Phipp in Hongkong (200. Bericht)
09.02.2002
Pro:
tolle Gags, tolle Schauspieler, 90 Minuten Spaß, viel Action
Kontra:
der dritte Teil braucht noch eine Weile
Empfehlenswert:
Ja
 Phipp
Über sich:
Studium beendet, ab 29. August darf ich mich dann Mag.(FH) Phipp nennen :-) Derzeit viel zu tun, wei...
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Einleitung ********* Nach dem tollen Erfolg von Rush Hour, habe ich mich in den letzten Wochen schon sehr auf den Start in den österreichischen Kinos von „Rush Hour 2“ gefreut. Natürlich wollte ich einer der ersten sein, die den Film gesehen haben, doch sowohl ich als auch mein bester Freund machten große Augen, als wir in einer Buchhandlung neben dem Kino bereits „Rush Hour 2“ auf DVD zu kaufen bekamen. Es war nicht ganz unlogisch, denn die DVD war ein Import aus Amerika, wo der Film eben schon vor einiger Zeit in den Kinos war und nun schon auf DVD erhältlich war. Wir überlegten uns kurz, ob wir uns das Geld für die Kinokarten nicht sparen sollten und uns die englische Version von Rush Hour 2 anschauen sollten, doch nirgends ist ein Film so gut wie im Kino. Außerdem bevorzugen wir dann doch die deutsche Version. Werbung wurde sehr viel gemacht und sowohl durch die Trailer, als auch durch Radiowerbung und Zeitungsbreichte durfte man sich auf einen guten, witzigen und spannenden Film freuen. Der zweite Teil eines Films ist zwar nur selten so gut wie der Erste, doch zum Lachen gab es trotzdem sehr viel. Außerdem liegt der erste Teil bereits einige Jahre zurück, so dass man doch ziemlich neutral ins Kino gehen durfte.
Story ***** Während Carter und Lee in Hongkong Urlaub machen, gibt es einen Anschlag auf die amerikanische Botschaft in Hongkong, bei dem 2 Angestellte dieser Botschaft sterben. Als leitender Ermittler wird Lee eingeschalten und geht gemeinsam mit seinem Freund Carter auf die Jagd nach dem gefährlichsten Gangster der Welt namens Ricky Tan. Da sie „Undercover“ sind, dürfen sie natürlich nicht auffallen, was für Carter als einzigen Schwarzen in Hongkong sehr schwer ist. Aber auch sonst tritt er von einem Fettnäpfchen ins Nächste und bringt dadurch Lee und sich selbst in große Gefahr. Bei einer Gefangennahme werden sie ins Spielerparadies Las Vegas gebracht, wo sich befreien können und müssen nun im kampf gegen viel Falschgeld einige Verbrecher jagen. Dabei stoßen sie auf die hübsche Geheimagentin von Amerika. Sie ist zwar auf der guten Seite, doch täuscht sie nicht nur ihre Feinde sondern auch Lee und Carter perfekt. Das kommt schließlich noch als zusätzliche Schwierigkeit dazu. Als Lee und Carter Ricky Tan sehr nahe kommen, lässt dieser aber seine Geheimwaffe los, welche eine Frau ist. Ganz kommt Carter damit aber nicht klar.
Sprüche ******* Was ist an diesem Film das Wichtigste ? Ganz klar, witzige Sprüche. Und von diesen gab es im Film wirklich mehr als genug. Vor allem weil Carter nicht in seiner Heimat L.A. ist, sondern die meiste Zeit in Hongkong, wo nur wenige seine Sprache verstehen. Dafür hat er ein Wörterbuch und versucht sich so zu verständigen. Mit sehr wenig Erfolg sagt er zum Beispiel „Ich möchte, dass ihr jetzt alle Eure Samuraischwerter herausholt und mir damit den Hintern versohlt“. Oder bei einer Kampfszene schlagt Carter Lee unabsichtlich ins Gesicht und meint darauf: „Ihr Chinesen schaut doch alle gleich aus“. Was mir auch sehr gut gefallen hat war eine Szene, bei der Carter die Geheimagentin nach ihrer Polizeimarke fragt. Sie öffnet ihren Bademantel und zeigt die Marke am Oberteil des Bikinis. Als sie alles wieder einpackt, meint Carter „zeigen sie es noch Mal, ich habe es nicht deutlich gesehen.“ Ein Lacher jagd wirklich den Nächsten und auch wenn vieles vielleicht zu dumm wirkt und der Film zu sehr nach „Slapstick“ schreit, war es doch ein Genuss über so viele Dinge zu lachen.
Schauspieler *********** Chris Tucker: Er wird nicht umsonst als Sprücheklopfer Nummer 1 gezählt. Im Film spielt er einen sehr tollpatschigen und sehr übermutigen Polizisten, der öfters durch seine große Klappe in Probleme gerät. Meistens hilft ihm Lee wieder aus der Patsche, jedoch schiebt Carter die Schuld anschließend an Lee und meint, dass er alles unter Kontrolle hatte, bis Lee auftauchte. Eigentlich kommt es wie im ersten Teil sehr oft vor, dass sich die beiden streiten und in einem Interview habe ich auch gehört, dass sich die beiden Schauspieler sehr oft gestritten haben während den Dreharbeiten. Trotzdem eine tolle Leistung von Chris Tucker.
Jackie Chan: Der chinesische Kampfkünstler überzeugte in diesem Film durch Redegewandtheit und tollen Sprüchen. Er hat sich von Carter nicht viel gefallen lassen und kann sehr gut mit Chris Tucker mithalten. Trotzdem merkt man ihm manchmal noch seine Verklemmtheit an und irgendwie fühlt er sich vielleicht doch in asiatischen Filmen wohler. Sonst kennt man von den Darstellern noch die einzige Feindin, welche zum Beispiel bei „Tiger and Dragon“ mitspielte. Die meisten Schauspieler kamen aus dem asiatischen Raum und daher konnte man sehr viele Kampfszenen sehen, wobei auch Carter sehr viele Kämpfe bestritten hat. Überzeugt haben mich die Schaupieler auf jeden Fall und auch die Übersetzung ist jedes Mal in einem schönen Deutsch, was bei der originalen Version des Film sicher nicht so verständlich war.
Hintergründe *********** In einigen Interviews konnte man schon einen großen Einblick in den Film haben und auch ein Fernsehberichte zeigten das Making Of vom Film. Dabei wird erzählt, dass Jackie Chan alle seine Stunts selber machen wollte und dabei auch einige Schrammen abbekommen hat. Im Film werden zum Schluss noch einige Pannen aus den Dreharbeiten gezeigt und da sind vor allem schmerzvolle Fehler von Jackie Chan zu sehen. Bei einer Szene stirbt eine Person durch einen Fenstersprung und Chris Tucker meint nur: „Na der wird in Rush Hour 3 nicht mehr dabei sein.“ Schon an dieser Aussage merkt man, dass bereits an einem dritten Teil gebastelt wird. Produziert wurde von Regisseur Brett Ratner, wobei beide Hauptdarsteller einige Szenen mitbeeinflusst haben. Wahrscheinlich ist auch das ein Geheimnis des großen Erfolgs.
Sonstiges ******** Die Übersetzung ins Deutsche ist sehr gut gelungen. Wahrscheinlich besser, als die englische Version ist, denn Chris Tucker meinte selber in einem Interview, dass es verdammt schwer ist mit Jackie Chan zu arbeiten, da dieser sehr unverständliches Englisch spricht. Das wurde auch in den Film eingebaut, wo Lee mehrmals versucht Carter etwas zu sagen oder zu deuten und jedes Mal versteht es Carter nicht. Einmal meint dieser sogar: „Kein Mensch versteht, was Du sagen willst.“ Zum Glück wurde beim Übersetzen kein chinesischer Dialekt verwendet und so ist es sehr verständlich. Die Kameraführung ist sehr gut und flüssig. Keine schnellen und hektischen Blickwinkelwechsel und wirklich gute Aufnahmen auch bei Kampfszenen. In diesem Film ist mir zum ersten Mal so richtig aufgefallen, was für hübsche Chinesinen es gibt. Auch Carter zeigte sein Gefallen und konnte sich in einem Massagesallon nicht aus einem großen Angebot entscheiden und wählte gleich 5 für seine Massage. Die Musik hat mir großteils sehr gut gefallen. Anfangs wird ein Song von den BeeGees gespielt, welcher auch am Schluss vorkommt. Bekannt ist auch sicher der Song „I´ll be missing you“ von Puff Daddy, zu welchem Lee anfängt seinen Kopf zu schwingen (Gedanken an den ersten Teil werden frei). Sonst wird die Musik meist im Hintergrund verwendet, doch auch ein Karaokeauftritt von Carter darf nicht fehlen. Der Film ist mit Sicherheit sehr musikalisch.
Fazit **** Wir hatten sehr viel Spaß bei diesem Film. Er ist auf jeden Fall anders als der erste Teil, doch sicher ebenso empfehlenswert. Viele lustige Gags, spannende Szenen und 2 begeisternde Schauspieler machen diesen Film zu einem sehenswerten Kassenschlager. Man darf gespannt auf den dritten Teil warten, da die 90 Minuten von Rush Hour 2 sehr kurzweilig waren. Sehr viel verschiedene Szenen, was doch auf eine ausführliche Story schließen lässt. Diese ist gut durchdacht und mit Sicherheit kann man sagen, dass nicht nur auf den Witz des Films geachtet wurde, sondern auch auf die Action. Daher kann man den Film mit gutem Gewissen diesen Film als eine tolle Actionkomödie bezeichnen. Die Story ist zwar nach dem typischen Actionfilm aus Hollywood, doch geben die beiden Hauptcharaktere ihren eigenen Stil dazu.
Liebe Grüße, Phipp © am 9.2.2002
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24.04.2002 10:21
Ich fand den ersten Film schon klasse. Den zweiten muss ich auch unbedingt sehen. Werden denn im 2. Teil die selben Synchronisatoren benutzt? Liebe Grüße, Melanie
08.04.2002 16:22
Ups,ganz vergessen, dir zum 200ten zu gratulieren :-) Das tue ich hiermit nachträglich! Schönen Bericht hast du da, aber der auf Platz eins is auch nicht schlecht *grins* Tschöööö Petra
14.03.2002 13:53
Normalerweise mag ich ja keine Filmfortsetzungen, aber von Rush Hour kann ich gar nicht genug bekommen. Bin sowieso ein sehr großer Jackie Chan-Fan und habe praktisch alle seine Filme gesehen (nicht die ganz alten, albernen). Toller Bericht! Und wer Rush Hour 2 gesehen hat, kann die Filmszenen zu den Zitaten, die Du anführst, vor seinem geistigen Auge wiedersehen. Einfach köstlich. Freue mich schon auf Teil 3 :o) Viele liebe Grüße. Fleur