Rotkäppchen Sekt (Sekt)

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Rotkäppchen Sekt (Sekt)

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Des Kaisers Flotte ist längst versunken......

5  30.10.2001

Pro:
leckere Edelbrause

Kontra:
der Morgen danach

Empfehlenswert: Ja 

bowlman

Über sich:

Mitglied seit:18.03.2001

Erfahrungsberichte:25

Vertrauende:11

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Es war einmal ein kleines, süßes Mädchen, das hatte jedermann lieb, der sie nur ansah, am allerliebsten aber ihre Großmutter, die wußte gar nicht, was sie dem Kinde alles geben sollte. Einmal schenkte sie ihm ein Käppchen von rotem Sammet, und weil ihm das so wohl stand und es nichts anderes mehr tragen wollte, hieß es nur das Rotkäppchen. Eines Tages sprach seine Mutter zu ihm: „Komm, Rotkäppchen, da hast du ein Stück Kuchen und eine Flasche Wein, bring das der Großmutter hinaus; sie ist krank und schwach und wird sich dran laben. Mach dich auf, bevor es heiß wird, und wenn du hinauskommst, so geh hübsch sittsam und lauf nicht vom Weg ab, sonst fällst du und zerbrichst das Glas, und die Großmutter hat nichts. Und wenn du ....................“

Oups, irgendwas läuft hier jetzt, glaube ich, falsch.

Falscher Text, glaube ich. Aber ich weiß genau, das ich irgendwas über Rotkäppchen und Flaschen schreiben wollte. Aber bestimmt nicht mit einer Kappe aus rotem Sammet sondern aus roter Aluminiumfolie, so richtig schön mit Draht am Kopf befestigt.

Ach, jetzt fällt’s mir wieder ein, es soll um ein Getränk gehen, dass vor noch gar nicht langer Zeit nur zu ganz besonderen Anlässen auf den Tisch kam. Heutzutage allerdings wird eine solche Flasche eigentlich zu allen möglichen Gegebenheiten, vom ersten Zahn des Babys bis hin zu Opas 125. Geburtstag, geköpft. So haben die Deutschen allein im Jahre 2000, etwa 451 Millionen Mal einen Grund gefunden, den Korken knallen zu lassen, dass sind pro Nase knappe sechs Flaschen oder auch etwa vier Liter dieses edlen Traubensaftes. Die Rede ist, viele werden es schon bemerkt haben, natürlich vom Sekt. Natürlich nicht von irgendeinem Sekt, sondern vom neuen Star auf Deutschlands Partys, dem Rotkäppchen Sekt aus der Rotkäppchen-Sektkellerei in Freyburg an der Unstrut. Denn hier, im nördlichsten Weinanbaugebiet Europas wird ein ganz leckeres Tröpfchen hergestellt, das in der Reihe der deutschen Sektmarken ganz weit vorn steht.

Nun bin ich eigentlich kein großer Sekttrinker, aber heutzutage wird ja bekanntlich zu jedem Anlaß erst einmal ein Tablett mit Sekt herumgereicht, so dass man zu Beginn eines jeden gesellschaftlichen Groß- oder Kleinereignisses erst einmal mit einem Gläschen des Edelgetränks in der Hand, dumm in der Gegend rum steht. In den letzten Jahren wird dafür immer häufiger der Sekt der Marke Rotkäppchen genommen, da dieser Sekt für jeden beliebigen Anlaß geeignet ist. Nicht zu süß, nicht zu sauer, eigentlich genau richtig. Und siehe da, inzwischen schmeckt er sogar mir, obwohl sich mein Sektkonsum deswegen nicht unbedingt erhöht hat und sich immer noch am unteren Limit bewegt. Ein gepflegtes Bier ziehe ich einem Glas Sekt immer noch vor, aber wenn schon Sekt, dann bitte Rotkäppchen.

Wem haben wir das Zeug eigentlich zu verdanken? Richtig, auch hier hatte wieder ein gewisser Herr Reiner Zufall seine Hände im Spiel. Mitte des 16. Jahrhunderts stellten ein paar Weinbauern fest, dass ihr schlecht gefilterter Wein im Frühjahr, wenn es wieder wärmer wurde, zu neuem Leben erwachte. Die Reste des Zuckers und der Hefe gärten erneut und diesmal bis zum Ende. Die Weinbauern fanden Gefallen an dem Gebräu und so wurde um 1540 der Schaumwein geboren.
Als man etwas später endlich vernünftige, druckdichte Verschlüsse, man hatte die Rinde der Korkeiche dafür entdeckt, herstellen konnte begann die Entwicklung des schäumenden Gebräus zum Sekt.
Verantwortlich dafür waren ein paar klösterliche Kellermeister, die sich der Geschichte annahmen. Schließlich hatten sie, außer einigen regelmäßige Gesprächen mit ihrem Schöpfer, nicht wirklich viel zu tun und somit sehr viel Zeit allerlei Sachen auszuprobieren. Ein Mönch dem das besonders gut gelang lebte in der französischen Abtei Hautvillers und war dort für dem Weinkeller verantwortlich. Sein Name dürfte selbst heute noch den meisten bekannt sein. Er hieß Dom Pérignon.

Das Problem für eine vernünftige Sektherstellung war seinerzeit die Zunft der Glasbläser. Die konnten zwar wunderschöne und künstlerisch wertvolle Glasprodukte herstellen, aber vernünftige Flaschen, dass konnten sie nicht. So kam es, dass im 18. Jahrhundert nur ein paar Tausend Flaschen jährlich hergestellt wurden, von denen dann auch noch etwa die Hälfte platzte. War also nichts mit großartigen Sektorgien.
Abhilfe nahte erst mit der Herstellung von ordentlichen Flaschen und vor allem mit der industriellen Produktion von Zucker, denn erst dieser ließ eine kontrollierte zweite Gärung des Weins zu.

Natürlich ließ sich das Geheimnis des Sektes nicht bis in alle Ewigkeit verheimlichen und so kam die Kunde von der Existenz dieses Edelgebräus auch in die deutschen Weinberge. So wurden zwischen 1825 und 1830 auch in Germanien die ersten Sektkellereien gegründet, wobei allerdings etliche deutsche Kellermeister sich die Kunst der Sektherstellung in der Champagne beibringen ließen.
Die bekanntesten waren wohl der Herr Johann Friedrich Deinhard, der 1833 in Koblenz anfing mit der Sektherstellung herumzuexperimentieren und zehn Jahre später einen ganz ordentlichen Sekt auf den Markt brachte, der sogar heute noch mit einem ohrenbetäubenden Trommelwirbel nach dem Motto, wo ist der Deinhard, angekündigt wird.
Da sich in dieser Branche langsam ein Erfolg abzuzeichnen begann, denn gesoffen wird immer, taten es ihm die Herren Adam Henkel, 1856, und Johann Jacob Söhnlein, 1864, nach.

Etwa in diese Zeit fiel auch die Gründung einer Fabrik zur Anfertigung moussierender Weine in Freyburg an der Unstrut. Ein Festball eröffnete im August 1857 die Freyburger-Champagner-Fabrik-Gesellschaft, die ein knappes Jahr zuvor gegründet worden war. Einer der Gesellschafter war ein gewisser Moritz Kloss. Leider währte das Leben der Firma nicht so sehr lange. Bereits 1866 macht die Firma Bruch und wurde versteigert. Ob es am unfähigen technischen Direktor , irgendwelchen wilden Spekulationen oder doch wieder nur an böswilligen kapitalistischen Wirtschaftsspielchen lag, ist heute nicht mehr nachzuvollziehen, aber man wird ein wenig stutzig, wenn man hört, dass eine Firma Kloss & Förster diese Firma aufgekauft hat. Ein Schelm wer bei dem Namen Kloss vielleicht irgendeine Hinterlistigkeit vermutet.

In den Folgejahren heimsten die Sorten „Monopol“, „Crémont“ und „Lemartin fréres“ Unmengen von Preisen und Medaillen ein, was ungemein zum schnellen Wachstum der Firma beitrug. Kurz vor Ende des Jahrhunderts gab es jedoch einen Rückschlag für die Firma Kloss & Förster. Als 1894 das Gesetz zum Schutz der Warenbezeichnungen verabschiedet wurde, nutzte dieses das Champagnerhaus Heidsieck Monopole sofort aus und klagte gegen die Freyburger Marke „Monopol“. Da Heidsieck den Prozeß gewann, nannte die Firma Kloss & Förster ihr Hauptprodukt fortan nach dem Flaschenverschluß „Rotkäppchen“. Hat also doch nichts mit unserem Rotkäppchen, der Omma und dem Wolf zu tun.

Anfang des 20. Jahrhunderts setzte sich die Bezeichnung Sekt für die schäumenden Weine aus deutschen Sektkellereien allmählich durch und die hohe Zeit der Sektkultur begann. In den goldenen oder besser wilden zwanziger Jahren war Sekt der Renner überhaupt, zumindest in der gehobenen Gesellschaftsschicht, und galt allerorten als der absolute Stimmungsmacher. Man genoß das Nachtleben in Cabarets und Varietés und der Sekt war immer dabei.

Auch die nächsten 1000 Jahre, die am Ende allerdings doch nur 12 Jahre dauerten überstand das Freyburger Unternehmen einigermaßen schadlos. Probleme gab es erst, als sich die Einnahme der Welt durch den kleinen Österreicher doch als zeitraubender erwies als vorgesehen. Aus Mangel an Transportmitteln und in Ermangelung großer militärischer Siege ging der Absatz immer mehr zurück. 1944 bricht auch noch die Grundweinversorgung aus Frankreich zusammen und ein wesentlicher Teil der Firmengebäude wird von einer Firma Krupp für Rüstungszwecke beschlagnahmt. Am 12. April 1945 ist es dann soweit. Die Amerikaner klopfen an die Tür und alles schien gut zu werden. Doch leider wollten die Amerikaner kurz danach unbedingt ein Stück von Berlin abhaben, das sie vor Ende des Krieges nicht mehr ganz erreichen konnten, weil der russische Bär etwas schneller war als abgesprochen. Sie tauschten dafür ein verdammt großes Stück der amerikanischen Besatzungszone ein. So kam unter Anderem auch Freyburg zu einer sowjetischen Militärverwaltung und die Sektkellerei in die Hände einer Treuhandgesellschaft. Bis 1948 stand sie unter der Leitung der Industriewerke der Provinz Sachsen, dann wird sie endlich Eigentum des Volkes und heißt künftig VEB Rotkäppchen Sektkellerei Freyburg.

Auch die Jahre unter der ständigen Anleitung der Diktatur des Proletariats überstand die Firma relativ schadlos und man mauserte sich im Laufe der Jahre sogar zu einem Vorzeigebetrieb im gesamten sozialistischem Wirtschaftsgebiet. Zu verdanken ist dies wohl nicht zuletzt dem langjährigen Betriebsleiter Joachim Worch, der durch Schaffung neuer Kapazitäten, Änderungen der Produktionsverfahren und viele andere Dinge dieser Firma zu weltweitem Ansehen verhalf. Als Hauptlieferant für Intershops, dass brachte Devisen, Hersteller der Hausmarke in den Interhotels, dass brachte Ansehen, sowie Hauptlieferant für die Läden der Delikat-Kette, die stellten für viel Geld das Volk ruhig, war die Rötkäppchen –Kellerei ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor für die Herren Honnecker & Co.
Nachdem die Firma im Jahre 1970, heute würde man wohl sagen, einer feindlichen Übernahme zum Opfer fiel, sie wurde dem neugegründeten Getränkekombinat Dessau zugeordnet, wurde das gleiche Prozedere Anfang der Achtziger Jahre mit der Neuzuordnung zum VEB Kombinat Spirituosen, Wein und Sekt Berlin noch einmal durchgezogen.

1989 stellte die Bevölkerung der im realen Sozialismus existierenden DDR plötzlich und völlig unerwartet und überraschend fest, „Wir sind das Volk“ und brachte damit die ganze bis dahin bestehende Weltordnung durcheinander. In den wirren Wendezeiten fiel dann das bis dato gesamte Eigentum des Volkes in die Hände der Treuhandverwaltung. So natürlich auch unsere Sektkellerei, die in eine GmbH umgewandelt wird, deren Anteile komplett von der Treuhand gehalten werden. Erst 1993 gelangen die Anteile wieder in private Hände und zwar in die der Geschäftsleitung und die der Familie Eckes-Chantré.

Der unvermeidliche Umsatzeinbruch Anfang der 90er Jahre durch Druck der Firmen unserer westlichen Brüder und Schwestern auf den sehr offenen neuen Markt, wurde einigermaßen verkraftet und relativ zügig ins Gegenteil verkehrt. Heute ist die Rotkäppchen Sektkellerei im Konzert der großen Sekthersteller in Deutschland ganz vorne mit dabei und fängt sogar schon an sich den einen oder anderen Konkurrenten ins Rotkäppchenimperium einzuverleiben.

Käuflich zu erwerben ist dieses prickelnde Erlebnis wohl inzwischen bundesweit. Tankstellen, Supermärkte, Tante Emma-Läden und was es sonst noch alles gibt, haben meines Wissens alle diesen Sekt im Angebot. Löhnen muß man dafür derzeit 6,79 DM, zumindest in meiner näheren Umgebung. Ist also kein ganz billiges Vergnügen und man sollte vielleicht doch einen besonderen Anlaß hersuchen, um einer solchen Flasche den Kopf abzuschlagen. Mit einem Alkoholgehalt von 10,5 Volumenprozent sollte man aber auch die Drehrichtung dieser Edelbrause nicht vernachlässigen, denn wenn man nur eine genügend große Menge davon trinkt, kann man durchaus etwas wackelig auf den Beinen werden, wobei es egal ist ob man sich links- oder rechtsherumdreht. Erhältlich ist das Nobelgetränk natürlich in mehreren Variationen. So gibt es den Sekt in trockener, halbtrockener und nasser, äh Quatsch milder Form. Dann gibt es ihn noch in rot, da heißt er dann Rubin und auch als Diabetikersekt. Des weiteren sind noch diverse Jubiläums- und Sonderabfüllungen erhältlich. Darüber und über viele weitere Dinge kann sich der geneigte Leser unter www.rotkaeppchen.de genauestens informieren und gegebenenfalls auch gleich einmal ein Fläschchen oder eine Geschenkpackung oder was auch immer, ordern. Am empfehlenswertesten ist wohl die halbtrockene Variante, denn damit macht man eigentlich nichts falsch und man bekommt auch keinen Ärger, selbst mit dem ausgesuchtesten Gaumen.

Gehandelt wird dieses edle Getränk in der herkömmlichen 0,75 l Abfüllung. Selbstverständlich in Flaschen, wobei ich auf die Flasche hier nicht weiter eingehen möchte, denn das mit den Flaschen hatten wir ja schon mal. Ihr erinnert euch, länglich, grün, oben ein Loch drin und so weiter. Beim Kauf ist in dem Loch allerdings noch ein Korken und der ist sogar mit Draht festgerödelt, wegen dem Innendruck, der wiederum gebraucht wird, damit es beim Aufmachen schön knallt und spritzt. Und darüber ist noch einmal rote Alufolie gezogen. Das ist für die erkennungsdienstliche Bearbeitung, denn nur wo die rote Folie drum ist, ist auch Rotkäppchensekt drin.
Für die ganz kleinen Anlässe gibt es den Sekt auch in der Piccolo-Abfüllung mit 0,2 l Inhalt. Das ist allerdings wirklich nur ein Fingerhut voll und lohnt das Aufmachen gar nicht. Aber für Omma ist diese Größe gerade richtig, denn seit ihr Doktor ihr verraten hat, dass hin und wieder ein Gläschen Sekt gar nicht schlecht für ihren Kreislauf wäre, ist sie dem Zeug gar nicht mal so abgeneigt. Richtig wirken tut es bei ihr aber auch nicht, denn ich habe sie immer noch keine Kreise laufen sehen. Aber vielleicht wird das ja noch.
Übrigens hat die Firma Rotkäppchen in den 80er Jahren beim zentralen Wettbewerb „Beste Verpackung der DDR“ für ihre Verpackung den ersten Preis gewonnen. Dabei war der Sekt damals auch bloß in einer Flasche. Ich wüsste auch gar nicht wie man Sekt anders verpacken sollte, außer in Flaschen. Aber na ja. Erster Preis eben.

Sollte sich jetzt jemand entschlossen habe, sich eine Flasche dieses Luxusgetränks zuzulegen, oder auch zwei oder drei, so sei ihm noch gesagt, dass sich Sekt nicht länger als zwei oder maximal drei Jahre lagern lässt. Dann setzt ein natürlicher Alterungsprozess ein, der Sekt einen Geschmack ähnlich wie Sherry verleiht. Schmeckt wirklich nicht, ich hab’s schon probiert. Die Lagerung sollte ruhig, kühl, dunkel und möglichst stehend erfolgen.
Für’s trinken selbst gibt es natürlich auch die eine oder andere Regel, denn Sekt einfach ex und hopp, iss nicht, dazu ist das Zeug einfach zu edel. Das geht schon beim Glas los. Sekt sollte man aus hohen, schlanken Kelchen trinken, denn nur hier kann der Sekt sein volles Bukett entfalten. Es gab mal eine Zeit als Sektschalen unheimlich angesagt waren, aber es ist gut, dass diese sehr schnell wieder aus der Mode waren, denn in solchen Gläsern entweicht ebendieses Bukett sehr schnell und das brillante Spiel der Kohlensäureperlen findet ein ganz schnelles Ende. Ganz gewissenhafte Genießer sollten auch ein Auge auf die Trinktemperatur des Sektes haben, denn der Sekt mag es etwas kühler als beispielsweise Wein. So sollte die Temperatur bei weißem Sekt etwa bei 5 – 7 °C und bei Rotem etwa bei 9 – 11 °C liegen.

Einer derjenigen, die dieser Sektomanie am wohlwollensten gegenüberstehen und sich über jede getrunkene Flasche freut ist wohl unser allseits beliebter Minister für Finanzen der Bundesrepublik Deutschland, Hans Eichel. Denn in diesem Fall kann er von einer schon recht alten Steuererfindung zehren und braucht sich gar keinen Vorwand für eine Neue einfallen zu lassen. Eingeführt wurde die sogenannte Sektsteuer schon vor dem ersten Weltkrieg. Sie sollte dazu dienen, die kaiserliche Seekriegsflotte zu finanzieren. Hat sie auch, aber irgendwer hat danach vergessen sie wieder abzuschaffen. So ist die kaiserliche Kriegsflotte schon vor vielen Jahren abgesoffen, nein, nicht im Sekt sondern in den Weiten der Weltmeere, aber die Steuer zur Finanzierung derselben gibt es immer noch. Und so kann sich der Herr Eichel immer wieder die Hände reiben, denn jede dritte auf der Welt getrunkene Flasche Sekt wird in deutschen Landen geköpft.

Der Rotkäppchensekt reiht sich also in die Reihe der zu empfehlenden Produkte unserer Wirtschaft recht nahtlos ein, denn wann immer ein guter Sekt gefragt ist, kommt man an Rotkäppchen nicht mehr vorbei. Er sollte in keiner gut sortierten Hausbar fehlen, denn man weiß ja nie, wer vor der Tür steht, wenn es klingelt und ein Gläschen Sekt schon mal so zur Begrüßung, kommt immer gut, denn nicht jeder will gleich einen Bacardi, wenn er gerade erst den Fuß in die Tür gesetzt hat.
Er eignet sich auch hervorragend zur Herstellung von Cocktails und anderen Mixgetränken. Ganz Verrückte kippen ihn sogar in die Erdbeerbowle, was für eine Verschwendung, aber am besten schmeckt er wohl doch, wenn man das prickelnde und schäumende Erlebnis pur genießt.

So, ich denke mal, dass ich mal wieder genügend Müll von mir gegeben habe und danke der Leserschaft, die es bis hierhin ausgehalten hat sich von mir vollmüllen zu lassen. Mir bleibt eigentlich nur noch übrig mich, und dieses Mal mein ich das wirklich ernst, für die Überlänge des Berichtes zu entschuldigen und Besserung zu geloben. Dabei habe ich die zwei Seiten über die Herstellung von Sekt, die Flaschen- und die Fassgärung, die Weinkomposition und die richtige Verwendung von Zucker und Hefe schon wieder rausgeschmissen *gg*.

Also denn, ich trink mal eben den Rest noch aus und sage schon mal Tschüß bis zum nächsten Mal. Ach ja, noch was, ihr solltet einfach mal ein Glas probieren, dann spart ihr nämlich das Lesen eines solchen Berichtes *fg*.

Prost – Skol – Nasdarowje – Yammas – Salute – Kippis – Santé – Cheerio – Egészségére

© -bowlman- 27. Oktober 2001

PS: Kleines Geständnis
Der erste Absatz, ganz oben, ist übrigens nicht von mir, sondern aus meinem Lieblingsmärchenbuch von den Herren Grimm. Aber ich denke mal, dass sie nichts dagegen hätten, weil, sie haben diese ganzen Geschichten ja auch nur dem Volk vom Mund abgeschaut, allerdings waren diese beide so pfiffig die Märchen aufzuschreiben und zu veröffentlichen.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
mozarteum

mozarteum

08.05.2005 14:43

das lesen dieses berichtes ersparen ? ... nö, dafür ist er zu gut und zu urzweilig .... hat spass gemacht ! ... lg mozarteum

made-maus

made-maus

17.03.2005 22:35

Wenn schon Sekt, dann Rotkäppchen Sekt. ;-) Gruß Made

Dr.Claudia

Dr.Claudia

25.02.2005 17:32

Launig ge- und beschrieben! Mein Lieblingssekt ist es allerdings nicht. LG Claudia

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