SO-DIMM (Notebook)

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Mein Maximaler Notebookspeicher - 2 x 2 GB !

5  10.01.2008 (18.12.2008)

Pro:
Einfachste und preisgünstigste Maßnahme zur Leistungssteigerung in einem Notebook .

Kontra:
Von 32Bit Betriebssystemen werden "nur" 3,14 GB erkannt und verwaltet .

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

ThomasPohlert

Über sich: Wer glaubt, dass es keine neuen Spams zu "druckerzubehoer" und "eis" gibt, der i...

Mitglied seit:13.11.2007

Erfahrungsberichte:30

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 99 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Liebe Ciao Leser!

Eigentlich hatte ich mir vorgestellt, daß dieser "Erfahrungsbericht", den ich bereits vor einiger Zeit fertiggestellt hatte, in einer neuen Rubrik wie zum Beispiel >>Arbeitsspeicher aufrüsten<< o.ä. in der Kategorie >>Notebook<< veröffentlicht werden sollte. Diese Rubrik gibt es gar nicht, aber die Ciao-Redaktion hat auf meinen "Produktvorschlag" und mehrere Nachfragen nicht entsprechend reagiert.
Also stelle ich ihn in der Rubrik: >>SO-DIMM (Notebook)<< in der Hauptkategorie: >>Computer<< unter >>Komponenten > Speicherbausteine > Ram<< ein, da dieses Produkt am ehesten meinem Thema entspricht. Die vier Berichte, die man hier lesen kann, streifen allenfalls oder verfehlen sogar ganz den Aspekt einer Aufrüstung oder Erweiterung des Notebookarbeitsspeichers. Außerdem sind sie mindestens fünf oder sieben Jahre alt und es ist also schon lange nichts Aktuelles mehr unter diesem Gesichtspunkt geschrieben worden.
Es handelt sich um DDR2 SO-DIMM SDRAM-Module, die in Notebooks als Arbeitsspeicher zum Einsatz kommen. Und hier nun mein Bericht:

Heute möchte ich einmal von meinen Erfahrungen erzählen mit einer Arbeitsspeichererweiterung oder besser -aufrüstung für mein Notebook, die ich freilich selbst vorgenommen habe.

Wozu den Arbeitsspeicher, den RAM, aufrüsten und wenn, dann um wieviel?

Nun, man kann z. B. eine sog. "RAM-Disk" anlegen, das beschleunigt sehr viele Abläufe, weil dann sehr viele der wesentlich langsameren Festplattenzugriffe eingespart werden. Ebenso kann man die "Swapfile", die Auslagerungsdatei von Windows, in den RAM verlegen. Aber das ist eigentlich wirklich mehr etwas für echte "Profis"!

Jeder von uns kennt jedoch die sog. "Zwischenablage", die Microsoft Betriebssysteme und auch zum Beispiel die Microsoft Office-Suiten benutzen. Diese wird automatisch als "flüchtiger" Zwischenspeicher im RAM angelegt. Je größer dieser dann ist, desto schneller funktioniert beispielsweise das "swappen" zwischen verschiedenen Anwendungen genauso wie beim Internetsurfen und anderes mehr. Musik- und Videobearbeitungen zum Beispiel werden mit einem größeren Arbeitsspeicher spürbar schneller, weil sie so besonders "speicherintensiv" sind. Grundsätzlich aber profitiert man prinzipiell von größerem RAM, weil die gesamte Datenverarbeitung erheblich beschleunigt wird. Allein der Windows-Start bleibt davon unberührt.

Mein Notebook ist ein Acer TravelMate 4672 WLMi, das ich mir im April 2006 gekauft habe. Ich bin damit eigentlich sehr zufrieden, nur der besagte Arbeitsspeicher ist mit 512 MB nicht gerade als üppig zu bezeichnen und heute nicht mehr up to date.
Weitere wichtige technische Daten meines Laptops, die für das Arbeitsspeicheraufrüsten entscheidend sind: Intel Core Duo Prozessor T2300 mit 1,66 GHz; Intel 945 PM/GM Express-Chipsatz mit 667 MHz FSB, Betriebssystem: Windows XP Professional SP2.

Ich verrate nun wirklich kein Geheimnis mehr, sondern möchte diese älteste "Binsenweisheit" noch einmal aus eigener Erfahrung bestärken, wenn ich darauf hinweise, daß die erste und effektivste Maßnahme zur Performance-Steigerung eines PCs oder Notebooks, zugleich auch die einfachste und kostengünstigste, ist, den Arbeitsspeicher aufzurüsten, und zwar am besten so groß wie möglich!
"So groß wie möglich" heißt: 1.: "nicht kleckern, sondern klotzen" und 2.: die wirtschaftlichste Lösung finden, die vom System toleriert wird und die man finanzieren kann und möchte.
Darin liegt nicht zwingend ein Widerspruch! Schon gar nicht bei den aktuellen Preisen!

Daß ein größerer Arbeitsspeicher unbedingt Sinn macht, sieht man wohl am besten auch daran, daß fast alle führenden Notebookhersteller, aber auch Billiganbieter wie z.B. Medion, ihre neuen Modelle für 2008 fast durchweg mit 2 GB ausrüsten, mit ganz wenigen Ausnahmen, und das ist nicht nur bei den "Flaggschiffen" im eigenen Notebooksortiment so. Bei Dell zum Beispiel werden sogar schon Notebooks mit 3 GB RAM ausgeliefert. Das ist schon deshalb besonders sinnvoll, weil die meisten Notebook-Angebote im neuen Jahr künftig mit Windows Vista Premium ausgeliefert werden sollen. Das "neue" Betriebssystem von Microsoft läuft mit weniger Speicher deutlich schlechter und schon mal instabil, wenn nicht wenigstens 1 GB Arbeitsspeicher zur Verfügung steht, besser sind jedoch in jedem Fall 2 GB. Empfohlen werden von Microsoft übrigens mindestens 1,5 GB!

Angestoßen zu dieser Maßnahme hat mich letztenendes dann noch ein Bericht im Computermagazin "CHIP" aus dem Jahr 2007. Am 10. August nämlich haben Klaus Baasch und Andy Ilmberger dort unter dem Titel "Frischzellenkur fürs Notebook - Mehr Leistung für wenig Geld" in der Rubrik Tipps & Tools in sieben Kapiteln eine sehr ansprechende Anleitung verfasst, wie man aus einem vielleicht schon in die Tage gekommenen Laptop-Rechner ganz leicht deutlich mehr Leistung herausholen kann. Diese Lektüre möchte ich unbedingt weiterempfehlen! Nachzulesen ist sie in "CHIP online".

Um sicher zu gehen, habe ich also in das Handbuch meines Notebooks geschaut und mich davon überzeugt, daß eine Speicheraufrüstung, wie sie mir vorschwebte, überhaupt möglich ist. Dort fand ich die Angabe des Herstellers, daß 2 Speicherbänke mit je 1 GB DDR2 SO-DIMM-Modulen mit 667 MHz bestückt werden können, die "dual-channel-fähig" sind. Beim Hersteller Acer bekam ich außerdem auf meine e-mail-Anfrage, was für Spezifikationen ich berücksichtigen müsse, eine dementsprechende Mitteilung.

Im Internet hatte ich zuvor eine kostengünstige Anzeige für 2 x 2 GB DDR2 SO-DIMM-Module von OCI Infinitiy gefunden, die allerdings mit 800 MHz getaktet sein sollten. Daraufhin habe ich mich direkt an den Händler in München gewendet, der mir ebenfalls per e-mail bestätigte, daß die angebotenen Speichermodule zu 100 Prozent zu meinem Rechner (also auch zu 667 MHz FSB abwärts-) kompatibel seien. Mit dem Vertrauen auf das 30-tägige Umtausch-/Rückgaberecht, habe ich dann schließlich diese Riegel geordert.
Dafür hatte ich vor allem zwei Beweggründe: zum einen möchte ich, falls ich mir Windows Vista Premium 64Bit zulege, dann die volle Speicherkapazität ausnutzen und zum anderen möchte ich im Fall, daß ich mir in einiger Zeit ein neues Notebook, möglicherweise dann mit 800 MHz Frontsidebus, kaufe, dieses mit diesen neuen Speichermodulen um- bzw. aufrüsten können. Hier sind die genauen technischen Details der neuen 2 x 2 GB DDR2 SO-DIMM Speichermodule, mit denen ich mein Notebook erfolgreich bestückt habe:
  • Hersteller: OCI Infinity
  • Garantie: 10 Jahre
  • Kapazität: 2 x 2048 MB ( = 4 GB )
  • Technologie: DDR2-SDRAM ( Double Data Rate Two, Synchronous Dynamic Random Access Memory )
  • Typ: Small Outline DIMM ( So-DIMM = Notebook-RAM )
  • PINs: 200 gold covered Pins
  • Spezifikation : 800 MHz, CL-5 PC2-6400; 6,4 GB/Sekunde
  • Abwärtskompatible Spezifikation: 667 MHz, CL-5 PC2-5300; 5,3 GB/Sekunde

Diese beiden Speicherriegel kamen also postwendend, gut verpackt in besonderen Antistatiktüten, in einwandfreiem Zustand bei mir an.Der Einbau war dann kinderleicht! Das Notebook einmal auf den Deckel gelegt, präsentierten sich mir drei verschiedene Gehäuseabdeckungen: eine für den Akku, eine für die Festplatte und eine für den Prozessor, die Netzwerkkarte und den Arbeitsspeicher. Diese habe ich also mit einem kleinen Kreuz-Schlitz-Schraubendreher geöffnet. Die beiden Speicherbänke lagen direkt vor mir, eine davon war mit einem 512 MB-Modul belegt. Dieses habe ich vorsichtig entfernt und die beiden neuen sorgfältig eingesetzt. Dann noch schnell den Deckel drauf, wieder zuschrauben und einschalten. Fertig!

Die neue Hardware wurde beim ersten Hochfahren des Rechners, wie versprochen, sofort von der Systemsteuerung erkannt. Der Intel 945 PM/GM-Chipsatz verarbeitet nämlich 2 x 2 GB DDR2 667 MHz.
Angezeigt werden allerdings "nur" 3,14 GB Arbeitsspeicher, weil die 32-Bit-Architektur des Betriebssystems Windows XP Professional 32Bit nur so viel adressieren und verwalten kann. Erst mit Windows XP 64Bit oder Windows Vista 64Bit und von MAC OS X 64Bit werden die gesamten 4 GB Speicher erkannt und adressiert! Darauf bin ich allerdings vorher ausdrücklich vom Händler hingewiesen worden. Also: alles okay!

An dieser Stelle muß ich den beiden CHIP-Autoren, Klaus Baasch und Andy Ilmberger, widersprechen, die in ihrem o.a. Bericht zum Notebooktuning ausdrücklich von einer Speichererweiterung auf 4 GB abraten, eben weil nicht die ganzen 4 GB erkannt werden und das Notebook angeblich sogar langsamer läuft. Meine Erfahrungen mit dieser Maximalgröße, die zurzeit mit zwei Speicherbänken bewerkstelligt werden kann, sind durchweg positiv: Das System läuft sehr schnell und stabil! Und das seit Wochen. Es gibt keinerlei Abstürze oder Aufhänger mehr zu beklagen.
Auch die Herstellerangabe war demnach nicht völlig richtig, sondern nur "auf der sicheren Seite"!

Also eine rundherum gelungene Maßnahme! Man sollte aber ein paar Dinge beachten, wenn man den Arbeitsspeicher seines Notebooks aufrüsten möchte, damit man nicht enttäuscht wird und eventuell Geld am falschen Fleck ausgibt.
Einzelne vorhandene Speichermodule müssen am besten entfernt werden, wenn man nicht nur ein einzelnes identisches Modul nachrüsten will. Fast alle Händler führen eine ganze Reihe verschiedener Speicherchips, so daß man eigentlich immer fündig werden sollte. Welche Module in den eigenen Rechner passen, kann man aus dem Handbuch oder direkt beim Hersteller erfahren. Auf die Taktung sollte man genauso achten, denn es sind die höher getakteten Chips immer zur nächst niedrigeren Taktrate abwärtskompatible, also z.B. 800 MHz zu 667 MHz oder 667 MHz zu 533 MHz. Die Taktraten beider Speicherbänke sollten unbedingt gleich sein, damit diese Maßnahme zum gewünschten Erfolg führt. Wer lieber ganz auf Nummer "Sicher" gehen will, nimmt am besten genau die Taktung, die der Hersteller angibt. Man sollte indes nie z.B. ein einzelnes vorhandenes 256- oder 512 MB-Modul mit einem einzelnen neuen 1 oder 2 GB Modul kombinieren wollen. Das geht grundsätzlich immer schief.
Weil die heute in Notebooks verwendeten Chipsätze im allgemeinen die "Dual Channel"-Technik unterstützen, das heißt, es wird auf beide Speicherchips zeitgleich zugegriffen, um eine noch schnellere Datenverarbeitung zu gewährleisten, sollten immer zwei baugleiche DDR2 SO-DIMMs zum Einsatz kommen, die nämlich auch "dual-channel-fähig" sind.
Auch für ältere Laptop-Rechner gibt es noch Speichermodule, die dem Vorgängerstandard DDR1 entsprechen. DDR2-Module sind mit diesen nämlich nicht kompatibel.


Zum Schluss noch wie immer die Frage: "Was kostet der Spaß?"

Aktuell, also Anfang Januar 2008, muß man für die DDR2 SO-DIMMs von OCI Infinity bei dem von mir favorisierten Händler in München beispielsweise in der Version 2 x 2 GB mit einer 800 MHz Taktrate ca. € 80,-, ebenso in dergleichen Version 2 x 2 GB mit 667 MHz, oder in der Version 2 x 1 GB mit 667 MHz gerade einmal ca. € 40,- bezahlen. Da gibt es deutlich teurere Angebote! Also unbedingt genau recherchieren! Und das "Selbermachen" ist in diesem Fall mindestens nur halb so teuer wie eine Speicheraufrüstung durch den Hersteller!
Für DDR- bzw. DDR1-Module sind die Preise sehr, sehr unterschiedlich. Die meisten Angebote sind für 266 oder 333 MHz Taktraten und nur für 2 x 512 MB Kapazität. Wer diese Speicherspezifikation sucht, muß deshalb noch genauer hinschauen.


Mein Fazit: 2 x 2 GB DDR2 SO-DIMM 800 MHz OCI Infinity Notebookspeicher:

Das Notebook läuft völlig stabil und deutlich schneller als zuvor, es gibt keine Systemabstürze oder Aufhänger. Von Windows XP Professional SP2 32Bit werden 3,14 GB unterstützt. Windows Vista läuft erst mit 2 GB Arbeitsspeicher richtig einwandfrei. DDR2 SO-DIMMs sind bezüglich der Taktrate "abwärtskompatibel" und sollten immer paarweise eingebaut werden, dann gibt es keine Probleme. Das Aufrüsten selbst ist kinderleicht und auch für handwerklich nicht so begabte Anwender eigentlich problemlos zu bewerkstelligen. Die erste und preiswerteste Möglichkeit, um die Performance eines Notebooks zu steigern.

tmp


P.S. (1): Wer sich für die genaue Bezugsadresse interessiert, wo ich diesen Artikel bezogen habe, der kann mir seine Anfrage in mein Privates Gästebuch schreiben!


P.S. (2): Ich fühle mich auch deshalb in dieser Aufrüstungsmaßnahme mit maximalem Arbeitsspeicher ein weiteres Mal bestätigt, weil Anfang Januar 2008 aktuell auch vom Hersteller Acer die brandneuen Notebooks mit 3 GB, wie zum Beispiel das Aspire 5920G-933G32BN, oder sogar mit 4 GB Arbeitsspeicher ausgerüstet werden, wie zum Beispiel das TravelMate 5720G-704G25N. Diese Rechner werden allesamt mit dem Betriebssystem Windows Vista Home Premium oder Windows Vista Business ausgeliefert und können demnach die Features nutzen, durch die ein größtmöglicher Arbeitsspeicher auch zum Einsatz kommt.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Texterbude

Texterbude

13.09.2009 14:44

Frauen..., dieser Kommentar gehört sebstredent zu dem vorherigen Bericht sorry!

Texterbude

Texterbude

13.09.2009 14:41

Technik und Frauen - das soll zuweilen sehr gut gehen - ich wende einfach nur an, und beschwere mich, wenns nicht läuft ;-), aber hier kann ich sogar etwas dazu sagen, ich wende immer noch die 2003er Version an, habe Vista mal ausprobiert und kam damit eher schlecht zurecht, 2007 wäre eine echte Alternative

bagihra.1974

bagihra.1974

12.09.2009 00:41

Da hilft nur eins,auf 64 Bit Updaten oder gleich richtig zuschlagen und unter Vista Ultimate auf 8 GB aufrüsten. Aber ich glaube das würde unter Vista trotzdem nicht viel bringen. Ich bin XP Pro sehr zufrieden und habe O&O Clever Cache installiert. Das weißt dem CPU den nötigen RAM zu und sorgt so dafür das sich andere Programme nur so viel Speicher genehmigen wie nötig. Die Performance wird deutlich gesteigert. O&O ist auch mehrfacher Testsieger. Ich kann dir dieses Programm wärmstens empfehlen. LG bagihra

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