Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Made in Germany wie es sein sollte |
| Kontra: |
Preiswert, aber nicht billig |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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wenn da nur nicht die ständige Pflege wäre. Wie schön, dass sich ein paar Geister einige Hilfsmittel haben einfallen lassen.
Zum Beispiel die simple, aber durchaus sinnvolle Maschine, die sich Rasenmäher nennt. Oben ein Motor, unten ein Messer, das ganze auf vier Räder gestellt und fertig ist das Wunderwerk der Technik.
Nach jedem Regen, kaum das die Sonne sich wieder hervorwagt, kann man sie knättern hören. Gartenbesitzer wie Laubenpieper versuchen sich gegenseitig darin zu überbieten, wer den schönsten Rasen hat. Kurz geschnitten muss er sein, schön gleichmäßig vor allem und der Abschnitt muss natürlich auch gleich beim Schneiden eingesammelt werden. Perfektion pur also, made in Germany eben.
Ich will nicht leugnen, dass ich mich auch eines solchen Gerätes bediene, wenn es denn mal wieder sein muss. Meine Rasenmaniküre erledige ich mit einem Gerät der Marke Sabo. Vor ca. 10 Jahren in einem Bauhaus gekauft und seitdem ohne Probleme in Betrieb.
Bei einer Rasenfläche von ca. 500 m2 keine schlechte Leistung, will ich meinen. Hin und wieder haben die Schneidmesser einen neuen Schliff nötig, auch das Kabel ist nicht so ganz das Originale. Das lag aber eher an meiner Verträumtheit während des Mähens.
Das Wunder der Technik ist nämlich so leise, dass man es kaum hört. Außer meiner Nachbarin natürlich. Aber das wundert nicht weiter, die hört sogar das Gras wachsen. Leise deshalb, weil er mit Strom betrieben wird. Und zwar nicht irgendwelchem, sondern mit dem aus der Windmühle ganz in der Nähe.
Umweltschonend und leise ziehe ich meine Bahnen, um den Rasen auf deutsche Norm zu trimmen. Grinse mir eins, wenn der Nachbar schräg gegenüber seine Probleme mit dem Starterseil seines Benzinmähers lauthals der Umwelt kund tut und kann mich nur wundern, dass nicht jeder einen Elektromäher hat.
Bei 2.850 Umdrehungen saugt er sich 1.300 Watt aus der Windmühle, in der Stunde wohlgemerkt. Da bleibt kein Gras auf dem Halm. Sogar den Wildwuchs im Graben vor dem Haus mach ich damit ohne Probleme nieder.
Die Reste der grünen Erdbewuchses landen, sofern nicht anders vorgesehen, im Beutel hinter dem Mäher. Und zwar restlos. Kein übriggebliebener Feinschnitt ziert meine Bahnen, kein Klumpen verpappten Grases hier und da auf der makellosen Rasenfläche. Alles hübsch im Beutel.
Für die Farbinteressierten möchte ich nicht vergessen anzumerken, dass das ganze Gerät in rot gehalten ist. Wem das nicht so richtig zusagt, kann sich aber ohne Probleme einen Rallystreifen in pink draufmalen. Das macht ihn zwar wie seinerzeit den Manta nicht schneller, sieht aber fetzig aus. Apropos Manta, tiefer legen kann man ihn auch!
Stiftung Warentest fand ihn übrigens auch gut. Unter 16 Konkurrenten war nur noch ein anderes Gerät, dass mit dem Sabo die Wertung –sehr gut- erhielt.
Ich kann nur empfehlen, es mir gleichzutun. Kein abgesoffener Vergaser mehr, kein gerissenes Starterseil, kein ohrenbetäubendes Knättern, keine abgefransten Grasstängel sondern Rasenmähen, dass sogar Spaß machen kann. Besonders dann, wenn sich der Nachbar immer noch mit seiner Benzinmühle abquält.