Erfahrungsbericht über

SUPERMICRO X7SPA-HF

Gesamtbewertung (1): Gesamtbewertung SUPERMICRO X7SPA-HF

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Eines wie keines ! <<<UPDATED>>>

4  26.06.2011 (02.07.2011)

Pro:
ideale Basis für sparsame Homeserver (Intel Atom mit Bandon Plattform), geniale Fernwartung

Kontra:
teuer, Handbuch suboptimal, einige Features nicht dokumentiert, Onboard VGA nur 1280x1024 max

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Handbuch/Dokumentation/Hilfe:

Kompatibilität:

Erweiterbarkeit:

Stabilität:

Bios:

Treiber

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Strider

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Mitglied seit:30.12.1999

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 29 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hallo liebe Lesenden,

wie heisst es so schön (wenn auch unfein) : wer "A" sagt muss auch "rschloch" sagen ! :-)

Nachdem ich mit dem Ziel, die Geschwindigkeit im heimischen Netzwerk zu erhöhen, mittels HP ProCurve 1800 8G Smart Switch, einigen zusätzlichen Intel Gigabit LAN Adaptern und der Geheimwaffe des Procurve 1800-8G ("Port Trunking" alias Link Aggregation) aus den meisten der Einzelkämpfer-PCs im LAN sprichwörtliche Teamplayer mit zwei gebündelten Gigabit Leitungen gemacht habe, spuckt mir ausgerechnet der "Datenstaubsauger" in die Suppe.
Dabei war der der Hauptgrund für die ganze Aktion.

Die Rede ist von meinem kleinen Intel Atom Rechner, der als Bittorrent Client 24x7 läuft und dementsprechend so stromsparend wie möglich gebaut ist.
Dort fallen regelmässig sehr grosse Dateien an, die mangels redundanter Festplatten aber auf sehr dünnem Eis liegen.

Bei einem 24x7 "Dauerläufer" hat Sparsamkeit bei der Komponentenwahl angesichts explodierender Energiepreise (und Versorger...) nun mal absoluten Vorrang:

-Das Intel Atom Brett D410PT mit NM10 Chipsatz und einer 1.6 GHz Single Core Atom D410 CPU (zusammen auch als "Pine Trail" Plattform bekannt) ist per se schon sehr sparsam.

-Gepaart mit 2GB RAM und einer 1TB WD Green Festplatte braucht das ganze nur ca. 25 Watt Strom.

-mein 145W Seasonic Netzteil ist zwar noch kein 80+ Gerät (nur ca. 70% Wirkungsgrad), das ist aber bei dem minimalen Strombedarf des Atoms nicht tragisch: 30% Verlustleistung bei einem 145W Netzteil ist in absoluten Zahlen immer noch erheblich weniger, als 15 bis 20% Verlust bei einem supereffzienten 385W oder größerem Netzteil - kleiner gibt´s die Dinger nämlich nur äußerst selten, geschweige denn dass sie dann noch in ein mITX Gehäuse passen würden...

Sparsam ist leider auch die Ausstattung des Mainboards (wir nähern uns ganz langsam dem eigentlichen Thema des Berichts...;-)

Ab Werk ist nur ein lahmer Realtek 10/100 LAN Chip drauf und die einzige Erweiterungsmöglichkeit ist ein alter PCI 2.3 Steckplatz.

Somit gab es nur einen Weg, um mit diesem Unterbau an zwei Gigabit Ports für beschleunigte Datentransfers zu kommen: ein Dualport Server Adapter für PCI-X 64 Bit (wohlgemerkt: PCI-X, nicht Express !).

Klingt teuer, ist es aber dank des grossen Onlineauktionshauses nicht unbedingt - ich hatte Gück (dachte ich jedenfalls...;-) und konnte eine gebrauchte Intel Pro/1000 MT Dualport Serverkarte mit PCI-X Anschluss für gerade mal 12,70 Euro ergattern.


PCI-X passt doch gar nicht in den 32 Bit PCI Slot meint Ihr ?
Na ja, es stehen in der Tat einige Pins über - sieht witzig aus, ist aber trotzdem abwärtskompatibel.
Einziger Haken: die Bandbreite von PCI ist mit 133 MB/s für zwei mal Gigabit so ungefähr um die Hälfte zu niedrig.

Und die 133 MB/s sind brutto, also abzüglich Protokolloverhead und allen anderen Komponenten, die an der PCI Busstruktur mitnuckeln.
Dazu kommt noch dass die aktuellen Intel Treiber dieses Modell nicht mehr voll unterstützen.

Im Singleport Betrieb kam ich dann auf eine ernüchternde Transferrate von maximal 30 Megabyte pro Sekunde - gerade mal doppelt so schnell wie der 100 Mbit Onboard Chip. Da ist mit Sicherheit der schwachbrüstige Atom mitverantwortlich, aber trotzdem: das geht mal gar nicht !

"Reicht aber doch zur Not", mögt Ihr vielleicht denken.
Für die meisten Anwendungen in der Tat !

Aber es sollen wie gesagt Dateien von bis zu 50 GB von der unsicheren und ständig an der Kapazitätsgrenze laufenden Einzelfestplatte des kleinen Datenvielfraßes (den ich auch netzwerkseitig liebevoll "Wolverine" getauft habe ;-) auf den Fileserver verschoben werden.
Der wird nur noch bei Bedarf hochgefahren und ist mit RAID 6 Redundanz doppelt gegen Plattenausfälle abgesichert.
Bei effektiv 12 TB (8x 2TB, 2x2TB gehen für RAID 6 drauf) hat der genügend Platz um auch seeeeehr große Dateien zu bunkern.

A propos: bei 30 MB/s würde der Datentransfer bei ca. 50GB Dateigröße wie lange dauern ?
Richtig, fast eine halbe Stunde pro Datei !!

No way !

Meine Hoffnung war, das mit Adapter Teaming wenigstens 60 MB/s rauskommen
würden.
Tja - ich werde es nie rausfinden, denn ausgerechnet die eigentlich dafür prädestinierte Intel Pro/1000 MT Dual Port unterstützt kein Teaming.
Oh halt: sie unterstützt es doch - zusammen mit einem PCI Express Gigabit Adapter !
Na suuuuper ! :-(
Kein Wunder dass die bei e-bay verschleudert wird...

Was also tun ?
Klar - ein leistungsfähiges mITX Brett mit aktuellem Core i3, 1x Gigabit Onboard und einer Gigabit Karte Extra und alles wäre im Lack.

Nur leider braucht das dann wieder sowas um die 90 Watt - für 24x7 entschieden zu viel !

Dass die Atom Boards insbesondere in punkto Eweiterbarkeit so stark beschnitten sind, ist übrigens nicht Kraft Natur der Sache.

Intel will Atom Prozessoren eigentlich nur in Nettops / Netbooks und Smartphones oder Tablet PCs sehen - alle anderen sollen bitte die deutlich teureren Core i bzw. Xeon Produkte kaufen.
Da Chipzilla sehr "überzeugend" sein kann, wenn ein Mainboard Hersteller querschiesst (wir erinnern uns an die Markteinführung des AMD Athlon kurz vor der Jahrtausendwende: "Du bauen Athlon Boards ? Du nix mehr kriegen BX Chipsätze.. !" ;-) findet man keine Atom Boards, die mehr können als das absolute Minimum.
Nvidia ist auch aus dem Rennen, denn die haben für die neuen Atoms aus der Pine View Reihe keine Chipsatz Lizenz mehr.

Die ganze Mainboardbranche steht deshalb in punkto Atomboards unter der Intel Herrschaft.

Die ganze Mainboardbranche ?

Nein, ein kleiner gallischer Hersteller... Upps - falscher Film ! :-)

Einer leistet aber tatsächlich erfolgreich Widerstand, nur ist er weder klein noch gallisch.

Die Rede ist ausgerechnet vom Serverspezialisten Supermicro, dem größten Anbieter in punkto Servermainboards und Chassis (noch vor Intel selbst wenn ich mich nicht irre...)

Die beliefern auch Anbieter von NAS Systemen und Home Servern - darunter so prominente Namen wie Cisco und QNAP.
Für solche Systeme ist der Intel Atom eigentlich wie geschaffen - nur mit gerade mal 2 Sata Ports und lahmer LAN Anbindung ist da nix zu wollen.

Gemeinsam haben die wohl Druck auf Intel gemacht und das Ergebnis ist die "Bandon" Plattform, die das bisherige Konzept (Intel Pine Trail Plattform) komplett umkrempelt und ganz speziell an Homeserver und NAS Bedürfnisse anpasst.

Supermicro bietet nun nicht nur seinen OEM Kunden entsprechende Mainboards an, sondern hat auch für den Retail Bereich bislang einzigartige Lösungen parat - insgesamt 9 verschiedene Bretter mit unterschiedlichen Features, CPUs und Größen bilden eine komplette Mainboardserie (beginnen alle mit "X7SPA")

Was macht diese Boards nun so einzigartig ?

Im ersten Schritt stellt Supermcicro dem Intel Atom eine leistungsfähigere Southbridge zur Seite, die Intel ICH9R.

Diese hat statt mageren 2 Sata Ports (wie beim üblicherweise für Atom Pine View Boards verwendeten NM10) deren 6
Damit kann man für ein NAS schon was anfangen.
Zudem verfügt die ICH9R über 6 PCI Express x1 Lanes.

4 davon fasst Supermicro zu einem PCI-e x4 Slot zusammen und beschert dem X7SPA-HF einen potenten Erweiterungssteckplatz (physikalisch ist der zwar sogar PCI-e x16, aber für eine Highend Grafikkarte zu langsam). Für einen echten Hardware RAID Controller ist er dagegen perfekt - die ICH9R kann zwar auch RAID 0,1,0+1 und 5 - aber eben ohne unterstützenden dedizierten I/O Prozessor.

Aber das beste (für meine Zwecke) kommt erst noch: bei den Topmodellen packt der Hersteller nicht nur die Dualcoreversion(en) des Intel Atom Pineview drauf (D510 mit 1.6 GHz bzw. D525 mit 1.8 GHz und DDR3 Support) sondern auch gleich noch zwei Intel 82574L Gigabit LAN Chips (dank der beiden verbleibenden PCI-e x1 Lanes) !!!

Die unterstützen auch Jumbo Frames und sind definitiv "Teamplayer" - der feuchte Traum jedes Netzwerkperformancejunkies ! :-)

Damit war das X7SPA-HF das Board meiner Wahl (hurra - wir haben das eigentliche Thema des Berichts erreicht ! ;-)

Ich wäre mit 2x Intel Gigabit ja schon wunschlos glücklich gewesen, aber das X7SPA-HF noch ein nicht alltägliches Highlight.

Dieses verbirgt sich hinter dem unscheinbaren BGA Chip mit dem silbernen Kreis in der Mitte (links unterhalb des CPU Kühlers).

Ich dachte zunächst, dass ist der im Datenblatt beschriebene Matrox G200e Grafikchip (und fragte mich warum nicht die On CPU Grafik des Atom PineView genutzt wird).

Tja - ich hatte recht und auch wieder nicht.
Auf dem Chip steht "Nuvoton WPCM450R"
Das ist ein BMC Chip (Baseboard Management Controller) mit IPMI Support (Intelligent Platform Management Interface), der in der Tat auch einen Matrox G200e Grafikchip enthält - aber das ist nur die Spitze vom Eisberg !

Das Ding bietet echtes Out of Band Management auf BIOS Ebene übers LAN.
Sprich: man kann jederzeit auf das BIOS des Boards zugreifen - theoretisch sogar von unterwegs mit dem Smartphone, der Zugriff ist plattformunabhängig.
Sowas geht normalerweise nur mit einem teuren KVM over IP Switch - und in der Tat stammt die Software von Aten, einem renommierten Anbieter solcher Geräte.

Der Nuvoton Chip unterstützt sogar Virtual Media - d.h. man kann z.B. per Fernzugriff ein Betriebssystem Image (ISO Datei) als virtuelles CD ROM Laufwerk direkt ins BIOS des X7SPA-HF einbninden und das Betriebssystem damit installieren.

Auch das geht wenn´s sein muss notfalls vom Smartphone mit Webbrowser aus (wenn da eine komplette ISO mit Windows drauf passt und mindestens HSDPA als Datenanbindung vorhanden ist - sonst ist man von jedem Punkt auf dem Planeten schneller wieder vor Ort als die Installation dauert... ;-)

Supermicro liefert zudem eine Software mit, die alle Systeme mit IPMI Chip im Netzwerk (definierter IP Bereich oder automatische Suche) selbständig aufspürt und samt IP- bzw. MAC Adresse, Namen im Netzwerk und Kurzbeschreibung speichert.

Zugegeben nur für grössere Netzwerke interessant - hier spürt man deutlich, womit sich Supermicro hauptsächlich beschäftigt... ;-)

Trotzdem ist die Option, das Selbsbau NAS irgendwo im Keller unterzubringen und trotzdem ohne lästige Lauferei jederzeit darauf zugreifen zu können (inclusive BIOS Updates und Neustarts bei komplettem Absturz des Betriebssystems oder) sehr cool wie ich finde - solange der Strom nicht komplett ausfällt (dagegen hilft in gewissem Umfang eine USV - ausser das Netzteil der NAS knallt durch..) oder das Netzwerkkabel beschädigt wird, gibt es keinen Grund auch Tastatur/Maus/Monitor im Keller aufzustellen.

A propos Monitor: das Supermicro X7SPA-HF hat noch ein weiteres Goodie: einen LVDS Monitor Port mit 18 Bit pro Pixel !
Damit kann man ein kleines LCD Display direkt vom Mainboard aus ansteuern. Ein Feature, dass bei fertigen NAS Systemen Kaliber QNAP / Cisco durchaus Sinn macht...

Die Intel Onchip Grafik wäre dafür nicht zu gebrauchen - deshalb die Matrox G200e im Nuvoton Chip !
Um einen klassischen TFT anzusteuern, ist das Ding dagegen eine Zumutung - nur analoges VGA und ein RAMDAC mit 175 MHz nebst gigantischen 16MB Videospeicher (selbst meine Diamond Stealth von anno 1996 hatte einen 220 MHz RAMDAC...) reichen bestenfalls für 1280x1024 - in unterirdischer Qualität !

Auch die sonstige Schnittstellenausstattung weicht stark vom Mainstream ab: 2 PS/2 und ein serieller Port direkt auf der ATX Blende, dafür dort nur 2 USB Ports, maximal 6 über zusätzliche Header.
Soundchip bzw. Audioports ? Fehlanzeige !

Dafür jede Menge Jumper und optionale LED Anschlüsse für LAN Aktivität, Power Failure, Fan Failure, Overheat etc. auf dem Board, deren Bedeutung sich nur mühsam aus dem Handbuch erschliesst.

Auch dieses lässt deutlich auf die Herkunft des Herstellers aus dem professionellen Serverbereich schliessen: alle 9 Boards der X7SPA Serie trotz unterschiedlicher Konfigurationen in einem Aufwasch abgehandelt und nur mit der allernötigsten Info.

Zudem verwendet Supermicro scheinbar ein und dieselbe Verpackung für alle Boards (nicht nur die X7SPA Reihe) - mein mITX Brett kam in einer riesigen Schachtel, auf der ein EATX Xeon Board abgebildet war...

Einige sprichwörtlich ins Auge stechende Dinge, wie die im normalen Betrieb permanent grün blinkende LED neben dem Nuvoton Chip, werden im Handbuch gar nicht erst erwähnt.
Im Supermicro Forum habe ich dazu einen Zweizeilen Kommentar eines Werksingenieurs gefunden "This is the Heartbeat LED. Just shows that the Nuvoton BMC Chip is active and working. Thought this wasn´t worth while mentioning in the manual..."

Aha.

Was gibt es sonst noch an Besonderheiten ?

Ach ja - der 4pol PATA Stromanschluss auf dem Mainboard.
Der ist als Stecker ausgeführt - wie bei einer IDE Festplatte. Trotzdem wird da nicht Strom vom Netzteil eingespeist, sondern das Ding arbeitet in umgekehrter Richtung um CD-ROMs und Festplatten mit Strom zu versorgen - sehr irritierend, zumal ich noch nie ein PATA Stromkabel mit Buchse-Buchse Anschluss gesehen habe..?!

Für den USB-A Buchse Anschluss direkt daneben fällt mir auf Anhieb auch keine sinnvolle Verwendung ein (ein bootfähiger USB Stick als Floppyersatz vielleicht ?)

Upps - den Hauptspeicher hätte ich fast vergessen !
Das X7SPA-HF braucht SODIMM DDR2 667 oder 800, maximal 2x 2GB sind möglich, kein Dual Channel Support.
Beim X7SPA-HF D525 wird dagegen DDR3 benötigt.

Das BIOS ist ein klassisches AMI - nix mit grafischer Benutzeroberfläche und offenbar auch kein UEFI - damit würden Festplatten jenseits 2TB als Bootlaufwerk ausscheiden.
Overclocking Features verbieten sich bei einem Intel Atom Prozessor ohnehin - abgesehen davon dass man die bei einem Serverboard Spezialisten wie Supermicro eh vergeblich sucht.

Schaltungen, die den User beim unbedachten manuellen rumfummeln an Speichertimings etc. vor sich selbst schützen, sind ebenfalls Fehlanzeige.
Supermicro peilt als Zielgruppe primär Sys Admins an - besser Ihr wisst was Ihr tut ! ;-) Im Ernstfall hilft nur der komplette CMOS Reset mit Löschen aller BIOS Einstellungen.

Alles in allem: ein sehr spezielles Mainboard für sehr spezielle Anwendungen und mit sehr mächtigen Features zur Fernwartung - für ein Selbstbau NAS oder einen Heimserver eine perfekte Basis, kann dank der beiden LAN Ports auch als Router / Firewall konfiguriert werden !

Der Preis ist leider entsprechend: mit über 170 Euro ist das X7SPA-HF kein Schnäppchen - aber jeden Cent wert !
Meine Netzwerk Performance hat sich im Vergleich zu vorher fast verdreifacht (80 bis 90 Megabyte / s), der Stromverbrauch hat sich dagegen nur leicht erhöht (ca. 4 Watt durch die Dual Core Atom CPU, die einem dank Hyperthreading 4 logische CPU Kerne beschert).

Fazit: kein Board für jeden, stellenweise sehr gewöhnungsbedürftig - aber in seiner Klasse bisher konkurrenzlos !

In diesem Sinne -

Strider

<<<UPDATE>>>

Wie so oft bemerkt man Systemschwächen oft erst im laufenden Betrieb.
Beim X7SPA-HF ist das der Zugriff auf den Baseboard Management Controller bei hoher Netzwerkauslastung.
Das "Out of Band Management" auf BIOS Ebene übers LAN wird dadurch erreicht, dass einer der beiden Gigabit Ports zwei Hardareadressen (MAC Adressen) hat. Eine "sichtbare" für den normalen LAN Zugriff und eine "unsichtbare", auf die nur die IPMI Plattform zugreifen kann.
Supermicro hat für diesen Port mehrere mögliche Betriebsarten definiert.

Standardmässig ist "shared" aktiviert - LAN und IPMI laufen parallel.
Das ist einerseits praktisch, andererseits problematisch - denn der Zugriff auf das Remote Management ist bei viel Traffic im LAN oft schlicht nicht möglich.

Deshalb kann man alternativ auch die Betriebsart "dedicated" auswählen - dann wird der LAN Port exclusiv für den BMC bzw. IPMI Zugriff genutzt.
Für mich keine Option, denn damit wäre mein schöner 2 Gigabit Aggregated Link zum Teufel.
Ausserdem ist der Out of Band Zugriff nur so richtig interessant, wenn der Rechner abgeschmiert ist - dann hat man aber kraft Natur der Sache keinen hohen Netzwerktraffic und IPMI läuft reibungslos.

Zweiter Punkt ist erfreulicher Natur: der mysteriöse USB A Buchse Anschluss direkt auf dem Mainboard in der Nähe der SATA Ports kann für einen USB Stick mit Betriebssystem Image verwendet werden - und er muss nicht mal bootfähig sein, dass ist das coole dabei !
Virtual Media emuliert mit diesem Stick automatisch ein virtuelles Laufwerk, von dem man wie von einer Festplatte die Installation starten kann.


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BlackVip3r

BlackVip3r

26.06.2011 17:57

Leider etwas unübersichtlich. Es wäre schön wenn du den Bericht ein wenig formatieren könntest. Dann bekämst auch ein BW von mir.

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