Nach der Schulung war es lustiger II
29.07.2003
Pro:
Referent kompetent, gute Lernplätze im Raum, Nicht zu viele Teilnehmer
Kontra:
Zu viele Wiederholungen als Folgekurs, Zeit zu knapp für praktische Übungen
Empfehlenswert:
Ja
 Lukulus
Über sich:
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Nachdem ich vom 19.05.2003 bis 21.05.2003 an der Schulung BIT660 Datenarchivierung unter SAP teilgenommen habe, folgte anschließend direkt die Schulung BIT670 Datenarchivierung-Programmierung Anzeigefunktionen vom 22.05.2003 bis 23.05.2003. Um an archivierte Daten wieder heran zu kommen, um sie z.B. einem Wirtschaftsprüfer zur Verfügung zu stellen oder der Fachbereich noch mal etwas nachschauen möchte, können unter SAP eigene Programme in der SAP-eigenen Programmiersprache ABAP erstellt werden. Wie dies funktioniert, sollte dieser Kurs zeigen. Wie die Anreise erfolgen kann, was das Bildungszentrum bietet, wo man übernachten kann und welche Ausgehtipps es gibt, möchte ich in diesem Bericht nicht noch einmal erwähnen. Wer mehr darüber wissen möchte, den verweise ich auf den Vorgängerbericht „BIT660 Datenarchivierung“. Deshalb beginne ich hier direkt mit den ...
Kursvorraussetzungen ================ Die Kursvoraussetzungen besteht vor allem aus dem Vorgängerkurs BIT660 "Datenarchivierung". Es werden aber auch die Kurse BC400 "ABAP Workbench Grundlagen", BC405"Techniken der Listenerstellung" und BC410 "Entwicklung von Benutzerdialogen" erwähnt, da man in ABAP programmieren muss.
Die Teilnehmer sollten also aus einem Projektteam der Datenarchivierung stammen oder aus der Abteilung, die kundeneigene Retrievallösungen programmieren. Meiner Meinung nach ist es auch nicht empfehlenswert ohne ABAP-Kenntnisse oder ohne Kenntnisse des Vorgängerkurses an diesem Kurs teilzunehmen. Schulungsinhalt ===========
Den Schulungsinhalt möchte ich Euch auch diesmal wieder einfach so wiedergeben, wie er auch auf der Teilnahmebestätigung wieder zu finden ist, die man am Ende des Kurses erhält: - Kundenspezifische Archivierungsobjekte erstellen - Feldkataloge im SAP AS (Archivsystem) erstellen - Das Vorgehen vermitteln, das nötig ist, um kundenspezifische Tabellen über das kundeneigene Archivierungsobjekt zu leeren - Das Vorgehen vermitteln, das nötig ist, um bestehende Archivierungsobjekte um die archivierung von kundenspezifischen Tabellen zu erweitern
Für die, die nichts mit SAP zu tun haben, klingt dies sicher auch diesmal sehr spanisch, aber so schlimm ist es gar nicht, wenn man sich mit der Materie auseinander setzt. Kurs ====
Dieser Kurs fand ebenfalls im hintersten Gebäude im zweiten Stock Raum 42 statt, so dass man seine Unterlagen über Nacht dort lassen konnte, sofern man am Vorgängerkurs teilgenommen hatte. Referent war Herr Marcus Pfeifer. Da es ein eigenständiger Kurs war, begann er ebenfalls erst um 10 Uhr, was mir an diesem Tag einen längeren Schlaf bescherte. Am Donnerstag ging er bis 17 Uhr. Am Freitag fingen wir um 9 Uhr an mein Kollege und ich fuhren gegen 13:50 Uhr wieder Richtung Wiesbaden zurück. Zum Glück haben einige nur den ersten Kurs gebucht, so dass an Teilnehmern nur eine Zahl von 11 zu verzeichnen waren. 2 davon waren neu hinzugekommen, wovon eine Person den ersten Kurs nicht kannte und somit auch größere Probleme hatte zu folgen. Es waren also diesmal ausreichend PC´s vorhanden. Es wäre auch meiner Meinung nach ziemlich übel gewesen, wenn man Programme schreiben muss und man sich dann mit einem anderen Teilnehmer den PC teilen muss. Dies war aber zum Glück nicht der Fall. Der Referent konnte auf fast alle Fragen eingehen. Er war nicht ganz so kompetent, wie Frau Monika Schleicher, die den ersten Kurs hielt, aber insgesamt war er auch zufrieden stellend. Der Vortrag wurde von ihm anhand einer PowerPoint-Präsentation durchgenommen, was auch wieder auf allen Bildschirmen zu sehen war. Ab und zu schaltete auch er um, um direkt in SAP die einzelnen Transaktionen oder Aktionen die zu machen sind, zu zeigen. Als Unterlagen gab es auch wieder einen Ordner, in dem alles noch mal nachzulesen war. Auf diesen gehe ich in den einzelnen Abschnitten auch wieder ein.
Mit dem ersten Kapitel begannen wir um 10:10 Uhr, nachdem der Referent sich kurz vorgestellt hatte. Wir nahmen in diesem Kapitel noch einmal die Business- und Archivierungsobjekte unter die Lupe. Auch der Prozess der Datenarchivierung wurde noch einmal beleuchtet. Für denjenigen, der den ersten Kurs vor einer längeren Zeit besucht hatten, war dies sicher eine schöne Auffrischung. Für die Frau, die den ersten Kurs gar nicht besucht hatte, ging dies viel zu schnell und für den Rest war es reine Wiederholung. Um 11 Uhr gab es 10 Minuten Pause und danach mit Kapitel 3 weiter. Kapitel 3 bestand daraus, die Bestandteile der ADK Programmierschnittstelle aufzulisten und den Nutzen und die Anwendung von Archivierungsklassen zu verstehen. Das ADK (Archive Development Kit) besteht hauptsächlich aus Funktionsbausteinen, die bereits vorprogrammierte Lösungen zur Archivierung bieten und für die individuelle Programmierung eingesetzt werden können. Sie übernehmen das lesen, schreiben und auch löschen in bzw. aus den Archivdateien. Was letztendlich archiviert werden soll, oder aus Archivierungsdateien gelesen werden soll, muss über das jeweils zu erstellende Programm festgelegt werden. Wie sie funktionieren, wurde nur grob dargestellt und deswegen waren wir mit diesem Kapitel auch schon um 11:30 Uhr durch. Ein Buchtipp zu diesem Thema gab es ebenfalls vom Referenten. Das Buch "Datenarchivierung mit SAP" von der Hauseigenen Druckerei Sap Press und vom Autor Helmut Stefani für 59,90 Euro. Die ISBN lautet 3-89842-212-7. Das Buch wurde rumgereicht und was ich so daraus lesen konnte, ist es empfehlenswert.
Mit dem Kapitel 4 begannen wir dann um 11:30 Uhr. Es befasste sich nochmals mit der Definition von Archivierungsobjekten (eine weitere Wiederholung), dem Aufbau von Schreibprogrammen und den Funktionsbausteinen in den Schreibprogrammen. Außerdem wurde noch der Aufbau von Löschprogrammen und dessen Funktionsbausteinen und das prinzipielle Vorgehen bei der Erweiterung von Standardarchivierungsobjekten besprochen. Das Thema wurde zwischen 12:25 Uhr und 13:30 Uhr von der Mittagspause unterbrochen. Eine erste Übungsaufgabe dazu folgte ab 14 Uhr in Form des Erstellens eines Schreibprogramms, zu dem vorher ein Archivierungsobjekt angelegt wurde. Nach einer 10 minütigen Pause gegen 15 Uhr folgte noch die Übung zum Erstellen eines Löschprogramms. Wenn man ABAP beherrscht, braucht man dazu auch nicht so viel Zeit. Ist man jedoch Anfänger, dann ist die Zeit doch recht knapp bemessen. Ende war dann um 17 Uhr. Am zweiten Tag begann der Unterricht ab 9 Uhr und es wurden wieder schriftlich zu beantwortende Fragen zum Vortag ausgeteilt. Um 9:25 Uhr starteten wir dann mit Kapitel 5 in einem recht zügigen Tempo. Die Themen waren die Logik von sequentiellen Leseprogrammen, die Logik des Lesens von Archivierungsklasse und das Erstellen eines sequentiellen Leseprogramms mit und ohne Archivierungsklassen. Unterbrochen wurde das Kapitel um kurz vor 10 Uhr mit einer Kaffeepause. Der Inhalt wurde sehr zügig durchgezogen und es viel fast allen Teilnehmern schwer noch folgen, was auch auf die bereits hinter uns liegenden Tage zurückzuführen war.
Um 11 Uhr kam das letzte Kapitel 6, das die Logik von indexbasierten Lesezugriffen, das Anlegen von Feldkatalogen im SAP AS und der Anzeige von optisch archivierten Originalen zu einem Businessobjekt behandeltet. Die Pausen waren einmal zwischen 11:30 Uhr und 11:40 Uhr und zum Mittag dann zwischen 12:15 Uhr und 13:00 Uhr. Ab 13:50 Uhr gab es dann dazu noch eine Übung. Da mein Kollege und ich aber noch ins Büro mussten machten wir diese Übung nicht mehr mit, auch weil wir auch bei diesem Kapitel ziemlich ins Schwitzen kamen. An sich war der Stoff nicht schwer, aber er ging sehr zügig und wir hatten zu wenig Zeit, das einfach anhand von praktischer Programmierung auszuprobieren. Die Besprechung der Anhänge wurden nicht mehr durchgenommen, sind aber selbsterklärend. Die Teilnahmebestätigungen konnten am Referentenpult mitgenommen werden.
Was ich recht praktisch, aber auch sehr aufwendig fand, war die Schulungsbeurteilung, die die Teilnehmer abgeben konnten. Jeder Teilnehmer erhielt einen Zugangscode fürs Internet und konnte dort online die Beurteilung ausfüllen. Es ging zwar recht schnelle alles anzuklicken, jedoch wurden sehr viel mehr Fragen gestellt, als dies auf Zetteln üblich ist. Auf mehr Einzelheiten des Kurses möchte ich auch hier nicht eingehen, da er zu technisch wäre und mein Bericht ja auch nur verdeutlichen soll, ob es sich lohnt an dem Kurs teilzunehmen oder nicht. Wer mehr Informationen zu Schulungen möchte, der kann über folgenden Link sich ja mal bei SAP umsehen: http://www.sap-ag.de/germany/education/
Eigene Meinung / Fazit ================= In diesem Kurs waren nicht zu viele Teilnehmer und somit war es angenehm zu lernen und es standen auch ausreichend PC´s zur Verfügung. Der Referent war kompetent, konnte aber nicht alle Fragen direkt beantworten. Der Kursverlauf war etwas rasant, was zum einen durch die vielen Wiederholungen am ersten Tag herrührte und am zweiten Tag in der aufkommenden Aufbruchsstimmung. Meiner Meinung nach könnte SAP den Kurs BIT660 und diesen BIT670 in einen Wochenkurs zusammen fassen. Dann könnte man sich die Wiederholungen sparen und statt dessen noch ein paar praktische Übungen des zweiten Teils einfügen. Auch der Freitag wäre dann kürzer und die Aufbruchsstimmung wäre nicht so gewaltig. Die zweite Möglichkeit von SAP wäre es, den zweiten Teil nicht in der gleichen Woche anzubieten, das es ja auch zwei Referenten gab und den zweiten Teil lieber von Montag bis Dienstag anvisieren, die Wiederholungen zu streichen und ebenfalls durch praktische Übungen auszugleichen.
Wer sich nicht mit ABAP oder der Archivierung auskennt, sollte diesen Kurs auf keinen Fall besuchen, für ihn wäre es nur mit Zeitverschwendung und unnötigen Kosten verbunden. Wer aber im ersten Kurs gut aufgepasst hat und sich mit der Programmierung in ABAP und Funktionsbausteinen auskennt, könnte sich den Kurs ebenfalls sparen, zumindest in dieser Form wie er jetzt praktiziert wird, den das meiste kann über Funktionsbausteine abgedeckt werden. Kann man diese lesen und interpretieren, dann kann man vieles selbst ausprobieren. Man ruft einfach die Wertehilfe im Function Builder auf und schaut sich die Funktionsbausteine mit "ARCH*" an. Der * steht hierbei wie im Windows für einen beliebig großen Platzhalter an Zahlen, Zeichen und Buchstaben. Alle diese Funktionsbausteine enthalten alle nötigen Maßnahmen zur Archivierung. Der Ordner war wieder sehr hilfreich und übersichtlich und kann auch im Nachhinein wieder zum Nachschlagen genutzt werden. Das Bildungszentrum habe ich ja bereits im letzten Bericht beschrieben und ich war zufrieden. Als Ausgehtipps sei noch kurz die Markthalle Hauptstraße 20 in Walldorf genannt. Yvonne wird Euch freundlich bedienen. ;-)
Der Kurs kostete meines Wissens knapp 1.000 Euro pro Teilnehmer zuzüglich Mehrwertsteuer. Da der Kurs nicht ganz so durchdacht war und zu viele Wiederholungen für mich drin vorkamen, vergebe ich diesmal nur 3 Sterne. Den für den preis, war das Gebotene einfach zu teuer. Wer mehr über SAP erfahren möchte, kann sich auf www.sap.de umschauen. Euer Archivar Lukulus
P.S.: Also mit den Bewertungen, da bezieht sich wohl eher auf eine Ausbildung direkt bei SAP.
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21.08.2003 09:46
Ohje, nix für mich, ich versteh nur Bahnhof! ;-) Zum Ablauf, Voraussetzungen, Lehrstoff etc. ist aber alles drin, was man wissen muss. LG Heike
30.07.2003 21:54
Da weiß ich ja jetzt auch ganz genau, wen ich bei Archivierungsproblemen frage... LG Smurfelchen ;-)
29.07.2003 16:58
Na wenn ich mal nur halbsoviel Elan für Schulungen hätte wie Du. Mein lezter Kurs liegt Jahre zurück. LG, Nicole