OJE OJE Was passiert mit Freiburg
18.03.2000
Pro:
s . o
Kontra:
s . o
Empfehlenswert:
Ja
 luckies
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Ausgerechnet Rodolfo Cardoso hat mit einem Freistoß-Doppelpack seinen früheren Verein SC Freiburg in tiefste Abstiegsnöte gestürzt. Der Argentinier erzielte beim 2:0 (1:0) des Hamburger SV vor 24 500 Zuschauern im ausverkauften Dreisamstadion beide Treffer (27./53.). Während sich der HSV über seinen vierten Auswärtssieg in dieser Saison freute, wartet die Mannschaft von Trainer Volker Finke jetzt seit sieben Spielen auf einen Sieg. Nur noch ein Punkt trennt die Schwarzwälder von einem Abstiegsplatz.Erstmals seit fast drei Jahren durfte beim HSV der so lange verletzte Karsten Bäron für den verletzten Anthony Yeboah von Anfang an stürmen. 71 Minuten lang hielt der Schlaks durch, ohne jedoch große Glanzpunkte zu setzen. Die personell geschwächten Freiburger mussten erneut auf Abwehrchef Lars Hermel verzichten, der vom offensivfreudigen Andreas Zeyer vertreten wurde. Torjäger Adel Sellimi musste zunächst auf der Bank Platz nehmen. 20 Minuten lang lieferten sich beide Mannschaften ein taktisches Geplänkel, ehe Cardoso für den ersten Paukenschlag sorgte: Seine Freistoßflanke flog an Freund und Feind und SC-Torwart Richard Golz vorbei und landete zum 1:0 für die Gäste im Netz - der sechste Saisontreffer des Mittelfeldspielers. Das war der Startschuss für die Breisgauer. Abder Ramdane, der nach einem Zuspiel von Ralf Kohl aus wenigen Metern den Ball nicht traf (28.), und Alexander Iaschwili, dessen Schuss aus spitzem Winkel Schlussmann Jörg Butt um den Pfosten drehte (38.), vergaben die Chancen zum Ausgleich. Doch der Sportclub wirkte schwerfällig und lange nicht so lauffreudig wie in der ersten Saisonhälfte und konnte sein gewohntes Kurzpass-Spiel nur selten aufziehen. Bäron und Andrej Panadic mit zwei Kopfball-Chancen in der 44. Minute stellten die Gastgeber erneut vor Probleme.Die ansonsten so begeisterungsfähigen Freiburger Fans reagierten zunehmend zurückhaltend auf die schwache Vorstellung ihrer Mannschaft, so dass der Stadionsprecher zur Halbzeit anmerkte: «Es ist übrigens auch erlaubt, den Sportclub anzufeuern.» Im gegnerischen Strafraum «zündelten» jedoch weiterhin vor allem die Hanseaten. Und erneut war es Cardoso, der die Hausherren schockte. Diesmal traf er aus 22 Metern ins rechte Eck, Golz konnte dem Ball nur hinterher schauen. Die Freiburger bemühten sich redlich, konnten die sicher stehende HSV-Abwehr jedoch nur selten knacken. Zu wenig kam von den Flügeln, wo der gesperrte Tobias Willi schmerzlich vermisst wurde, und auch aus dem Mittelfeld, wo die Pässe des verletzten Spielmachers Zoubaier Baya fehlten. Iaschwili hatte zwei Minuten nach dem 0:2 noch eine Einschussmöglichkeit, die er jedoch kläglich vergab
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