Erfahrungsbericht über

Samsung GALAXY 5 GT-I5500

Gesamtbewertung (5): Gesamtbewertung Samsung GALAXY 5 GT-I5500

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Therapie für Phonophobiker

4  02.02.2011 (16.02.2011)

Pro:
kompakte Abmessungen

Kontra:
vielleicht ein bisschen zu kompakt

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Ausstattung

Klang

Empfangsqualität

Verarbeitung

Akkulaufzeit

Design

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Spassprediger

Über sich: “We're all mad here. I'm mad. You're mad.” “How do you know I'm mad?” said Alice. “You must be,” sai...

Mitglied seit:21.08.2005

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 58 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als besonders hilfreich bewertet

Bis vor kurzem habe ich auf meinen werktäglichen Pendelwegen zum Telefonieren ein NOKIA-Modell aus zweiter bzw. sogar dritter Hand benutzt – und zwar nur zum Telefonieren, denn sehr viel anderes kann man mit dem alten, aber unvermindert funktionstüchtigen Handy auch schlechterdings nicht anstellen. Wahrscheinlich wäre nach wie vor mein steter Reisebegleiter, wenn wohlmeinende Menschen mir nicht zum Weihnachtsfest 2010 ein Smartphone des Herstellers „Samsung“ unter den Baum gelegt hätten.


Wer hofft, an dieser Stelle eine Auflistung von im Jargon des Pseudo-Telekommunikationsexperten formulierten Leistungsmerkmalen zu lesen, den muss ich enttäuschen (und verweise auf die von ciao.de veröffentlichte Beschreibung des Herstellers) – mein Interesse an Mobiltelefonen reicht traditionell in etwa so weit, wie ich ein handelsübliches Modell werfen kann, und selbst die den Freundes- und Bekanntenkreis erfassende iPhone-Welle ist seinerzeit an mir vorübergeschwappt, ohne in mir den Wunsch nach dem Erwerb eines mittlerweile ohnehin nur noch bedingt zum Statussymbol tauglichen Erwachsenenspielzeugs zu wecken. Stattdessen werde ich mich auf die Schilderung meiner Erfahrungen im mittlerweile täglichen Umgang mit dem Samsung Galaxy 550 beschränken und eine vollkommen subjektive Antwort auf die Frage danach geben, für wen außer mich das Modell sonst noch die richtige Wahl sein könnte.

Haben Sie’s gemerkt? Implizit habe ich bereits meine Zufriedenheit mit dem Gerät bekundet. Und das, obwohl ich von dem Gedanken daran, mein altes NOKIA in Rente zu schicken und mich umzustellen, zunächst ganz und gar nicht angetan war.
Ausgangssituation: Der Weihnachtsmann beschert einem Ludditen ein neues Handy

Offenbar aber habe ich es mir selbst zuzuschreiben, wenn man mir ein Smartphone schenkt. Angeblich nämlich brummele ich unterwegs mit einiger Regelmäßigkeit Sätze der Marke „Mensch, jetzt müsste ich Internet haben!“ vor mich hin, und genau deswegen hat man mir das Samsung Galaxy 550 angedient: Es ist internetfähig, kostet dabei in der Anschaffung aber erheblich weniger als das Apple iPhone, das, so mein Eindruck, seit seinem europäischen Markteintritt im Jahr 2007 einiges von seinem Nimbus verloren hat. Nichts gegen Apple – ich mag meinen iMac wie auch seine diversen Vorgängermodelle, mit denen ich in der Vergangenheit Umgang gepflegt habe. Trotzdem waren iPod und iPhone für mich nie Herzenswünsche.

Nachdem ein sehr geschätzter Kollege sich vor einiger Zeit ein iPhone zugelegt hat, reicht er mir das Gerätchen auf gemeinsamen Autobahnfahrten Richtung Heimat immer mal wieder an und preist den einen oder anderen Vorzug – ich balanciere den iParillo bei solchen Gelegenheiten dann höflich in meiner Handfläche, tippe verlegen auf eines der bunten App-Symbole, sage pflichtschuldig „Ah!“ und „Oh!“ und finde, dass der ganze bunte Spielkram reichlich entbehrlich ist.

Jedenfalls war das bis neulich der Fall.

Inzwischen, nachdem ich binnen Monatsfrist hinreichend warm mit meinem smarten Phone geworden bin und nach und nach seine Anwendungsmöglichkeiten entdecke und zu schätzen lerne, sehe ich die Sache etwas differenzierter. Der Fraktion der Zocker und Daddler, die bereits morgens im Vorortzug ihrer Spielleidenschaft frönen, werde ich mich sicher auch fürderhin nicht zuschlagen. Trotzdem hat auch mir das Samsung Galaxy 550 einiges zu bieten. Allerdings wäre eine ausufernde Eloge auf das Progrämmchen „Shazam“, mit dem ich kürzlich die wirklich tolle Band „Lissie“ für mich entdeckt habe, an dieser Stelle ebenso deplatziert wie eine auf die DB-Software, dank derer ich inzwischen um eine Zugverbindung weiß, die zwar zunächst einen kleinen Umweg in die Gegenrichtung (!) erfordert, für mich im Zweifelsfalle (hier: auf den Zug, den ich mal wieder um ein Haar verpasst habe, folgt mindestens eine halbe Stunde lang kein weiterer) aber trotzdem mit einem merklichem Zeitgewinn einhergeht.
Klein und knifflig: Der Touchscreen ist nichts für Grobmotoriker

Nein,

Bilder von Samsung GALAXY 5 GT-I5500
Samsung GALAXY 5 GT-I5500 Samsung - Samsung GALAXY 550
Den normalen Desktop zeigt die Abbildung von ciao, meine zeigt die App "Shazam".
hier soll’s ja um das Telefönchen an sich gehen, das mit seinen bescheidenen Abmessungen bequem auch in kleinere Jackentaschen passen dürfte. Der in allen drei Dimensionen Platz sparenden Bauweise sind natürlich auch die Schwierigkeiten geschuldet, die ich anfänglich bei der Bedienung hatte und die nach kurzer Eingewöhnungszeit zwar schnell kleiner geworden sind, die aber wohl nie ganz verschwinden werden: Der Touchscreen mit gerade mal 7,1 cm messenden Diagonalen verlangt dem Nutzer bei der Eingabe von Daten schon einiges an taktilem Feingefühl ab. Dass die auf dem Bildschirm dargestellten Eingabetasten und anderen Elemente vergrößert dargestellt werden, wenn man das Handy um 90 Grad nach links kippt, ist deshalb auch nicht nur eine nette Spielerei, sondern wirklich unabdingbar notwendig.

Wer auf dem Handy vor allem Funktionen des mobilen Internets nutzen möchte, dem wird der Links-Kipp sicher schnell in Fleisch und Blut übergehen – ob bei der Anmeldung im eigenen E-Mail-Konto oder bei Wiedergabe von Inhalten des Online-Videoportals „youtube“: Die dank verlängerter X-Achse leicht vergrößerte Darstellung der Inhalte macht das Mäusekino zwar nicht zum IMAX-Erlebnis, bietet aber immerhin eine kleine Verbesserung.

Nachdem ich in den ersten Tagen der Benutzung zuweilen den Eindruck hatte, ich würde die Herausforderung, bereits im ersten Anlauf tatsächlich das gewünschte Symbol auf der Tastatur zu treffen, auf ewig nicht meistern, sind Tippfehler inzwischen zwar die Ausnahme. Die Ehrenwürde, der erste Mensch zu sein, der einen Roman auf dem Display seines Handys verfasst hat, überlasse ich aber trotzdem gern einem anderen. Grundsätzlich hat mich die Auflösung und Brillanz der Anzeige aber angenehm überrascht – obwohl ich auf Kleingedrucktes in der Regel ziemlich allergisch reagiere, empfinde ich die Darstellung von Text in den meisten Fällen als durchaus leserfreundlich, und auch Fotos wie bewegte Bilder werden in sehr manierlicher Qualität wiedergegeben.

Das einfache Navigationsprinzip erschließt sich auch Anfängern schnell

Zu meiner großen Freude stellt die Bedienung des Handys selbst Anfänger wie mich nicht vor unlösbare Probleme. Die Auswahl der gewünschten Programme bzw. Funktionen geschieht mittels der auf dem Bildschirm angezeigten Symbole – PC-Nutzer, die mit dem seinerzeit von Microsoft schlau bei Apple abgekupferten Desktop-Prinzip vertraut sind, sollten keine Probleme damit haben, sich zurechtzufinden. An die Stelle des Doppelklicks tritt ein Fingertipp, und schon öffnet sich das Programm der Wahl. Mit wachsender Anzahl der installierten „Apps“ wird der Platz natürlich knapp – ist der Desktop einmal gefüllt, genügt eine leichte Zugbewegung mit dem Finger, um gewissermaßen nach rechts zu scrollen und weitere Bereiche des Bildschirms sichtbar zu machen (schönes Prinzip – wenn ich mir meinen zugemüllten iMac-Finder ansehe, wäre das auch im Büroalltag eine feine Sache).

Tippen und Ziehen – das war’s schon, mehr Fingerübungen sind für die Bedienung nicht erforderlich. Hat man sich doch mal vertippt oder möchte von einer Web-Seite, die man aufgerufen hat, auf die davor angewählte zurücksurfen, genügt ein Druck auf einen von drei Knöpfen, auf die Samsung dankenswerter Weise doch nicht verzichtet hat.
Kann man damit auch telefonieren?

Ja, kann man, und ich habe diese möglicherweise langweiligste aller Funktionen des „Unterhaltungskünstlers par excellence“ (Firmenwerbung) sogar schon ausprobiert. Das ist keineswegs so selbstverständlich, wie man vielleicht annehmen könnte, denn ich gehöre nicht unbedingt zu den Leuten, an denen Anbieter aus dem Bereich der Telekommunikation sich eine goldene Nase (die in diesem Fall vielleicht eher ein goldenes Ohr ist) verdienen können. Die wichtigste Erkenntnis: Auch die Nutzung des Samsung Galaxy 550 zum Telefonieren setzt keinen Hochschulabschluss voraus – Telefonsymbol anwählen, Nummer eintippen bzw. unter den einmal gespeicherten Nummern die gewünschte auswählen und antippen, telefonieren, glücklich sein. In dem Moment, in dem die Verbindung hergestellt ist, schaltet sich das Display natürlich automatisch aus – die Befürchtung, mit der sich am Bildschirmchen unweigerlich reibenden Wange irgendwelche ungewünschten Aktionen auszulösen, ist mithin unbegründet.

Meine bereits erwähnten Telefonfaulheit ist schuld daran, dass ich mich zum Durchhaltevermögen des Akkus nur näherungsweise und in Form von erfahrungsbasierter Mutmaßung äußern kann. Tatsächlich gehöre ich zu den wenigen seltsamen Zeitgenossen, die ihr Handy nur dann einschalten, wenn sie es wirklich zu nutzen beabsichtigen. Und wenn Sie jetzt vermuten, dass man mich auf meinem Handy allenfalls dann erreicht, wenn man mir eine Nachricht aufs Mobiltelefon gesandt hat, liegen Sie vollkommen richtig – mein Samsung Galaxy 550 nutze ich, wenn Sie so wollen, als reines Outbound-Gerät.

An den Tagen, an denen das bislang nicht der Fall war, war die Akkulaufzeit merklich reduziert – und das, obwohl ich die offenbar sehr energieintensive GPS-Funktion bereits ausgeschaltet habe und auch den Bildschirmanzeige bereits in einen angeblich energiesparenden Modus heruntergedimmt habe. Nageln Sie mich bitte nicht fest, aber ich vermute, dass die Ladung des Akkus bei ganz normalem Gebrauch inklusive Standbybetrieb keinesfalls länger als 36 Stunden hält – ich vermute, es ist sinnvoll, das Samsung Galaxy 550 alle 24 Stunden ans Netz zu hängen.

Die Probe aufs Exempel steht aber, wie gesagt, noch aus, zumal ich den Unterhaltungskünstler bislang nicht nonstop, sondern sehr gezielt nutze – hier mittels des Wunderprogramms „Shazam“ den Titel eines im Radio gehörten Songs herausfinden, dort mit dem Progrämmchen von der DB eruieren, ob der Zug auch pünktlich eintreffen wird oder sich bereits Verspätung eingefangen hat.
Offenbar noch nicht so stabil, wie es sein könnte: das Betriebssystem

Es gibt das iPhone von Apple, und es gibt Smartphones, die mit einem Betriebssystem namens „Android“ arbeiten – das hat sich sogar bis zu einem Ludditen wie mir herumgesprochen.

Wie stabil und komfortabel das iPhone im Betrieb ist, kann ich nicht beurteilen, mein Samsung Galaxy 550 allerdings scheint zu Abstürzen zu neigen. Was auffällt: Wenn Probleme auftreten, dann meist im Zusammenspiel mit „youtube“ – oft lässt sich das Laden eines Clips oder die Wiedergabe eines bereits geladenen Clips nicht abbrechen, und leider hilft es in vielen solcher Fälle weder die Betätigung des bereits erwähnten „Zurück“-Buttons noch der beherzte Druck auf den mit einem Häuschen gekennzeichneten „Home“-Button, der einen eigentlich aus jeder Anwendung heraus stante pede wieder in die Desktop-Umgebung zurückleiten sollte.

Bisher hat noch stets das geholfen, was jeder von den Tücken neuzeitlicher Technik geplagte und hinreichend erfahrene Nutzer wahrscheinlich auch im beschriebenen Fall instinktiv täte: Gerät ausschalten, Gerät wieder einschalten, zuletzt durchgeführte und vorzeitig abgebrochene Aktion wiederholen und einfach das Beste hoffen.

Mein Eindruck: Die Schwierigkeiten, die mein Samsung Galaxy 550 zuweilen hat, sind mir im Laufe des ersten Nutzungsmonats oft genug begegnet, um zu mutmaßen, dass es sich hierbei um eine Kinderkrankheit handeln dürfte, die Nutzer kommender Handy-Generationen wahrscheinlich nur noch aus Erzählungen kennen werden. Und immerhin habe ich mit den beschriebenen Schwierigkeiten nicht so oft zu kämpfen, dass sie mir den Umgang mit dem Gerät dauerhaft verleiden könnten. Im Gegenteil: Neulich habe mir im Zug einen interessanten Vortrag des seligen Douglas Adams angesehen, und die letzten 20 Minuten meines täglichen Heimwegs verkürze ich mir inzwischen ziemlich regelmäßig, indem ich mir ausgewählte youtube-Inhalte ansehe. Stattdessen könnte ich mir mit dem Samsung Galaxy 550 natürlich auch wahlweise das Programm eines Radiosenders anhören (die Qualität auf Reisen von A nach B überzeugt mich allerdings nicht) oder mich von meinen Lieblingssongs unterhalten lassen – offenbar ist auf der im Lieferumfang inbegriffenen Speicherkarte Platz für 1 GB Daten. Das Samsung Galaxy 550 als mp3-Player zu nutzen habe ich noch nicht ausprobiert; bislang reicht mir youtube vollkommen aus. Wenn’s denn soweit ist, wird mir der Speicherplatz aber wahrscheinlich auch ausreichen – nachdem ich neulich herausgefunden habe, dass sich ein knapp 10 Stunden langes Nonstop-Musikfile so komprimieren lässt, dass das resultierende mp3-File bequem auf eine handelsübliche CD-ROM passt, mache ich mir da gar keine Sorgen (Sie, lieber HiFi-Fan, tun jetzt bitte so, als hätte ich Ihnen den letzten Satz gar nicht erst zugemutet). Bei Bedarf lässt sich der Speicher des Handys aber auf sagenhafte 32 GB aufrüsten – wer also meint, er müsste auf seinem tragbaren Telefon den Inhalt des Telefonbuchs von Mexico City ablegen oder darauf Programme installieren, die zur Fernsteuerung von im Orbit kreisenden Spionagesatelliten erforderlich sind, hat gute Karten.
Und sonst?

Natürlich ist in das Handy auch eine Kamera integriert, mit der sich Fotos schießen und bewegte Bilder aufnehmen lassen – im Werbesprech des Herstellers nimmt sich das so aus:

„Das Samsung Galaxy 550 ist mit einer 2,0 Megapixel-Digitalkamera (1600 x 1200 Pixel) ausgestattet, die neben einem 4fach Digitalzoom und zahlreichen Kamerafunktionen (Serienbildaufnahmen, Fotoeffekte, Sucherfunktion des Displays, Panorama-Funktion, Kontrasteinstellung) auch über eine Videofunktion verfügt (Auflösung 320 x 240 Pixel).“

Soll ich ehrlich sein? Ja, ich hab’s ausprobiert, und ja, ich finde die Funktion grundsätzlich sinnvoll – mal eben mit dem Handy ein Beweisfoto machen zu können, wenn’s z. B. im Straßenverkehr kracht, ist eine feine Sache. Die liebe Familie oder den Sonnenuntergang über dem Meer lichte ich dann aber doch weiterhin mit meiner Lumix ab – sollte ich in absehbarer Zeit einen Grund dafür sehen, das anders zu handhaben, werde ich diese Passage entsprechend ändern.

Der Barcode- und QR-Code-Scanner funktioniert ebenfalls – vorausgesetzt, die Lichtverhältnisse sind nicht allzu schlecht. Den „Layar Reality Browser“, der einem z. B. verrät, wie viel Meter es vom aktuellen Standort bis zum nächsten Supermarkt sind, habe ich spaßeshalber auch schon ausprobiert; wahrscheinlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich ein Anlass bietet, an dem die Funktion mir wirklich einen handfesten Nutzen bietet. Mit Google Maps ist das ganz ähnlich: Jawoll, ab sofort gibt’s Google Maps für mich auch mobil, und irgendwann werde ich froh darüber sein und wahrscheinlich finden, dass allein das schon den Kauf eines Smartphones rechtfertigt (wie wahrscheinlich auch jede einzelne andere Funktion, die ihren wahren sittlichen Nährwert für mich erst noch unter Beweis stellen muss).

In diesem Zusammenhang gerät unweigerlich ein weiteres Werbeversprechen des Herstellers in den Blickwinkel:

„HSDPA bietet Downloadgeschwindigkeiten wie beim heimischen Internetzugang. Das Aufrufen von Internetseiten sowie der Download von Musik-, Video- oder Bilddaten aus dem Internet ist innerhalb weniger Sekunden aufs Handy möglich, und auch E-Mails mit größeren Anhängen sind ohne Zeitverzug herunter geladen.“

Stimmt das? Radio Jerewan antwortet: Im Prinzip Ja. Schließlich sind auch die „Downloadgeschwindigkeiten ... beim heimischen Internetzugang“ keine fixe Größe, und so verwundert es sicher nicht, dass auch der mobile Download Schwankungen unterliegt. Ganz grundsätzlich kann ich die Aussage des Herstellers aber unterschreiben – wann immer mich ein Programm darauf hingewiesen hat, dass der Transfer von Daten eine Weile dauern könnte, hat das Samsung Galaxy 550 die angegebenen Schätzwerte eher unter- als überschritten und meine Erwartungen so eher übertroffen als nicht erfüllt.
Butter bei die Fisch: Für wen ist das was?

Das Samsung Galaxy 550 ist in meinen Augen eine gute Wahl

• für alle, die mit ihrem Mobiltelefon mehr anstellen möchten als nur mobil telefonieren – z. B. für Zeitgenossen, die das Buch, über das sie gerade auf der Zugfahrt im „SPIEGEL“ lesen, un-be-dingt sofort bei amazon.de bestellen müssen.

• für alle, die mit dem Kauf eines iPhones nicht nur aus Gründen des vermeintlichen Statusgewinns in ihrer peer group liebäugeln und denen das Handy von Apple zu teuer ist.

• für alle, die gern ein leistungsfähiges mobiles Wiedergabegerät für Video- und Audio-Inhalte hätten, sich deshalb aber nicht zwangsläufig etwas von Apple zulegen möchten.

Last, but not least ist das Samsung Galaxy 550 die richtige Wahl für alle neugierigen Zeitgenossen, die einen günstigen Einstieg in die Smartphone-Klasse suchen, mit der einschlägigen Technik aber noch keine eigenen Erfahrungen gesammelt haben und ein benutzerfreundliches Gerät suchen.

Kleiner Wermutstropfen: Der Touchscreen des Handys ist klein und die Eingabe von Texten dadurch etwas gewöhnungsbedürftig. Wer Gelegenheit dazu hat, das Handy selbst in die Hand zu nehmen und zu testen, sollte sich einen unmittelbaren Eindruck vom Benutzungskomfort verschaffen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Eingewöhnungsphase im Zweifelsfalle kürzer als erwartet ist, wer’s trotzdem eine Nummer größer mag, ist mit einem anderen Gerät aber sicher glücklicher als mit dem Samsung Galaxy 550. Unterm Strich vergebe ich für den kleinen Allrounder gern vier von fünf Sternen.

Nachtrag am 16. Februar 2011


Samsung GALAXY 550 / Reset bei Einfrieren/Aufhängen des Geräts

Tatsächlich hat das Samsung GALAXY 550 nicht nur mit der youtube-App ein Problem, sondern ganz generell lässt das Handy bei der Wiedergabe von Filmen an Stabilität zu wünschen übrig. Just heute morgen ist mein Samsung Galaxy nach einem unerwünschten Abbruch der Wiedergabe so unwiderruflich "eingefroren", dass das Gerät keine Eingaben über die Tastatur mehr akzeptierte und sich nicht einmal mehr abschalten ließ.

Nachdem meine unter Eingabe von Suchbegriffen wie "Reset", "Hard Reset" und "Neustart" unternommene Recherche in den einschlägigen Foren wiederholt ins Leere lief, habe ich online nach einer Bedienungsanleitung für das Samsung GALAXY 550 gesucht, bin schnell fündig geworden und konnte das Problem umgehend lösen. In Fällen wie dem von mir beschriebenen sollte es genügen, die "Up"-Position des Lautstärkereglers sowie die auch zum Abschalten des Geräts verwendete rechte "Phone"-Taste gleichzeitig gedrückt zu halten – das Gerät führt dann innerhalb von 8 bis 10 Sekunden einen Reset durch; sämtliche vom Nutzer vorgenommenen Einstellungen bleiben auch nach dem Reset erhalten.



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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Thomas-Zimmermann

Thomas-Zimmermann

01.11.2011 00:27

Schön, ein "Erfahrung"sbericht...

Forun

Forun

23.10.2011 17:11

Sehr gut geschrieben, und sehr detailiert verfasst. Super Bericht!

t.schlumpf

t.schlumpf

20.03.2011 08:37

Geschafft wieder eine Schuld weniger ;o)

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