Fahrzeugbewertung des Autors:
| Pro: |
Günstig in der Anschaffung, gutes handling |
| Kontra: |
Extrem teuer in der Wartung, knappes Platzangebot Reihe 2 |
Ich fahre jetzt seit einem Jahr einen Rover 214i, Baujahr 11/96 mit 77000 Kilometern Laufleistung. Als ich ihn gekauft habe, das war am 13.06.2003, hatte er 57000 km und hat 3062 Euro (von privat) gekostet. Schnäppchen.
Die Kiste hat, wie der Name schon andeutet, knapp 1,4 Liter Hubraum und 75 PS. Die Durchzugskraft lässt allerdings vermuten, dass es deutlich mehr wären. Mit 4 ausgewachsenen Vertretern des männlichen Geschlechts und einem Kofferraum voll Koffer schafft er auf gerader Strecke 180 km/h, bergab auch die 200. Der Motor ist zudem sehr Drehfreudig, der rote Bereich fängt erst bei 6750 Umdrehungen an und geht bis 8000.
Mein Auto hat kein ABS, auch wenn in anderen Berichten steht, das wäre Serie. '96 war's das jedenfalls noch nicht.
Die Bremsen sind kräftig und standfest, es gibt kein "fading". Es entwickelt aber sich ein lautes Klopfgeräusch, wenn man auf der Autobahn aus hoher Geschwindigkeit bremst. Bremst man beispielsweise von 180 auf 120, fühlt man sich geneigt, die wahrscheinlich glühenden Bremsscheiben durch eine Entlastung des Bremspedals zu schonen. Wenn man kurz danach das Pedal wieder anrührt, sei es auch nur leicht, ist das Geräusch sofort wieder voll da. Kleine Anmerkung: Die Bremsen wurden vor drei Monaten erneuert. Dieses Phänomen lässt sich auch bei dem Rover 25 von meiner Mutter beobachten, der hat 14000 km und ist von 2001 oder 2002.
Das Design im Innenraum ist schlicht, funktionell und ohne überflüssige Schnörkel, wirkt aber nicht billig. Die Vordersitze bieten einem sehr guten Seitenhalt und sind auch sonst sehr gemütlich. Das Platzangebot in Reihe 1 ist nicht zu verachten. Die Außenhaut hat ihr ganz eigenes Design, kommt ohne irgendwelche Prollaccessoires aus und ist trotzdem recht sportlich, also passend zu den Fahrleistungen. Das war für mich eine der wichtigen Kaufentscheidungen neben dem Preis, ich wollte auf gar keinen fall eine Prollschüssel pilotieren.
Das Platzangebot hinten ist dürfttig und sogar kleiner als in einem Renault Twingo. Ich bin 1,88 und wer hinter mir sitzt, sollte deutlich unter 1,70 sein, sonst ist es eigentlich nicht zumutbar dort zu sitzen. Die Kniefreiheit beträgt etwa 10 cm.
Der Kofferraum ist natürlich größer als beim Twingo, es passen 6 Bierkisten (24x0,33) rein und dann ist immer noch etwas Platz für Kleinkram. Prost!
Das Fahrwerk ist komfortabel, straff und vor allem sicher. Ich war in letzter Zeit öfter mal in der Situation, dass ich mit Höchstgeschwindigkeit auf der linken Spur einer dreispurigen Autobahn unterwegs war und von der mittleren Spur Opelfahrer (sorry, aber das waren immer nur die bösen Opelz) ohne zu blinken und zu gucken direkt neben mir auf meine Spur gewechselt haben. Das einzige was dann bleibt, ist ein schnelles Ausweichmanöver in Richtung Leitplanke. Ich glaube, das ist bei 180 Sachen nicht mit jedem Auto möglich, ohne dabei die Kontrolle zu verlieren. Ich hatte jedenfalls schon Autos, mit denen ich sicher in die Leitplanke gekracht wäre.
Ich will mich jetzt aber nicht zu lange mit Lobhudeleien aufhalten, ich kann ganz allgemein sagen dass ich dieses Auto sehr gerne fahre, dass es natürlich längst nicht so langweilig ist wie ein Golf, viel besser aussieht und was sonst noch alles toll ist, könnt ihr sicher in den vielen anderen Berichten nachlesen.
Ich will mich hier mal auf die technischen Probleme stürzen:
Zunächst ist der Rückwärtsgang eine glatte Fehlkonstruktion, da er immer nur sehr unwillig reingeht. Man kuppelt, zieht den Hebel Richtung R bis es nicht mehr weitergeht, lässt die Kupplung kommen und - KNIRSCH!!! Im Rover 25 wurde offenbar das gleiche Getriebe verbaut. Laut eines Rover-Mechanikers liegt das daran, dass die Übersetzung des Rückwärtsgangs gerade und nicht schräg verzahnt ist. Das Knirschen meinte er auch, tue dem Getriebe nicht wirklich weh. Ob's stimmt - keine Ahnung.
Dieses Problem bekommt man jedenfalls in den Griff, indem man, während man die Kupplung kommen lässt, den Schalthebel weiter nach hinten zieht und dann, ganz plötzlich, geht der Gang butterweich rein.
Wie gesagt, mein Auto ist kilometertechnisch noch relativ jung.
Schon vor einem Jahr war der Auspuff durchgerostet, das Endrohr hatte ich ziemlich bald erneuern lassen. Aber gut, das ist eben ein Verschleißteil.
Im Mai diesen Jahres bei 68000 Kilometern hatte ich das Auto zur Inspektion bei A.T.U. in Berlin Kreuzberg gebracht. Erster Fehler.
Einen Rover darf man nur in die Fachwerkstatt bringen, da er viel Spezialwekzeug erfordert, dass nur eine Fachwerkstatt hat. Mit einem Universalauslesegerät beispielsweise kann man bei einem Rover gar nichts auslesen. Das passende Gerät kostet über 10000 Euro und ist in diesen freien Werkstätten nicht vorhanden.
Es wurde festgestellt, dass unter anderem die Ventildeckeldichtung undicht war. Die wurde für viel Geld eingebaut, aber nicht fachgerecht, weil das nicht so einfach geht wie bei einem Golf. Das musste die Rover-Werkstatt später nochmal machen.
Dem Meister von A.T.U. hatte ich ausdrücklich gesagt, er solle bei der Inspektion de Getriebeölstand überprüfen. Ich weiß nicht ob das gemacht wurde, jedenfalls hatte ich 3000 Kilometer später einen Getriebeschaden wegen zu wenig Öl. Ich weiß nicht, ob A.T.U. daran Schuld trägt, aber Ölverlust im Getriebe sollte es eigentlich nicht geben.
Ich habe alle paar Wochen den Motorölstand überprüft und hin- und wieder Öl nachgegossen. Trotzdem ist der Motorölstand zwischendurch auf kritisches Niveau gesunken, ohne dass die Warnlampe anging. Wohlgemerkt: Nach der Erneuerung der Ventildeckeldichtung durch A.T.U.
Das hat dazu geführt, dass die Hydrostößel beschädigt wurden. Ein Motorschaden nach 71000 Kilometern. Ich habe dann mit dem Gedanken gespielt, das Auto zu verkaufen und fand bei autoscout etliche Rover 214i, die bei 70000 - 90000 km schon einen Austauschmotor drin hatten. Das spricht für einen Serienfehler.
Bei 74000 Kilometern (Anfang August '04) war ich in der Rover-Werkstatt. Die erforderlichen Reparaturen: Neues Auspuff-Flammrohr, Erneuerung der Hydrostößel im Motor, Wechsel von Zahnriemen und Spannrollen, Öl- und Filterwechsel (war nur noch ein halber Liter Öl im Motor, ich hatte eine Woche zuvor 1,5 Liter nachgegossen), und natürlich die Korrektur der Ventlideckeldichtung. Das waren mal eben lockere 1500 Euro, und trotzdem verliert mein Auto etwa einen Liter Öl auf tausend Kilometer bzw. in meinem Fall jedes Wochenende. Das gerade 3000 Kilometer alte Öl ist schon nicht mehr klar, sondern dunkelbraun. Vermutlich ist die Zylinderkopfdichtung oder der Ölabstreifring hinüber, das wird auch nochmal teuer.
Die neuen Hydrostößel machen sporadisch auch schon wieder Geräusche als wären sie nicht mehr ganz frisch, obwohl ich vor jeder Fahrt Öl nachfülle. Öl ist ja leider auch nicht so ganz umsonst.
Insgesamt stecken seit einem Jahr fast 3000 Euro Reparaturkosten in diesem Auto und das ist deutlich zu viel für ein Auto, das 3062 Euro gekostet hat. Wie gesagt, ich fahre ihn sehr gerne, aber finanziell ist dieses Auto eine reine Katastrophe. Mit den Rovern schient das ein Glücksspiel zu sein: Jeder will einen langweiligen Golf und fast niemand einen Rover, deswegen sind die in der Anschaffung unverschämt günstig. Es kann sich später rächen, muß aber nicht.
Ich würde folgendes empfehlen: Wenn jemand mit dem Gedanken spielt, sich einen gebrauchten 214er zu kaufen, sollte er den vorher sehr gründlich von einem Fachmann anschauen lassen. Wenn der grünes Licht gibt, kaufen und viel Spaß!
| weitere Erfahrungsberichte |
Für Verrückte. Für mich.
Fahrzeugbewertung für Rover 214i von
Samtpfote1213
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+++ Kaufentscheidung und Kauf +++
Es gibt nichts zu beschönigen: Diese Entscheidung habe ich aus dem Bauch getroffen. Zum einen habe ich eine unerklärliche Schwäche für Rover, zum anderen keine Ahnung von Autos. Und als wäre das nicht schlimm genug, ha ...
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sehr hilfreich
01.05.2006
(21.11.2006)
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Der kleine Lord
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sensei
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...„Der kleine Lord“ war die Überschrift eines Testberichtes den Deutschlands auflagenstärkstes Fachblatt für Autofetischisten („Auto Bild“) dem Rover 200 kurz nach seiner Markteinführung widmete.
Auch wenn der „kleine Lord“ hierzulande niemals zur automo ...
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sehr hilfreich
25.07.2000
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Solide und nicht langweilig
Fahrzeugbewertung für Rover 214i von
Icoon
Pro:
Kontra:
Der Rover 214 ist von seinen äusseren Massen seiner Zeit voraus. Er passt nicht mehr in die Kleinwagenklasse, ist aber weitaus günstiger als die Mittelklasse, oder auch Golfklasse. Eine interessante Kombination, die einen Vergleich nicht auf den ersten Bl ...
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21.03.2000
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Golf-Schreck
Fahrzeugbewertung für Rover 214i von
Black-Dj
Pro: Design, gewichtsverteilung, fahrverhalten, motor
Kontra: Empfindlichkeit Motor/Getriebe, Ersatzteilkosten
...So heute schreibe ich mal über die absolute alternative zum Golf! Den Rover 214i RF
Als Kfz-Mechaniker werde ich versuchen den Lesern mal die Vor- und nachteile zu schildern.
Design
Das Design ist sehr sportlich und trotzdem elegant. Die Außenhaut ...
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17.12.2005
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Ganz süss der kleine
Fahrzeugbewertung für Rover 214i von
ToWe
Pro: eigenständiges Design
Kontra: Verbrauch
Meine Freundin fährt den Rover 214 seit 2 Jahren - somit hatte auch ich bisher ausreichend Gelegenheit meine Erfahrungen mit dem Fahrzeug zu machen.
Das 214er Modell ist mittlerweile recht gut am Markt vertreten und baut noch auf dem Honda-Civic auf. D ...
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sehr hilfreich
06.10.2000
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