Rover 416 Si, Automatik Bj. 1997, 73.000 km ( Stand: April 2009 )
27.04.2009
Pro:
Ausstattung, Fahrleistungen, Grosserientechnik
Kontra:
Verbrauch, Alarmanlage u . Wegfahrsperre nur über FB, nicht über Schlüssel
Empfehlenswert:
Ja
 zuendfunke
Über sich:
Mitglied seit:27.04.2009
Erfahrungsberichte:1
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 15 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Seit ca. 15 Monaten fahre ich o.a. Rover 416 Si mit dem Honda-Motor, 113 PS und 4 Gang-Automatikgetriebe. Austattungsdetails:
Lederausstattung und Echtholzaplikationen Glaschiebedach elektrisch Fensterheber 4 fach Zentralverriegelung mit FB und Alarmanlage Leichtmetallräder mit 185/60-15 Racinggrünmetallic leider keine Klimaanlage ;-( Kaufentscheident für mich war die Exklusivität, die Ausstattung und die milionenfach bewährte Honda-Civic-Technik. Da ich selbst KFZ-Sachverständiger bin konnte ich sehr gut einschätzen ob der Kaufpreis von 3.500 Euro mit dem original Km-Stand von seinerzeit 63.000 angemessen war. Zunächst einmal habe ich direkt nach dem Kauf folgende Teile präventiv erneuert:
Zahnriemen Alle Keilriemen Zündkabel, Vert.-Kappe, V-Finger, Zündkerzen Motoröl ausserdem waren fällig:
Bremsbeläge an der VA Hinterachslager Alle Ersatzteile können günstig vom Honda-Händler erworben werden oder sind auf dem freien Teilemarkt erhältlich. Ausnahme: Evtl. notwendige Blechteile, da die Front und das Heck nicht mit dem entsprechendem Schwestermodell, Honda Civic MB4 Fastback, identisch sind. Das Auto hat mich auf 11.000 Km niemals im Stich gelassen, springt immer zuverlässig an und ist echt ein Hingucker, besonders innen mit dem cremefarbenem Lederinterieur.
Was mir nicht besonders gefallen sind: Die Anordnung der Fensterheber in der Mittelkonsole ( schlecht zugänglich ) Die Kombination von Alarmanlage und Wegfahrsperre die ausschliesslich über die FB aktiviert, bzw. deaktiviert werden kann. So kam es vor, dass ich irgendwo geparkt hatte und die Batterie der FB plötzlich den Geist aufgab. Das Fahrzeug konnte zwar mit dem Schlüssel aufgesperrt werden, aber die Weggfahrsperre blieb aktiv. So musste ich mit den "Öffentlichen" nach Hause fahren um die zweite FB holen, von der ich aber nicht wusste ob die Batterie noch ok war. Diese zweite FB hat die WFS und Alarmanl. gerade noch einmal deaktiviert. In Berlin gibt es gottlob noch einen Rover-Händler bei dem ich mir 2 neue Batterien (ca. 3,00 Euro) kaufen konnte. Ohne Probleme konnten die beiden FB mit dem Steuergerät dann wieder synchronisiert werden. Was lernte ich dadurch: Jetzt liegt die zweite FB an einem geheimen Ort im Fahrzeug und zusätzlich noch eine weitere Batterie. Man stelle sich vor: Du befindest dich auf einer weiten Reise und die FB-Batterie versagt den Dienst. Das kann mir zwar auch jetzt passieren, aber dank Ersatz-FB im Auto komme ich nun auch wieder weg. ;-) Nicht ganz zufrieden bin ich mit dem Kraftstoffverbrauch der sich so bei ca. 9l / 100 Km eingependelt hat. Das können andere Benziner in dieser Klasse deutlich besser obwohl der Rover gerade mal knapp 1200 Kg auf die Waage bringt. Der Ölverbrauch dagegen (Shell Helix 10W/40), teilsynthetisch, ist so gut wie nicht messbar.
Sehr positiv empfinde ich die Fahrleistungen mit angegebenen 190 Km/h Spitze, sowie die geringen Fahrgeräusche. Lediglich das Drehzahlniveau mit ca. 5.500 U/pM bei Höchstgeschwindigkeit könnte trotz 4 Gang-Automatik etwas geringer ausfallen. An der Karosserie gibt es bis auf Kleinigkeiten absolut nichts auszusetzen. Am Unterboden musste ich allerdings div. Rostschäden beseitigen, wie auch am Tank und dem Einfüllstutzen (leider aus Metall), den hinteren Bremssätteln, den Bremsleitungen im Heckbereich und an div. Stellen. Als absolut genial hat sich dabei die Behandlung mit "Hammerite" erwiesen; kann ich nur empfehlen, insbesondere als Spray. Losen Rost beseitigen, mit Bremsenreiniger entfetten und dann sprühen! Das hält lange vor.
Ich freue mich alles in allem, dass ich mich für diese Auto entschieden habe. Helmut W.
Update Dezember 2011: Der Rover befindet sich immer noch in meinem Besitz und hat jetzt erst ca. 85.000 Km auf dem Tacho, da ich das Auto nur von ca. April bis November bewege. Inzwischen habe ich, überwiegend in Eigenregie, folgende Teile erneuert: - Endschalldämpfer (vom baugleichen Honda Civic MB4) für ca. 50,-€ - hintere Achslager (Werkstatt) 100,- € - hintere Bremsbeläge (Scheibenbremse) 35,- € - 2x H7 Glühlampen ca. 10,-€ - 1x Achsmanschette (Werkstatt) 80,- € -----> dazu gibt es allerdings einiges anzumerken:
Ich hatte mir für diese Reparatur mehrere Angebote eingeholt und den Auftrag schliesslich vergeben. Nach einigen Stunden rief mich die Werkstatt verzweifelt an, da sich die Antriebswelle beim besten Willen und mit allen Hilfsmitteln nicht von der Radnabe lösen liesse. Somit bliebe nur der Ausbau des gesamten linken Achsschenkels und der Austausch der Radnabe, evtl. des äußeren Achsgelenks, Kosten dann ca. 250,- € :-) Ich habe der Werkstatt schliesslich vorgeschlagen zu probieren ob sich die Achsmanschette Getriebeseitig an das äußere Gelenk montieren lässt, was dann schliesslich auch gelang ! (Hintergrund: Die heute verwendeten Zubehör-Achsmanschetten bestehen aus einer wesentlich weicheren und daher dehnbareren Gummimischung sodaß diese einfach mittels "Überdehnungsgerät" motiert werden, was wesentlich kostengünstiger ist als der "klassische Weg über die Demontage des Achsgelenks) Fazit: Nun habe ich mir präventiv einen kompletten Achsschenkel mit Radnabe (25,- €) von einem verunfallten Honda Civic hingelegt falls sich mal die andere Seite als ebenso hartnäckig herausstellen sollte, denn dort befindet sich noch eine originale aber in die Jahre gekommene Achsmanschette welche sicher auch nicht mehr ewig hält. Helmut W. im Dezember 2011
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27.04.2009 22:21
Schöner Erstbericht. GLG
27.04.2009 16:48
Willkommen bei Ciao, netter Erstbericht. lg
27.04.2009 16:24
Unabhängig vom recht gerafften Erfahrungsteil lieferst Du ausschließlich praxisnahe Eindrücke und echte Erfahrungen. Mit einem kleinen Willkommensbonus gibts dafür gerne das sehr hilfreich!