebenfalls am Roten Meer. Das ehr unbekanntere Land Eritrea liegt ebenfalls noch am südlichen Ende des Roten Meeres und wird nur noch von Dschibuti gefolgt. Auf der Gegenüberliegenden Seite befindet sich der Jemen, darüber befindet sich Saudi Arabien, dieses hat die längste Küste, die ans Rote Meer grenzt. Nur kleine Teile nehmen hingegen die letzten zwei Länder, Israel und Jordanien ein.

1 b. Länge:
Das Rote Meer hat eine Länge von etwa 2240 Kilometern.

1 c. Tiefe:
Die maximale Tiefe des Roten Meeres soll bei etwa 2610 Metern liegen.

1 d. Der Name:
Warum heißt das Rote Meer eigentlich so? Dazu gibt es verschiedene Erklärungen. Welche ich am besten finde und selber schon erlebt und diesem auch zustimmen kann ist die Verfärbung durch eine Alge. Diese Alge färbt das Meer an der Oberfläche rötlich, wenn dazu noch die Sonne untergeht und einen roten Schein über das Meer wirft, erscheint es tatsächlich nicht mehr blau, sondern rot.

Eine weitere Erklärung wäre allerdings auch, dass bei der Namensgebung das rot für den Süden stand und somit das südliche Meer gemeint war. Das Schwarze Meer stand demnach für das nördliche Meer.


1 e. Verbindungen zu anderen Meeren:
Das Rote Meer hat eine natürliche Verbindung in Form einer Meerenge, welche das Rote Meer mit dem Indischen Ozean verbindet. Diese Meerenge, Bab al-Mandab ist etwa 28 Kilometer breit.

Es gibt auch eine Verbindung zum Mittelmeer, welche jedoch nicht natürlich ist, sondern künstlich angelegt worden ist. Dies ist der Suezkanal.

1 f. Einreise:
Von Deutschland aus erreicht man das Rote Meer in etwa 4,5 Stunden und befindet sich dann am nördlichen Teil des Roten Meeres. Bis in den Sudan fliegt man jedoch schon länger und auch bis in den Jemen ist man etwa 7 Stunden unterwegs.

Für die meisten Länder am Roten Meer wird ein Visum benötigt. Außerdem muss ein Reisepass bei der Einreise vorgelegt werden. Wie es normal ist, muss dieser noch gültig sein und dies noch mind. 6 Monate.

Ein Visum erhält man am Flughafen oder auch schon im Vorfeld bei der Botschaft. Das Visum am Flughafen zu kaufen ist aber wesentlich einfacher und unkomplizierter als das Visum bei der Botschaft zu beantragen.

1 g. Knigge:
Wer am Roten Meer Urlaub macht, sollte sich darüber im klaren sein, dass es sich um moslemische Länder handelt. Das bedeutet, dass Frauen nicht allzu freizügig am Strand liegen sollten. Das bedeutet nicht, dass man auf Bikini verzichten muss, jedoch sollte man auch beide Teile diesen anbehalten und ihn nur am Strand des Hotels tragen. Außerhalb des Hotels sollte nicht im Bikini rumgelaufen werden, sondern man sollte sich entsprechend kleiden. Auch bei heißen Temperaturen kann man leichte Kleidung anlegen, die Schultern und Knie verdecken. Auch Männer sollte nicht mit nacktem Oberkörper in der Stadt herumlaufen, sondern sich ein Shirt überziehen und am Strand sollte eine normale Badehose getragen werden und auf einen String verzichtet werden (aber mal ehrlich, dass will doch so wie so nirgend wo jemand sehen, oder?;-))

Alkohol ist nur in begrenzten Mengen erhältlich und man sollte sich auch mit dessen Konsum im Rahmen halten.


2. Tauchen:
Ganz besonders besticht das Rote Meer allerdings durch mit einer prachtvollen Unterwasserwelt, was das Rote Meer für viele Taucher sehr interessant und attraktiv werden lässt. Aber nicht nur Taucher werden angelockt, denn auch sonst steht das Rote Meer auf einer Beliebtheitsskala ganz weit oben.

Daneben ist das Rote Meer ein Ganzjahresreiseziel und die Wassertemperatur beträgt zwischen 20 und 29 Grad. Im Sommer kann man so problemlos mit einem dünnen Tropenanzug tauchen gehen oder auch einem Shorty. Im Winter ist ein 5 - 7 mm Anzug besser angebracht, da ein Tauchgang auch über eine Stunde dauern kann und der Körper in dieser Zeit auskühlen kann.

2 a. Tauchen in Jordanien:
Obwohl Jordanien nur eine sehr kleine und kurze Küste zum Roten Meer hat, gibt es dennoch ein paar tolle Tauchplätze anzutreffen. Die Tauchplätze liegen alle südlich von Aqaba. Steilwände sucht man in diesem Bereich des Roten Meeres aber fast vergeblich, denn da gibt es nur einen kleinen Teil. Eine Steilwand die direkt vom Ufer aus, in die Tiefe abfällt.

Meist sind es Tauchplätze, die sich langsam in einen Krallengarten auf 10 - 20 Meter hinab ziehen und dann langsam immer weiter abfallen und dann auch in große Tiefen gehen, jedoch langsam.

Das bedeutet auch, dass es hier viele Tauchplätze für Neulinge und Anfänger gibt, da diese keinen hohen Schwierigkeitsgrad haben. Aber auch für erfahrene Taucher gibt es einiges zu entdecken.


Ebenso findet man vor Jordanien viele schöne Schnorchelplätze, die auch ohne Gerät ausgekundschaftet werden können.
Top Spots sind Power Station und die Cedar Pride.

Power Station ist die in große Tiefe abfallende Steilwand, die ich bereits oben erwähnte. Die Steilwand befindet sich fast direkt am Ufer.
Die Steilwand ist komplett und sehr dicht mit Korallen verschiedenster Arten bewachsen. So findet man dort viele verschieden farbige Korallen, Steinkorallen und Weichkorallen und ebenfalls kleinere Fächerkorallen.

Bei der Cedar Pride handelt es sich um ein Wrack, welches unter der Leitung vom König von Jordanien versenkt worden ist. Das Wrack ist etwa 80 Meter lang und liegt ca. 150 - 200 Meter von der Küste entfernt in einer maximalen Tiefe von 29 Metern. Die Brücke und die Ladeflächen können wunderbar betaucht werden und mittlerweile haben sich auch schon verschiedene Korallen an dem Wrack angesiedelt.
Auch einige Unterwassertiere haben das Wrack als ihr neues Heim auserkoren.


Tauchbasis in Jordanien:
Die Sinai Divers, kommen eigentlich aus dem Sinai und haben dort z.B. in Sharm el Sheikh und auch in Dahab eine Basis, jedoch auch in Jordanien. Sinai Divers Aqaba nennt sich die Basis und liegt im Mövenpick Resort.


2 b. Tauchen in Ägypten:
Kauf ein Land ist so bekannt bei Tauchern wie Ägypten. Es ist zeitlich schnell zu erreichen und zudem relativ preiswert.

2 ba.
Gehen wir also von Jordanien nach Ägypten und fangen dabei mit Dahab an.
In Dahab wird bequem von Land aus getaucht und Bootsausflüge sind eher selten. Das Saumriff an der Küste von Dahab bietet Tauchern spektakuläre Tauchplätze.

Die besten Tauchsports findet man nördlich und südlich von Dahab. Diese werden mittels Jeeps und/oder Kamelen angefahren/geritten.

Im Norden findet man hier das Sagenumwogende Blue Hole und den Tauchplatz Ras Abu Galum. Im Süden befindet sich Caves und Gabr el Bint.

Das Blue Hole ist ein Loch im Riff, welches über einen flachen Sattel oder durch ein Arch ins offene Meer betaucht werden kann.

Nach einem Sprung vom Riffdach ins Wasser befindet man sich am Eingang zu zwei großen Grotten und befindet sich somit am Tauchplatz Caves, südlich von Dahab. Die Grotten reichen teilweise bis zu 25 Metern in die Korallen und den Stein hinein. Der Tauchplatz ist auch für Anfänger geeignet, da der Ausgang der Grotten immer zu sehen ist und es sich nicht um einen Höhlentauchgang handelt.


Tauchbasis in Dahab:
Wie bereits erwähnt, gibts die Sinai Divers auch in Dahab. Sie fahren alle Sports um Dahab herum an. Neben den Sinai Divers findet man noch die Subex Basis vor Ort. Die Leitung hat ein Deutscher übernommen, was besonders für Deutsche Gäste angenehm ist, denn zum tauchen lernen finde ich es wichtig, dass man jedes Wort versteht, was der Lehrer erzählt und dabei ist die Muttersprache meist das sicherste Mittel. Die Basis von Subex hat auch ein eigenes Hausriff, welches betaucht werden kann.


2 bb.
Neben Dahab ist ebenfalls ein bekannter Ort Sharm el Sheikh. Hier findet man eine große Anzahl an tolle Tauchspots und neben Wracks auch fantastische Dropp-offs. Von Sharm aus werden Bootstauchgänge angeboten, wobei einige Tauchbasen auch über ein Hausriff verfügen. Neben diesen wird auch die Straße von Tiran mit seinen Riffen angefahren und das Naturschutzgebiet Ras Mohammed.

Schon der bekannte Meeresforscher Jaques Yves Cousteau zählte Ras Mohammed zu den weltbesten Tauchgebieten. Und da kann ich ihm nur zustimmen. Ich habe noch nirgendwo einen besseren Tauchgang gemacht als an einem Riff in Ras Mohammed. Ich habe noch nie so viele Fische auf einem Haufen gesehen. Hin und wieder sieht man Fischschwärme und diese sind teilweise auch recht groß, aber der Tauchgang in Ras Mohammed hat alles übertroffen. Dort reihte sich ein Schwarm an den nächsten. Riesige Schwärme von kleineren Papageienfischen schwammen dort an uns vorbei, dicht gefolgt von großen Schwärmen von Fledermausfischen und diese wurden gefolgt von großen Schwärmen teils richtig dicker und großer Schnapper. Auch Thunfische mit Größen bis zu 2 Metern sind dort möglich gewesen. Ras Mohammed würde ich jedoch nur betauchen, wenn man bereits etwas mehr Erfahrung gesammelt hat und nicht mehr zu den Anfängern zählt und sich selber sicher unter Wasser fühlt.

Neben Ras Mohammed zählt auch die Straße von Tiran mit dem Jackson Reef zu einem tollen Sport vor Sharm. Da es am Jackson Reef auch häufiger ordentlich zieht, also gute Strömung herrscht ist dort auch immer wieder etwas größeres Anzutreffen. Selber hatte ich dieses Glück auch, denn neben großen Schildkröten, Adlerrochen und vielen Fischen kam uns dort auch ein Fuchshai entgegen. Aufgrund der Tiefe und auch der Strömung ist der Tauchplatz allerdings nur erfahreneren Tauchern zu empfehlen.


Tauchbasen in Sharm el Sheikh:
Ebenfalls findet man in Sharm wieder die Sinai Diver, die ich auch hier wieder empfehlen kann. Sie sind im Ghazala Beach Hotel angesiedelt und liegen somit an der Naama Bay.
Neben den Sinai Divers gibt es aber eine Vielzahl anderer Tauchbasen, wie Camel Dive Club und Magic Divers.

2 bc.
Wenn man von der Halbinsel weg geht kommt man das ägyptische Festland und somit nach Hurghada.
Oft wird gesagt, dass Hurghada durch den riesigen Tourismus übertaucht ist und die Riffe beschädigt sind. Dem kann ich zwar zum Teil zustimmen, aber dennoch gibt es in Hurghada tolle Tauchplätze, die immer noch sehr gut in Schuss sind und mittlerweile selbst der Rücksichtsloseste Taucher beherrschen kann und die Schönheit schützt.

Tolle Tauchplätze sind rund um die Giftun Inseln zu finden. Aber auch Wracks, wie vor Abu Nuhas sind zu finden. An Abu Nuhas findet man nämlich nicht nur ein Wrack, sondern gleich mehrere. Die bekanntesten sind die Giannis D., Carnatic, Kimon M. und die Chrisoula K. Die Wracks sind zum Teil auf von Anfängern zu betauchen.

Den Tauchplatz Giftun Ham Ham oder auch Giftun Drift oder Police Station genannt finde ich nach wie vor am besten dort. Es herrscht meist eine mittlere bis starke Strömung, die einen am Riff vorbei schiebt und man kaum etwas machen muss. Wie Fernsehen treibt das Riff an einem vorbei und man kann neben großen Gorgonien auch immer mal wieder etwas größeres Antreffen. Oft zu sehen sind hier Schildkröten.


Tauchbasen in Hurghada:
Besonders hervorzuheben ist hier die Tauchbasis James & Mac Divingcenter bei der ich bereits mehrmals war und immer wieder begeistert über die tolle Organisation, die Freundlichkeit mit der man dort behandelt und empfangen wird und die Professionalität mit der diese Basis arbeitet.
Daneben findet man in Hurghada aber über 130 andere Tauchbasen.

2 bd.
Wenn es weiter in den Süden von Ägypten geht findet man Safaga. Vor Safaga findet man sowohl Steilwände, als auch schöne Riffblöcke und viele Korallengärten.

Früher war Safaga die größte Hafenstadt am Roten Meer, was sich mittlerweile aber gewandelt hat. Safaga ist eine tolle Alternative zu Hurghada, da dort weniger Tourismus herrscht, die Tauchplätze weniger betaucht sind und dennoch für Taucher, aber auch für Surfer einen tollen Platz bieten. Anreise erfolgt jedoch über den Flughafen von Hurghada und von dort aus gehts mittels Bus noch etwa 1 Stunde bis nach Safaga.

Jedoch befinden sich vor Safaga zwei besonders tolle Riffe. Zum einen das Panorama Riff und Abu Kafan.

Das Panoramariff zählt zu den größten Riffen vor Safaga und verläuft von Nordosten nach Südwesten. Am Nordplateau bestehen gute Chancen auf Großfisch. Die Steilwand fällt auf bis 400 Meter Tiefe ab und ist aufgrund von Strömung und Tiefe für fortgeschrittene Taucher geeignet.

Abu Kafan ist ein langgestrecktes Riff mit nahezu senkrechter Steilwand. Diese erstreckt sich in eine Tiefe von bis zu 300 Metern. Das Riff ist toll mit Korallen bewachsen und hier trifft man oftmals Barakudas an. Sowohl im Schwarm als auch große einzelne Barakudas. Teils herrscht hier starke Strömung und auch ist dieses Riff wieder für fortgeschrittene Taucher zu empfehlen.

Tauchbasen in Safaga:
In Safaga findet man z.B. die Extra Divers, die weltweit Basen haben. Daneben aber auch eine größere Anzahl an weiteren Tauchbasen wie Barakuda und Orca´s.

2 be.
Und weiter geht die Reise in den Süden von Ägypten, nach El Qusier. Ein dickes Saumriff zieht sich entlang der Küste. Fast jede Basis in El Qusier verfügt über ein eigenes Hausriff. Erreichbar ist El Qusier über den Flughafen in Marsa Alam, welcher etwa 70 Kilometer entfernt ist.

El Qusier hat einen absoluten Top Spot zu bieten, Brother Island. Sowohl Big Brother als auch Little Brother befinden sich vor El Qusier. Jedoch wird dieser Sport nur mittels Safarischiffen angefahren. Bei dem Spot handelt es sich um zwei Türme die aus einer Tiefe von 1000 Metern an die Oberfläche kommen. Mittel im Meer, zwei dicke Türme aus dieser Tiefe locken neben viel Strömung Unmengen an Fisch an, vor allem natürlich auch Großfisch. Nicht selten trifft man hier auf den Weißspitzen- Hochseehai.

Aber auch Hammerhaie und andere Haiarten, sowie Mantas und anderer Großfisch sind hier immer wieder möglich.

2 bf.
Das Südlichste Ziel in Ägypten heißt Marsa Alam und dies besticht ebenfalls durch zwei absolute Top-Spots.

Da haben wir einmal das Daedalus Reef und dann noch Elphinstone. Beide Riffe sind große RIffen, fallen beide in größere Tiefen ab und sind mit vielen Korallen bewachsen. An beiden Riffen herrscht mitunter mittlere bis starke Strömung und sind wieder nur für erfahrenere Taucher geeignet.

Aber Marsa Alam hat noch ein Highlight zu bieten. Es handelt sich hier um den Tauchplatz Abu Dabab, der zwar weniger bekannt ist, als Elphinestone und Daedalus jedoch bei Schnorchlern und bei Tauchern extrem beliebt. Dabei erscheint es eigentlich als langweilig und gar nicht besonders interessant. Die Bucht in der der Tauchplatz liegt ist relativ flach (etwa 8 -12 Meter) und es befindet sich am Grund eine riesige Seegraswiese. Seegras ist nicht besonders interessant und es tummeln sich auch nicht viele Fische dort. Aber das Seegras lockt einen besonders süßen Gast an, nämlich die Seekühe. Diese Seekühe sehen unglaublich süß aus und sind sehr lieb und stören sich nicht an den Tauchern. Sie sind zwar oft größer als Taucher (bis zu 2,5 Meter groß) sind aber liebenswert und kein bisschen aggressiv. Selbstverständlich sollte man die Seekühe nicht bedrängen und genügend Abstand halten.
Auch Gitarrenhaie kann man auf der Seegraswiese, bevorzugt im Winter, antreffen.


Tauchbasen in Marsa Alam:
Orca Abu Dabab liegt direkt an dem gleichnamigen Tauchplatz. Die Tauchbasis bietet auch Ausflüge mittels Schiffen an.
Man findet jedoch auch noch einige andere Tauchbasen in Marsa Alam.

2 c. Tauchen im Sudan:
Wer etwas spezielles sucht und etwas abenteuerlicher ist, wird im Sudan sicherlich fündig. Taucher zählen dort ehr zur Seltenheit, was bedeutet, dass sämtliche Riffe noch besonders intakt sind und so gut wie keine Zerstörung zu erkennen ist.

Tauchgebiete werden von Port Ghalib, Port Sudan aber auch von Marsa Alam angefahren. Dabei wäre jedem zu raten dies auch nur von Marsa Alam zu tun, da im Sudan seit Jahren Bürgerkrieg herrscht und es nicht anzuraten wäre, dort einen Urlaub zu verbringen. Zum einen um sich selber nicht in Gefahr zu bringen und zum anderen, da ich es nicht besonders gut finde, wenn man in einem Land Urlaub macht, in dem andere Menschen im Krieg sind und um ihr Leben bangen.

Das tauchen vor dem Sudan ist anspruchsvoll. Die meisten Tauchplätze haben Drop offs und starke Strömung.

Aber wer Haie sehen will ist im Sudan auf jeden Fall gut aufgehoben. Graue Riffhaie, Weißspitzen Riffhaie und Hammerhaie sind eigentlich an der Tagesordnung. Natürlich ehr anzutreffen im Winter als im Sommer.

Auch das Wrack der Umbria ist vor dem Sudan gesunken. Eigentlich war sie für den Transport von Passagieren gedacht, wurde dann jedoch 1940 versenkt. An Bord befand sich eine große Menge Munition und wurde aus diesem Grund von den Briten versenkt.
Das Wrack liegt auf etwa 30 Metern und kann somit gut betaucht werden.

2 d.
Das Tauchen in Saudi Arabien ist mir bislang unbekannt. Ich möchte mich vor und nach dem Tauchen nicht verschleiern müssen und meide bislang dieses Land. Im Jemen bin ich ebenfalls noch nicht gewesen, habe mir aber sagen lassen, dass das Tauchen auf dieser Seite des Roten Meeres nicht besonders gut sein soll und kein Vergleich mit dem westlichen Roten Meer ist.


3. Artenvielfalt:
Wie bereits aus den kleinen Abschnitten zu sehen, ist einiges im Roten Meer möglich, um genau zu sein, alles. Da das Rote Meer an der Meerenge im Süden zum Indischen Ozean offen ist, kann ins Rote Meer hinein schwimmen, was immer auch in unseren Meeren herumschwimmt.

Das bedeuten von den kleinsten Tieren wie Schnecken und Garnelen über die größeren wie Rifffische und Blaupunktrochen bis hin zu den Großen im Meer. Dazu zählen Haie der verschiedensten Arten und auch Weiße Haie könnten sich ins Rote Meer verirren. Auch Delfine, Schildkröten, große Tümmler, Wale und Mantas kann man im Roten Meer antreffen.

Typisch und sicherlich bei fast jedem Tauchgang sieht man Anemonenfische, Falterfische, Doktorfische, Papageienfische und Blaupunktrochen. Auch Seeigel und Seesterne sieht man häufig. Wer etwas besser die Augen aufhält entdeckt auf oft Skorpionsfische und teilweise Steinfische. Sowie Muränen und häufiger sind auch Flundern.


4. Umweltschutz:
Mehrere Millionen Besucher, wie Taucher, Schnorchler, Badegäste und Hotelgäste beschädigen und beschmutzen das Rote Meer und es wird immer mehr in Mitleidenschaft gezogen. Auch Einheimische sahen das Meer nicht immer als schützungswürdig an. Aber seit einigen Jahren schon ist dieses Problem erkannt worden und ebenfalls, dass das Rote Meer schützenswert ist.
Immer mehr Organisationen und Initiativen propagieren den Umweltschutz und setzen ihre Forderungen mit verschiedenen Mitteln in die Tat um.
So gibt es die CDW (Chamber of Diving and Watersports), welche Tauchbasen genau unter die Lupe nimmt und so auf Missstände aufmerksam macht oder auch die rote Karte verteilt. Unter Wasser sollen keine Korallen abgebrochen werden, weder von Tauchern noch von Schnorchlern. Ebenfalls gilt es als No-Go irgendetwas aus dem Meer mitzunehmen.


Es ist so wie so viel schöner, die Tiere und Pflanzen anzuschauen, wo sie liegen und schwimmen und wachsen, als sie an Land zu holen und dort irgendwann liegen zu lassen.


Auch die HEPCA (Hurghada Enviromental Protection and Conservation) ist aktiv und hat vor Hurghada hunderte Bojen angebracht an denen die Schiffe festmachen können. So wird umgangen, dass die Schiffe vor Hughada den Anker werfen und dadurch große Löcher in die Riffe reißen.


Natürlich kann auch jeder einzelne ein wenig für den Schutz des Meeres tun. Müll gehört in Mülleimer und nicht ins Meer. Plastiktüten die im Meer schwimmen können problemlos und ohne viel Aufwand aus dem Wasser genommen werden und damit verhindert man den qualvollen Tod einer Schildkröte, die so eine Tüte für Algen halten könnte.


Selber achte ich beim Tauchen auch auf Müll. So komme ich oft aus dem Wasser nach einem Tauchgang und habe die Taschen voller Plastik, darunter befinden sich Dosen, Flaschen und Tüten. Es beeinträchtigt meinen Tauchgang nicht, wenn ich ein wenig des vorbeischwimmenden Mülls einsammle und an Board dann in den Müll werfe und habe für meinen nächsten Tauchgang vorgesorgt, denn diesen kann ich dann völlig Müllfrei genießen.


5. Fazit:
Das Rote Meer ist gigantisch und unglaublich. Viele Sportler werden hier auf ihre Kosten kommen. Surfer und Kitesurfer finden teils ganzjährig guten Wind und gute Bedingungen vor. Taucher finden ganzjährig eine tolle Unterwasserwelt. Schwimmer können ebenfalls ganzjährig im Meer schwimmen, wenn auch der Winter etwas kühler sein dürfte, mit 20 Grad aber immer noch für einen kurzen Badespaß in Ordnung.

Dadurch, dass das Rote Meer von Deutschland aus relativ schnell zu erreichen ist, bietet es sich an, einen Urlaub an diesem zu verbringen.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • straus07 veröffentlicht 24.07.2017
    bh
  • Camilla23 veröffentlicht 21.07.2017
    bh
  • Sydneysider47 veröffentlicht 20.07.2017
    gut, wenn man tauchen kann. Dann klappt das auch im Roten Meer.
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Produktdaten : Rotes Meer

Produktbeschreibung des Herstellers

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