Der eingebaute Akku liefert eine Laufzeit von bis zu 9,5 Stunden. Damit sind Sie unabhängig von jeder Stromzufuhr und genießen ein Höchstmaß an Bewegungsfreiheit. Ein... mehr
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Erfahrungsbericht von Inline-Igel über Samsung N140 KA01 07.01.2010
Produktbewertung des Autors:
Verarbeitung
ausgezeichnet
Akkulaufzeit
lang
Kontraste
gut
Festplatten-Kapazität
ausreichend
Bedienung/Ergonomie
gut
Software-Ausstattung
mäßig
Pro:
gute Tastatur, sehr leise
Kontra:
Leistung nicht für HD - Videos geeignet
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Das Netbook Samsung N140 hatte ich Mitte November 2009 im Versandhandel für 299 Euro (zzgl. Versandkosten) bestellt, es ist noch WinXP installiert. Neben einem angenehm kleinen Netzteil ist eine Neopren-Schutztasche und eine CD beigelegt. Die technischen Daten sind wie bei allen Netbooks aus diesem Produktionszeitraum; Ciao bietet sie unter den Produktdetails an, daher erspare ich euch ein überflüssiges Wiederholen.
Der erste Eindruck ------------------------
Ich habe das Samsurg N140 in weiß bestellt - der Deckel ist matt-weiß mit einem blassen Schriftzug SAMSUNG versehen. Nach dem Aufklappen (ohne Knarren etc.) eine matte Tastatur, außen und rund um das Mousepad jeweils eine silberne, glänzende Einfassung. Der Akku wird hinten eingeschoben, hat auf der Unterseite eine runde Wulst und die hintere Standfüße, mehr als 1 cm trägt der Akku aber nicht auf.
Die Anschlüsse sind daher auf der linken (LAN, VGA, 1xUSB, Kopfhörer und Mikrofon) und der rechten (2xUSB und Netzteilanschluss) Seite. Vorne befindet sich die SD/SDHC-Buchse durch einen Dummy-Einschub gegen Staub geschützt. Leider schaut eine Speicherkarte ca. 8mm heraus und stört etwas, wenn man das Netbook auf den Oberschenkeln ablegt.
Ebenfalls links ist die Ausblasöffnung des Ventilators, angesaugt wird die Luft auf der Unterseite. Der Lüfter erledigt seine Arbeit quasi lautlos. Allerdings enthielt die Abluft auch nach einer Woche noch immer Ausdünstungen. Nach 1,5 Monaten hat das nachgelassen.
Die Installation erfolgt in mehreren Schritten, bei denen Benutzerkonten angelegt werden und auch die Festplatte in zwei Partitionen aufgeteilt werden kann. Das dauert seine Zeit, läuft aber problemlos.Display ---------
Das Display ist matt (so habe ich das auch gewollt!) und von Schärfe und Kontrast in Ordnung. Die Winkelabhängigkeit könnte aber besser sein, schon 10 Grad reichen in der Vertikalen, um die Darstellung heller oder dunkler erscheinen zu lassen. Wenn ich das N140 auf den Oberschenkeln mit voll geöffnetem Deckel (ca. 120 Grad?) habe, sehen die Farben gut aus. Von der Farbtemperatur etwas kühler als der kalibrierte Monitor an meinem stationären PC. An einem sonnigen Novembertag ist die Helligkeit des Display für ein Arbeiten im Freien durchaus geeignet.
Tastatur / Mousepad ---------------------------
Die Tastatur hat einen sehr guten Druckpunkt und ist auch ausreichend groß genug, nur div. Sondertasten sind kleiner ausgefallen. Ein Kollege, der im 10Finger-System durchaus schnell tippt, habe ich das Netbook in die Hände gedrückt; er war von der Qualität sehr angetan. Die Taste mit den spitzen Klammern und dem Pipe-Symbol ist auf die rechte Seite der Tastatur gewandert, sollte aber kein Problem sein.
Mit dem Mousepad und den darunter angebrachten Fläche als linke/rechte Maustaste komme ich i.a. gut zurecht. Manchmal habe ich aber den Eindruck, dass ein Scrollen als ein Doppelklick zum Öffnen eines Programmes bzw. Links angesehen wird und das nervt dann schon. Bei 3 USB-Buchsen gönne ich mir daher den Luxus eine Miniaturmaus anzuschließen.
Netzverbindungen ----------------------
Im Samsung N140 soll WLAN (IEEE 802.11) a/g/n eingebaut sein - die Verbindung zu meiner Fritzbox habe ich problemlos hinbekommen; Windows XP hat mir kurz nach dem Booten gemeldet, welche WLANs in der Nähe erkennbar sind, ich musste nur noch mein Passwort eingeben.
Die Verbindung ist bei mir 54Mbits/s, also "nur" IEEE 802.11g - das sind aber erheblich mehr als ein DSL6000 kann (6656 kbit/s) und meine ältere FritzBox unterstützt IEEE 802.11n ohnehin nicht.
Sowohl per WLAN als auch drahtgebunden kommt ein Download bei einem guten Server auf ca. 695 kBytes/s.
Bluetooth war zwar etwas umständlicher, weil ich nicht wusste, welche der vielen Möglichkeiten (Audio-Gateway, Datenübertragung, Bilddarstellung, Kopfhörer, Netzzugang, PIM-Objektübertragung, PIM-Synchronisation, Serielle Anschlüsse) ich auswählen sollte und daher alle einrichten lies. Im Endeffekt war es wohl doch der serielle Anschluss - dort wurde mein GPS-Datenlogger erkannt und VisualGPS kann die NMEA-Datensätze problemlos empfangen. Letzte Hürde war noch der Kennwortschlüssel; da mein GPS-Logger so etwas nicht kennt, einfach vier Nullen eingeben(lt. Google), das funktioniert.
Erweiterungsfähigkeit ---------------------------
Der eingebaute Speicherbaustein von 1GB befindet sich hinter einer Klappe an der Unterseite; man kann ihn durch Lösen einer Schraube relativ leicht austauschen. Ein Kingston PC2-5300 CL5 - also 2 GB - wird problemlos erkannt. An die Festplatte kommt man angeblich nicht heran, bei 14 Schrauben auf der Unterseite habe ich auf eine Überprüfung verzichtet.
Sonstiges ------------
Die eingbaute Kamera habe ich nur kurz ausprobiert (ein Programm dafür ist vorinstalliert), die Qualität konnte mir aber nicht zusagen. An Software ist u.a. der McAffee-Virenscanner (für 14 Tage), ein Programm zum Sperren des Netbooks bei Diebstahl (30 Tage), div. Samsung-Software (Online-Doku, Recovery) und ein Microsoft-Office (für 1 Jahr) vorhanden. Den McAffee habe ich schon nach wenigen Tagen deinstalliert, er verzögert den Browserstart enorm und blockiert während eine Downloads von Updates auch faktisch das Netbook. In die Online-Dokumentation habe ich 2mal hineingesehen, war gut zu lesen. Die restliche Software nicht ausprobiert.
Geschwindigkeit --------------------
1. Beim Booten beötigt der Samsung N140 44sec.
2. Firefox 3.5 benötigt zum Starten zunächst ca. 20 sec - Schuld daran ist der McAfee SiteAdvisor, der auch bei einer leeren Seite als Startseite für eine derartig drastische Verzögerung sorgt. Wenn man ihn deaktiviert, dauert es nur 2 sec.
3. IrfanView (Bildbetrachter) benötigt beim Blättern durch die Bilder einer Speicherkarte etwa 3 bis 4 sec - die JPEG-Bilder sind mit einer 14MPixel-Kamera in bestmöglicher Qualität fotografiert und zwischen 9,5 und 11 MBytes groß. Die Speicherkarte Panasonic 16 GB Class10 ist mit das Schnellste, was es an SDHC-Karten auf dem Markt gibt.
4. Anstelle des "Schlachtschiffes" Photoshop verwende ich für Bildverarbeitung das genügsamere PhotoLine; es benötigt zum Start 9 sec, das Öffnen eines 11,5 MBytes große Bilddatei von Speicherkarte dauert 7 sec. Die Prozessorlast steigt dabei auf 60%. Das Drehen um einen krummen Winkel dauert 7 sec, die Prozessorlast ist dann am Anschlag bei 100%.
Mit 2 GB Speicher dauert das Drehen des Bildes erstaunlicherweise 12 statt 7 sec ... bei allen andern Operationen konnte ich keine Änderung beobachten.
5. Videos in PAL-Auflösung werden problemlos dargestellt. Ich habe einen mobilen Medion DVD-Brenner ohne Netzteil per Y-USB-Kabel angeschlossen, sowohl das Brennen als auch Ansehen einer DVD geht problemlos. HD-Videos in der kleineren 720p-Auflösung kann der N140 auch darstellen, solange die Datenrate nicht über 4000 kbit/s steigt. Ansonsten gibt es Ruckler. Dementsprechend ist auch das Abspielen von FullHD-Videos (die haben i.a. 5000 bis 9000 kbit/s Datenrate) nicht möglich, ständig friert die Darstellung ein.
Laufzeit ----------
Bei voller Helligkeit, angeschlossener Maus (der kleine Nager braucht auch seine 100mA) und aktivem WLAN beim Surfen usw. mit einer Prozessorlast von 20 bis 45% hält der Akku fünf Stunden - dann warnt Windows XP, dass man die "Batterie wechseln möge" - die Restkazapität beträgt zu dem Zeitpunkt 10%. Reduziere ich die Helligkeit auf zweitkleinste Stufe, so komme ich auf 6,5 Stunden. In beiden Fällen war die CPU-Geschwindigkeit auf normal eingestellt. Die in der Werbung angegebenen 9 Stunden sind vermutlich bei deaktiviertem WLAN und auf geringe Leistung geschaltete CPU möglich - ich habe es nicht ausprobiert.
Fazit ------
Ein kleines Gerät, das man gut in den Urlaub mitnehmen kann, wenn man z.B. viel fotografiert und abends die Bilder sichten will oder Reisenotizen anfertigen will. Etwas Geduld sollte man angesichts der Dateigröße bei aktuellen Digitalkameras schon mitbringen. Zum Surfen durchaus geeignet, die Bildschirmbreite mit 1024 Pixeln ist ok, man muss halt öfters nach unten scrollen.